Hi!
Mein 2. Post…ich weiß, aber das Thema hats mir grad angetan:
Kann man seine Sicherheit auf der Straße auch durch die Wahl
des Autos beeinflussen?
Allerdings. Vor allem dadurch, würde ich sogar behaupten.
Ist z.B. jemand der ein robusteres
Auto fährt sicherer, falls es z.B. zu einem Unfall kommt, der
von jemand anders verschuldet war?
Natürlich.
(Dass es jemandem der
besoffen von der Landstraße abkommt nicht viel bringt ist ja
klar…)
Wieso?
Wenn man mit einer neuen S-Klasse an einen Baum knallt, ist das weniger schlimm, als mit einem alten Polo.
Bei Unfällen ist es wichtig, dass die Energie von anderen „Teilen“ als dem Fahrer aufgenommen wird.
Ein baum oder eine Betonmauer nehmen wenig Energie auf.
Ein Kleinwagen kann, wegen der faktisch kleineren Knautschzone, weniger Energie aufnehmen als ein großer Wagen.
Ein Smart mit seiner Walnuß-Karosseriestruktur funktioniert nur, wenn der Unfallgegner den Großteil der Energie aufnehmen kann.
Sonst ist der Effekt ähnlich dem einer 30 Jahre alten Mercedes S-Klasse. Diese Autos waren gebaut wie eine Wand. Wenn es knallte, hatte ein kleinerer Unfallgegner keine Chance, ein Großteil der Energie musst von ihm aufgenommen werden.
Fährt man nun mit so einem Wagen gegen eine Wand, wird die Fuhre nicht (relativ) sanft abgebremst wie bei einem neuen Wagen, dessen Knautschzone einen Großteil der Energie aufnimmt, sondern zwei harte Strukturen krachen aufeinander, der Wagen ist evtl. sogar noch reparabel, aber der Fahrer ist tot. Denn er musste seine und die Energie des Sitzes selbst absorbieren. Da seine inneren Organe dann immer noch etwas länger beschleunigt sind, als der durch den Gurt oder das Lenkrad und Armaturenbrett abgebremste äußere Teil des Körpers, stirbt der Fahrer an inneren Verletzungen.
Es ist eben alles eine Frage der positiven und negativen Beschleunigung…
Am sichersten ist man somit mit einem Auto unterwegs, das eine möglichst große und ausgeklügelte Knautschzone hat.
Sehr empfehlenswert sind hier die Topmodelle von BMW und Mercedes und Audi.
Übrigens ist hier nicht allein die Bewertung im Euro NCAP-Crashtest ausschlaggebend.
Renault ist hier regelmässig an erster Stelle, weil sie nicht in die USA exportieren und somit ihr Design ganz auf die Anforderungen des europäischen Tests ausrichten können.
Die deutschen premiumhersteller müssen alle Norman weltweit erfüllen und bieten somit ein universell sicheres Produkt, nciht eines, welches rein auf die Erfüllung einiger weniger Kriterien ausgelegt ist.
Letztes Jahr hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, einen Unfall zwischen einem Renault Laguna (die vollen 5 Sterne im Euro-NCAP Test) und einem aktuellen BMW 5er (4 Sterne) auf der Autobahn zu sehen.
Der Renault war zerfetzt, 2 Tote. Der BMW war innen stabil geblieben, alle Insassen nur leicht verletzt.
Grüße,
Mathias