Also ich habe meine Frage zum Thema Bahn Umzug mal unter diesem Brett positioniert weil ich hoffe, dass hier viele Leute reinschauen und Züge schließlich auch „Vier- und Mehrräder“ sind.
Nun zur Frage:
Was haltet Ihr von dem geplanten Umzug der Bahn von Berlin nach Hamburg?
Meiner Meinung ist es ein ganz natürlicher Vorgang eines an die Börse strebenden Unternehmens, das auf wirtschaftliches Operieren aus ist, da Hamburg ein für die Bahn, in Hinsicht auf das Logistikgeschäft (macht den größten Anteil am Umsatz aus), optimaler Standort ist. Auch wenn der Bund noch der Besitzer der Bahn ist, sollte er sich aus den Verhandlungen heraus halten; und das ist genau die Frage, die uns Deutsche mehr beschäftigen sollte: hat Berlin als Hauptstadt mehr Rechte als andere Städte? Wenn ja, was ich für unverschämt halte (wir sind ein polyzentrisches Land mit mindestens vier Zentren wie die USA und nicht wie z.B. Österreich, Frankreich oder Großbritannien, in denen es nur eine wichtige Großstadt zu geben scheint), wie weit soll das gehen? Schließlich sind aus nahezu allen großen deutschen Städten prominente Unternehmen nach Berlin abgewandert, da sie mit Steuermillionen der Geberländer (die sich eigentlich ins eigene Fleisch schneiden) NRW, Hamburg, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg angelockt wurden (z.B. MTV, Universal, Vattenfall, MME, bald der BND etc.). Also warum soll das nicht mal andersherum gehen (auch wenn Hamburg keine Subventionen an die Bahn zahlt, sondern nur zwei stadteigene Unternehmen der Bahnzum Kauf anbietet)? Für mich ein Thema über das ich mich tierisch aufregen kann. Die Berliner sollten endlich mal lernen, nicht nur vom Geld des restlichen Landes zu leben (was sie seit vielen Jahren machen), sondern selber eine funtionierende Wirtschaft auf die Beine stellen.
Bin mal gespannt auf die Antworten!
Hallo!
Ich kann Dir da nur zustimmen. Ole von Beust (Hamburgs regierender BM) hat ja schon sinngemäß gesagt, Berlin solle mal den Ball flachhalten. Und er erwähnte ebenso die Abwanderung von Unternehmen aus Hamburg nach Berlin, wo die Hamburger auch ruhig geblieben sind. Und wenn es jetzt aber darum geht, daß mal 1 Unternehmen aus Berlin abwandert, wird es gleich unfair. Sicher wäre es für Berlin ein herber Verlust, aber hatten den HH und Co. nicht auch?
Und ausserdem hat Berlin ja auch sich selbst immer schön den Ast abgesägt auf dem sie sitzen, ich sage nur Love Parade…
Jahrelange Misswirtschaft finden nun ihren (vermeintlichen) Höhepnkt in unfairem Umgang der übelsten Art unter Wowereit und Co.
Gruß
Florian
Hoi!
Ich möchte gar nich in die Richtung argmentieren, welche Stadt es nun „verdient“ hätte, dass dei Bahn dort ihre Zentrale hat oder nicht…Ich gebe mal folgendes zu bedenken:
Die Bahn hat seit diese als AG firmiert bereits die Zentrale in Frankfurt gehabt…dann ist diese umgezogen nach Berlin-Lichtenberg, dann wieder umgezogen in die Mitte Berlins um schlussendlich an den Potsdamer Platz zu ziehen…Jeder dieser Umzüge hat am alten Ort einen gewissen Stab an Mitarbeitern zurückgelassen die am neuen Standort zahlenmässig wieder aufgestockt wurden. Schaue ich mir mal die Eigentumsverhältnisse der Bahn Ag an (100% Bund, ich bin Steuerzahler, also betrachte ich mich zumindest mal als „QUasi-Shareholder“) tue ich genau das was jeder denkende Aktionär tun würde: Ich bin entschieden gegen den Umzug! Denn die Verluste die die Bahn macht, kommen ja dann doch wieder aus der Steuerecke…und dafür habe ich ganz sicher kein Verständnis…statt Logistikdienstleister Nummer eins der Welt zu werden, was im übrigen die Deutsche Post für sich auch proglamiert…interessanter Weise ja auch ein quasi Staatsbetrieb, sollte sich die Bahn mal auf das Kerngeschäft konzentrieren…Bezahlbare Bahnverbindungen im Nah- und Fernverkehr und intelligente (!!) Güterkonzepte anzubieten als sich ständig um sich selber zu kümmern, die Konzernzentralen wie bei einer Rochade im 2 Jahrerhytmus zu verlegen und sauber und zielsicher am Markt vorbei zu agrieren! Und wenn das alles mal gesichert ist, dann können wir auch über die Verluste von Arbeitsplaätzen und vorteile oder nachteile für die eine oder andere grossstadt reden…
soweit meine menung…
grüße /root
Hallo!
Ich stimme Dir in soweit zu, als daß es in der Vergangenheit sicher genug Umzüge der BAhn gegeben hat.
Aber, wenn die Bahn jetzt sagt, sie wolle nach Hamburg umziehen, weil es standortgünstiger für ihr Hauptumsatzzweig, den Güterverkehr sei, muß ich auch da voll zustimmen. Hamburg hat nun mal den größten deutschen Hafen bzw. einen der größten der Welt. Und wenn die Bahn nach HH ziehen würde, wäre man einfach „näher ma Kunden“. Oder nicht?
Gruß
Florian
Servus!
Ich stimme Dir in soweit zu, als daß es in der Vergangenheit
sicher genug Umzüge der BAhn gegeben hat.
Für wahr!
Aber, wenn die Bahn jetzt sagt, sie wolle nach Hamburg
umziehen, weil es standortgünstiger für ihr Hauptumsatzzweig,
den Güterverkehr sei,
ist das gelinde gesagt eine Lüge. Die Bahn will nach Hamburg, weil sie nur dann den Zuschlag an der Hafengesellschaft und der Hochbahn Ag bekommt…eine Praxis, die mit Wettbewerb nicht zu tun hat. Da werden von einem Staatsbetrieb an den anderen zweifelhafte Unternehmen verschachert unter ominösen Bedingungen…
muß ich auch da voll zustimmen. Hamburg
hat nun mal den größten deutschen Hafen bzw. einen der größten
der Welt. Und wenn die Bahn nach HH ziehen würde, wäre man
einfach „näher ma Kunden“.
An welchem Kunden? Wo hat denn die Bahn im Hafen eine Kernkompetenz? Die Bahn hat die Kernkompetenz Massengüter auf der Schiene zu transportieren…das sind, vom Containerverkehr mal abgesehen völlig verschiedene Anforderungen stellt…
Oder nicht?
Nein, aus meiner Sicht nicht. Porsche verkauft die meisten Autos in den USA…soll der Hauptsitz der Firma Porsche jetzt in die USA verlegt werden?
Versteh mich nicht falsch…wenn die Bahn meint, sie brauche zum überleben unbedingt die Hochbahn AG und den Hafen bitte…wegen mir auch geht der Vertrieb mit…zumindestens die Teile, die dort zum Hafen müssen…aber wozu soll es gut sein, dass die Zentrale umzieht? Warum muss Personal-, Rechnungs und Finanzwesen oder das Controling zum Kunden? Geld verbrennung hoch drei, die sich Herr Mehdorn in einem privatwirtschaftlichen Unternehmen so nicht erlauben…da wäre er schon längst gefeuert worden…oder zu bahn hin weggelobt…
Gruss /root
Hallo Florian,
Ich stimme Dir in soweit zu, als daß es in der Vergangenheit
sicher genug Umzüge der BAhn gegeben hat.
Aber, wenn die Bahn jetzt sagt, sie wolle nach Hamburg
umziehen, weil es standortgünstiger für ihr Hauptumsatzzweig,
den Güterverkehr sei, muß ich auch da voll zustimmen. Hamburg
hat nun mal den größten deutschen Hafen bzw. einen der größten
der Welt. Und wenn die Bahn nach HH ziehen würde, wäre man
einfach „näher ma Kunden“. Oder nicht?
Also ich glaube nicht, dass euer Herr Mehdorn in HH irgendwelche Frachtbriefe abfertigen wird.
Insofern macht es keinen Sinn die Chefetage umzusiedeln.
Und Portokosten werden auch nicht gespart, wenn die Rechnungen nicht von Berlin aus verschickt werden.
Durch die heutigen Kommunikationstechnologien, gerade in der Logistik, spielt es überhaupt keine Rolle wo auf der Welt der Zentralrechner steht. Und wenn die Bahn jetzt weltweit auf Logistik machen will, muss sie das sowieso in den Griff kriegen, andernfalls wird dies ein Reinfall. Zudem macht es für einen Kunden in Fernost, keinen Unterschied ob die Bahn in HH oder Berlin zu Hause ist. Beides ist weit weg von ihm.
Eigentlich sollte der Hauptsitz eines solchen Unternehmens möglichst Zentral liegen, sodass im Mittel alle Regionen leicht erreichbar sind, da fand Ich Frankfurt etwas zentraler.
Das Argument mit dem grössten deutschen Hafen funktioniert auch nicht ganz, denn dies ist ja nur EIN Endpunkt des Warenflusses. Die anderen Endpunkte sind in Deutschland und dem restlichen Europa verteilt.
Als das einzige wirtschafliche und politische Kriterium ist:
Was kostet es und was bringt es !
Von der wirtschaftlichen Seite macht es nur dann Sinn, wenn die Kosten für den Umzug irgendwie durch Mehrgewinne wettgemacht werden können.
Politisch kann es Sinvoll sein, wenn dadurch in der Region HH Arbeitsplätze geschaffen werden, welche dann zu MInderausgaben auf der sozilen Seite führen. Dabei muss man aber auch berücksichtigen, was an Arbeitsplätzen in Berlin verloren geht.
MfG Peter(TOO)