Alfa Spider Kaufhilfe

Von: , Frage gestellt am Mi, 2. Aug 2000

Hilfe!
Ich brauche jetzt wirklich ein anderes Auto - und es soll wieder ein Cabrio sein. Nach der letzten Steuernachzahlung sind aber dummerweise nicht mehr als 10.000 Mark im Budget. Und jetzt dachte ich an einen Alfa Spider. Kriegt man zu dem Preis (s.o.) etwas anständiges oder gibt's dafür nur rollende Pflegefälle? Und worauf muss man besonders achten, welche berühmten Schwachstellen hatten die alten Spiders (der neue ist zu teuer und sieht ja ausserdem aus wie ein Abfallprodukt aus der Türkeilforschung...)?

Ich bin für jeden Tipp dankbar, Christoph

P.S.: Ab wann hat Alfa dem Spider eigentlich diese gruseligen Plastikspoiler mitgegeben und wann kam die letzte Serie raus, die wieder mehr nach Auto aussah??

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
    Re: Alfa Spider Kaufhilfe

    Ein 10000.-DM Alfa Spider ist o.k. wenn du entweder nochmal 10000.- in Reserve für die Werkstatt hast, oder mit Schraubenschlüssel und Schweißgerät umgehen kannst. In diesem Bereich sind es selten die großen Schäden, aber ständig Kleinigkeiten wie Zündspule, Magnetschalter, Tankuhrgeber etc.
    Das Problem ist dabei, das es keine Teile von Fremdherstellern (Stahlgruber etc) gibt, und du für jede Kleinigkeit zum Alfahändler mußt - und die Teile sind sehr teuer. Ich habe mal für ein hinteres Abschlußblech (ohne komplizierte Falze 20 x 35 cm fast 300.- DM gezahlt, bei BMW kostet ein gleichartiges ca 75.-). Aber ansonsten ist es natürlich ein geniales Auto.
    Viele Grüße
    Heinz
    10-Jahre-Alfa-aber-jetzt-nicht-mehr [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Alfa Spider Kaufhilfe

    Hi !



    DM 10.000 sind die absolut unterste Grenze für einen brauchbaren Alfa Spider.

    Rundheck: ca. Bj. ´66 bis ´72
    Fastback: ca. Bj ´72 bis ´82
    Gummilippe: ca. Bj ´82 bis `89
    Spider 90: ca. Bj ´90 bis ´95 (der letzte schöne)

    Die Fastbacks sind am witzigsten zu fahren und wohl auch die günstigsten.

    Etwas technisches Wissen und Geschicklichkeit sollte man schon haben, da hat Heinz recht.

    Vor allem achten sollte man auf:

    - Seitenschweller
    - Bodenblech
    - Kofferraumboden
    - Dome
    - Ölundichtigkeiten am Zylinderkopf
    - Getriebesynchronisierung

    Vor allem dem Motor sollte man ausreichend Aufmerksamkeit schenken.
    Er rührt aus der frühen Giulia (Mitte der Sechziger) und war damals revoluzionär mit seinen zwei obenliegenden Nockenwellen (dohc) und der Doppelvergaseranlage. Die Motoren machen Spaß, bedürfen jedoch der Pflege, was oftmals vernachlässigt wurde und auch noch wird.

    Es gilt trotzdem: lieber gutes Blech und ein Motorschaden als umgekehrt. Eine Motorrevision beim Profi in Italien kostet ca. DM 4.000
    Eine komplette Blechrestaurierung mit Lack ca. DM 12.000


    Gruß,

    Mathias [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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