Verträgt mein alter Opel hochoktanigen Sprit?

Von: , Frage gestellt am Fr, 4. Feb 2005

Ich haben einen alten Kadett ECC 1,6Liter Benziner, Baujahr 1989 mit geregeltem KAT, erstaunlich gut in Schuss, Kolbenringe dicht. Ich würde mich niemals freiwillig von meiner alten Kiste trennen ;o).

Verbrauchswerte (Super bleifrei):
Stadt (München) : 6,5-7,5 Liter/100km
Autobahn/Landstraße: 5,5-6,5 Liter/100km

Wenn ich Super Plus tanke sinkt mein Spritverbruch um ca. einen halben Liter (also ist die Sache ziemlich kostenneutral) und der Motor wird im Winter schneller warm. Bei Normalbezin (das hat der Vorbesitzer getankt) fängt der Motor zum Nageln an und wird zur lahmen Ente.

Meine frage: Beschleunigt das hochoktanige Bezin den Verschleiss (Ventile, Nockenwelle u.s.w.), oder kann ich weiterhin ohne Reue den teuren Saft tanken. Zumindest bilde ich mir ein, dass die Zündkerzen schneller abbrennen (wäre egal, die kosten nicht viel).

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 8 Minuten 0 hilfreich
    so rum kein Problem

    Hallo Gerold,

    also, so rum Wenn ich Super Plus tanke
    ist das kein Problem Bei Normalbezin (das hat der Vorbesitzer getankt) fängt der Motor zum Nageln an und wird zur lahmen Ente.
    So rum kommt es eben zum "nageln". Das ist erstmal auch kein Problem, nur etwas lästig. Wenn der Motor tatsächlich in topform ist sollte er es auch auf Dauer vertragen (es sei denn, der Hersteller hat Superbenzin vorgeschrieben - ich weiss das bei diesem Auto nicht).
    Man sollte grundsätzlich kein geringeroktaniges Benzin reinkippen als jenes, welcher der Hersteller vorschreibt. Besserer Sprit geht immer.

    Die Verbrauchswerte gehen bei höheroktanigem Benzin tatsächlich etwas zurück.
    Ebenso steigt auch die Leistung geringfügig an aber das ist im Normalfall nicht spürbar - aber messbar. Der Leistungszuwachs bewegt sich in Grenzen, welche keine signifikante "Leistungssteigerung" bedeuten und sind deshalb auch nicht "eintragungspflichtig".

    Ich hoffe, ich konnte Dir Deine Bedenken zerstreuen.

    Freundliche Grüsse
    Ray

    • Antwort von nach 56 Minuten 0 hilfreich
      Uiuiuiuiuiuiui, auauauauau!

      Hallo. So rum kommt es eben zum "nageln". Das ist erstmal auch kein
      Problem, nur etwas lästig.
      Au Backe! "Nageln", "Klingeln" und "Klopfen" (kostet alles dasselbe) bedeutet, dass der Verbrennungsvorgang im Zylinder nicht mehr geregelt abläuft. Der auf bspw. Superbenzin abgestimmte Motor erwartet dieses genau wegen der höheren Klopffestigkeit. Dass es hörbar zum Klingeln kommt, liegt daran, dass der Kolben in voller Fahrt nach oben durch das zu früh zündende Gemisch (Stichwort Selbstzündung - beim Diesel Betriebsprinzip, beim Benziner eher nicht!) ganz mächtig eins auf den Dez bekommt. Er wird also von der Flammfront, die ihm entgegenströmt, abgebremst. Je nachdem, wie stark dieses "lästige" Phänomen auftritt, verabschieden sich mehr oder weniger schnell die Pleuellager und andere nette Dinge. Ein richtiger schöner Lagerschaden ist gleichbedeutend mit einem fälligen Austauschmotor. Das wäre mir in der Tat ein wenig lästig ...

      ... im Übrigen deutet die Tatsache, dass der Motor nicht mehr zieht, wenn er mit Normal betrieben wird, doch auch zart an, dass irgendetwas Gravierendes nicht in Ordnung ist, oder?

      Es gibt natürlich Motoren, die auch mit Normal gefahren werden können, obwohl sie eigentlich Super brauchen - die haben dann aber ein spezielles "Notprogramm" für den Fall, dass der Fahrer irgendwo in der Pampa mal irgendwelche Nudelsuppe tanken muss. Auch in diesem Fall quittiert der Motor das mit Leistungsverlust, aber die entsprechenden Einstellparameter sind dann so bemessen, dass es nicht zu dem "lästigen" (kann mich darüber gar nicht beruhigen!) Klingeln kommt. Es sollte aber vor der Weiterfahrt auch ein entsprechender Schalter umgelegt werden ...

      Super statt Normal oder SP statt Super oder SP statt Normal ist zwar Geldverschwendung, schadet aber dem Motor nix; da hast Du natürlich recht.

      Gruß kw

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Am Rande...

        ...moderne Motoren (etwa seit Mitte 90er Jahre) passen sich über eine sogenannte Klopfregelung an die vorhandene Bezinqualität (verfügbare Oktanzahl) an. Ein "Klopfsensor" überwacht die Schwingungen, die bei der ungewollten (und durchaus schädlichen!!!) klopfenden Verbrennung auftreten und passt Zündung/Einspritzung so an, dass es nicht mehr zum Klopfen/Klingeln kommt. Das ist in der Regel mit einem Leistungsverlust verbunden, den man vor allem bei kleinen Motoren auch spüren kann (wenn 10% von 50 PS fehlen...)

        Gruß

        hps

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Verträgt mein alter Opel hochoktanigen Sprit?

    Bei Normalbezin
    (das hat der Vorbesitzer getankt) fängt der Motor zum Nageln
    an und wird zur lahmen Ente.

    ich würde vermuten das der Vorbesitzer Mist getankt hat, denn ich denke dieses Modell braucht super und nicht normal Benzin. Das würde auch das Nageln erklären. Also erstmal abklären was der gute braucht.

    Gruß
    roland

  3. Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
    Re: Verträgt mein alter Opel hochoktanigen Sprit?

    Ich haben einen alten Kadett ECC 1,6Liter Benziner, Baujahr
    1989 mit geregeltem KAT, erstaunlich gut in Schuss,
    Kolbenringe dicht. Ich würde mich niemals freiwillig von
    meiner alten Kiste trennen ;o).
    Verbrauchswerte (Super bleifrei):
    Stadt (München) : 6,5-7,5 Liter/100km
    Autobahn/Landstraße: 5,5-6,5 Liter/100km
    Wenn ich Super Plus tanke sinkt mein Spritverbruch um ca.
    einen halben Liter (also ist die Sache ziemlich kostenneutral)
    und der Motor wird im Winter schneller warm. Bei Normalbezin
    (das hat der Vorbesitzer getankt) fängt der Motor zum Nageln
    an und wird zur lahmen Ente.
    Meine frage: Beschleunigt das hochoktanige Bezin den
    Verschleiss (Ventile, Nockenwelle u.s.w.), oder kann ich
    weiterhin ohne Reue den teuren Saft tanken. Zumindest bilde
    ich mir ein, dass die Zündkerzen schneller abbrennen (wäre
    egal, die kosten nicht viel).
    ich fahre seit 8 jahren mit diversen fahrzeugen nur super plus. angefangen hats mit meinen trabbis (jaja, ich musste das öl selber beimischen, hab ich aber gerne getan, auf 1:40). sie liefen einfach besser. die motorschäden an ihnen hab ich selber verursacht (mit beimischung von kerosin...). im clio (1 jahr gefahren) konnte ich einen verbrauchsrückgang um 2 liter vermerken, im mégane (seit 3 jahren) ganz und gar 3,5 liter. da amortisiert sich die mehrausgabe (6 ct/l zu normal bleifrei) ganz schnell. alle fahrzeuge waren lt hersteller u.a. für "normal" ausgelegt. sie liefen/laufen aber besser mit super plus, da es den motor irgendwie schont. finde ich zumindest. kannst also weiter unbeirrt super plus tanken, musst aber dabei bleiben, nich mal zwischendurch normal oder super tanken. dann is der sparvorteil dahin.
    was deine kerzen anbelangt, solltest du zu "beru ultra" greifen. mehrelektroden-kerzen (mit 2 oder mehr masse-elektroden) oder so nen tinnef kannste knicken. ausser löcher im kolbenboden erreichst du nichts (ist nicht mir pers. passiert, aber nem bekannten). desweiteren ist der elektrodenabstand wichtig. sollte irgendwo am/um den motor stehen, welchen abstand du brauchst. ist der abstand zu gross oder zu gering, dann kannn es schon passieren, dass es nicht dort funkt, wo es soll u der motor aufgrunddessen dann nich so zieht, wie du es gewöhnt bist.
    ich wechsle meine kerzen alle 10-12 tkm. rein prophylaktisch.

    gruss

    mutschy

  4. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Danke für die vielen Antworten...

    ...hat mir echt weitergeholfen.

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