Wie am besten Sprit sparen? Umrüstung? ...?

Hallo,

es gibt ja mehrere Tipps, die man befolgen kann, um Sprit sparen zu können.

Was ist z. B. besser,

1.) im 2. Gang anzufahren und dann direkt in den 4. Gang schalten
oder
2.) jeden Gang benutzen, aber früh schalten?

Was gibts sonst noch so für Tipps und Tricks?

Ich fahre einen acht Jahre alten Corsa B. Kann man den z. B. auf Rapsöl umrüsten oder auf etwas anderes? Welche Kosten sind damit verbunden und was muss sonst noch so beachtet werden?

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Gruß

Hallo!

1.) im 2. Gang anzufahren und dann direkt in den 4. Gang
schalten
oder
2.) jeden Gang benutzen, aber früh schalten?

Solche Methoden machen den Kohl nicht wirklich fett. Fahre die Gänge nicht bis zum Letzten aus. Benutze auch bei Stadtgeschwindigkeit den höchsten Gang. Fahre vorausschauend, also nicht kurz vor dem Ortseingangsschild wie geistesgestört mit hochgejagtem Motor überholen. Sorge für aureichend Reifendruck. Herstellerangabe + 0,2 bar, dann verringerst Du den Rollwiderstand. Überflüssiges Gramusel aus dem Auto entfernen. Vermeide Kurzstrecken.

Ich fahre einen acht Jahre :alten Corsa B. Kann man den :z. B. auf Rapsöl umrüsten :oder auf etwas anderes?

Biodiesel (Rapsöl-Methanol-Verbindung) ist nur für Dieselmotore geeignet.

Für Benzinmotore kommt eine Umrüstung auf Gas in Betracht. Ob sich Dein Corsa umrüsten läßt, weiß ich nicht. Immerhin wird Platz für einen zweiten Tank gebraucht. Außerdem ist der Corsa ohnehin eine Sparbüchse und zudem mit 8 Jahren nicht mehr so ganz taufrisch. Ich glaube nicht, dass sich für Dein Fahrzeug eine Umrüstung je rechnet, sofern sie überhaupt möglich ist.

Gruß
Wolfgang

Hallo Jerry,

irgendwann scheibe ich ein Broschüre zu dem Thema.

Als Grundtipp gilt, fahre dein Auto mit viel Gelassenheit.

1.) Niedertourig fahren. Wirf mal ein Blick in die Betriebsanleitung und lass dich überraschen wie niedrig du gehen kannst, bevor du runterschalten musst. Ich fahre in der Stadt üblicherweise im 5ten.

2.) Du musst durch den Verkehr gleiten. Abbremsen ist Energieverschwendung. Auf eine rote Ampel hin zu beschleunigen ist Blödsinn. Verwende die Schubabschaltung. Bremse nicht mit der Fußbremse sondern lasse den Wagen im höchstmöglichen Gang ausrollen.

3.) Der Luftwiderstand nimmt quadatisch mit der Geschwindigkeit zu. Ab Geschwindigkeiten über 70 km/h spielt der Luftwiderstand die entscheidende Rolle. Hohe Geschwindigkeiten auf der Autobahn kosten Treibstoff. Je schnelle desto mehr.

4.) Radrennfahrer nutzen den Windschatten als taktischen Vorteil.
Das bißschen Windschatten, den ein Radfshrer erzeugt bei den relativ niedrigen Geschwindigkeiten!
Such dir auf der Autobahn einen geeigneten Laster oder entsprechendes breites langsames Fahrzeug und klemm dich dahinter. Damit sind Verbräuche unter 4 l/100 km gut erreichbar.

5.) Natürlich sollte man alles vermeiden, was den Luftwiderstand erhöht.

6.) Im Stadtverkehr oder auf Landstraßen, wo man häufiger beschleunigen muss, spielt das Fahrzeuggewicht eine Rolle. Mansolte keine unnötigen Lasten kutschieren.

7.) Gut aufgepumpten Reifen senken den Rollwiderstand.

Gruß
Carlos

4.) Radrennfahrer nutzen den Windschatten als taktischen
Vorteil.
Das bißschen Windschatten, den ein Radfshrer erzeugt bei den
relativ niedrigen Geschwindigkeiten!
Such dir auf der Autobahn einen geeigneten Laster oder
entsprechendes breites langsames Fahrzeug und klemm dich
dahinter. Damit sind Verbräuche unter 4 l/100 km gut
erreichbar.

Hi Carlos, dazu müsstze aber einmal untersucht werden, inwieweit dabei der vorgeschriebene Sicherheitsabstand unterschritten wird: Z.B. bei 80 km/h wären das 40m - ob da dein Fahrzeug noch im Windschatten ist ?

Grüßle

HM

Hallo Herr Meyer,

Hi Carlos, dazu müsstze aber einmal untersucht werden,
inwieweit dabei der vorgeschriebene Sicherheitsabstand
unterschritten wird: Z.B. bei 80 km/h wären das 40m - ob da
dein Fahrzeug noch im Windschatten ist ?

Du kennst deutsche Autobahnen nicht vom Berufsverkehr her. :smile:
Bei Tacho 90 halte ich ca. 30 m Abstand. Und glaub mir, die Autos, die links zügig vorbeiziehen haben üblicherweise keinen größeren Abstand.

Gruß
Carlos

Teilen sich die Meinungen
Es gibt Fachleute, die propagieren, man muß immer mit Vollgas fahren, damit die Elektronische Einspritzanlage die Mischung und den Verbrauch am besten selbst machen kann.
Den Blödsinn sah ich mal im TV.
Aber wie man dann in einer geschloßenen Orschaft mit Vollgas fahren soll, das erklärte da keiner.

Mein persönlicher Weg ist, ich fahre immer so, als hätte ich ein rohes Ei zwischen Gasfuß und Gaspedal liegen.
Dann habe ich zwar Beschleunigungswerte wie ein Oldtimer, aber der Verbrauch geht total in den Keller.

Ich fahre auch nicht langsam.
Ich habe eine feste Gasstellung am Auto, da merke ich, da hängt der Wagen noch lustig am Gas.
Wenn ich mehr Leistung haben will, muß ich weiter das Gaspedal treten als Normal.
Diesen Punkt versuche ich nicht zu überschreiten.

Gut, berghoch werde ich dann meist langsamer wie der fliesende Verkehr, aber auf der Geraden oder bergrunter kann ich dann auch mal so schnell fahren, das ich 120 erreiche.

Mit Schwung fahren, gleichmäßig fahren.
Am besten ist es, wenn man so fährt das man vor Ampeln nicht bremsen muß (frühzeitig vom Gas und ausrollen lassen) und nicht häufig Gas geben muß (vorrausschauend fahren und lieber längere Lücken im Stau lassen, wenig die Gas-Bremse wechseln, gleichmäßig rollen lassen).

Dann ist der Verbrauch am besten.

Unterschied : Wohnmobil 3.1 Tonnen, 2,5 Liter Turbodiesel.

Mein Bruder fährt : 14 Liter Verbrauch.
Ich fahre : 8,5 Liter Verbrauch.

Umrüsten :

Diesel auf Salatöl ohne Auto-Umrüstung, am besten mit Zusatztank von (bestes Preis-/Leistungsverhältnis) www.poeltec.de, ist absolut legal. (Heizöl fahren ist 100% illegal).

Benziner auf Alkohol. Weltweit möglich, nur in Deutschland nicht.
Benziner auf Erdgas. Teuer und Schlecht. In Deutschland möglich, sonst nirgends.
Benziner auf Autogas. Billig und Gut. Gibt es in ganz Europa. Spritpreis beim Autogas zur Zeit 1/4 vom Benzinpreis.

Hallo Carlos,

stimmt, ich bin Sonntagsfahrer :wink: 50.000 km p.a.

Es ist nicht immer praxisgerecht, den vorgeschriebenen Mindestabstand penibel einzuhalten. Ich denke aber, bei Tempo 90 30 m sind noch vertretbar, während dieselbe Distanz bei 180km/h schon strafwürdig ist.

Grüßle

HM

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

comment…
Hi!

irgendwann scheibe ich ein Broschüre zu dem Thema.

Als Grundtipp gilt, fahre dein Auto mit viel Gelassenheit.

Da gehe ich mit.

1.) Niedertourig fahren. Wirf mal ein Blick in die
Betriebsanleitung und lass dich überraschen wie niedrig du
gehen kannst, bevor du runterschalten musst. Ich fahre in der
Stadt üblicherweise im 5ten.

Fährt man zu niedertourig, zerstört man die Kurbelwellenlager.
Bei einem normalen Benzinmotor wage ich zu behaupten, liegt man mit 2-2.5 TU/min gut.

2.) Du musst durch den Verkehr gleiten. Abbremsen ist
Energieverschwendung. Auf eine rote Ampel hin zu beschleunigen
ist Blödsinn.

Korrekt.

Verwende die Schubabschaltung. Bremse nicht mit
der Fußbremse sondern lasse den Wagen im höchstmöglichen Gang
ausrollen.

Macht bei wenig Verkehr Sinn.
Das langsame Zurollen auf eine Ampel hält jedoch den Verkehr hinter einem auf und kann sogar zu einem Stau führen.

3.) Der Luftwiderstand nimmt quadatisch mit der
Geschwindigkeit zu. Ab Geschwindigkeiten über 70 km/h spielt
der Luftwiderstand die entscheidende Rolle. Hohe
Geschwindigkeiten auf der Autobahn kosten Treibstoff. Je
schnelle desto mehr.

Das stimmt.
Dennoch muss man immer darauf achten, nicht unnötig langsam zu fahren, um andere nicht zu behindern.
Man kann auch sehr zügig fahren und dabei wenig Benzin verbrauchen.
Relativ früh hochschalten, clever durch den Verkehr lavieren, ohne groß zu bremsen und auf der Autobahn den Punkt finden, ab welchem der Wagen anfängt deutlich mehr zu verbrauchen. Bei meinem Auto z.B. kann man bis 160 Km/h um die 6,5 L verbrauchen. Bei 170-180 braquchtg man schon 7,3 (nach Bordcomputer).

4.) Radrennfahrer nutzen den Windschatten als taktischen
Vorteil.
Das bißschen Windschatten, den ein Radfshrer erzeugt bei den
relativ niedrigen Geschwindigkeiten!
Such dir auf der Autobahn einen geeigneten Laster oder
entsprechendes breites langsames Fahrzeug und klemm dich
dahinter. Damit sind Verbräuche unter 4 l/100 km gut
erreichbar.

Klar, bei 90 Km/h hinter einem LKW geht das. Aber wer will das???

5.) Natürlich sollte man alles vermeiden, was den
Luftwiderstand erhöht.

Richtig, Dachträger runter, wenn er nicht gebraucht wird.

6.) Im Stadtverkehr oder auf Landstraßen, wo man häufiger
beschleunigen muss, spielt das Fahrzeuggewicht eine Rolle.
Mansolte keine unnötigen Lasten kutschieren.

Richtig.

7.) Gut aufgepumpten Reifen senken den Rollwiderstand.

Herstellerangabe +0,2 bar.

Und nicht zuletzt: der Wagen sollte technisch i.O. sein.
Gute Kerzen, Reifen, Filter, Öle tragen auch zur Verbrauchsminimierung bei.

Grüße,

Mathias

Hallo,

ich fahre seit der Hochpreiswelle des Kraftstoffs strikt maximal 100km/h und ich spare dadurch bereits einen Liter, ohne im 2. anzufahren etc. und die Kupplung zu ruinieren.

Einfach vorrausschauend fahren, rollen lassen (Schubabschaltung) und nicht zu schnell, spart bereits einen Liter / 100km (http://www.carcost.de dort ist meine Statistik)

gruß

dennis

Niedertourig = schädlich für Kurbelwellenlager?
Hallo Matthias,

Fährt man zu niedertourig, zerstört man die Kurbelwellenlager.
Bei einem normalen Benzinmotor wage ich zu behaupten, liegt
man mit 2-2.5 TU/min gut.

??? Aus der Konstruktionslehre her weiss ich, das die Belastung von Lagern quadratisch mit der Umdrehungsfrequenz wachsen. Bei manchen selbstschmierenden Lagern gibt es eine Mindestfrequenz, weil das Lager sonst nicht ausreichend geschmiert wird. Aber beu Frequenzen oberhalb der Leerlaufdrehzahl ist das garantiert kein Problem.

Und nicht zuletzt: der Wagen sollte technisch i.O. sein.
Gute Kerzen, Reifen, Filter, Öle tragen auch zur
Verbrauchsminimierung bei.

Stimmt!

Gruß
Carlos

Hi!

Fährt man zu niedertourig, zerstört man die Kurbelwellenlager.
Bei einem normalen Benzinmotor wage ich zu behaupten, liegt
man mit 2-2.5 TU/min gut.

??? Aus der Konstruktionslehre her weiss ich, das die
Belastung von Lagern quadratisch mit der Umdrehungsfrequenz
wachsen. Bei manchen selbstschmierenden Lagern gibt es eine
Mindestfrequenz, weil das Lager sonst nicht ausreichend
geschmiert wird. Aber beu Frequenzen oberhalb der
Leerlaufdrehzahl ist das garantiert kein Problem.

Das „Ruckeln“, also der unrunde Lauf bei zu niedriger Drehzahl zerstört die Lager. Das ist doch nun wirklich nichts neues.

Grüße,

Mathias