Autokauf, wann, wo und wie?

Hallo, ich möchte mir anfang Sommer eine Audi A4 baujahr 2002 kaufen. Momentan müsste ich so 13-14000 Euro bezahlen. Wieviel wird der Preis noch fallen bis zum sommer? Sind die Angebote bei Mobile.de und autoscout gut? Wo sollte ich gucken, worauf achten? Ist mein erster eigener Kauf!

Hallo!

Audi A4 baujahr 2002
Momentan müsste ich so :13-14000 Euro bezahlen. :Wieviel wird der Preis noch :fallen bis zum sommer?

Warte bis zum Sommer im übernächsten Jahr. Oder noch länger. Die Autos eines bestimmten Baujahrs werden immer billiger. Ist einfach so :smile:.

Sind die Angebote
bei Mobile.de und autoscout :gut? Wo sollte ich gucken, :worauf achten? Ist mein :erster eigener Kauf!

Die Angebote können helfen, um einen Markt- und Preisüberblick zu bekommen. Ansonsten nützen Dir Angebote im Internet nichts. Oder willst Du durch die ganze Republik reisen, um Gebrauchtautos zu begucken? Soetwas kann man machen, wenn man einen Exoten sucht, aber nicht für ein überall erhältliches Fahrzeug. Sieh Dich in Deiner Region um. Bevor Du so einen Kaufvertrag unterschreibst, fahre zur nächsten Niederlassung von Tüv, Dekra oder ADAC und lasse das Auto prüfen, damit Dir niemand ein unsachgemäß zusammengeflicktes Unfallauto andreht. Auch manipulierte Tachos sind sehr beliebt. Du glaubst, ein fast ladenfrisches Exemplar mit lächerlichen 30.000 km zu kaufen, das aber tatsächlich 150.000 km auf dem Buckel hat. Ist der Verkäufer mit dem (natürlich von Dir zu zahlenden) Gutachten nicht einverstanden, gehst Du zum nächsten Händler.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Die Angebote können helfen, um einen Markt- und Preisüberblick
zu bekommen. Ansonsten nützen Dir Angebote im Internet nichts.
Oder willst Du durch die ganze Republik reisen, um
Gebrauchtautos zu begucken? Soetwas kann man machen, wenn man
einen Exoten sucht, aber nicht für ein überall erhältliches
Fahrzeug.

Das würde ich so nicht unterschreiben. Im Internet kann man eigentlich ganz komfortabel aussuchen, wie das „neue“ gebrauchte Auto ausgestattet sein soll. Die Suche lässt sich in verschiedenen Schritten auf den gewünschten Umkreis einer zuvor eingegebenen PLZ einstellen.
Über das Internet habe ich bereits drei Autos ohne Probleme verkauft.
(Der Geländewagen ging nach England, der Passat Kombi war 3 Stunden nachdem ich die Anzeige ins Netz stellte verkauft und der Omega brauchte bis zum Verkauf 3 Tage).
Eine gut gemachte Anzeige im Netz verfügt über mehrere Fotos vom Objekt der Begierde und ist somit oftmals aussagekräftiger als ein Standard-Zeitungsinserat.
Meine liebste Ehefrau von allen suchte vor kurzem ein neues Wägelchen.
Nachdem feststand, dass das Wunschauto ein schwarzer (jaja, Frauen) Opel Corsa, zweitürig, mit Faltdach bis zu 2.000 Euro sein sollte, schränkte ich die Suche auf genau diese Angaben ein in Verbindung einer Suchbeschränkung auf Fahrzeugangebote im Umkreis von 50km.
Sooo schlecht funktioniert das ganze also garnicht und auch für den Verkäufer ist es ein billiger Weg eine Annonce mit Foto zeitnah einem möglichst grossen Interessentenkreis zugänglich zu machen.
Gruss Sebastian

fahre zur nächsten Niederlassung
von Tüv, Dekra oder ADAC und lasse das Auto prüfen, damit Dir
niemand ein unsachgemäß zusammengeflicktes Unfallauto andreht.

Hallo Wolfgang!
Bzgl. einer Überprüfung durch den ADAC warne ich vor einer zu hohen Erwartung.
Dieser Verein stuft mitunter Fahrzeuge als „guten Kauf“ ein, obwohl es sich hierbei um absolute Schrotthaufen handelt. Die Prüfer arbeiten bei ihrer Fahrzeugkontrolle mit einem Vorgabeplan, bei dem sie die einzelnen Punkte nach der Überprüfung als getestet oder geprüft abhaken, obwohl sie diese definitiv nicht gesichtet, resp. überprüft haben.
Die Aussage von einer ADAC-Prüfstelle, daß ein Fzg. ohne Probleme gekauft werden kann, taucht somit rein gar nichts.
(Persönliche Erfahrung)
Gruß,
Stephan

Hallo,

wieso lassen sich die Händler im Netz nicht aufs Handeln ein?? Ich meine 100-200 Euro bei einem Fahrzeug, was die für knapp 14000 anbieten ist doch ein Witz oder??? Auch in den Autohäusern hört man immer nur, dass es nicht geht, weil die Preise soooo knapp bemessen sind… Völliger Quatsch oder?

Hallo BigGin,

ich habe bereits 3 AUtos im Netz gekauft, ein AUto, ein Motorrad über mobile verkauft.
Das geht ganz problemlos bzw. ist mit den selben Problememn behaftet die ein Gebrauchtkauf immer mit sich bringt.
Kaufst Du von Privat musst Du eine gewisse Sach- und Menschenkenntnis haben.
Das Auto muss einen guten EIndruck machen, vor allem aber der Verkäufer.

Kaufst Du beim Händler, ist das Risiko begrenzt, allerdings sind die Autos auch teurer.

Der Vorteil seitdem es mobile und autoscout gibt ist die absolute Vergleichbarkeit.
Du guckst überteuerte Wagen garnicht mehr an.

Zwei Beispiele:
Ein Wagen war 3000,-DM billiger als üblich. Agerufen und nachgefragt: Der Wagen stünde schon recht lange, der Halter mittlerweile nach langer Krankheit verstorben, er verkaufe das Auto jetzt aus der Erbmasse. Na ja, 40km hingefahren: Der Wagen war 4 1/2 Jahre alt, hatte aber erst 26000km gelaufen. Probefahrt gemacht, alles funktionierte, die Reifen hatten keine merkbaren Schäden, Der Verkäufer konnte Vollmacht und alles nachweisen, machte einen seriösen Eindruck, gekauft.
Mittlerweile sind 3 Jahre vergangen, der Wagen hat bald 70000km und machte bisher Null Probleme.

Mein letzter Kauf (vor einem halben Jahr) lief so:
Nachdem ich mir über das Modell klar war, habe ich systematisch danach gesucht, Preise verglichen und mir auch ein paar Autos angesehen.
Auch der örtliche Händler bekam seine Chance (ich suchte einen Jahreswagen).
Schließlich fand ich einen Händler in Aachen, dessen Angebote um die 2000,-€ unter vergleichbaren lag. Der Grund: Es waren Importe aus Belgien. In meinem Fall ein Firmenwagen des belgischen Importeurs.
Dann stellt sich die Frage ob man das Auto kauft. Ich habe es mir angesehen, es war alles in Ordnung, noch 1 Jahr Herstellergarantie, gekauft.
Bisher nach weiteren 10000km bin ich superzufrieden. Einen Garantiefall werde ich jetzt reklamieren, ein Heizdraht der Heckscheibe ist defekt. Mal sehen was meine Werkstatt mir hier sagt.

Liebe Grüße,

Max

Industrieschauspieler
Hi BigGin!
Wenn der mir gegenüber sitzende Automobilverkäufer anfängt wie wild auf seinem Taschenrechner runzuklöppeln, dann könnte ich jedesmal laut lachen. Alles nur Show, nach dem Motto: „Mensch, wenn ich jetzt noch 8,- € Nachlass gewähre, zahle ich drauf…“ :smile:
In Wahrheit sind die Fahrzeuge beim Verkauf schon komplett durchkalkuliert, d.h. der Verkäufer sieht auf seinem Bilschirm zu welchem Preis das Fahrzeug Inzahlung genommen wurde, die Kosten der Aufbereitung, Zuschläge, Marge und die Spanne die er zur Verfügung hat. Automobilverkäufer gehören zu den größten Industrieschauspielern.
Beispiel: Vor einigen Jahren wollte ich mir eine gebrauchte E-Klasse kaufen. Eine XY Niederlassung hatte einen MB E320 für 35.500,- DM. Bei einer Barzahlung ohne Inzahlungsnahme des „alten“, könnte der Verkäufer bis 34.000,- DM etwas machen, zzgl. Veloursfußmatten(!)…
Mein Freund arbeit beim gleichen Händler, allerdings in einer anderen Niederlassung. Bei ihm konnte ich mir ´mal diese Kalkulationsmaske anschauen. Und siehe da: Händlereinkauf 27.200,- DM - Mindestverkaufspreis: 31.500,- DM. Seit dieser Erfahrung traue ich keinem Verkäufer mehr über den Weg … :wink:

Bei Fahrzeugen aus dem Internet sieht die Sache allerdings etwas anders aus, denn hier versucht der Verkäufer meistens knapp zu kalkulieren. Grund hierfür sind die Suchfunktionen.
Wenn Du für Dein Fzg. noch 10.400,- € haben möchtest, werden mögliche Käufer die ein max. Budget von 10.000,- € zur Verfügung haben, nicht auf dein Angebot aufmerksam, da sie per Suchfunktion sich nur Fahrzeuge bis 10.000 anschauen und ausfiltern. Also platzierst Du ihn ebenfalls für 10.000,- € und läßt keine Spanne mehr für Verhandlungen.
Gruß,
Stephan