Neues Auto einfahren

Hallo Autofans,

ich und mein Freund wir hatten gestern eine typische Mann/Frau Diskusion. Und jetzt würd ich gerne eure Meinung dazu hören.

Ich hab am Dienstag mein neues Auto abgeholt. (Mit neu meine ich Werksneu also mit 0 km.) Ihr kennt das ja, wenn man ein neues Auto hat will man am liebsten gar nicht mehr aussteigen, also ist es auch nicht verwunderlich, dass ich am Dienstag und Mittwoch gleich mal spazieren gefahren bin. Gestern hab ich natürlich auch geschaut, was meine neue Knutschkugel hergibt.
Dann hat mein Freund gemeint, dass man die ersten 800 bis 900 km langsam einfahren muss, also immer früh schalten und ihn nicht an seine Grenzen gehen lassen.
Ich bin der Meinung, dass man klar nicht so aggresiv fahren soll, aber es schadet doch nicht, wenn ich „MAL“ raushol was drin steckt, oder? Ich sag ja nicht, dass es gut ist ständig im roten Bereich zu fahren, aber gelegentlich mal ist das doch kein Problem, oder?

Viele Grüße
Silvia

Hallo Silvia

Mein letztes neues Auto musste die ersten 1000 Kilometer „sanft“
gefahren werden. Wie mir der Händler damals sagte, sei ein anderes
Oel im Motor, das dann gewechselt wurde.

Meinn Wissensstand ist, dass neue Motoren noch etwas „Abrieb“
produzieren und man deshalb sachte und nicht zu hochtourig fahren
soll.

Das ist möglicherweise überholt oder zu laienhaft, was ich hier
schreibe.

Gruss
Heinz

heutzutage egal
Hallo Silvia,

früher, als die Genauigkeit der Serien-Fertigung noch etwas geringer war musste ein Auto eingefahren werden, damit sich die beweglichen Teile aufeinander einschleifen. Davon wurde auch typischerweise das Öl anfangs stark verschmutzt mit Metallabrieb.

Heutzutage sind die Toleranzen in der Fertigung so gering, dass ein Auto nicht mehr eingefahren werden muss.

Soll die Kiste jedoch alt werden gelten immer die gleichen Regeln:

  • alle Flüssigkeiten müssen drin sein und i.O.

  • im kalten Zustand nicht fordern, erst richtig warm werden lassen - Ölfilm schmiert sonst noch nicht richtig

Also ich habe 340.000 km Tachostand zu bieten. Mit dem originalen Motor.

Gruß

Stefan

Hallo.

Was man tatsächlich immer vermeiden sollte, ist, einen kalten Motor hochzujubeln - ob werksneu oder mit xxxxxx km auf der Uhr. Was man bei Neuwagen nicht tun sollte, ist Dauervollast (nicht mit Vollgas zu verwechseln). Also Hamburg-München mit Ziegelstein auf dem Gaspedal ist auch heute noch nicht gesund für einen neuen Motor.

Der Motor sollte aber ruhig auch mal an die Grenze gedreht werden, schlicht, um sich an verschiedene Bedingungen „gewöhnen“ zu können. Ein Motor, der nach Großvaterregeln (2/3 der Höchstdrehzahl in allen Gängen, nie nimmer Vollgas …) über 1500-3000 km „eingefahren“ wird, gibt später im Normalbetrieb nicht mehr die volle Leistung ab. Wechselnde Anforderungen, heißt das Zauberwort - also Autobahn, Landstraße, Stadtbetrieb, möglichst alles bei normaler Betriebstemperatur.

Gruß Eillicht zu Vensre

Ein Motor, der nach Großvaterregeln (2/3
der Höchstdrehzahl in allen Gängen, nie nimmer Vollgas …)
über 1500-3000 km „eingefahren“ wird, gibt später im
Normalbetrieb nicht mehr die volle Leistung ab.

Hallo,

warum?

Grüße
formica

Hilfe! Natürlich muss ein Motor eingefahren werden
Hallo Silvia,
was steht hier teilweise für ein Unsinn.
Doosun hat völlig Recht: lies die Bedienungsanleitung deines Wagens!
Ich zitiere mal aus meiner:
Betrieb/ Die ersten 1500 km:
Je mehr sie anfangs den Motor schonen, desto zufriedener werden Sie später mit seiner Leistung sein.
Ich kürze nun mal ab:

  • mit wechselnder Geschw. und Drehzahl fahren
  • kein Vollgas! nicht 2/3 der erlaubten Höchstdrehzahl überschreiten
  • zum Bremsen nicht zurückschalten
  • möglichst nicht Kickdown (habe einen Automatik)
    AB 1500 dann ALLMÄHLICH auf volle Geschwindigkeit und Motor Drehzahl erhöhen.

Irgendwo habe ich mal gelesen, aber das weiss ich nicht mehr so genau, dass falsches Einfahren zu erhöhtem Spritverbrauch führen kann.

Hoffe, dir geholfen zu haben.
MFG
Henning

Hallo,

also, ich hab mein neues Auto seit Freitag und bin auch dabei ihn einzufahren. Habe mit meinem Mann zusammen entschieden, dass wir die ersten 1000 km nicht über 3500, max. 4000 drehen. Haben bis jetzt „schon“ 300 km auffer Uhr.
Ganz abgesehn davon, muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich mich zur Zeit auch noch gar nich trauen würde den Wagen bis 9000 hochzudrehen, weil ich mich ja auch erstmal dran gewöhnen muss.

Gruss und gute Fahrt!
Sueh

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Urban Legends…
Hi!
Moderne Motoren unterliegen deutlich geringeren Fertigungstolerenzen als Motoren vor 10 Jahren und davor.
Soviel wissen wir jetzt.

Zudem werden neue Motoren heute an gefilterte Ölkreisläufe angeschlossen und vor dem Einbau sozusagen unter Laborbedingungen eingefahren.

Somit ist es lediglich wichtig, die ersten paar hundert KM (vielleicht 300-500) vernünftig zu fahren, um auch das Getriebe sich einlaufen zu lassen. Ein Einfahren über 1.500 Km wie früher ist nicht mehr nötig, wird aber natürlich seitens der Hersteller oftmals noch empfohlen, da es keinesfalls schaden kann, ein paar hundert Km mehr vor Ablauf der Garantie extrem schonend zu fahren…

Generell: Motor immer warm fahren, nicht zu nieder- oder hochtourig fahren, beim Schlaten die Kupplung voll durchtreten und extremen Kurzstreckenbetrieb nach Möglichkeit vermeiden.
Immer alle Flüssigkeiten korrekt aufgefüllt halten und die Ölwechselintervalle einhalten.
Dann geht nix schief.

Grüße,

Mathias

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Ich weiß zwar nicht warum das so ist, aber das war bei meinem alten Auto so. Der Vorbesitzer ist 1. nur Kurzstrecken gefahren und hat 2. nie Vollgas gegeben. Und als ich ihn hatte hab ich mit Müh und Not auf der Autobahn 120 geschafft obwohl er mit 145 eingetragen war. Also zwischendrinn immermal wieder treten.

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Hallo

Ich weiß zwar nicht warum das so ist, aber das war bei meinem
alten Auto so. Der Vorbesitzer ist 1. nur Kurzstrecken
gefahren und hat 2. nie Vollgas gegeben. Und als ich ihn hatte
hab ich mit Müh und Not auf der Autobahn 120 geschafft obwohl
er mit 145 eingetragen war. Also zwischendrinn immermal wieder
treten.

Das bezieht sich meiner Meinung nach nicht auf das Einfahren. Unser M;azda 323 wurde mit bis zu 2/3 der Nenndrehzahl eingefahren.
Danahc lief er wie ne eins (laut Tacho gut 160 auf ebener Strecke und Vergleiche mit einem zweiten Auto kamen auch auf nicht weniger Geschwindigkeit).
Nachdem er dann bei einer km-Leistung von 120000 eine Zeitlang auf extremer Kurzstrecke (ca 1 km - 4 mal am Tag davon 3 mal Kaltstart - ca. 3 Monate lang) gefahren wurde hat man auf der Autobahn mit Mühe 140 erreicht.
Nach 20 Minuten Vollgas lief er dann aber wieder…

Ich nehme an, daß die Kiate nur verrußt war.

Grüße
HylTox

Also wenn man in jede halbwegs taugliche Bedienungsanleitung von nem Auto guckt (macht je eh keine Sau mehr), dann sieht man, dass da eben drinne Steht, dass man die ersten 1000-1500km bisschen Piano tun soll.
Danach sollte man das Fahrzeug dann allmälich an den Fahrstil des Fahrers gewöhnen. Schwachsinn sind behauptungen wie dass das Fahrzeug gleich von Anfang an getreten werden muss! Das ist vielleicht bei einem Porsche oder bei einem Daimler S500 so. Fakt ist jedoch, das Getriebe wird vor Einbau nicht groß getestet. die Motoren werden schon eingelaufen. Kupplung, Bremsen Wellen usw. sind aber noch nicht belastet worden. Dementsprechend hat sich die Schmierung bei geschmierten Teilen auch noch nicht richtig verteilt. Bei Bremsen befindet sich meistens noch ein kleiner Film auf Belägen u. Scheiben, der erstmal runtergebremst werden muss… deswegen direkt bremsen - danach zurrückschalten auch um Kupplung und getriebe zu gewöhnen.
Wenn ein auto nur in der Stadt gefahren wird, braucht es eine Weile, bis es wieder ordentlich läuft. BEstes Beispiel: wir haben mal nen Passat automatik gehabt, mit dem wurde 3 Jahre nur Stadtverkehr gefahren (kurz und Ultrakurzsstrecke). Auf der Fahrt Stuttgart Hamburg schluckte das Auto nicht nur 15L/100km sonder zog keine wurst vom Brot (145 max… 170 stand im schein)… auf dem Weg Hamburg - Stuttgart lag der Verbrauch dann bei stolzen 8,5L und die Kiste lief lt. Tacho knapp 180…

Also das hat nix mit dem Einfahren zu tun, zumal das Auto von dem Autohaus, wo es damals neu gekauft wurde nur in der Stadt bewegt wurde. und es wurde nie eingefahren.

Gruß, Dirk.

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als gelernter kfz mechaniker kann ich mich dem nur anschließen. ich persönlich würde auch nach etwa 1000-2000km einen motorölwechsel machen. das ist zwar heute kaum noch üblich und die hersteller sagen das es nicht sein muss, aber ich habe bei allen autos bei denen ich das so gemacht habe, abrieb gefunden vom einlaufen. hab extra mal darauf geachtet, da in unserer werkstatt auch schon diese diskusion aufgekommen ist. schade wird es mit sicherheit nicht,besonders auf lande sicht hin- ist aber ansichtssache.

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Unsinn
Hallo Henning,

was steht hier teilweise für ein Unsinn.
Doosun hat völlig Recht: lies die Bedienungsanleitung deines
Wagens!

Bedienungsanleitungen sind nicht dazu geschrieben den sachgerechten Umgang zu schildern sondern den Hersteller vor Regress zu bewahren :wink:

Ich habe alle zwei Jahre ein neues Auto und der wird in der ersten Zeit nicht geprügelt bis Blut kommt, aber dann und wann kriegt er ordentlich Druck.
Die einzige Einfahrregel die es gibt heisst:
Belasten ja, überlasten nein.
Gruss Sebastian

Hallo,

wir haben im Toyota-Forum die Erfahrung gemacht, daß flott eingefahrene Motoren später am besten liefen und am wenigsten verbrauchten.

Die Motoren werden hochpräzise hergestellt und gespült im Werk, Einfahrphase ist heute sehr kurz, maximal 1000km.

Gibs Ihm… (dem Wagen natürlich, oder auch Deinem Freund, wie Du willst)

Auch in der Stadt, nicht zu hohe Gänge fahren, wenn er neu ist. Mein Händler fuhr mit den Vorführwagen immer im 2. Gang bei 50 durch die Stadt.

gruß

dennis