Wie viel km sollte man Bremsbeläge erneuern

Hallo Leute.

Ich meine mal den Grundsatz gehört zu haben, dass man alle 40.000km die Bremsbeläge erneuern (lassen) sollte. Oder was ist hier so die Grundregel?

Würdet ihr sagen, dass wenn bei einem Neuwagen nach 29.000km total heruntergefahren sind, sodass absolut keine Bremsleistung mehr erzielt wird, ein übermäßig hoher Verschleiß vorliegt? Wenn nicht, woran kann es liegen? Falsche Fahrweise - unnötiges Bremsen und somit hohe Belastung für die Bremsbeläge?

Vielen Dank für Tipps
Disap

Hallo
Die Bremsbeläge werden am besten erneuert, wenn nur noch eine bestimmte Reststärke vorhanden ist, z.B. ein oder zwei mm.
Der genaue Wert steht im Werkstatthandbuch, oder der Meister weiß das.
Bei der Inspektion genügt meist schon ein Blick darauf, um den Zustand zu beurteilen.
Wenn die Bremsbeläge schon so weit runter sind, das sie gar nicht mehr bremsen, kann auch die Scheibe beschädigt worden sein.
Wie lange Bremsscheiben tatsächlich halten, hängt von der Motorleistung und vom Fahrverhalten/Bremsverhalten ab. Somit ist die Lebensdauer auch von der Bauart, dem Wagentyp abhängig.
Mein Kleinwagen hatte erst bei, waren es 100’000 km?, neue Beläge nötig. Bremsbeläge alleine sind übrigens nicht allzu teuer und sind kein Sparobjekt.

Im allgemeinen ist es sicherer, sich bei den Bremsen auf eine Kfz-Fachwerkstatt zu verlassen.

MfG
Matthias

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Servus.

Die Bremsbeläge werden am besten erneuert, wenn nur noch eine
bestimmte Reststärke vorhanden ist, z.B. ein oder zwei mm.
Der genaue Wert steht im Werkstatthandbuch, oder der Meister
weiß das.

Und was genau ist das Werkstatthandbuch? Bekommt man das als Autokäufer? Das ist wohl eher nicht das Handbuch des PKWs?
Oder ist es - wie der Name vielleicht schon andeutet - ein Handbuch der Werkstatt, was ich als Otto-Normal-Verbraucher nicht besitze?

Vielleicht kann man mich ja noch einmal über das „Werkstatthandbuch“ aufklären.

Danke!

Viele Grüße
Disap

Hallo,

das ist sehr unterschiedlich. Bei Volvo z.B. halten die ewig, dafür muss man dann aber auch Beläge und Scheiben wechseln, bei VW (zumindest bei den älteren) wurden die alle 15000 km gewechselt, dafür haben die Scheiben ewig gehalten.

Gruß,
Micha

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Hallo,

Die Bremsbeläge werden am besten erneuert, wenn nur noch eine
bestimmte Reststärke vorhanden ist, z.B. ein oder zwei mm.

Richtig, wobei selbst 2mm zu wenig ist, da sich die Beläge auch nicht immer gleichmäßig abnutzen.

Und was genau ist das Werkstatthandbuch? Bekommt man das als
Autokäufer? Das ist wohl eher nicht das Handbuch des PKWs?
Oder ist es - wie der Name vielleicht schon andeutet - ein
Handbuch der Werkstatt, was ich als Otto-Normal-Verbraucher
nicht besitze?

Richtig. Werkstatthandbuch = ein Handbuch für die Werkstatt, nicht für den Kunden.

Generell hängt der Verschleiß sowohl von der Fahrweise als auch von der Fahrstrecke ab.
Wer z.B. mit einem Automatikfahrzeug fast nur im Stadtverkehr unterwegs ist wird wesentlich höheren Verschleiß haben als bei Langstreckenfahrten auf der Autobahn. Wobei ständige Vollbremsungen aus sehr hohen Tempo auch nicht zu verachten sind.

Beste Grüße
Guido

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Hallo.

Ich meine mal den Grundsatz gehört zu haben, dass man alle
40.000km die Bremsbeläge erneuern (lassen) sollte. Oder was
ist hier so die Grundregel?

Die 40000 km-Formel benutze ich, wenn ich wissen will, welche Folgekosten ich bei einem zu kaufenden Pkw haben werde. Es ist aber nur eine Faustregel, und dazu noch eine recht ungenau definierte Faust.

Der Belagverschleiß richtet sich zunächst einmal nach dem Einsatzgebiet : Ein Taxi in der Großstadt mit ständigem Stop&Go wird natürlich höheren Belagverschleiß haben als ein ausschließlich mit Richtgeschwindigkeit Flensburg-Passau bewegter Pkw. Die zweite Komponente ist der Fahrstil. Wer vor jeder Ampel eine Vollbremsung hinlegt, bezahlt dieses ruckelige Erlebnis mit Bremsbelag und Reifen.

Würdet ihr sagen, dass wenn bei einem Neuwagen nach 29.000km
total heruntergefahren sind, sodass absolut keine
Bremsleistung mehr erzielt wird, ein übermäßig hoher
Verschleiß vorliegt?

„Wenn man einem Bremsbelag den Verschleiß erst einmal ansieht, ist er demnächst fertig“. Zitat eines Kfz-Meisters. Bremsklötze haben meistens untere Verschleißmarken, bei denen das Wechseln ein Muss ist. Fährt man noch lange mit den Dingern weiter, bremst man irgendwann mit Metall auf Metall. Das bremst erstens nicht wirklich gut, macht zweitens Krach und ruiniert drittens die Scheiben.

29000 km im Stadt- und Kurzstreckenverkehr ist durchaus geeignet, Beläge unter die Verschleißgrenze zu bringen, je nach Fahrstil.

Wenn nicht, woran kann es liegen? Falsche
Fahrweise - unnötiges Bremsen und somit hohe Belastung für die
Bremsbeläge?

Das wäre der übliche Verdächtige. Im Mischbetrieb sollten die Dinger schon ein wenig länger halten.

Gruß Eillicht zu Vensre

Bremsbeläge soll man nach den im Werkstatt-Handbuch genannten Werten wechseln. Die Verschleißgrenze ist von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich.
Bei meinem Wagen sind folgende Werte genannt: Bremsbelag Sollwert (neu) 4,5 mm, Verschleißgrenze 2,0 mm, Scheibendicke z.B. vorne 19,0 mm, Verschleißgrenze 17,0 mm, Scheibenschlag …, Scheibenparalletität … etc.

Die Standzeit der Beläge ist abhängig von der Fahrweise, dem Einsatzgebiet, den verwendeten Belägen (weich bzw. hart) etc. und kann im normalen Strassenverkehr von 5.000 km bis über 60.000 km betragen.

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