Zahnriemenwechsel - Nachricht von einem alten Auto

Hallo,

naja eigentlich sollte es mich nicht mehr interessieren. Habe mein altes Auto (7 Jahre und ca. 100T km gelaufen) einen Autohändler verkauft. Nun bekam ich am WE einen Anruf von den wohl neuen Besitzern. (Also, sie haben das Auto beim Händler gekauft und nicht direkt von mir.) Sie fragten mich, ob bei dem Auto der Zahnriemen gewechselt wurde. Sie hatten keine Anzeichen dafür gesehen. Ich habe denen gesagt, daß der Zahnriemen in der Werkstatt gewechselt wurde. Nun habe ich meine Zweifel, da ich schon länger über die Werkstatt geärgert hatte. Hier meine Frage an euch Wissenden: Wie und woran erkennt man das der Zahnriemen gewechselt wurde?
Wer weiß, vielleicht wird ja das neue Auto auch mal so alt bei mir.

Gruß rene

Hallo Rene,

meist wird beim Zahnriemenwechsel ein Aufkleber im Motorraum angebracht. Dort ist dann auch der Kilometerstand für den nächsten Wechsel eingetragen.
Ebenso sollte der Wechsel im Serviceheft (Checkheft) vermerkt sein.

Grüßle
Frank K.

Hallo Frank,

meist wird beim Zahnriemenwechsel ein Aufkleber im Motorraum
angebracht. Dort ist dann auch der Kilometerstand für den
nächsten Wechsel eingetragen.

lt. den Anrufern soll der fehlen.

Ebenso sollte der Wechsel im Serviceheft (Checkheft) vermerkt
sein.

Das kann ich nicht mehr nachvollziehen.

Danke, Gruß rene

Wenn der Zettel fehlt und Du das hast machen lassen, dann frag sie doch mal nach dem km-Stand mit dem sie das Auto gekauft hat. Oft werden solche Aufkleber entfernt, wenn am Tacho zurückgedreht wurde, da es ja sonst auffällt, wenn der tacho erst 100.000 km anzeigt und im Motorraum ein Aufkleber ist, der besagt, dass 2004 bei 150.000 km der Zahnriemen gewechselt wurde…

Ansonsten kann man das so nicht erkennen ohne was auseinanderzubauen.

Gruß, Jan

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Zusatzfrage
Hallo Experten,

ich hänge mich mal hier dran.
Früher gab es keine Zahnriemen (z.B. Opel Manta) und auch heute gibt es Autos ohne Zahnriemen (Mercedes S Klasse).
Nun frage ich mich, was hat das Kerlchen für eine Funktion, außer der, mir alle paar Jahre beim Tausch irre viel Geld aus der Tasche zu ziehen :smile:

MFG
Henning

Hallo Henning,

der Zahnriemen hat die Funktion der Steuerkette übernommen. Vorteile hat der Riemen der Kette gegenüber meiner Ansicht nach keine, die Autoindustrie spricht von technischen Vorteilen (lach mich tot) Während die Steuerkette ewig hielt muss der Zahnriemen für viel Geld öfter mal getauscht werden. Ich glaube diese Teuermacher werden absichtlich verbaut. Aber das ist ja auch in anderen Bereichen so: Kostet das Austauschen einer H4 Glühbirne gerade mal 5 Euro sind für den Austausch eines kurvenlenkenden Xenon Scheinwerfers 400 Euro fällig. Stoßstanngen die diesen Namen mal verdienten wurden ja auch ersetzt durch lackierte Kunststoff-Formteile die jeden Kratzer mit € 1000,- Reparaturkosten honorieren. Zum großen Teil ist der Autofahrer an solchen Enticklungen Schuld, weil er son Mistkram immer gerne kauft, lange Gesichter gibts erst später in der Werkstatt. Ohne ABS, EBP elektrische Fensterheber und Xenon Licht, Regensensor lässt sich anscheinend kein Auto mehr verkaufen. Aber braucht man das wirklich? Ich habe bis jetzt ohne Regensensor immer gemerkt wenns regnet und habe noch kräftige Arme genung den Aussenspiegel ohne elektrische Hilfe per Hand zu verstellen, auch den Kofferraumdeckel bekomme ich ohne elektrische Hilfe zu! :smile:
Gruß elmore

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Jetzt weiss der arme Henning aber immer noch nicht, was genau der Zahnriemen macht…
Der Zahnriemen verbindet die Kurbelwelle mit der Nockenwelle, treibt also passend zu den Kolbenbewegungen die Ein- und Auslaßventile an.

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Hallo,

Der Zahnriemen verbindet die Kurbelwelle mit der Nockenwelle,
treibt also passend zu den Kolbenbewegungen die Ein- und
Auslaßventile an.

Richtig, und zwar mit halber Umdrehungszahl der Kurbelwelle.

Der Vorteil de Riemens wäre gewesen, daß er leichtere Bauteile benötigt und somit weniger Masse zu beschleunigen ist, auch wegen der Geräusche.

Die langen Ketten früher von Kurbelwelle zu Nockenwelle (obenliegend) waren anfällig (bei Benz und BMW ?) wegen der mit dem Alter und bei hohen Drehzahlen steigenden Längung. Der Kettenspanner kann t#zwar ausgleichen, aber nur bedingt, und bei hohen Drehzahlen soll es angeblich auch schon zu Steuerzeitenverstellung gekommen sein durch diese drehzahlbedingte einseitige Längung mit Kapitalen Motorschäden.

Die Japaner verwendeten entweder kurze Ketten durch seitlich liegende Nockenwellen, oder ebi Nissan zB in den GA##DS / GA##DE Motoren zwei Ketten: Eine zum Zwischenrad, eine über die (mittlerweile zwei obenliegenden) Nockenwellen, was die Einzelkettenlänge reduzierte. Ich kenne keinen Nissan, der wgeen defekte Kette legenblieb.

Heute geht man eben aus deisen Kostengründen vermehrt zur kette zurück:

zB Toyota alle VVT-i Benziner, der 1,4l D4D und der neue 2,2l D4D(D-CAT). Nur der 2,0l D4D hat Riemen, dafür „freundliche“ 105’km Intervalle.

gruß

dennis

Hallo Dennis,

Der Vorteil de Riemens wäre gewesen, daß er leichtere Bauteile
benötigt und somit weniger Masse zu beschleunigen ist, auch
wegen der Geräusche.

Das sind die Hauptargumente der Hersteller (gewesen), aber meines Erachtens war der wirkliche Hauptgrund für den Wegfall der Steuerkette zugunsten des Zahnriemens eben doch der schnöde Mammon … :frowning:
Der Zahnriemen kommt den Herstellern eben tatsächlich erheblich billiger als eine Steuerkette, und durch die schönen regelmäßigen Wechselintervalle spült er auch noch ein erkleckliches Sümmchen in die Kassen der Werkstätten (alternativ verdienen sie sich eine goldene Nase durch die Behebung der kapitalen Motorschäden durch gerissene Zahnriemen …)

Die langen Ketten früher von Kurbelwelle zu Nockenwelle
(obenliegend) waren anfällig (bei Benz und BMW ?) wegen der
mit dem Alter und bei hohen Drehzahlen steigenden Längung.

Wie definierst du „anfällig“?
In meinem 280S habe ich erst vor vier Jahren erstmalig die Steuerkette wechseln müssen, nach 260 tkm und 30 Jahren. (Und auch das wäre noch nicht absolut nötig gewesen, aber wenn man den Kopf eh offen hat, sollte man halt gleich Nägel mit Köpfen machen!)
Klar war die Steuerkette gelängt, und auch das Nockenwellenrad zeigte Verschleißerscheinungen, aber dafür waren die Brocken auch tatsächlich und nachweislich die Originalteile aus der Werksauslieferung - und wie gesagt: BESORGNISERREGEND war der Verschleiß noch lange nicht.

Der
Kettenspanner kann t#zwar ausgleichen, aber nur bedingt, und
bei hohen Drehzahlen soll es angeblich auch schon zu
Steuerzeitenverstellung gekommen sein durch diese
drehzahlbedingte einseitige Längung mit Kapitalen
Motorschäden.

Zumindest bei den alten Mercedes mit denen ich mich in meiner Freizeit umgebe, habe ich noch nie von einem solcherart verursachten Motorschaden gehört - dafür aber kenne ich persönlich mindestens fünf Autos, die durch gerissene Zahnriemen plötzlich und unerwartet dahingeschieden waren …

Heute geht man eben aus deisen Kostengründen vermehrt zur
kette zurück:
zB Toyota alle VVT-i Benziner, der 1,4l D4D und der neue 2,2l
D4D(D-CAT). Nur der 2,0l D4D hat Riemen, dafür „freundliche“
105’km Intervalle.

Ich kenne mich zwar auf dem Neuwagensektor allgemein, und bei japanischen Autos im Besonderen überhaupt nicht aus, aber:
Bist du sicher, daß das aus KOSTENGRÜNDEN erfolgt, oder kann es nicht evtl. doch an der höheren Zuverlässigkeit liegen?

Insbesondere die Japaner geben sich ja schon länger (recht erfolgreich) die größte Mühe, möglichst zuverlässige und qualitativ hochwertige Autos zu bauen - ganz im Gegensatz zu Chrymler, die noch heute vom verblassenden Ruhm der Mercedes der fünfziger bis achtziger Jahre zehren, derzeit aber nur noch Autos bauen, die gerade mal den US-amerikanischen Qualitätsstandards genügen … :frowning:((

Schönen Gruß,
Robert

Hallo,

Das sind die Hauptargumente … Motorschäden durch gerissene Zahnriemen

Ich denke auch Modetrends wie nun der Hype nach ESP und blinkenden Außenspiegeln spielen da eine Rolle.

Wie definierst du „anfällig“?

Nun ja, es soll vorgekommen sein, daß sie sich deutlich gelängt haben, gerade die Ketten, die in einem Rutsch von ganz unten bis ganz oben gehen. Hörte ich aber immer nur von Mechanikern. Hörte…

Klar war die Steuerkette gelängt, und auch das Nockenwellenrad
zeigte Verschleißerscheinungen, aber dafür waren die Brocken
auch tatsächlich und nachweislich die Originalteile aus der
Werksauslieferung - und wie gesagt: BESORGNISERREGEND war der
Verschleiß noch lange nicht.

Vielleicht nur bei drehfreudigeren Exemplaren ??

Zumindest bei den alten Mercedes mit denen ich mich in meiner
Freizeit umgebe, habe ich noch nie von einem solcherart
verursachten Motorschaden gehört - dafür aber kenne ich
persönlich mindestens fünf Autos, die durch gerissene
Zahnriemen plötzlich und unerwartet dahingeschieden waren …

Da stimme ich zu. VW und OPel haben sich ja früher die „Zahnriemenblöße“ gegeben, aber meist waren verklemmte billige Spannrollen die Ursache, nicht die Riemen selbst. Der Kostendruck verleitete die Hersteller dazu, billige Teile einzukaufen. Hier schrieb mal einer, dessen Firma die Spannrollen lieferte: „Die wollen nur billig“

Ich kenne mich zwar auf dem Neuwagensektor allgemein, und bei
japanischen Autos im Besonderen überhaupt nicht aus, aber:
Bist du sicher, daß das aus KOSTENGRÜNDEN erfolgt, oder kann
es nicht evtl. doch an der höheren Zuverlässigkeit liegen?

Beides. Die Motorräume sind zudem mittlerweile so zugebaut, daß eben der Zahnriemenwechsel sauteuer oder unmöglich wird. Ich kenne auch Leute, die beim Händler klipp und klar nach Kosten und Wechselintervallen des Zahnriemens fragten. Der Modetrend geht wieder andersherum…

Insbesondere die Japaner geben sich ja schon länger (recht
erfolgreich) die größte Mühe, möglichst zuverlässige und
qualitativ hochwertige Autos zu bauen - ganz im Gegensatz zu
Chrymler, die noch heute vom verblassenden Ruhm der Mercedes
der fünfziger bis achtziger Jahre zehren, derzeit aber nur
noch Autos bauen, die gerade mal den US-amerikanischen
Qualitätsstandards genügen … :frowning:((

Mein Händler sagte mir: In USA verkauft man Pkw über den Preis und die Anzahl der Cupholder in Verbindung mit A/C und A/T.

gruß

dennis