Halbe und ganze Wasserpumpen

Vor ein paar Monaten ist auch meine Wasserpumpe beim Auto undicht geworden; im Bereich der Welle. Jenes Modell ist zweigeteilt, vorderes Teil mit Welle verschleißt mechanisch, hintere Teil ohne bewegte Elemente nicht (oder nur unwesentlich chemisch).
Ich fragte im Fachhandel nach einer neuen Pumpe. Ergebnis: Halb und ganz lieferbar, halb (vorderer Teil) kostet 70 DM, ganz 120 DM. Ich entschied mich für die Halbe , da diese nur an ein paar Schrauben am hinteren Teil befestigt ist.
Einige Werkstätten , welche ich zur Montage aufsuchte, verweigerten den Einbau einer halben, da sie schon zu oft schlechte Erfahrungen mit abgerissenen Schrauben gemacht haben.
(alles freie Werkstätten). Allein ein VW-Betrieb sah darin überhaupt kein Problem und montierte mir die halbe an das ältere hintere Teil an. Ist zwar doch eine Schraube weggerissen, aber aufbohren und neuschneiden war technisch (und finanziell !)eigentlich unwesentlich.
Kann man mir sicher nicht übelnehmen, daß ich bei dieser Aktion die 50 DM Differenz sparen wollte.
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht ?

Hi!

Die Frage ist doch, ob die DM 50 Ersparnis nicht aufgefressen werden durch das Benzin fürs Abklappern der freien Werkstätten oder die Telefonkosten um selbige abzutelefonieren.

Was war denn der finanzielle Gesamtaufwand für den Tausch?
Ich kenne das noch von meinem Alfa 33 16V. Hier standen DM 500 zu Buche, weil einige Nebenagregate mit ausgebaut werden mussten, um an die WaPu zu gelangen.
Da habe ich dann lieber ein neues Teil eingebaut, als mit einem Gebrauchtteil an der falschen Stelle zu sparen und in Jahresfrist den ganzen Kram wieder zerlegen zu lassen.

Gruß,

Mathias

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Moin Lutz,

ist bei mir genau 4 Wochen her, dass ich die Wasserpumpe komplett tauschen musste.

Ich würde auch immer nur das komplette Teil tauschen:

  1. Weil das alte Teil meistens eh völlig korrodiert ist, da lohnt sich gleich ne komplett neue.

  2. Wäre der Einbau der halben ein ordentlicher Zusatzaufwand! Ich war froh, dass ich nach 3 Stunden Keilriemen gelöst hatte, die Lichtmaschine ein Stück nach oben bewegt hatte (mit Stemmeisen… *grummel*) und die Halterung für die Servopumpe komplett abgebaut hatte (jetzt werden einige schreien, und sagen, die kann man auch umklappen! Ja, kann man, aber nur wenn die halbwegs gut erhalten ist, und nicht total verrostet…) und dann endlich das alte Teil von Wasserpumpe in der Hand hatte!
    Stell dir mal vor, du musst die dann auch noch zerlegen! *uff*

  3. Sieht so eine komplette neue Wasserpumpe richtig schön aus, wenn sie da so metallen glänzt in einem Motorraum, wo sonst nur pechschwarz oder flugrost den Ton angibt *ggg* Kleiner Scherz…

GRuss
Kai =)

*Golf II,Bj.90,1.8L/90PS, 186.500km*

  1. Sieht so eine komplette neue Wasserpumpe richtig schön aus,
    wenn sie da so metallen glänzt in einem Motorraum, wo sonst
    nur pechschwarz oder flugrost den Ton angibt *ggg* Kleiner
    Scherz…

Nein, Kotflügel und Motorhaube sind bei meinem Auto nicht verglast, daher der Anblick Nebensache :smile: (weiß natürlich, wie das aussieht).
Wechsel war nicht aufwendig, keine Nebenaggregate oder sonstiges, nur

  1. Lichtmaschinen lockern, schwenken, Keilriemen lösen.
  2. Über 3 Schrauben Zahnriemdeckel entfernen
  3. ca 6 -8 Schrauben lösen, um vorderes Teil abzunehmen.
  4. Dichtungsreste entfernen
  5. neue Dichtung einlegen, Vorderteil ran und …

in umgekehrter Reihenfolge alles wieder zu. Alles nicht das Problem, nur die 6 -8 Schrauben gelten als tückisch und
mit meinen geringen werzeugseitigen Mitteln
wären abgerissene Schrauben ziemlich problematisch.

Aufwand für Werkstattsuche 1 1/2 h, etwa 7 km.

Lutz