Hallo, wir haben einen älteren Fiat Fiorino, bei dem die Kupplung im Laufe der Zeit immmer schwerer zu treten ging, und auch beim Schalten kratzt es immer mehr. Demnächst wird ihm der TÜV aber sowieso den Todesstoß versetzen, deswegen haben wir nichts unternommen.
Heute ist aber nun offensichtlich ein Wunder passiert: Ganz plötzlich geht die Kupplung wieder ganz leicht, und es läßt sich wunderbar schalten.
Was sollen wir davon halten. Ist ein Wunder passiert, und sollten wir uns die verbleibenden 6 Wochen freuen? Oder ist das ein Hinweis auf das bevorstehende Ableben der Kupplung, so daß man besser nicht mehr damit durch die Stadt fahren sollte?
Es zwingt sich eine Analogie zu meinem alten 2er Golf auf:
diese Autos (und so sicherlich auch der Fiat) verfügen nicht über eine hydraulische, sondern über eine seilzugbetätigte Kupplung.
Mit der Zeit setzt sich schmutz im Seilzug fest und, v.a. bei sehr niedrigen Temperaturen, härtet das Fett aus, welches den Bowdenzug in der Hülle schmiert.
Nun ist es möglich, dass durch die wärmeren Temperaturen das Fett wieder etwas flüssiger geworden ist und somit die Betätigung der Kupplung wieder lechter vonstatten geht.
Einen Defekt kann man m.W. dann erwarten, wenn die Kupplung ereits sehr stark durchrutscht.
Ansonsten wird vermutlich das Triumvirat aus Motor, getriebe und Kupplung den rest der Fuhre weit überleben.
Grüße,
Mathias
P.S. VW wollte mir damals bei 80.000 Km für 700 Mark eine neue Kupplung verkaufen. Ein neues Kupplungsseil für 20 Mark half jedoch, die Kupplung hielt noch bis zum Verkauf nach weiteren 100.000 Km und funktionierte auch dann noch einwandfrei…