Winterdiesel

Hallo,

bis zu welchen Minustemperaturen „hält“ eigentlich (Winter-)Diesel?

DANKE und Gruß
Max

Hallo,

bis zu welchen Minustemperaturen „hält“ eigentlich
(Winter-)Diesel?

fragst du google (http://www.google.de/search?hl=de&q=winterdiesel%2Bg…), oder klickst du hier: „http://www.avd.de/news/2004/dezember/2004_n_kw52_4_1…

DANKE und Gruß
Max

gruss

mutschy

Hallo,

bis zu welchen Minustemperaturen „hält“ eigentlich
(Winter-)Diesel?

laut Raffnerie und DIN -22 Grad,
doch vorsicht !! mit fahrtwind, kraftstoffleitung unter dem fahrzeug wird dieser wert schnell erreicht.

DANKE und Gruß
Max

gruß Helmut

Hallo,

bis zu welchen Minustemperaturen „hält“ eigentlich
(Winter-)Diesel?

Hier isses schon passiert: http://forum.langzeittest.de/read.php?f=+139&i=+422&…

gruß

dennis

Hallo,

bis zu welchen Minustemperaturen „hält“ eigentlich
(Winter-)Diesel?

laut Raffnerie und DIN -22 Grad,
doch vorsicht !! mit fahrtwind, kraftstoffleitung unter dem
fahrzeug wird dieser wert schnell erreicht.

Fahrtwind spielt dabei keine Rolle.
Den sogenannten Wind-chill-effekt gibt es nur bei Lebewesen oder Bauteilen die selbst Wärme abstrahlen.
So wird z.B. bei Lebewesen durch die Körperwärme eine isolierende, warme Luftschicht aufgebaut die idealerweise noch durch Kleidung oder Fell festgehalten wird.
Bei Wind wird diese Schicht dünner bzw. komplett weggeblasen so dass ständig Wärme nach aussen weggetragen wird, und das lässt uns dann gleiche Umgebungstemperaturen unterschiedlich Empfinden.

Bei einer Kraftstoffleitung gibt es diesen Effekt nicht da sowohl die Leitung als auch der Kraftstoff in ihr die Umgebungstemperatur annehmen und diese verändert sich nicht egal ob es sich um stehende oder bewegte Luft handelt.

Dieselkraftstoff wird in Deutschland nach Europanorm EN 590 verkauft.
Genauer gesagt heist das dass du an der Tanke je nach aktuellem Datum folgende CFPP (cold filter plugging point) bekommst:

15.04-01.10. 0°C
01.10.-16.11. -10°C
16.11.-01.03. -20°C
01.03.-15.04. -10°C

Seit gestern bekommst du an der Tanke also Europaweit nur bis -10°C ohne Einschränkungen fahrbaren Sprit.
Natürlich haben sicher manche Tankstellen mit niedrigem Umsatz noch richtigen Winterdiesel in ihren Vorratstanks ansonsten kannst du nur auf den guten Willen der Mineralölkonzerne hoffen dass sie bei den derzeitigen Temperaturen abweichend von der Norm trotzdem noch Winterdiesel bis -20°C anliefern.

Gruss, René

DANKE und Gruß
Max

gruß Helmut

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Trugschluss

Bei Wind wird diese Schicht dünner bzw. komplett
weggeblasen
so dass ständig Wärme nach aussen weggetragen wird,
und das
lässt uns dann gleiche Umgebungstemperaturen
unterschiedlich
Empfinden.

Du unterschlägst die Verluste durch Verdunstungsenergie.

Bei einer Kraftstoffleitung gibt es diesen Effekt
nicht da
sowohl die Leitung als auch der Kraftstoff in ihr die
Umgebungstemperatur annehmen und diese verändert sich
nicht
egal ob es sich um stehende oder bewegte Luft handelt.

Ein Psychometer

http://www.physik-der-atmosphaere.de/einf/2/Image53.gif

wäre anderer Meinung. Und eine feuchte, bereifte oder vereiste Leitung ebenso.

MfG

C.

Hi,
-22°C sind -22°C.
Während der Fahrt wird eine Kraftstoffleitung unterm Auto nicht kälter.
Auch beim Mopedfahren meint man immer, es sei kälter durch den Fahrtwind. Das ist aber nicht so (habe ich selbst mit dem Thermometer über längere Zeit ausprobiert).
Gruss Sebastian

Verdunstungsenergie und Psychrometer

Hi,
-22°C sind -22°C.

Eben nicht. Ich habe zwar einen Link gegeben, aber er scheint nicht beachtet worden zu sein.

Durch Verdunstungswärme verlieren feuchte oder vereiste Gegenstände im Luftstrom deutlich mehr Energie, als trockene. Das geht soweit, daß sie deutlich unterhalb der Umgebungstemperatur abkühlen können.

Dies Phänomen kann man u.A. mit einem Psychrometer messen. Er besteht aus einem Gestell mit zwei Thermometer, wobei eines von den mit Wickel versehen ist, der nass zu halten ist.

Einem Luftstrom ausgesetzt, zeigt das trockene Thermometer die tatsächliche Lufttemperatur, das nasse hingegen einen tieferen Wert. Die angezeigte Differenz in Verbindung zu Anzeige des trockenen Thermometers lässt direkt und genau auf relative Luftfeuchtigkeit schliessen. Dafür gibt es spezielle Tabellen.

Während der Fahrt wird eine Kraftstoffleitung unterm Auto
nicht kälter.

Jeder nasse oder vereiste Gegenstand im Luftstrom wird kälter, als die Luft. Die Leitungen sind während deiner Frostfahrt öfters bereift oder mit Salzwasserspritzern benetzt. Wobei dieses Wasser öfters auch kälter ist, als die Luft.

Auch beim Mopedfahren meint man immer, es sei kälter durch den
Fahrtwind. Das ist aber nicht so (habe ich selbst mit dem
Thermometer über längere Zeit ausprobiert).

Klar - mit einem einzigen Thermometer, welches auch während der messungt trocken war :smile:

Nimm zwei und wickle einen in feuchte Tücher ein - das Eregebnis wird Dich überzeugen.

UNd hier noch mal zu Feuchtemessung mittels zweier Thermometer. Schaue mal auf die Tabellen ganz unten.

http://www.zieseniss.de/historisch/luftfeuchte.html

MfG

C.

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Hi Cranmer,

-22°C sind -22°C.

Eben nicht. Ich habe zwar einen Link gegeben, aber er scheint
nicht beachtet worden zu sein.

Ich gebe zu, ich habe ihn nicht gelesen weil ich wusste worauf Du hinauswillst.

Durch Verdunstungswärme verlieren feuchte oder vereiste
Gegenstände im Luftstrom deutlich mehr Energie, als trockene.
Das geht soweit, daß sie deutlich unterhalb der
Umgebungstemperatur abkühlen können.

Absolut korrekt. Aber dieser Einwand ist bei einer Kraftstoffleitung weitestgehend zu vernachlässigen. Zum einen, weil eine Kraftstoffleitung in der Regel nicht vereist ist, zum anderen weil sich die evtl. Verdunstungskälte durch die Umgebungstemperatur des Kat wieder relativiert (müsse man mal auf einen Versuch ankommen lassen).

Dies Phänomen kann man u.A. mit einem Psychrometer messen. Er
besteht aus einem Gestell mit zwei Thermometer, wobei eines
von den mit Wickel versehen ist, der nass zu halten ist.

Klar soweit.

Einem Luftstrom ausgesetzt, zeigt das trockene Thermometer die
tatsächliche Lufttemperatur, das nasse hingegen einen tieferen
Wert. Die angezeigte Differenz in Verbindung zu Anzeige des
trockenen Thermometers lässt direkt und genau auf relative
Luftfeuchtigkeit schliessen. Dafür gibt es spezielle Tabellen.

Auch klar.

Während der Fahrt wird eine Kraftstoffleitung unterm Auto
nicht kälter.

Jeder nasse oder vereiste Gegenstand im Luftstrom wird kälter,
als die Luft. Die Leitungen sind während deiner Frostfahrt
öfters bereift oder mit Salzwasserspritzern benetzt. Wobei
dieses Wasser öfters auch kälter ist, als die Luft.

Das weiss jeder, der sich schon mal Benzin oder Alkohol über die Pfoten gegossen hat. Dat wird bannig kalt anne Pfoten :wink:
Nur bestehen Kraftstoffleitungen aus Kunststoff, was ja bekanntermassn ein eher schlechter Temperaturleiter ist.

Auch beim Mopedfahren meint man immer, es sei kälter durch den
Fahrtwind. Das ist aber nicht so (habe ich selbst mit dem
Thermometer über längere Zeit ausprobiert).

Klar - mit einem einzigen Thermometer, welches auch während
der messungt trocken war :smile:

Nimm zwei und wickle einen in feuchte Tücher ein - das
Eregebnis wird Dich überzeugen.

Das brauche ich nicht zu versuchen, das ist mir schon klar.
Aber was meinst Du wie ich Moped fahre, als klatschnasser Sack? :wink:
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das der Winterdiesel auch bei ca. -28°C noch fliesst. Ich durfte das in der Spedition vor zig Jahren miterleben. Die Autos sprangen alle an und liefen.
Ob es allerdings tatsächlich - 28°C waren, konnte ich aufgrund eines fehlenden geeichten Thermometers nicht überprüfen.

Gruss Sebastian

Bei Wind wird diese Schicht dünner bzw. komplett
weggeblasen
so dass ständig Wärme nach aussen weggetragen wird,
und das
lässt uns dann gleiche Umgebungstemperaturen
unterschiedlich
Empfinden.

Du unterschlägst die Verluste durch Verdunstungsenergie.

Die hast du nur wenn auch Feuchtigkeit da ist die verdunsten kann.
Das hängt zum einen von der Temperatur der Flüssigkeit die verdunsten soll ab, zum anderen vom Dampfdruck der Flüssigkeit und nicht zuletzt wenn es sich dabei um Wasser handelt um die relative Luftfeuchte der Umgebungsluft.

Bei einer Kraftstoffleitung gibt es diesen Effekt
nicht da
sowohl die Leitung als auch der Kraftstoff in ihr die
Umgebungstemperatur annehmen und diese verändert sich
nicht
egal ob es sich um stehende oder bewegte Luft handelt.

Ein Psychometer

http://www.physik-der-atmosphaere.de/einf/2/Image53.gif

wäre anderer Meinung. Und eine feuchte, bereifte oder vereiste
Leitung ebenso.

Das ist nicht richtig, Reif bildet sich nur bei entsprechender Luftfeuchtigkeit und dunstet auch bei bewegter Luft nicht ab. Zudem hat der Reif normalerweise die selbe Temperatur wie die Umgebung so dass es zu dem von dir beschriebenen Effekt nur dann kommt wenn gleichzeitig auch die Luftfeuchtigkeit der Umgebung schlagartig kleiner wird - das ist aber eigentlich nie der Fall.

Psychometer, also ein trockenes und ein feuchtes Thermometer werden zudem nicht dazu benutzt um einen Verdunstungseffekt zu messen sondern um die relative Luftfeuchtigkeit zu bestimmen. Aufgrund der Temperaturunterschiede, die sich übrigens auch bei unbewegter Luft einstellen, kann man auf die Luftfeuchtigkeit der Umgebung schliessen. Zur Messung einer Temperatur die sich aufgrund von Verdunstungen an bewegter Luft einstellt sind feuchte Thermometer eher ungeeignet.

Fakt ist dass ne Treibstoffleitung nicht kälter als ihre Umgebung wird. Je nach Leitungsführung ist aber oft schon das Gegenteil beobachtet worden (Spritleitung nahe an den Abgasrohren verlegt).

Wenn der Wagen erst mal läuft erwärmt sich bei sehr vielen Fahrzeugen der Dieselkraftstoff zusätzlich weil ein gewisser Anteil vom geförderten Volumen nachdem er sich im Motorraum erwärmt hat wieder in den Tank zurückgeführt wird.

Gruss, René

MfG

C.