Richtig Verhalten?

Hallo,
hoffentlich bin ich im richtigen Forum. Ich habe eine Frage zum richtigen Verhalten in einer gefährlichen Situation. Ich bin neulich nachts über die Brennerautobahn (bergauf) gefahren. Plötzlich befand ich mich in einer heftigen Qualmwolke, ich konnte die Schnauze von meinem Auto nicht mehr sehen geschweige denn Autos vor mir oder selber von Autos hinter mir gesehen werden. Ich habe sofort gestoppt, Warnblinkanlage angemacht und habe mich dann langsam vorgetastet, weil der Wind immer mal eine bessere Sicht erlaubte. Ab und zu hörte ich Gehupe, was man ja immer als „Du machst was falsch“ interpretiert. Zum Glück war nichts los und ich habe mich auf der linken Spur befunden während der dann irgendwann mal zu sehende qualmende LKW auf der rechten Spur (immer noch weiter!) fuhr.
Was das richtig? Ich denke immer, wären mehr Autos unterwegs gewesen, hätte es zu einem Auffahrunfall kommen können. Deswegen bin ich auch nicht stehen geblieben. Aber so einen Blindflug möchte ich nie wieder machen müssen. Was wäre gewesen, wenn das ganze in einem Tunnel passiert wäre? Ich fahre diese Strecke sehr häufig.
Danke für eure Tipps.
Wendelline

Falsch verhalten
Hallo,

Habe ich das richtig verstanden, daß du auf der linken Spur ganz langsam gefahren bist?
Das war nicht nur Falsch, sondern auch noch Lebensgefährlich.
Es gibt in Europa, bis auf wenige Ausnahmen, RECHTSFAHR GEBOT. (Nur, weil du geschrieben hast, es wäre nichts auf der Autobahn los gewesen)
Für die Zukunft solltest du in einer solchen Situation rechts ranfahren und warten, bis du wieder etwas siehst, anstatt im Blindflug deines und das Leben anderer zu gefährden.

Gruß
Sticky

Da muss man adäquat reagieren
Hi Wendelline,

auch so ein seltener Fall mit totaler Sichtbehinderung kommt mal vor.
Vielleicht hätte ich auch erstmal nicht richtig reagiert. Aber man hätte
im Falle von Null Sicht tatsächlich anhalten sollen. Dann Schauen, dass das Auto halbwegs sicher am rechten Strassenrand steht (gegebenenfalls nachkorrigieren),
und sehen dass man bei einem Brand erstmal selbst in Sicherheit kommt.

Man bedenke: Wenn man bei Null Sicht weiterfährt, und vielleicht noch
einen Passanten oder einen liegenden Verletzten überfährt, dann wird das ja erst richtig schlimm.

Aber Danke für die Beschreibung dieses seltenen Falles. Ich bin jetzt besser drauf vorbereitet :wink: .

Vg,
-T.

Hallo!

Nun, da hat sicher von dem LKW ein Reifen gebrannt.
Normalerweise fahren die dann weiter, bis der Reifen abgebrannt ist.
Wenn der LKW anhält, würde der sofort abbrennen.
Ist halt eine dumme Sache.
Aber im Tunnel wäre das noch viel schlimmer.

Ich meine, dass man in so einem Fall mit eingeschaltener Warnblinkanlage in gutem Abstand hinterherfahren sollte,
ev. auch um dem Trucker im Notfall helfen zu können.

Grüße, Steffen!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Hallo!

Nun, da hat sicher von dem LKW ein Reifen gebrannt.
Normalerweise fahren die dann weiter, bis der Reifen
abgebrannt ist.
Wenn der LKW anhält, würde der sofort abbrennen.
Ist halt eine dumme Sache.
Aber im Tunnel wäre das noch viel schlimmer.

Ich meine, dass man in so einem Fall mit eingeschaltener
Warnblinkanlage in gutem Abstand hinterherfahren sollte,
ev. auch um dem Trucker im Notfall helfen zu können.

Das ist auch ein guter Hinweis. Ich denke mal, das macht allerdings
(nur) genau dann Sinn, wenn man selbst einen Feuerlöscher griffbereit im Auto
hat, und diesen einsetzen könnte, gell ?
Andernfalls würde ich mich selbst dort verdrücken, da ich nix helfen könnte…
mir fällt jetzt jedenfalls nix ein, was man tuen könnte ohne eigenen Feuerlöscher. Den Feuerlöscher am LKW würde ich auch erstmal nicht finden und bedienen können.
Zumal der LKW brennbares/gefährliches Zeugs geladen haben kann, welches dann bei einem größeren Feuer mich gleich mit niederbrennt.
In diesem Falle kann ich ja nicht einmal
mein eigenes Auto effektiv schützen.

Grüße, Steffen!

VG,
-T.

Hi,
(…)

Gehupe,

(…)

Zum Glück war nichts los

(…)

ich habe mich auf der linken Spur befunden

(…)
Also:
Es war „nichts“ los, deshalb bist du links gekrochen und hinter dir war ein Stau?
Ich schätze, dass die Anderen diese Situation besser überblickt haben als du.

Die Einhaltung des Rechtsfahrgebots kann viel vermeiden, vor allem bei Verkehrsteilnehmern, die nicht so sehr den Überblick haben.

Gruss,

Ist das hier so üblich, dass man angeblafft und sogar abgekanzelt wird, wenn man eine Frage stellt?
Also helfen tut das auf keinen Fall. Soll es wohl auch gar nicht :wink:

(…)

Gehupe,

(…)

Zum Glück war nichts los

(…)

ich habe mich auf der linken Spur befunden

(…)
Also:
Es war „nichts“ los, deshalb bist du links gekrochen und
hinter dir war ein Stau?
Ich schätze, dass die Anderen diese Situation besser
überblickt haben als du.

Die Einhaltung des Rechtsfahrgebots kann viel vermeiden, vor
allem bei Verkehrsteilnehmern, die nicht so sehr den Überblick
haben.

Gruss,

Hallo zurück,
ja das klingt vernünftig. Bloß waren weder die Quelle noch der Ort des Qualmes (der war übrigens weiß, brennen Reifen nicht schwarz?) zu erkennen. Die hätte sich genauso direkt vor mir oder auf der Mittelspur befinden können.
Die Spur habe ich nicht gewechselt, weil die Sicht eben unter 50 cm war. Ich konnte ja nicht mal die Spurbegrenzungen sehen. Ich bin langsam, Schritttempo, gefahren, weil ich Schiss hatte, dass mir hinten einer 'reinfährt. Ein Aufprall ist bei rollendem Fahrzeug nicht so schlimm wie bei einem stehenden. Zumal wenn man den Fuß auf der Bremse hat, was sich bergauf ja empfiehlt.
Wenn ich euere Beiträge so lese, denke ich, ich habe alles richtig gemacht. (Was bei derzeit bis zu 2000 km im Monat und 22 Jahren unfallfreiem Fahren ja auch kein Wunder ist. :wink: )
Danke und Grüße,
Wendelline

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo.

Der Hinweis mit dem Rechtsfahrgebot war - wenn auch nicht extrem höflich formuloren - nicht falsch. Ansonsten gilt natürlich für die Hupmänner und -frauen hinter Dir, dass auch diese nicht hätten schneller fahren dürfen, als die Sichtweite es zulässt. Sichtweite Null => Geschwindigkeit Null. Trotzdem beim nächsten Mal auf die rechte Spur wechseln, bevor Du anhältst. Es hätte ja auch ein Unfall gewesen sein können - und in diesem Falle hättest Du mit Deinem Anhalten auf der linken Seite die Gasse für evtl. von hinten anrauschende Retter blockoren. Was auch nicht toll gewesen wäre …

Der weiße Qualm deutet in der Tat nicht auf einen brennenden Reifen hin, sondern m.E. eher auf Kühlwasserprobleme - weshalb der Lkw dann trotzdem weiterfuhr, kann ich so auch nicht enträtseln.

Gruß Eillicht zu Vensre

Hallo!

Nun, ich gehe trotzdem mal von einem brennendem Reifen aus. Das qualmt auch weiss, zumindest am Anfang.
Die LKW- Fahrer sind ja nicht blöd und sehen den Qualm auch im Spiegel.

Mit einem Feuerlöscher ist da natürlich nichts zu machen, das kann man sich sparen.

Man kann aber soweit helfen, indem man im Notfall die Strasse absperrt und die Feuerwehr anruft, während der LKW- Fahrer vielleicht den Anhänger oder Sattel abstellt und das Zugfahrzeug in Sicherheit bringt.
Oder zumindest mal fragt, ob man helfen kann…

Grüße, Steffen!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Bereits vorher falsches Verhalten
Hallo Wendelline,

Ein Punkt wurde interessanterweise von den anderen Postern nicht
erwähnt:

Plötzlich befand ich mich in einer heftigen Qualmwolke,

Eine Qualmwolke kommt nicht „plötzlich“, sondern breitet sich mit
einer Geschwindigkeit aus, welche i.A. deutlich unter jener eines KFZ
liegt. Wenn Du also vorher auf Sicht gefahren wärest, hättest
Du kein Problem gehabt, Dein Fahrzeug bereits VOR der Qualmwolke auf
eine angemessene Geschwindigkeit (event. Stillstand am
Pannenstreifen) abzubremsen.

Allerdings bist Du damit nicht alleine: Schon öfters hörte ich, dass
eine „plötzlich“ eine Nebelwand da war. Jaja, der rasende Nebel.

In Österreich wurde einmal eine auf der Autobahn liegende Person von
über 20 Fahrzeugen überrollt. Dreimal darfst Du raten, wieviele davon
auf Sicht fuhren…

Weiterhin eine unfallfreie Fahrt wünscht Dir
Pürsti