Durchgebremste Bremstrommel/Bremsscheibe

Hallo!

Ich hatte ja vor ein paar Tagen bereits gepostet, das mir dringend empfohlen wurde die Bremstrommeln ersetzen zu lassen da sie angeblich an der Verschleißgrenze sind. Letzlich habe ich dann auch zugestimmt.

Gemerkt habe ich davon zwar noch nichts (also z. B. schlechtere Bremsleistung), nun meine Frage wie macht sich das eigentlich bemerkbar bzw. was passiert wenn die Bremstrommel „durchgebremst“ sein sollte?

Und wie ist das bei der Bremsscheibe, merkt man da voher was wenn die Bremsscheibe zu dünn wird („rubbeln“ etc.) bzw. was passiert dann?

Grüße, Torsten

Hallo!

Auf den Bremsscheiben oder Trommeln steht immer das Mindestmass drauf,
eingeschlagen oder eingegossen.
Wenn die Bremstrommel weit verschlissen ist,
bremsen die Bremsbacken nur an einer kleinen Fläche, und nutzen sich sehr schnell und ungleichmässig ab.

Bei Scheibenbremsen ist es nicht so dramatisch,
es besteht aber das Risiko, dass die Scheiben reissen oder sich verziehen.
Und im Extremfall können sogar die Bremsklötrzer aus dem Bremssattel herausfallen.
Das hab ich schon mal gesehen, das ist auch echt gefährlich,
weil dann der Bremskolben auch herausgerutscht ist.
Aber in dem Fall war das extrem,
die Scheibe war von 22 mm Originalzustand auf ca. 15 mm abgenutzt.
Das wird normalerweise nie passieren, wenn man alle 2 Jahre zum TÜV fährt.

Grüße, Steffen!

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Hallo!

Auf den Bremsscheiben oder Trommeln steht immer das
Mindestmass drauf,
eingeschlagen oder eingegossen.

Aha, dann hätte ich mir doch mal die Altteile zeigen lassen sollen, naja zu spät aber für die Zukunft weiß ich Bescheid.

Wenn die Bremstrommel weit verschlissen ist,
bremsen die Bremsbacken nur an einer kleinen Fläche, und
nutzen sich sehr schnell und ungleichmässig ab.

Hmm das hört sich zum Glück nicht so sehr gefährlich an, zumal die hinteren Bremsen eh eine geringere Bremsleistung abgeben als die vorderen oder irre ich da?

Bei Scheibenbremsen ist es nicht so dramatisch,
es besteht aber das Risiko, dass die Scheiben reissen oder
sich verziehen.

Also soweit, das die Scheibe „weg“ ist kann es nicht kommen weil sie sich schon vorher verzieht oder reißt…?

Und im Extremfall können sogar die Bremsklötzer aus dem
Bremssattel herausfallen.
Das hab ich schon mal gesehen, das ist auch echt gefährlich,
weil dann der Bremskolben auch herausgerutscht ist.

Was passiert dann - verliert man die Teile auf der Fahrbahn oder geht die Bremse bei voller Fahrt „fest“ oder geht gar nix mehr mit bremsen?

Aber in dem Fall war das extrem,
die Scheibe war von 22 mm Originalzustand auf ca. 15 mm
abgenutzt.

Klingt nicht sehr abgenutzt, wirklich nicht. Hätte ich mir doller vorgestellt, also z. B. 22/5mm oder so.

Das wird normalerweise nie passieren, wenn man alle 2 Jahre
zum TÜV fährt.

War im Mai 2005 beim TüV und der hat nix dergleichen festgestellt oder angemerkt, seitdem bin ich ca. 6000 km gefahren und dennoch hat ATU mir dringend angeraten auch die Scheiben auszuwechseln da sie mittlerweile auch sehr dünn geworden wären…

Danke für die Antworten, das hat mir schonmal weitergeholfen!

Hallo!

Hmm das hört sich zum Glück nicht so sehr gefährlich an, zumal
die hinteren Bremsen eh eine geringere Bremsleistung abgeben
als die vorderen oder irre ich da?

Ein richtiges Problem ist das nicht,
aber nach 20Tkm können die Bremsbeläge wieder total verschlissen sein.
Je weiter die Trommel abgenutzt ist, um so schlimmer wird der Effekt.

Also soweit, das die Scheibe „weg“ ist kann es nicht kommen
weil sie sich schon vorher verzieht oder reißt…?

Das die Scheibe komplett weg ist, hab ich zwar auch schon mal gesehen,
das war aber ein Vollidiot.

Und im Extremfall können sogar die Bremsklötzer aus dem
Bremssattel herausfallen.
Das hab ich schon mal gesehen, das ist auch echt gefährlich,
weil dann der Bremskolben auch herausgerutscht ist.

Was passiert dann - verliert man die Teile auf der Fahrbahn
oder geht die Bremse bei voller Fahrt „fest“ oder geht gar nix
mehr mit bremsen?

In dem Fall war das schon sehr gefährlich, weil das ein Peugeot- Transporter war, mit einem besonderen-2- Kreis-Bremssystem.
Da sind also in jedem vo. Bremssattel 2 Kolben drin, es führen auch 2 Bremsschläuche an jeden Sattel ran.
In dem Fall sind natürlich alle 2 Kolben herausgeschnappt, die Bremsflüssigkeit war dann komplett drucklos, und durch diese besondere Konstruktion auch auf allen beiden Bremskreisen.
Da gab es nur noch Handbremse und herunterschalten.

Erklärung dazu:
Damit so etwas passiert, muss viel zusammenkommen.
In dem Fall waren erstens die Bremsklötzer total verschlissen.
Die Bremsklötzer stecken in so einem Haltekörper drin, der ca. 2 mm Abstand bis zur Bremsscheibe hat.
Die Eisenplatte des Bremsklotzes ist ca. 6 mm dick.
Wenn angenommen der Bremsbelag völlig abgenutzt ist, halten 4 mm noch den Bremsklotz in dem Halter. Wenn der Bremsbelag völlig abgenutzt ist, hört man das auch wenn Metall auf Metall bremst.
In dem Fall war aber die Bremsscheibe auf jeder Seite wohl 4 mm abgenutzt,
so dass der Bremsklotz durch den grossen Spalt herausgefallen ist.
Der Bremsklotz war auch wirklich weg, der ist auf die Strasse gefallen.

Aber in dem Fall war das extrem,
die Scheibe war von 22 mm Originalzustand auf ca. 15 mm
abgenutzt.

Klingt nicht sehr abgenutzt, wirklich nicht. Hätte ich mir
doller vorgestellt, also z. B. 22/5mm oder so.

Nun, das Verschleissmass ist auf jeder Seite 1 oder 1,5 mm.
Wenn eine Bremsscheibe original 20 mm dick ist, darf die höchstens bis auf 17 mm verschlissen sein.
Das ist übrigens auch das erste, was sich der TÜV ansieht.

War im Mai 2005 beim TüV und der hat nix dergleichen
festgestellt oder angemerkt, seitdem bin ich ca. 6000 km
gefahren und dennoch hat ATU mir dringend angeraten auch die
Scheiben auszuwechseln da sie mittlerweile auch sehr dünn
geworden wären…

ATU ist ein gewinnorientiertes Unternehmen,
und kein Wohlfahrtsverein. Das sind sogar übelste Lumpen und Abzocker.
Es kommen bei mir ständig Kunden vorbei, mit Kostenvoranschlägen von ATU und fragen mich,
ob ich billiger kann.
Das kann ich eigentlich immer,
aber oft kommt es nicht zu einem Auftrag,
weil z. B. die Bremse oder die Stossdämpfer garnicht schadhaft sind.
Ich könnte zwar… aber mach das nicht.

Grüße, Steffen!

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In’s Nest gesch****n :frowning:
Hallo Steffen!

ATU ist ein gewinnorientiertes Unternehmen,
und kein Wohlfahrtsverein. Das sind sogar übelste Lumpen und
Abzocker.

Sowas solltest du nicht sagen.

Es kommen bei mir ständig Kunden vorbei, mit
Kostenvoranschlägen von ATU und fragen mich,
ob ich billiger kann.
Das kann ich eigentlich immer,
aber oft kommt es nicht zu einem Auftrag,
weil z. B. die Bremse oder die Stossdämpfer garnicht schadhaft
sind.
Ich könnte zwar… aber mach das nicht.

Ich habe auch diverse Kostenvoranschläge von ATU mitbekommen, und ich habe auch schon oft den Kopf geschüttelt.
Was man dort anscheinend unbedingt zu vermeiden versucht, ist die leidige Geschichte mit der unerwartet hohen Werkstattrechnung.
Gerade beim Beispiel Bremstrommeln: denen sieht man seltenst an, was drinnen los ist. Und runter gehen die Dinger meist auch nicht freiwillig.
Wenn also eine Werkstatt, noch bevor 1/2 bis eine Stunde Arbeit investiert ist, den Kunden warnt, und sagt: Im Zweifelsfall muss alles neu, dann ist das fair.

Ob dann unnützerweise Teile getauscht worden sind, lässt sich nur im Nachhinein an den Altteilen sehen, und dann auch nur, wenn die wirklich von dem Fahrzeug stammen.
Ich persönlich finde es zum Kotzen, wenn Kunden solchen Argwohn hegen, dass sie von vorneherein Schweinereien erwarten. Deshalb schüre ich diesen Argwohn nicht auch noch, und bin eigentlich auch froh, wenn die geizgeil-Kundschaft zum billigsten Discountschrauber in Reichweite geht.
Wer wirklich ehrlich arbeitet, dann hat es bestimmt nicht nötig, über Konkurrenten verleumderisch herzuziehen, und hat selbst Kunden, die zu Recht darauf vertrauen können, dass ihr Fahrzeug nach bestem Wissen und Gewissen behandelt wird.
Idealerweise verstehen solche Kunden auch, dass Kfzler nur Menschen sind, die trotz fehlenden hellseherischen Könnens von ihrer Arbeit leben wollen.

Gruß,
Peter

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Hallo !

Nun, einmal hab ich mich schon ganzschön geärgert.

Ein Kunde wollte in seinen Golf hinten neue Stossdämpfer eingebaut haben,
weil die kaputt sind.
Ich bau auf Wunsch neue ein,
wundere mich aber, weil die alten noch wie neu waren.

Einige Zeit kommt der Kunde wieder, macht einen übelen Terror,
ich hätte ihn betrogen, er will sich bei der Handwerkskammer beschweren, sein Geld zurück usw…

Jedenfalls konnte ich denjenigen dann beruhigen,
und er hat mir erzählt, was alles so passiert ist.

Auf eine Werbesendung hin ist er zu ATU gefahren, und hat die Stossdämpfer kostenlos prüfen lassen.
Der Meister sagte irgendwas mit 63% und sie müssten dringend gewechselt werden.
Kostenvorsnschlag machen lassen,
Kostenvoranschlag von mir geholt, ich war wohl billiger.
Allerdings wusste ich von der ganzen Vorgeschichte garnichts.
Ich hab die Stossdämpfer gewechselt, weil er es verlangt hat und gut wars.

Dann wird es interessant:
Und zwar hatte der Nachbar des Kunden auch so einen Gutschein. Wenige Tage später ist er damit nochmal zu ATU gefahren, und hat die neuen Stossdämpfer wieder testen lassen.
Diese Idioten haben nichtmal gesehen, dass da nagelneue drin waren.
Ergebnis: 63%, unbedingt austauschen, gefährlich !!

Und wenn man hinten die Bremse überprüft, muss man die Trommel abzumachen, durch die Schaulöcher sieht man ja nicht viel.
Das geht halt nicht anders, das muss man so machen,
und dann oftmals die Teile bestellen, und am nächsten Tag einbauen.
Übrigens habe ich die Erfahrung:
Wenn hinten die Bremse verschlissen ist,
ist es günstig, wenn man wirklich ALLES austauscht. Seile, Federn, RBZ usw. Trommeln verschleissen typabhängig sehr unterschiedlich.
Sonst hat man oft Probleme.

Grüße, Steffen!

Hallo Torsten,

Bei Scheibenbremsen ist es nicht so dramatisch,
es besteht aber das Risiko, dass die Scheiben reissen oder
sich verziehen.

Also soweit, das die Scheibe „weg“ ist kann es nicht kommen
weil sie sich schon vorher verzieht oder reißt…?

dünnere Scheiben können logischerweise auch die beim Bremsen entstehende Wärme nicht mehr richtig abführen. Daher kommt es zum Verzug der Scheiben. Das merkt man dann aber recht deutlich beim Bremsen (rüttelt).
Gefährlich wird es bei denen, die nur noch mit den Belagträgern rumfahren und die es nicht weiter stört, das da vorne schon Metall auf Metall schleift (und das hört man überdeutlich).
Gruss Sebastian

Hallo Torsten,

Bei Scheibenbremsen ist es nicht so dramatisch,
es besteht aber das Risiko, dass die Scheiben reissen oder
sich verziehen.

Also soweit, das die Scheibe „weg“ ist kann es nicht kommen
weil sie sich schon vorher verzieht oder reißt…?

Gefährlich wird es bei denen, die nur noch mit den
Belagträgern rumfahren und die es nicht weiter stört, das da
vorne schon Metall auf Metall schleift (und das hört man
überdeutlich).

Ich sag mal, DAS ist hier nicht das Problem. Es ging darum was passiert wenn die Bremsbeläge noch gut sind, dafür aber die Bremsscheibe verschlissen ist. Das man verschlissene Beläge „hört“ war mir klar, mir ging es nur darum zu erkennen ob es bei verschlissenen Bremsscheiben ein ebensolches Signal gibt…
Gruß, Torsten