Hallo Dennis,
Der Vorteil de Riemens wäre gewesen, daß er leichtere Bauteile
benötigt und somit weniger Masse zu beschleunigen ist, auch
wegen der Geräusche.
Das sind die Hauptargumente der Hersteller (gewesen), aber meines Erachtens war der wirkliche Hauptgrund für den Wegfall der Steuerkette zugunsten des Zahnriemens eben doch der schnöde Mammon … 
Der Zahnriemen kommt den Herstellern eben tatsächlich erheblich billiger als eine Steuerkette, und durch die schönen regelmäßigen Wechselintervalle spült er auch noch ein erkleckliches Sümmchen in die Kassen der Werkstätten (alternativ verdienen sie sich eine goldene Nase durch die Behebung der kapitalen Motorschäden durch gerissene Zahnriemen …)
Die langen Ketten früher von Kurbelwelle zu Nockenwelle
(obenliegend) waren anfällig (bei Benz und BMW ?) wegen der
mit dem Alter und bei hohen Drehzahlen steigenden Längung.
Wie definierst du „anfällig“?
In meinem 280S habe ich erst vor vier Jahren erstmalig die Steuerkette wechseln müssen, nach 260 tkm und 30 Jahren. (Und auch das wäre noch nicht absolut nötig gewesen, aber wenn man den Kopf eh offen hat, sollte man halt gleich Nägel mit Köpfen machen!)
Klar war die Steuerkette gelängt, und auch das Nockenwellenrad zeigte Verschleißerscheinungen, aber dafür waren die Brocken auch tatsächlich und nachweislich die Originalteile aus der Werksauslieferung - und wie gesagt: BESORGNISERREGEND war der Verschleiß noch lange nicht.
Der
Kettenspanner kann t#zwar ausgleichen, aber nur bedingt, und
bei hohen Drehzahlen soll es angeblich auch schon zu
Steuerzeitenverstellung gekommen sein durch diese
drehzahlbedingte einseitige Längung mit Kapitalen
Motorschäden.
Zumindest bei den alten Mercedes mit denen ich mich in meiner Freizeit umgebe, habe ich noch nie von einem solcherart verursachten Motorschaden gehört - dafür aber kenne ich persönlich mindestens fünf Autos, die durch gerissene Zahnriemen plötzlich und unerwartet dahingeschieden waren …
Heute geht man eben aus deisen Kostengründen vermehrt zur
kette zurück:
zB Toyota alle VVT-i Benziner, der 1,4l D4D und der neue 2,2l
D4D(D-CAT). Nur der 2,0l D4D hat Riemen, dafür „freundliche“
105’km Intervalle.
Ich kenne mich zwar auf dem Neuwagensektor allgemein, und bei japanischen Autos im Besonderen überhaupt nicht aus, aber:
Bist du sicher, daß das aus KOSTENGRÜNDEN erfolgt, oder kann es nicht evtl. doch an der höheren Zuverlässigkeit liegen?
Insbesondere die Japaner geben sich ja schon länger (recht erfolgreich) die größte Mühe, möglichst zuverlässige und qualitativ hochwertige Autos zu bauen - ganz im Gegensatz zu Chrymler, die noch heute vom verblassenden Ruhm der Mercedes der fünfziger bis achtziger Jahre zehren, derzeit aber nur noch Autos bauen, die gerade mal den US-amerikanischen Qualitätsstandards genügen …
((
Schönen Gruß,
Robert