Servus,
ein leichter Schälpflug (der nicht wendet, sondern eben bloß oberflächlich schält) braucht etwa 30kW / 40PS pro Meter Arbeitsbreite. Die (beiläufig wegen der unterschiedlichen Arbeitsbreiten sinnlose) Kombination aus Pflug, eventuell Packer und Saatbettkombi würde einen Schlepper mit wenigstens 45 kW pro Meter Arbeitsbreite benötigen.
Die größten unter den aktuell auf dem Markt befindlichen Schleppern liegen in der 500-PS-Klasse. Damit würde man eine Kombination über den Acker kriegen, die gut halb so breit ist wie die von Dir beschriebene.
Ein Ausreißer nach oben war der Big Roy von Versatile, der bald wieder aus der Produktion genommen wurde, weil für einen 600-HP-Schlepper kein ausreichender Markt da war. Der Big Roy als Eightwheeler ist optisch besonders eindrucksvoll. Möglicherweise war er einfach zu früh dran - die Bodenbearbeitung mit schweren Maschinen verdichtet die Böden so stark, dass ständig größere Leistungen gebraucht werden, um die zerstörten Böden überhaupt noch irgendwie geackert zu kriegen. Ich schätze, mittlerweile wäre das Monster verkäuflich, weil die Äcker in South Dakota demnächst bloß noch mit Bergepanzern zu bearbeiten sein werden.
Trotzdem, wegen der unplausiblen Angaben zu Arbeitbreite und Gerätekombination, die Rückfrage: Bist Du sicher, dass es sich um einen knapp zwanzig Meter breiten Pflug gehandelt hat, nicht etwa um einen leichten Grubber, eine Scheibenegge oder dergleichen? Ein Aufsattelpflug mit einer Arbeitsbreite von 15 m müsste bei einer respektablen Schnittbreite von 40cm pro Schar (35 ist normal) immerhin über 35 Schare haben.
Schöne Grüße
MM