Angesichts der steigenden Preise für Benzin wird ja wieder intensiv dafür geworben, durch eine spritsparende Fahrweise die Auswirkungen des steigenden Preises abzumildern. So wurden am vergangenen Dienstag auch in der Sendung ‚Kassensturz‘ des Schweizer Fernsehen Tips für spritsparende Fahrweise gegeben.
Dabei wurde u.a. empfohlen, beim ‚Auf ein Rotlicht zufahren‘ nicht kontinuierlich herunterzuschalten, weil durch die höheren Drehzahlen, die dadurch jeweils auftreten, wieder mehr Benzin verbraucht würde.
Das erscheint mir seltsam. Wenn ich das Konzept der Schubabschaltung richtig verstanden habe, dann habe ich doch im Moment, wo ich das Gaspedal loslasse, eben besagte Abschaltung und somit 0,0 Liter Verbrauch. Unabhängig von der Drehzahl. Im entsprechenden FAQ-Eintrag dieses Bretts wird ja nur ‚1200 U/min oder mehr‘ angegeben, also eine Untergrenze.
Habe ich da vielleicht etwas missverstanden? Oder ist die Empfehlung des Kassensturz falsch? Soll man herunterschalten und jeweils im niedrigeren Gang mit der Motorbremse die Geschwindigkeit verringern?
Ich habs bei den von mir gefahrenen 4-Taktern genauso gemacht, wie du´s beschrieben hast: an die Ampel ranrollen u dabei immer wieder runtergeschaltet. Manchmal wars sogar so getimet, dass ich dann im 2. Gang an der Ampel war u sie umgeschaltet hat, ich also zB bequem im 2. Gang wieder beschleunigen konnte u somit flink u im richtigen Drehzahlbereich von der Ampel weggekommen bin. Mit meiner Esse hörte es sich sowieso gut an, wenn der Motor im Schiebebetrieb war (er war subjektiv noch nen Tacken tiefer u lauter) :o) Ich persönlich halte den Tipp deiner Sendung für wenig sinnvoll, hab es aber, ehrlich gesagt, auch noch nicht probiert. Zurzeit fahr ich eh nen Trabi (2-Takter) u damit sollte Schiebebetrieb (Motorbremse) tunlichst vermieden werden. Denn: kein Sprit - kein Öl für die Lager (Öl ist im Sprit enthalten). Durch das Konstuktionsprinzip des Vergasers ist zwar ein Nullverbrauch nicht möglich, aber die Menge des im Sprit enthaltenen Öls reicht einfach nicht aus, um alle infragekommendne Lager bei der zu erwartenden Drehzahl mit ausreichend Öl zu versorgen. Aber das gilt nur für 2-Takter. Nem 4-Takt-Motor schadet die Schubabschaltung gar nicht.
Das erscheint mir seltsam. Wenn ich das Konzept der
Schubabschaltung richtig verstanden habe, dann habe ich doch
im Moment, wo ich das Gaspedal loslasse, eben besagte
Abschaltung und somit 0,0 Liter Verbrauch. Unabhängig von der
Drehzahl. Im entsprechenden FAQ-Eintrag dieses Bretts wird ja
nur ‚1200 U/min oder mehr‘ angegeben, also eine Untergrenze.
da hast du natürlich recht. Der einzige Nachteil des Runterschalten ist, dass die Bremswirkung des Motors immer stärker wird und du dadurch Bewegungsenergie verlierst, die du beim nächsten Beschleunigen wieder aufbringen musst. Das ist aber nur dann wirklich ein Nachteil, wenn du nicht sowieso bremsen müsstest. Denn dann würde die Energie ohnehin in den Bremen „vernichtet“.
Wenn ich das Konzept der
Schubabschaltung richtig verstanden habe, dann habe ich doch
im Moment, wo ich das Gaspedal loslasse, eben besagte
Abschaltung und somit 0,0 Liter Verbrauch. Unabhängig von der
Drehzahl. Im entsprechenden FAQ-Eintrag dieses Bretts wird ja
nur ‚1200 U/min oder mehr‘ angegeben, also eine Untergrenze.
Hallo,
der Verbrauch ist bei ueblichen Autos nur Null oberhalb der Leerlaufdrehzahl. Kommst Du darunter, oder beim Auskuppeln, geht der Motor nicht aus sondern bekommt Sprit.
Anders bei den Oekoautos wie A2 3Liter, in dieser Fahrsituation wird automatisch ausgekuppelt und der Motor angehalten waehrend das Auto ausrollt. Motorbremse musst Du dann extra waehlen.
Gruss Helmut
der Verbrauch ist bei ueblichen Autos nur Null oberhalb der
Leerlaufdrehzahl. Kommst Du darunter, oder beim Auskuppeln,
geht der Motor nicht aus sondern bekommt Sprit.
Wenn ich also auf ein Rotlicht zufahre und dabei kontinuierlich herunterschalte (vom 5. in den 4., dann Kupplung kommen lassen, Drehzahl steigt zwar, weil ich aber kein Gas gebe, bremst der Motor…), habe ich dank Schubabschaltung einen Null-Verbrauch. Ich schalte dann automatisch in den nächsten Gang herunter, wenn die Drehzahl entsprechend abgesunken ist, bevor der Motor ggf. abgewürgt wird.
da hast du natürlich recht. Der einzige Nachteil des
Runterschalten ist, dass die Bremswirkung des Motors immer
stärker wird und du dadurch Bewegungsenergie verlierst, die du
beim nächsten Beschleunigen wieder aufbringen musst. Das ist
aber nur dann wirklich ein Nachteil, wenn du nicht sowieso
bremsen müsstest. Denn dann würde die Energie ohnehin in den
Bremen „vernichtet“.
Wenn ich auf eine Ampel zufahre, die rot zeigt, muss ich ja in jedem Fall verlangsamen. Wenn ich aber kontinuierlich herunterschalte und in jedem Gang jeweils die Kupplung wieder löse und so die Motorbremse nutze, kann ich im Fall, dass die Ampel rechtzeitig wieder auf grün wechselt (und allfällige Fahrzeuge vor mir mitspielen) vielleicht bereits wieder beschleunigen, wenn ich z.B. noch im 3. Gang bin. So kann ich ggf. vermeiden, ganz anhalten und dann aus dem Stand beschleunigen zu müssen. Das gehört, im Zusammenhang mit der ‚vorausschauenden Fahrweise‘ doch zu den Tips, die man immer wieder liest und hört.
Es ist Haarespalten auf sub-atomarem Niveau: Wenn du die Kuppelung trittst bekommt der Motor wieder Sprit (Wenn man warten würde bis die Drehzahl im Keller ist würde er ausgehen). D.h. in der Zeit in der die Kuppelung auch nur leicht angedrückt ist läuft das Benzin.
D.h. in der Sendung will man den Verbrauch beim Kuppelen und die höhere Bremswirkung durch kleinere Gänge auch noch weg haben.
habe beim golf IV festgestellt, das der benziner bei drehzahlen unterhalb ca. 1400-1500 u/min wieder einspritzt, während der diesel erst unterhalb ca. 1000-1100 u/min wieder einspritzt.
zu überlegen ist, ob das ständige runterschalten nicht langfristig zu einen erhöhten kupplungverschleiß führt, was die einsparung zu nichte machen würde.
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Ja, sehe ich auch so. Wir sind bei den Details, aber korrekt.
Die ideale Spritersparnis waere, im passenden Gang zu verzoegern, selten oder nie dabei zu schalten weil es wieder Sprit kostet, und von der Strecke und der Zeit bis zum Ampelstop zu gelangen. Leider ist der Zeitpunkt fuer gruen nicht vorhersehbar, also klappt es manchmal nicht. Und die anderen Fahrzeuge drumherum duerfen nicht gestoert werden. Eilige werden noch vor der Ampel ueberholen oder in der Stadt von der Parallelspur reinfahren. Wir koennen uns der Theorie immer nur etwas annaehern, die Praxis ist oft anders, dennoch erscheint es mir sinnvoll, hier die Theorie zu klaeren.
Allzeit gute Fahrt wuenscht Helmut
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Hallo Peter,
ich „bremse“ vor Ampeln zwar auch durch runterschalten ab, aber ich denke wenn es um die Frage des sparens geht, sollte man das vermeiden. Der erhöhte Kupplungsverschleiss macht dann wohl jedes eventuell eingespartes Tröpfchen Sprit wieder wett. Kupplung erneuern ist ja heute an modernen Fahrzeugen so richtig richtig richtig teuer. Selbst wenn man durch herunterschalten Sprit sparen sollte (was ich nicht weiß, hab ich mich noch nie mit beschäftigt), lohnt es sich nicht aufgrund des Verschleisses anderer Bauteile…
Gruß Timon
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also auch einem zewitakter schadet das runteschalten vor roten ampeln nicht, die ölzufuhr über das standgas des vergasers ist für diesen kurzen moment völlig ausreichend. was man nicht tun sollte sind längere bergabfahretn im schiebebetrieb.
auch das kontinuierliche runterschalten vor roten ampeln ist wirtschaftlicher unsinn, da es dabei zu dutlich höherem verschleiß an getriebe und kupplung kommt.
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also prinzipiell funktioniert die schubabschaltung schon beim runterschalten und es kommt zu keinem erhöhten kraftstoffverbrauch.
nur ist der verschleiß an getrieb und kupplung durch das stetiger herunterschalten wesentlich höher, und soviel sprit kannst du garnicht sparen um an diesen teilen eine reparatur durchzuführen.
mein tip, roll einfach in dem gang an die ampel den du gerade drin hast (eventuell mit bremsunterstützung) und dann kuppelst du einfach kurz über standgasdrehzahl aus. so bleibt die schubabschaltung längstmöglich wirksam.
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auch das kontinuierliche runterschalten vor roten ampeln ist
wirtschaftlicher unsinn, da es dabei zu dutlich höherem
verschleiß an getriebe und kupplung kommt.
ich glaube nicht, dass eine Kupplung hohem Verschleiß ausgesetzt ist, wenn man
sie nicht schleifen lässt. Mit meinem einstmaligen VW hab ich immer vor Ampeln
mit dem Motor gebremst, trotzdem hatte er auch nach 185.000 km immer noch die
erste Kupplung drin.
nur ist der verschleiß an getrieb und kupplung durch das
stetiger herunterschalten wesentlich höher
Dieser Punkt wurde nun mehrfach angesprochen. Doch da frage ich mich, inwieweit das wirklich eine Rolle spielt. Wenn ich herunterschalte, bediene ich die Kupplung ja nur kurz, genau wie beim Hochschalten. Sollte das nicht im normalen Rahmen dessen sein, was eine Kupplung abkann? Dass es zwar vielleicht ein etwas höherer Verschleiss ist, aber doch nur minimal?
Das längerdauernde Durchtreten der Kupplung (Ausrücklager) und das längerdauernde Schleifenlassen der Kupplung dürften da sicher grösseren Einfluss haben, oder?
nur ist der verschleiß an getrieb und kupplung durch das
stetiger herunterschalten wesentlich höher
Dieser Punkt wurde nun mehrfach angesprochen. Doch da frage
ich mich, inwieweit das wirklich eine Rolle spielt.
Ein kleiner Praxisbericht von mir:
Ich bin ein Extrem-Kuppler und -Schalter. Geschwindigkeitsänderungen erledige ich hauptsächlich durch Rauf- und Runterschalten oder Gangrausnehmen. Die Betriebsbremse nehme ich nur, falls die Motorbremse nicht mehr reicht - und da auch so spät wie möglich. Bei mir kommt es durchaus vor, dass ich für 50 m Rollen den Gang rausnehme (also auskuppeln - Gang raus - einkuppeln - rollen - auskuppeln - Gang rein - einkuppeln).
Meinen Wagen (Corolla Kombi 2l Diesel) kaufte ich mit 100.000 km. Jetzt ist der Wagen knapp über 190.000 km und die Kupplung geht so gut wie eh und je.
Durchaus möglich, dass ich wegen meinem Fahrstil die Kupplung bereits nach 300.000 km statt nach 500.000 km wechseln muss, aber wenn ich auf 100km 0,5l weniger verbrauche, sind dies auf 300,000 km immerhin 1500 Liter.