Nachtrag: Zahnriemenriß beim 1,6l RF-Motor

Ich hatte vor ein paar Monaten mal nachgefragt, ob beim 1,6l - RF - Motor von VW sich beim Zahnriemenriß Kolben und Ventile berühren. Sonnabend letzter Woche ist er gerissen, nach einem entnervten Wochenende und Vorstellungen von reichlich hohen Reparaturkosten heute früh die Entwarnung: Keine weiteren Beschädigungen - also doch bauartbedingt. Kann ich jetzt als persönliche Erfahrungen abbuchen und vielleicht hilft es auch anderen.
Im einzelnen: die Maschine RF 1595 Kubikzentimeter Achtventil
(meist in Golf und Jetta II).
Im Falle eines Ford (besonders Escort) hätte es sicher anders ausgesehen …

Grüße an alle, die an der damaligen Diskussion beteiligt waren.

Lutz

Und was kostet sowas bitte ? o.T.

Der Zahnriemen 38,00 DM, alles in allem mit Spannrolle bei VW-Vertragswerkstattpreisen ca 280 DM. Bei freien Werkstätten ist sicher im Stundensatz noch Nachlass möglich.

Bei Beschädigung des Motors habe ich schon von 700,- und 2300,- DM - Reparaturen gehört, vom Modell abhängig. Wie gesagt, bei genannten Motor dürfte dies nahezu ausgeschlossen sein, aber falls sich jemand meldet, der dem nicht zustimmen kann … so wäre dies auch für mich interessant.

Könnten auch noch Kommentare von Steuerkettenfanatikern kommen … durchaus !

Lutz

Hi,

Mit dem Zahnriemenwechsel ist es im Allgemeinen nicht getan. Hinzu kommen noch Spannrolle, Wasserpumpe etc. Also alles was der Zahnriemen antreibt, und was verschleißen kann (Lager). Sollte man ebenfalls wechseln. Ein Zahnriemenwechsel kostet meist so 800.- bis 1100.- DM. Doch dann hat man Ruhe!

André

Hi Lutz :o)

Meine „Zahnriemenerfahrung“ ist zwar schon ein Weilchen her, aber trotzdem …

Mein BMW 323i Alpina sprang plötzlich nicht mehr an. Besser gesagt erwachte er kurz zum Leben und starb dann sofort ab (im wahrsten Sinn °grins°)

Abschleppen zur Werkstatt, erste Diagnose: Undichter Simmerring der Nockenwelle verursachte Ölaustritt auf den Zahnriemen, der war offenbar schon ein bißchen locker und rutschte durch, dadurch geänderte Öffnungspunkte der Ventile, auf gut deutsch Kolben rauf, Ventil runter, °knirsch°.

Fazit: 4 neue Ventile (alte verbogen), neuer Zahnriemen, Simmerring etc. Kostenpunkt (damals) ca 1300 DM.

Und zur Frage wie der Motor ausgesehen hätte wenn das auf der Autobahn passiert wäre …

Der Nachbesitzer wollte es auf der Autobahn Salzburg - München wissen und trat das Gaspedal durch. Plötzlich ein Knall, schwarze Wand im Rückspiegel und Motor aus. Ursache konnte nicht mehr eruiert werden, jedenfalls flog bei Vollgas (so etwa 215 km/h) ein Ventil durch den Ventildeckel davon (hatte offenbar keine Lust mehr °grins°) und fand sich dann im Motorraum wieder. Maschine irreperabel, alle Ventile krumm, Löcher in Kolben, Schlag auf der Kurbelwelle usw. … einfach mausetot.

Nach einer Herzverpflanzung (nun ein normaler 323er Motor) gelang es dem Besitzer dann den BMW an einem massiven Betonblock eines Eisenbahnübergangs im Waldviertel endgültig aufzuarbeiten …

Und ich stieg um auf eine Acadyane …

°wink°

Tiger

Hi,

Mit dem Zahnriemenwechsel ist es im Allgemeinen nicht getan.
Hinzu kommen noch Spannrolle, Wasserpumpe etc. Also alles was
der Zahnriemen antreibt, und was verschleißen kann (Lager).
Sollte man ebenfalls wechseln. Ein Zahnriemenwechsel kostet
meist so 800.- bis 1100.- DM. Doch dann hat man Ruhe!

Dann hat man Ruhe ? Der nächste Wechselintervall ist doch schon nach 50 - 100 Tkm fällig - vielleicht ebenso häufig wie die TÜV-Vorführung. Und warum eigentlich Wasserpumpe wechseln (wenn sie denn dran hängt)? Sie könnte ironischerweise undicht werden auf Grund natürlichen Verschleißes genau frisch nach einem Zahnriemenwechsel. Oder wer wechselt so etwas wie die Wasserpumpe vorbeugend aus ?

Übrigens: Habe gehört, daß der Suzuki-Swift -Zahnriemen nur ca. 12 DM kostet. Da gibt es eine ziemliche Preisspannne zwischen den Modellen.

Gruß Lutz

Hi Lutz,

genau richtig. Vorbeugend. Natürlich gibt es keine 100%ige Sicherheit, der gewechselte Riemen kann nach wenigen km auch schon mal reißen, dann wirds meist teuer. 50 Tkm sind für einen Zahnriemenwechsel angebracht :frowning:
Ich wechselte bei meinem kleinen Clio nach 130 Tkm, war hart an der Grenze. Ach so, der Riemen kostete 98,- DM. Mein Bekannter hat eine A4, da kostet der Riemen straffe 125,- DM. Und bei einem Swift habe ich auch schon den Zahnriemen für 25,- DM gesehen.

André

Hallo zusammen,

Ich wechselte bei meinem kleinen Clio nach 130 Tkm, war hart
an der Grenze. Ach so, der Riemen kostete 98,- DM. Mein
Bekannter hat eine A4, da kostet der Riemen straffe 125,- DM.
Und bei einem Swift habe ich auch schon den Zahnriemen für
25,- DM gesehen.

Zahnriemenverschleiß ist seit den Anfangstagen des Einsatzes von Zahnriemen im Auto bekannt. Entweder der Zahnriemen reißt oder ein oder mehrere Zähne eines Zahnriemens brechen weg, wodurch es zum lokalen Durchrutschen kommt. Folgen sind meist fatal, es sei denn man fährt einen Golf mit dem oben genannten Motor (wußte ich aber vorher auch nicht).
Andrere Alternative: ein Motor mit Steuerkette. Dort tritt das Problem des Reißen meist nicht auf, da die Auslegung rein elastisch ist. Zu beobachten ist aber eine allmähliche Verlängerung der Steuerkette durch Kriechen des Werkstoffs unter der Belastung. Steuerkette haben im Vergleich aber ein viel längeres Wechselintervall (> 150 TKM) und sind meistens auch robuster. Wer heute einen TDI mit Zahnriemen fährt, wünscht sich häufig eine Steuerkette zurück, weil die Zahnriemen gerne mal reißen.

Bis denn dann,

Felix
250 TD, 174 TKM, mit Steuerkette

Zahnriemenverschleiß ist seit den Anfangstagen des Einsatzes
von Zahnriemen im Auto bekannt. Entweder der Zahnriemen reißt
oder ein oder mehrere Zähne eines Zahnriemens brechen weg,
wodurch es zum lokalen Durchrutschen kommt. Folgen sind meist
fatal, es sei denn man fährt einen Golf mit dem oben genannten
Motor (wußte ich aber vorher auch nicht).
Andrere Alternative: ein Motor mit Steuerkette. Dort tritt das
Problem des Reißen meist nicht auf, da die Auslegung rein
elastisch ist. Zu beobachten ist aber eine allmähliche
Verlängerung der Steuerkette durch Kriechen des Werkstoffs
unter der Belastung. Steuerkette haben im Vergleich aber ein
viel längeres Wechselintervall (> 150 TKM) und sind
meistens auch robuster. Wer heute einen TDI mit Zahnriemen
fährt, wünscht sich häufig eine Steuerkette zurück, weil die
Zahnriemen gerne mal reißen.

Bis denn dann,

Felix
250 TD, 174 TKM, mit Steuerkette

Wusste ich´s doch, irgendein Steuerkett(l)er meldet sich noch :smile:
Aber mal direkt die Frage an dich, Felix: Warum schreibst Du solche Angaben wie 250 TD … drunter ??
Übrigens: Oben neues Posting von mir bezüglich Wasserpumpe. Halbe und ganze.

Gruß Lutz

Hallo zusammen,

Zahnriemenverschleiß ist seit den Anfangstagen des Einsatzes
von Zahnriemen im Auto bekannt. Entweder der Zahnriemen reißt
oder ein oder mehrere Zähne eines Zahnriemens brechen weg,
wodurch es zum lokalen Durchrutschen kommt. Folgen sind meist
fatal, es sei denn man fährt einen Golf mit dem oben genannten
Motor (wußte ich aber vorher auch nicht).
Andrere Alternative: ein Motor mit Steuerkette. Dort tritt das
Problem des Reißen meist nicht auf, da die Auslegung rein
elastisch ist. Zu beobachten ist aber eine allmähliche
Verlängerung der Steuerkette durch Kriechen des Werkstoffs
unter der Belastung. Steuerkette haben im Vergleich aber ein
viel längeres Wechselintervall (> 150 TKM) und sind
meistens auch robuster. Wer heute einen TDI mit Zahnriemen
fährt, wünscht sich häufig eine Steuerkette zurück, weil die
Zahnriemen gerne mal reißen.

Bis denn dann,

Felix
250 TD, 174 TKM, mit Steuerkette

Ohja, mein Vater verflucht die „Neuerung“ schon, sein TDI hat sich kürzlich auch entschlossen, sich nicht an die Wartungsvorschrift von VW zu halten… er riß bei 57.600… bei 60.000 hätte er getauscht werden sollen…
Da lobe ich mir, wie Du auch, die gute, alte Kette, mein Jeep läuft auch mit Kette…
Außerdem könnte ich als Alternative noch Technik aus der Autovorzeit anbieten: Stoßstangen *g* Amifans wissen, was das ist, Du ganz sicher auch, gibt es teilweise auch noch bei LKW-Motoren…

Liebe Grüße
Toralf

Hallo Lutz,

Aber mal direkt die Frage an dich, Felix: Warum schreibst Du
solche Angaben wie 250 TD … drunter ??

das hat schon eine gewisse Tradition und rührt aus einer Diskussion mit Dennis aus alter Zeit her. Es ging ums leidige Thema: welches AUto ist besser, hält länger und sieht besser aus, usw. . Da haben alle Mitdiskutierenden einfach Ihre derzeitgen Autotypen und Laufleistungen unter die Antwort geschrieben. Ich hatte damals einen W123 240 TD (*snief*) und eine schöne Laufleistung (352 TKM waren es zum Schluß!). Das habe ich jetzt beim 250 TD nicht enden lassen wollen. Ich möchte dies aber nicht als Angerbertum oder so ähnlich verstanden wisse, sondern eher zur Klärung, wenn jemand in seinem Text von ‚mein Auto hat aber …‘ spricht. Hilft halt irgendwie weiter, den Gegenüber einzuschätzen.

Übrigens: Oben neues Posting von mir bezüglich Wasserpumpe.
Halbe und ganze.

Ich werde es mir ansehen.

Gruß Lutz

Bis denn dann,

Felix
250 TD, 174 TKM

Hi Felix,
der eigentliche (und meiner Ansicht nach einzige)Vorteil des Zahnriemens liegt darin,das er im Gegensatz zu Kette und Stößelstange nicht viel Leistung verputzt.Ein Zahnriemen-Motor hängt ganz anders am Gas (genau so lange,bis er denn doch reisst).Bei meinem Fiat 500 ist mir mal ein Kipphebel von der Stößelstange gehüpft.Na und,das Ventil schließt und der Motor läuft ziemlich ungewöhnlich weiter (erst recht,wenn man nur zwei Zylinder hat).Die Motoren,die am Tod der Steuerkette oder Stößelstange gestorben sind,kann man an einer Hand abzählen,aber wieviele Motoren sind am Zahnriemenriss verendet?Sollte da doch
ein wenig kalkül der Hersteller dahinterstecken?Ein Schelm,wer so etwas denkt :wink:
Gruß Sebastian

Hi Felix,
der eigentliche (und meiner Ansicht nach einzige)Vorteil des
Zahnriemens liegt darin,das er im Gegensatz zu Kette und
Stößelstange nicht viel Leistung verputzt.Ein Zahnriemen-Motor
hängt ganz anders am Gas (genau so lange,bis er denn doch
reisst).

Hmm, das mußt Du mir mal erklären. Sicherlich, eine Steuerkette wiegt sicherlich mehr als ein Zahnriemen, aber die Kraftübertragung erfolgt genauso formschlüssig wie beim Zahnriemen. Da kann also der Unterschied nicht herkommen. Ich hab in meinem alten Maschinenelemente-Skript Franke, H.-J., ME-II, IKMF-BS) nachgeschaut, da steht: „Zahnriemen sind für leichte Antriebe universell einsetzbar.“ und " Maßgeblich für die Höhe der durch einen Zahnriemen übertragbaren Kraft sind die zulässigen Belastungen der Zahnflanke und des Zahnfußes sowie die Anzahl der sich im Eingriff befindlichen Zähne."
Zu Kettengetrieben steht dort: „Ketten sind unempfindlich gegenüber hohen Temperaturen, Feuchtigkeit und Schmutz.“ und „Kettengetriebe übertragen die Leistung formschlüssig und schlupffrei.“
Worin besteht also Deiner Meinung nach eder Unterschied im Verhalten eines Motors mit Zanhriementrieb und eines Motors mit Kettentrieb ?

Gruß Sebastian

Bis denn dann,

Felix

Der Unterschied…
Hi Felix,
mit dem Gewicht hängt das schon zusammen.Der „Ketten-Motor“ muss bei jeden Lastwechsel mehr Masse beschleunigen als der „Zahnriemen-Motor“.Somit reagiert ein „Zahnriemenmotor“ auf Gasstöße schneller,„hängt“ also besser am Gas.Gerade beim Motorrad-Motor merkt man das auch ziemlich deutlich in der Praxis.Noch dazu läuft die Kette im Ölbad,das bremst zusätzlich.
Dann kommt noch dazu,das viele „Ketten-Motoren“ über keine automatische Spannvorrichtung verfügen.Damit ergibt sich bei nicht korrekter Kettenspannung ein Spiel,welches Einfluss auf die Steuerzeiten hat.Und da die Motorenhersteller ja nun mal jede
Möglichkeit nutzen,auch das letzte Quentchen Leistung rauszuholen,hat sich der Zahnriemen auch durchgesetzt.Zugegeben,der Preis hat wohl auch eine Rolle gespielt :wink:
Gruss Sebastian

Ich

möchte dies aber nicht als Angerbertum oder so ähnlich
verstanden wisse, sondern eher zur Klärung, wenn jemand in
seinem Text von ‚mein Auto hat aber …‘ spricht. Hilft halt
irgendwie weiter, den Gegenüber einzuschätzen.

Ist in Ordnung , ich akzeptiere diesen Grund auch.

Lutz

Hi Sebastian,

Hi Felix,
mit dem Gewicht hängt das schon zusammen.Der „Ketten-Motor“
muss bei jeden Lastwechsel mehr Masse beschleunigen als der
„Zahnriemen-Motor“.

Ok, das leuchtet mir ein.

Somit reagiert ein „Zahnriemenmotor“ auf
Gasstöße schneller,„hängt“ also besser am Gas.Gerade beim
Motorrad-Motor merkt man das auch ziemlich deutlich in der
Praxis.Noch dazu läuft die Kette im Ölbad,das bremst
zusätzlich.

Jaup, stimmt auch.

Dann kommt noch dazu,das viele „Ketten-Motoren“ über keine
automatische Spannvorrichtung verfügen.

Hmm, ich habe mal in Maschinenelemente gelernt, daß man Ketten eigentlich IMMER spannen sollte um unangenehme Schwingungen der Kette zu vermeiden. Mein alter W123er hatte demnach auch eine über den Öldruck betriebene Spannvorrichtung. Der Öldruck des Motors hat dabei einfach gegen eine mit einer Feder beaufschlagte Kugelgedrückt und so einen Druckspeicher gefüllt, der den Kettenspanner über einen Kolben bewegt hat. Dadurch ergab sich immer eine konstante Kettenspannung.

Damit ergibt sich bei
nicht korrekter Kettenspannung ein Spiel,welches Einfluss auf
die Steuerzeiten hat.

ja, daß merkt man aber viel eklatanter, wenn die Kette sich im Laufe der Jahre plastisch dehnt und somit länger wird. Als wir beim 240 TD die Kette gewechselt haben, hatte diese schon eine solche Länge erreicht, daß der Motor nach Anzeige an der Kurbelwelle schon auf 7° nach OT war, wenn die Ventile auf OT standen.

Und da die Motorenhersteller ja nun mal
jede
Möglichkeit nutzen,auch das letzte Quentchen Leistung
rauszuholen,hat sich der Zahnriemen auch
durchgesetzt.

OK, sehe ich für hochgezüchtete Benziner ein, die sollen sich damit rumschlagen. Aber einen großen Diesel würde ich immer mit Steuerkette betreiben. Den Ärger den sich Audi, VW und Co. mit diesen blöden Zahnriemen eingefangen haben können die paar Mark für eine Kette gar nicht aufwiegen.

Zugegeben,der Preis hat wohl auch eine Rolle
gespielt :wink:
Gruss Sebastian

Bis denn dann,

Felix
250 TD, 175 TKM

Hi Felix,
das mit dem Kettenspanner bezog sich auch eher auf ältere Motoren,insbesondere beim Motorrad.Dort musste die Kette immer noch manuell gespannt werden.Aber auch ich bin kein Freund von Zahnriemen.Wenn ich da an meinen geliebten Opel Commodore-B denke,so eine Kette ist eben doch was „Handfestes“.
Gruß Sebastian

Übrigens:open_mouth:pel Zafira 15.000km
Isuzu-Trooper 2,6i 145.000km