Stahlfelgen schlecht?

Hallo,

hab gestern auf mein Auto neue Sommerreifen ziehen lassen.

Bin also zu diesem Reifenservice gefahren mit meinen alten Sommerreifen im Kofferraum. Dort sollten eigentlich einfach nur neue reifen auf die felgen.

Dann, während die so angefangen haben, bemerkte dieser Reifenmann plötzlich, dass doch die Schraubnischen in den alten stahlfelgen nich mehr gut seien.

Wollte dass ich neue hole. Ich hab beim besten willen nicht sehen können was der meinte.

Also gut, ich brauche nächsten Winter eh neue Winterreifen, die ich schon im Keller inkl. Stahlfelgen habe. Also hab ich dem gesagt, da soll er gefälligst halt die Stahlfelgen von den Winterreifen, die noch auf dem Auto waren, nehmen.

Dort hat der zwar auch rumgeningelt, hat die aber noch akzeptiert. Also hab ich meine alten Winterreifen und die alten Sommerreifenfelgen gleich da gelassen.

Beim dranschrauben meint der dann wieder, die Schrauben (also solche Muttern sind das) wären schlecht und die will er nich mehr verwenden.

Hab ich nich eingesehen und die neu aufgezogenen Sommerräder (neue Sommerreifen auf meine alten Winterstahlfelgen) letztendlich selbst mit eigenem Werkzeug draufmachen müssen (zum Glück hat ich eignes Werkzeug mit).

Mir wurde angeraten, die Muttern möglichst schnell zu wechseln, weil diese abgenutzt seien (ich hab daran nicht die Spur einer Abnutzung gesehen)

Meine Frage nun: Kam mir dort verarscht vor. Gibt es wirklich abgenutzte Schraublöcher und Muttern? Woran soll man das Erkennen?

Danke im Voraus
Jenson

Hallo.

Ich werde mich hüten, zu beurteilen, ob bei Deinem Auto derlei vorlag. Aber :

Gibt es wirklich abgenutzte Schraublöcher und Muttern?

Mach einen Versuch : Nimm eine alte Sechskantschraube, vielleicht so von der Schlüsselweite 8 sowie einen Sechskant-Steckschlüssel der Größe 8,5. Wenn Du versuchst, diese Schraube irgendwo einzudrehen, wirst Du die Abschrägungen am Schraubenkopf („Fasen“ heißen die Dinger) mechanisch ableiern. Es sei denn, die Schraube ist härter als der Schlüssel, dann kriegt letzterer eine Macke.

Die andere Möglichkeit ist das Überdrehen bei Schrauben und Muttern (entweder per Verlängerung oder persönlichem Superman- Faktor). Auch dabei wird eine zerspanende Bearbeitung durchgeführt, die das Gewinde beschädigt und ggf. das Werkstoffgefüge versaubeutelt. Die so misshandelte Schraube / Mutti hat dann nicht mehr die originale Festigkeit.

Bei Radbolzen ist häufig, speziell bei solchen, die für Leichtmetallfelgen vorgesehen sind, das Gewinde konisch. Zieht man diese Dinger mit einem wesentlich höheren Drehmoment an als vorgesehen, wird das Gewinde versaut resp. die Felge („Alu“ ist um einiges weicher als Schraubenstahl!) irreversibel beschädigt. Bei der Felge merkt man das dann, wenn die noch nicht fest gezogene Schraube wackelt („Klingelpassung“).

Beim Lösen festgebackener Schrauben kann das Gleiche passieren, wenn das angewandte Drehmoment die Kenndaten des Schraubkörpers überschreitet.

Woran soll man das Erkennen?

Fressstellen am Gewinde; „Macken“ in der Oberfläche …

Unbesehen würde ich aber auch nur wenigen Mechanikern glauben, die mir einfach so sagen, dass die Schrauben oder Muttern im Eimer sind. Zumindest müsste derjenige zeigen können, was er meint.

Gruß kw

Danke für die schnelle Antwort.

Deine aufgeführten möglichen Fehler an den Schraubmuttern hab ich beim besten willen (da ich ja letztendlich die räder angeschraubt habe) nicht erkennen können. Die sind konisch. Gingen gut drauf, wackelten aber nich auf dem Gewinde. Also normal, wie jede andere Radmutter so drauf geht gingen die auch droff.

Jenson

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Hallo,

Dann, während die so angefangen haben, bemerkte dieser
Reifenmann plötzlich, dass doch die Schraubnischen in den
alten stahlfelgen nich mehr gut seien.

Wollte dass ich neue hole. Ich hab beim besten willen nicht
sehen können was der meinte.

Sorry aber ich weiss echt nicht was du meinst.

Also gut, ich brauche nächsten Winter eh neue Winterreifen,
die ich schon im Keller inkl. Stahlfelgen habe. Also hab ich
dem gesagt, da soll er gefälligst halt die Stahlfelgen von den
Winterreifen, die noch auf dem Auto waren, nehmen.

Dort hat der zwar auch rumgeningelt, hat die aber noch
akzeptiert. Also hab ich meine alten Winterreifen und die
alten Sommerreifenfelgen gleich da gelassen.

Beim dranschrauben meint der dann wieder, die Schrauben (also
solche Muttern sind das) wären schlecht und die will er nich
mehr verwenden.

Meinst du jetzt die Radmuttern?

Hab ich nich eingesehen und die neu aufgezogenen Sommerräder
(neue Sommerreifen auf meine alten Winterstahlfelgen)
letztendlich selbst mit eigenem Werkzeug draufmachen müssen
(zum Glück hat ich eignes Werkzeug mit).

Mir wurde angeraten, die Muttern möglichst schnell zu
wechseln, weil diese abgenutzt seien (ich hab daran nicht die
Spur einer Abnutzung gesehen)

Meine Frage nun: Kam mir dort verarscht vor. Gibt es wirklich
abgenutzte Schraublöcher und Muttern? Woran soll man das
Erkennen?

Du scheinst ja jetzt hier die Radmuttern zu meinen und oben dann die Fasen in den Felgen zur Zentrierung der Radmutter.
Bin ich da jetzt richtig?

Wenn ja sieht es so aus das eine beschädigte Fase der Felge dazu führen kann, dass sich die Schraube (Mutter) löst.
Das kannst du aber verhindern in dem du zB Loctite als Schraubensicherungsmittel zusätzlich verwendest.

Zur Mutter kann ich nur sagen, dass wenn du die mit dem nötigen Drehmment anziehen kannst dann hält die auch.

Denke mir, dass der Typ einfach kein Risiko bei der Mutter eingehen wollte und sich gedacht hat bevor er da jetzt das Gewinde durchdreht und dann ne neue Mutter besorgen muss macht er lieber garnichts.

mfg

Bert

Hallo!

Meine Frage nun: Kam mir dort verarscht vor. Gibt es wirklich
abgenutzte Schraublöcher und Muttern? Woran soll man das
Erkennen?

Ja, das gibt es tatsächlich.
Ich selbst hab ja noch in der DDR meine Lehrzeit gehabt,
da war das bei den Trabi´s ein häufiges Problem.
Manchmal hatte man den Eindruck, dass man die Radmuttern fast durch die Felge hindurchdrehen kann…soweit waren die Felgenlöcher aufgeweitet.
Das hatte die Ursache, dass die Felgen manchmal schon 30 Jahre alt waren, und Drehmomentschlüssel wurden normalerweise nicht verwendet.
Damals waren die Radkreuze üblich, und damit hat man das vorgesehene Drehmoment meist weit überschritten.

Heutzutage gibt es solche Probleme aber nicht mehr, hab ich bei den neueren Autos noch nie gesehen.

Du kannst Dir das ja nochmal ansehen,
aber ich vermute, dass ehr deine Werkstatt ein finanzielles Problem hat.

Grüße, Steffen!