Der Autobahn-Knigge

"Wenn ich auf eine Autobahn auffahre, wird so schnell wie möglich
nach links rübergezogen. Immer mit der Befürchtung, dass am Ende
des Beschleunigungsstreifens jemand neben mir fahren könnte
und ich gezwungen werde, wieder abzubremsen oder gar
anzuhalten. Von der rechten Spur geht’s dann zügig in die Mitte oder
am besten gleich nach ganz links. Und da bleibe ich dann auch.
Die rechte Spur ist bekanntlich nur für Brummifahrer reserviert.
Und hinter so einem will ich auf keinen Fall festhängen !
Wenn mich während der Fahrt jemand auf dem Handy anruft,
nehme ich selbstverständlich ab. Schließlich geht die Fahrt nur
geradeaus, da reicht eine eine Hand am Lenkrad locker aus. Aber
selbstverständlich achte ich beim Telefonieren auch auf Sicherheit.
Ich werde einfach etwas langsamer und fahre nur noch so mit
Tempo 90 oder 100. Schließlich will ich ja keinen Unfall bauen.
Blinken auf der Autobahn ist übrigens absolut unnötig. Wohin soll
man da auch abbiegen ? Den Rückspiegel braucht man beim
stetigen Geradeausfahren ebenfalls nicht. Der ist nur beim -wie der
Name schon sagt- Rückwärtsfahren wichtig.
Ach ja, das richtige Verhalten auf deutschen Autobahnen habe ich
erst vor kurzem gelernt…Aber mir ist aufgefallen, dass fast alle
(deutschen) Autofahrer so fahren wie ich jetzt auch. Ich habe mich
einfach angepasst. Die Mehrheit kann sich schließlich nicht irren ! "

Oder?

Kein Kommentar
DrMarkus

Hallo, Herr Dr. Markus,
hoffentlich fährt die Mehrheit nicht so wie geschildert. Der Blinker ist die einzige Kommunikationsmöglichkeit beim Fahren. Es besteht immer noch das Rechtsfahrgebot, so dass schnellere Fahrzeuge überholen können. Wenn auf der Autobahn Stau ist und dort aufgefahren wird, empfehle ich, auch über die Beschleunigungsspur hinauszufahren und in die nächste Lücke einzuscheren, um Rückstau zu vermeiden.
Noch ein schönes Wochenende
Franz

einfach angepasst. Die Mehrheit kann sich schließlich nicht
irren ! "

Oder?

Kein Kommentar
DrMarkus

Hi!

hoffentlich fährt die Mehrheit nicht so wie geschildert.

So oder ähnlich fahren leider einige.
Die Mehrheit jedoch fährt einigermassen ordentlich.

Der
Blinker ist die einzige Kommunikationsmöglichkeit beim Fahren.

Stimmt nicht. Ich nutze zudem noch Hupe, Aufblendlicht, Mittelfinger und Stimme… :wink:

Es besteht immer noch das Rechtsfahrgebot, so dass schnellere
Fahrzeuge überholen können.

Hier sind sie Strafen leider viel zu niedrig. Die fröhliche Hatz auf die sog. „Raser und Drängler“ wird ja gerade auch in Medien genüßlich ausgeschlachtet. Auf der anderen Seite könnte man konstatieren: „kein Raser ohne Penner“…

Wenn auf der Autobahn Stau ist und
dort aufgefahren wird, empfehle ich, auch über die
Beschleunigungsspur hinauszufahren und in die nächste Lücke
einzuscheren, um Rückstau zu vermeiden.

Das würde ich grundsätzlich empfehlen, bervor man auf der Beschleunigungsspur bremst!!

Grüße,

Mathias

Blinker ist die einzige Kommunikationsmöglichkeit beim Fahren.

Stimmt nicht. Ich nutze zudem noch Hupe, Aufblendlicht,
Mittelfinger und Stimme… :wink:

Hi,

ich wünsche mir große aufklappbare Anzeigtafeln auf den Autodächern, vermittels derer man anderen Verkehrsteilnehmern Mitteilungen machen kann.

Es sollten voreingestellte Worte und die Möglichkeit, freie Texte bis zu 80 Zeichen einzugeben, möglich sein.

Voreinstellungen könnten z.B. sein:

„Danke!“, „Bitte!“, „Mach rüber!“, „Lass mich vorbei!“, „Ochse!“, „Esel!“, „Alte Kuh!“, „He, ich hab nur 100 PS!“

HM

Moin!

Blinker ist die einzige Kommunikationsmöglichkeit beim Fahren.

Stimmt nicht. Ich nutze zudem noch Hupe, Aufblendlicht,
Mittelfinger und Stimme… :wink:

Hi,

ich wünsche mir große aufklappbare Anzeigtafeln auf den
Autodächern, vermittels derer man anderen Verkehrsteilnehmern
Mitteilungen machen kann.

Es sollten voreingestellte Worte und die Möglichkeit, freie
Texte bis zu 80 Zeichen einzugeben, möglich sein.

Voreinstellungen könnten z.B. sein:

"…„He, ich hab nur 100 PS!“

Dann verhält man sich auch so, und die Tafel wird überflüssig. :wink:

HM

Gruß
Mr.Miyagi

Beschleunigungsstreifen [OT]
Hi Mathias,

hat eigentlich mit dem Ausgangsthema nix mehr zu tun, aber, was sagt denn Gesetzgeber dazu?

Beschleunigungsspur hinauszufahren und in die nächste Lücke
einzuscheren, um Rückstau zu vermeiden.

Das würde ich grundsätzlich empfehlen, bervor man auf der
Beschleunigungsspur bremst!!

Also wir gehen davon aus, daß wir eine normale, zweispurige Autobahn haben, Auffahrt mit Beschleunigungsstreifen ohne Baustelle weit und breit. So - jetzt ist aber Stoßzeit und die Autobahn ist recht voll, die Abstände zwischen den Autos recht klein, sagen wir die linke Spur fließt noch mit 80, die rechte mit 60. Also kein Stau, aber auch nicht „alle 10 min mal ein Auto“.

Nun fährt unser Held auf den Beschleunigungsstreifen, keine der Lücken erscheint ihm groß genug (gehen wir auch davon aus, daß sie das objektiv nicht sind, sonst wird’s kompliziert!). Alles hat ein Ende nur die Wurscht hat zwei so auch unser Beschleunigungsstreifen. Allerdings geht selbiger in einen Pannenstreifen über ohne seine Breite wahnsinnig zu verringern.
Und wat jetzt? Ich meine mal gelernt zu haben, daß der Pannenstreifen unter Androhung der Todesstrafe (gleich nach Kindermord) nur bei echten Pannen und Notfällen zu benutzen sei. Notfall isses aber keiner, wenn nur grad keine passende Lücke vorbei kommt.

Klar, einerseits ist’s dem Verkehrsfluß sicherlich zuträglich wenn unser Held nicht am Ende vom Beschleunigungsstreifen fröhlich anhält und dann natürlich erst keine passende Lücke findet. Andererseits - was wenn wirklich vor mir auf dem Pannenstreifen einer mit ner echten Panne steht? Is ja dann auch nicht so prima *fg* Gut, die Statistik könnte mich hier widerlegen (wann passiert schon SOWAS?), aber der gute deutsche Gesetzesgeber hat doch für derlei Situationen sicherlich vorgebeugt, oder?

Um es nochmal deutlich zu machen - es geht nicht um 2,50 m, die ich noch den Beschleunigungsstreifen „touchiere“ um dann nach links in die passende Lücke zu rutschen sondern um mehrere hunderte von Metern, die ich dort fahre, bis ich rübermachen kann.

*wink*

Petzi

Hallo DrMarkus,

endlich, endlich hat es einer kapiert!

Vergessen wurde nur noch, dass man wenn sich beim Brummirennen eine Fahrzeugschlage auf der linken Spur gebildet hat, die rechte Spur dazu da ist, ganz nach vorne zu fahren und dann dort in die kleinste Lücke einzuscheren.

Danke für die Aufmerksamkeit
Klaus

Hi Mathias,

Hi Petzi,
die meisten nutzen sowieso nicht den ganzen Beschleunigungsstreifen aus, weil sie sich anscheinend wie in England gerne anstellen. Ich scheine der einzige zu sein, der andere gerne einscheren lässt. Wenn ich von einem Parkplatz aus auf die Autobahn fahre, ist es fast unmöglich, rechtzeitig einzufädeln, weil die Brummifahrer ganz selten Platz machen. Da muss ich eben so lange Gas geben, bis ich 90 km/h auf dem Tacho habe und mich vor einen Laster setzen kann.

Um es nochmal deutlich zu machen - es geht nicht um 2,50 m,
die ich noch den Beschleunigungsstreifen „touchiere“ um dann
nach links in die passende Lücke zu rutschen sondern um
mehrere hunderte von Metern, die ich dort fahre, bis ich
rübermachen kann.

Hi Petzi,

Also wir gehen davon aus, daß wir eine normale, zweispurige
Autobahn haben, Auffahrt mit Beschleunigungsstreifen ohne
Baustelle weit und breit. So - jetzt ist aber Stoßzeit und die
Autobahn ist recht voll, die Abstände zwischen den Autos recht
klein, sagen wir die linke Spur fließt noch mit 80, die rechte
mit 60. Also kein Stau, aber auch nicht „alle 10 min mal ein
Auto“.

Nun fährt unser Held auf den Beschleunigungsstreifen, keine
der Lücken erscheint ihm groß genug (gehen wir auch davon aus,
daß sie das objektiv nicht sind, sonst wird’s kompliziert!).
Alles hat ein Ende nur die Wurscht hat zwei
so auch unser Beschleunigungsstreifen. Allerdings geht
selbiger in einen Pannenstreifen über ohne seine Breite
wahnsinnig zu verringern.
Und wat jetzt? Ich meine mal gelernt zu haben, daß der
Pannenstreifen unter Androhung der Todesstrafe (gleich nach
Kindermord) nur bei echten Pannen und Notfällen zu benutzen
sei. Notfall isses aber keiner, wenn nur grad keine passende
Lücke vorbei kommt.

Laut STVO ist am Ende des Beschleunigungsstreifen anzuhalten. Davon raten aber sogar Polizisten ab, da dies eine ziemlich gefährliche angelegenheit ist. Zum einen hat man so kaum mehr eine Chance sich in den fließenden Verkehr einzufädeln, zum anderen rechnen die Hintermänner nicht unbedingt mit sowas und schieben den Halter mit etwas Pech an. Deshalb am besten auch am Ende (sofern es einen Pannenstreifen gibt *g*) weiter beschleunigen und zusehen, das man sich möglichst schnell einfädelt. Natürlich den Blick nach vorne dabei nicht vergessen um eventuell auf dem Pannenstreifen stehende Pannenfahrzeuge nicht mitzunehmen.

Grüßle
Frank K.

Hi!

Um es nochmal deutlich zu machen - es geht nicht um 2,50 m,
die ich noch den Beschleunigungsstreifen „touchiere“ um dann
nach links in die passende Lücke zu rutschen sondern um
mehrere hunderte von Metern, die ich dort fahre, bis ich
rübermachen kann.

Das gibt es nicht.

Grüße,

Mathias

hi!

endlich, endlich hat es einer kapiert!

Wenigstens einer…

Vergessen wurde nur noch, dass man wenn sich beim Brummirennen
eine Fahrzeugschlage auf der linken Spur gebildet hat, die
rechte Spur dazu da ist, ganz nach vorne zu fahren und dann
dort in die kleinste Lücke einzuscheren.

Klar.
Erstens muss der vorandene Fahrbahnraum optimal ausgenutzt werden.
Zweitens kann man sich einen Haufen bremsvorgänge sparen, wenn man bei einer kollektiven Bremsorgie links auf die rechte Spur wechselt und die 2 Km, die rechts keiner fährt, an den anderen vorbeigleitet… :wink:

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias,

Um es nochmal deutlich zu machen - es geht nicht um 2,50 m,
die ich noch den Beschleunigungsstreifen „touchiere“ um dann
nach links in die passende Lücke zu rutschen sondern um
mehrere hunderte von Metern, die ich dort fahre, bis ich
rübermachen kann.

Das gibt es nicht.

Wie meinst Du das? Also, willst Du damit sagen, dass a) der Gesetzgeber diese Situation nicht vorsieht oder b) diese Situation in der Praxis nicht vorkommt?

Ratlos

Petzi

hi!

Um es nochmal deutlich zu machen - es geht nicht um 2,50 m,
die ich noch den Beschleunigungsstreifen „touchiere“ um dann
nach links in die passende Lücke zu rutschen sondern um
mehrere hunderte von Metern, die ich dort fahre, bis ich
rübermachen kann.

Das gibt es nicht.

Wie meinst Du das? Also, willst Du damit sagen, dass a) der
Gesetzgeber diese Situation nicht vorsieht oder b) diese
Situation in der Praxis nicht vorkommt?

b) meine ich.
In meinen bislang 16 Jahren „auf der Straße“ habe ich es noch nie erlebt, nicht auf die AB einfädeln zu können.
Im Stau gibt es natürlich die üblichen Idioten, die „dichtmachen“, aber dann fährt man eben noch 50 m auf dem Standstreifen weiter und fädelt vor einem der nächsten ein.
„Mehrere 100 Meter“ auf dem Standstreifen war noch nie nötig.
Keine Ahnung, wie man das hinbekommen soll.
Wenn man die letzte Kurve nimmt, bevor dann der Standstreifen startet, sieht man bereits, wieviel Verkehr ist und wie schnell er fährt. Ich gebe also ordentlich Gas, bis ich möglichst wenig Differenz-V zu den Fahrzeugen auf der rechten Spur habe, blinke und fahre in eine Lücke. Ich sehe hier wirklich überhaupt kein Problem.

Grüße,

Mathias

Hi Mathias

In meinen bislang 16 Jahren „auf der Straße“ habe ich es noch
nie erlebt, nicht auf die AB einfädeln zu können.

Mit 'nem 50PS VW-Bus WoMo mit 2 Tonnen Leergewicht und Hochdach kann das schon schwierig werden, aber … trotzdem geht Einfädeln selbst damit immer.

Aber viele werden’s nie lernen, nichtmal mit 500PS.
Muss man aber nicht weinen deswegen, denn wenn alle picobello fahren würden, wär’s doch viiiiel zu einfach!

Gruß,
Peter

HI!

In meinen bislang 16 Jahren „auf der Straße“ habe ich es noch
nie erlebt, nicht auf die AB einfädeln zu können.

Mit 'nem 50PS VW-Bus WoMo mit 2 Tonnen Leergewicht und
Hochdach kann das schon schwierig werden, aber … trotzdem
geht Einfädeln selbst damit immer.

So einen hatte ich auch mal. 50 PS Benziner 1.6. WoMo Ausbau, 460.000 Km auf der Uhr, 4. hand, 1. Hand war die Post. 15 Jahre alt, als ich ihn kaufte. Vollgas 95 Km/h. Auch mit der Kiste war das kein Problem.

Aber viele werden’s nie lernen, nichtmal mit 500PS.
Muss man aber nicht weinen deswegen, denn wenn alle picobello
fahren würden, wär’s doch viiiiel zu einfach!

So kann man es natürlich auch sehen…
Wenn man aber das erste mal durch die Wiese rechts an so einem Idioten vorbei muss, der vor einem auf dem Beschleunigungsstreifen eine Vollbremsung hinlegt, wünscht man sich doch einen Suburban mit Rammbock… :wink:

Grüße,

Mathias

Unn ich sach noch…
Wänä sach ich - mach das ma nich ohne Lappen…
*grins* Was ich meinte: ich danke Mathias für seine Antwort (wenn sie auch meine Frage nicht wirklich beantwortet, denn ich wollte ja wissen, was der Gesetzgeber dazu sagt *winkmitdemZaunpfahl*) und hoffe, dass Ihr da jetzt eben keine Prinzipdiskussion draus macht.

Denn Ihr wisst ja: Wenn alle so gut Auto fahren würden wie Sie und ich wäre das alles gar kein Problem.

Undwech

Petzi

Hallo Franz, stellvertretend für manch andere,

einzufädeln, weil die Brummifahrer ganz selten Platz machen.

Wieso rüberfahren? Leicht beschleunigen um hinter mir Platz zu machen: ok. Etwas Gas wegnehmen, um vor mir Platz zu machen: auch in Ordnung. Wie ein aufgeschrecktes Huhn nach links ziehen, ohne Rücksicht auf die Hintermänner und auch -frauen, damit auch der letzte Fluß aus dem Verkehr genommen wird: kann ich nicht nachvollziehen. Schließlich klappt das Einfädeln ja auch, wenn man verkehrsbedingt nicht nach links rüberziehen kann. Manche scheinen Einfädelstreifen und rechte Fahrspur zu verwechseln bzw. zu vermengen.

und mich vor einen Laster setzen kann.

Was habt ihr immer mit eurem „vor ihm reinfahren“? Ich erlebe es fast täglich, dass Mutti aussteigen muß zum Schieben, damit Vatti ja schnell genug ist, um unbedingt _vor_ dem Fahrzeug neben ihm auf die Fahrbahn zu kommen. Glauben manche, der Penis fällt ab, wenn man mal ganz bequem _hinter_ jemandem einschert? Da wird das letzte aus der Karre rausgeholt, mindestens ein Stinkefinger gezeigt und auf dem nächsten Kilometer ausgebremst, wenn nach vernünftiger Betrachtung ein Einscheren hinter dem Nebenmann die einfachste Lösung gewesen wäre. Ich verstehs einfach nicht…

Unfallfreie Fahrt
Nils

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Hi Petzi!

Denn Ihr wisst ja: Wenn alle so gut Auto fahren würden wie
Sie und ich wäre das alles gar kein Problem.

gib’s uns Großmäulern, genau!

Gruß,
Peter