Niedrige Anlasserdrehzahl bei Ford

Werte Experten,

in den 70er-Jahren hatte ich einige Taunus und fand es damals faszinierend, wie der V-Motor zuverlässig angesprungen ist, nachdem der scheinbar komplett überforderte Anlasser mit letzten Kräften die Kurbelwelle gegen das frostgegelte Schmieröl schätzungsweise nur so eineinhalbmal herumgedreht hatte.

Dazwischen fuhr ich jahrzehntelang Autos, bei denen der Anlasser den Motor schnell und energisch leierte, wobei auch dieser stets bald ansprang.

Jetzt habe ich einen Mondeo aus dem letzten Jahrfünft des vorigen Jahrtausends, eigentlich ja ein Ford Taunus 18M, der mir direkt nostalgische Gefühle bereitet. Und bei dem erweckt auch wieder der Anlasser den Eindruck, daß er der Kurbelwelle, erlahmend, gerade noch so eine einzige Umdrehung versetzen kann, woraufhin die Maschine freudig anspringt; wobei auch bei stehendem Motor die Elektromotoren anscheinend keinen Durst leiden.

Weiß mir das jemand zu erklären?

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,

keine Antwort, aber das Phänomen kenne ich: als VW-Eigner habe ich mich auch immer beim 93er Mondeo meiner Freundin gefragt, ob die Batterie kurz vor dem Kollaps ist, da der Anlasser - zumindest scheinbar - so langsam gedreht hat. Schien dann aber doch normal zu sein.

Gruß
Thomas

Vielleicht sind die einfach immer etwas unterdimensioniert…

Aber Anlassermotoren gehören sowieso zu den seltsamsten Elektromotoren… ein sogenannter Reihenschlußmotor. Theoretisch ist es so das wenn ein Reihenschlußmotor ohne Last laufen würde dann würde er so lange die Drehzahl erhöhen bis er sich selbst zerstört. (Hab ich aber nie getestet)
http://www.uni-muenster.de/Physik/TD/Techlex/Techlex…

Wenn dich daslangsame orgeln nervös macht, dann schau doch mal ob evtl. auch ein Anlasser des nächst größeren Motors passt :wink: