Ist OK, aber Vorsicht geboten.
Hallo!
Bei uns hier ist es so,
dass einige unserer ausländischen Mitbürger oder Asylbewerber oder Personen der EU-Beitrittsländer als Autohändler auftreten.
Diese Leute schwärmen wie ein Bienenschwarm aus, und suchen preiswerte gebrauchte Autos. Oft nur ganz bestimmte Typen.
Die Osteuropäer wollen VW, am besten Diesel. Die Afrikaner mögen japanische Autos, und Mercedes wollen alle.
Sie werden versuchen, den Preis möglichst weit herunterzuhandeln. Das kann stressig werden, auch stundenlang dauern, und auch etwas laut werden,
aber keine Sorge, gewalttätig werden die nicht.
Wenn Du verkaufen willst, suche Dir den Preis im Internet oder bei einem Händler heraus.
Wenn die Käufer mehr bezahlen, wovon man ausgehen kann, kannst Du es auch an sie verkaufen.
Ich würde Dir raten, das Auto bei der Zulassungsstelle selbst abzumelden.
Wie man das mit dem Kaufvertrag macht, weiß ich nicht genau, das können dir die Mitarbeiter der Zulassungsstelle sagen. Früher ging es nur um ev. Stafzettel, die wg. dem Kennzeichen noch kommen könnten, seit einigen Jahren muss der Verbleib des Fahrzeuges nachgewiesen werden.
Die Käufer kommen i.d. R. mit einem roten Kennzeichen, mit einem falschen Kennzeichen,
mit einem Anhänger oder Autotransport -Lkw. Das geht dich aber nichts mehr an. Die Autos werden an einem angemieteten Platz gesammelt, von dort mit Autotransport- LKW nach Hamburg gebracht, dort auf ein Schiff geladen, und ab geht es nach Marokko. So zumindest der Mercedes meines Vaters. Und mein alter Golf GTD ging nach Afghanistan.
Des Weiteren habe ich auch schon einen alten Nissan Bluebird an eine französische Entwicklungshilfeorganisation verkauft, der sollte dann angeblich in Afrika von einer Qualifizierungsgesellschaft für Arbeitslose hergerichtet werden und zukünftig als Taxi dienen.
Aufpassen, keine Anzahlung entgegennehmen. Irgendein ähnlich aussehender holt das Auto ab,
danach kommt der richtige Käufer, und will das Auto auch noch abholen. Weil das aber nicht mehr da ist, will er seine Anzahlung zurückhaben.
Grüße, Steffen!