Mehr Leistung ohne Reue

Hallo!

Ich besitze einen Opel Corsa 1,2 Eco mit 33kw/45ps. Er fährt gut und ich habe eigentlich fast nichts auszusetzen. Mich nervt es nur, daß man beim überholen immer anlauf nehmen muss und ellen lang Zeit braucht. Die Corsas mit 60 PS und dem gleichen Hubraum ziehen dagegen so gut, daß man ohne Gefahr überholen kann. Also versteht mich bitte nicht falsch, ich brauche keinen Formel 1 Wagen. Ich möchte die Leistung einfach um 10 oder 12 PS Steigern, damit ich mal entspannt fahren kann. Meine Anforderung ist nur, daß die Tuningmaßnahme nicht auf die Laufleistung/Haltbarkeit geht, denn ich möchte den Wagen noch mindestens 2 wenn nicht sogar 3 Jahre fahren. Habt Ihr da irgendwelche Erfahrungen, wie zum Beispiel mit Luftfiltern oder Zündverstärkern? Oder habt Ihr eine Idee, was ich machen kann? Wie siehts mit dem TÜV aus (Eintragung…)?

Vielen Dank schon mal im VOraus!

MFG
Der Eisenmann

Hallo!

Ich möchte die Leistung :einfach um 10 oder 12 PS :Steigern…

Ob und wie eine Leistungssteigerung beim Corsa möglich ist, weiß ich nicht.

wie zum Beispiel mit
Luftfiltern oder :Zündverstärkern?

Weder mit einem besonderen Luftfilter noch mit „Zündverstärkern“ läßt sich eine Leistungssteigerung erzielen.

Gruß
Wolfgang

Muss doch irgendwie gehen…
@ Wolfgang

Danke schon mal für die schnelle Antwort!

Hat jemand doch eine Idee wie das funktionieren könnte?

MFG
Der Eisenmann

Hat jemand doch eine Idee wie das funktionieren könnte?

Könnte, schon. Ob es auch sinnvoll wäre, ist eine andere Kiste. Zunächst könnte man eine schärfere Nockenwelle einbauen, das Schwungrad abdrehen, alle Ein- und Auslässe polieren, Ventilfedern gegen härtere tauschen und vielleicht noch einen Rennchip einbauen. Erfordert eine komplette Motorzerlegung nebst gaaanz viel Geduld, bzw. wenn man es nicht selbst tut, gaanz viel Geld. Da wäre der Einbau einer größeren gebrauchten Maschine (ATM) vermutlich nicht wesentlich teurer … zumal solche Maßnahmen, die eine Drehzahlerhöhung bewirken, auch immer auf Kosten der Lebensdauer gehen. Das gilt um so mehr für die nächste Tuningstufe, die da u.a. hieße, die Kopfdichtung auszuwechseln etc.

Offene Luftfilter machen außer mehr Rabatz gar nix. Zündverstärker gibt es billiger - Wunderkerzen, auf die Motorhaube gesteckt, erfüllen den gleichen Zweck. Wie soll denn ein stärkerer Zündfunke Mehrleistung bewirken? Entweder es funkt, dann läuft dat Ding, oder es funkt nicht, dann läuft dat Ding nicht. Ob es rot, grün oder blau funkt, ist dem Gasgemisch recht egal …

Gruß kw

Hallo!

Ein- und Auslässe polieren…

Das geht. Ist aber schrecklich mühsam. Als ich noch 50 ccm-Zweitakter vom Kaliber NSU Quickly und Kreidler fuhr, wurde frisiert, was das Zeug hielt. 40 km/h waren erlaubt, mindestens 60 und mit angelegten Ohren 80 liefen die Dinger allesamt. Ventile hat ein Zweitakter nicht, also wurde versucht, die Verdichtung zu erhöhen. Zylinderkopfdichtung raus und gegen ein selbstgebasteltes hauchdünnes Teil mit Dichtpampe ersetzt. Hielt natürlich nicht lange, aber das war ja auch nicht der Sinn der Übung. Zum König wurde, wer jemanden kannte, der die Dichtfläche des Zylinderkopfes ein Stückchen abfräsen konnte. Dem waren recht erfolglose Versuche mit der Feile und Abschleifen auf Sandpapier voraus gegangen.

Natürlich wurde am Vergaser herumgespielt. Größere Düse oder gleich ein Vergaser von einem Moped, das werksseitig schon 80 fuhr und für das man eigentlich Führerschein Klasse 4 brauchte. Nur Geschwindigkeit zählte. Entsprechend leistungsfähige Bremsen, Lederkleidung, Schutzhelm interessierte ebenso wenig wie der Spritverbrauch. Geld hatte eh keiner und der Sprit wurde oft genug geklaut. Entweder beim Förster oder beim Kohlenhändler. Die hatten nämlich Benzin in Fässern und anderes zu tun, als dauernd die Fässer zu bewachen. Ein Schuß Öl (auch geklaut) dazu und fertig war das Zweitaktergemisch. Einfacher gings bei der Aral-Tankstelle, wenn der Tankwart gerade beschäftigt war (Selbsttanken gabs damals noch nicht). In der Wartungshalle (wo die Autos abgeschmiert wurden) stand das Gerät mit der Zweitaktmischung. Man mußte per Handpumpe ein Glasgefäß mit Skala befüllen und dann den Sprit in den Mopedtank laufen lassen. Ach ja… und sich nicht erwischen lassen.
Hach! Ist alles verjährt. Die Tanke gibts schon lange nicht mehr und den Tankwart auch nicht.

Gruß
Wolfgang

LOL!!

Mein Mofa lief damals knappe 100. Das aber auch nur gute 6 Kilometer, bis mir dann der Tank in Rauch aufging…(war ja auch ein guter Schuss Nitroverdünnung drin…:wink:)
Aber diese Zeiten sind zum Glück vorbei… Mir gehts wirklich nur darum entspannter fahren zu können.

Aber jetzt mal als Fazit: Was ratet Ihr mir mit meinem Wagen?

Einfach laufen lassen und weiter anlauf nehmen und im 3. Gang bis 110 knüppeln wenns drauf ankommt (LKW überholen oder sowas).
Oder doch etwas dran machen lassen und wenn ja, was?

MFG
Der Eisenmann

Hi,

an Deine erwähnten illegalen tuningmaßnahmen bitte ich Dich zu erinnern, wenn hier der nächste 20jährige seine Geschwindigkeitsüberschreitung beichtet…

Man mußte per Handpumpe ein Glasgefäß mit Skala befüllen und
dann den Sprit in den Mopedtank laufen lassen. Ach ja… und
sich nicht erwischen lassen.

Daran kann ich mich auch noch erinnern. Wir haben das so gemacht, daß wir schon mal den Schlauch in den Tank gesteckt haben und dann anfingen zu pumpen. Dabei dann unaufällig (?!) während des Pumpens mit dem kleinen Hebel Sprit in den Tank abgelassen. Der Tank war voll, gezahlt haben wir dann 1 oder 2 Liter.
Nur als ich einmal zur Kasse ging und meinen Liter zahlen woillte, sagte der Tankwart ganz freundlich und ohne mit der Wimper zu zucken „5 Mark bitte“. Ich habe dann ebenso freundlich und ohne mit der Wimper zu zucken gezahlt. Seitdem - also seit fast 30 JAhren - ist unser Verhältnis bestens.

Liebe Grüße,

Max

Hallo max!

an Deine erwähnten illegalen :tuningmaßnahmen bitte ich :smiley:ich zu erinnern, wenn hier :der nächste 20jährige seine
Geschwindigkeitsüberschreitung beichtet…

Genau das tue ich und reagiere entsprechend. Es war nämlich reine Glücksache, den früheren Irrsinn überlebt zu haben. So viel Hirnrissigkeit muß heute niemand nachmachen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Eisenmann

Aber jetzt mal als Fazit: Was ratet Ihr mir mit meinem Wagen?

ganz ehrlich? Verkauf die Kiste und kauf dir einen der deine subjektiven Leistungserwartungen entspricht.

Einfach laufen lassen und weiter anlauf nehmen und im 3. Gang
bis 110 knüppeln wenns drauf ankommt (LKW überholen oder
sowas).

Ich dachte du wolltest die Kiste noch ne weile fahren?
Das was du hier schreibst hat eigendlich den selben Effeckt wie irgendwelche Tuning Maßnahmen: Es verkürtzt die Lebenddauer des Motors!!!

Es ist doch so, das die Autobauer bzw. die Motorenentwickler eigenlich ihr Handwerk verstehen. Und wenn sie einen 1,2 Liter Motor nur schlappe 45 Pferdchen gönnen, dann hat das sicher auch seinen Grund.
Sicher sind die Autos bzw. die Motoren so gebaut das sie auch mehr Leistung vertragen, aber das geht dann meist sehr stark an die Verschleißgrenze. Mal abgesehen von einem höheren Spritverbrauch.

Ich persönlich halte nicht viel von Tuningmaßnamen, jedenfalls nicht von denen die in die Leistung der Autos eingreifen.
Ich hab das schon so oft erlebt, wie sich im Bekantenkreis Leute ihre Autos zu tode getunt haben. Die meisten wunderten sich dann warum ihr Motor mit 90Tkm das zeitliche segnete und andere Autos über 200Tkm liefen.

Also machs wie ich, ich bin auch lange lange Zeit solche Sparmobile gefahren. Bis ich mir dann eins kaufen( und vor allem Unterhalten)konnte was einfach nur Spaß mach. Bis dahin heist es Zähne zusammenbeißen und Ruhig bleiben. :smile:)))

Ronny

Hallo,

Daran kann ich mich auch noch erinnern. Wir haben das so
gemacht, daß wir schon mal den Schlauch in den Tank gesteckt
haben und dann anfingen zu pumpen. Dabei dann unaufällig (?!)
während des Pumpens mit dem kleinen Hebel Sprit in den Tank
abgelassen. Der Tank war voll, gezahlt haben wir dann 1 oder 2
Liter.
Nur als ich einmal zur Kasse ging und meinen Liter zahlen
woillte, sagte der Tankwart ganz freundlich und ohne mit der
Wimper zu zucken „5 Mark bitte“.

passt doch, sind doch 2,5 l

Ciao maxet
*der*weiss*dass*der*Sprit*auch*schon*mal*für*1*Mark*/*l*zu*haben*war*

Guten Abend!

*der*weiss*dass*der*Sprit*auch*schon*mal*für*1*Mark*/*l*zu*haben*war*

1970: Betriebstankstelle Deutsche Lufthansa, 48 Pf./l, sonst in HH über 50 pf./l. Heizöl 18 Pf./l. (den Mercedes mit der 10l- Kanne zu betanken war umständlich, aber so fuhr es sich unschlagbar billig). Erste Ölkrise irgendwann in den 70ern: Die Grenze von 1 DM/l wurde an Autobahntankstellen gerissen. Sprit gabs nur rationiert max 10 l.

Gruß
Wolfgang

Hallo Ronny!

Jawohl, Du hast eigentlich Recht. Ich werde mir so schnell kein neues Auto kaufen, denn mein Herz hängt ein wenig an der Kiste. Ich habe mir nur überlegt meinem Baby ein paar PS mehr zu spendieren, aber das lass ich jetzt lieber sein. Schliesslich ist man doch mehr erfreut über einen Motor, der die 200000 knackt als über einen stärkeren, der dann mit 140000 die Grätsche macht.

Übrigens: Die 110 im 3. Gang sind kein wirkliches Problem bei dem Motor. Da kommst Du nicht mal in den roten Bereich. Tja, die Opel Motoren kriegst Du ja auch nicht wirklich klein. (Der wirkliche Feind des Opels ist nach wie vor der Gevatter Rost…:wink:) Also: ALLES IM GRÜNEN BEREICH!!!

Vielen Dank nochmal für alle Infos und zur Mottenkiste: Fand ich cool mal wieder in Erinnerungen zu schwelgen!

MFG
Der Eisenmann

passt doch, sind doch 2,5 l

Ciao maxet
*der*weiss*dass*der*Sprit*auch*schon*mal*für*1*Mark*/*l*zu*haben*war*

Hi,

das war so um 1975-76. Der Liter kostete damals um die 90 Pfennig.
Das Schauglas des Tankgeräts stand bei rund 1 oder 1,5 Liter, obwohl ich gut 3 in den Tank gekippt hatte.
Mein Rekord war knapp 4 Liter zu tanken, aber nur 0,5 zu bezahlen.

Liebe Grüße,

Max