Re^3: Trotzdem noch eine kleine Frage
Ein Benzin-Direkteinspritzer braucht ja auch einen
Luftüberschuss, wie ein Diesel.
Er braucht ihn nicht. Man will aber die Drosselklappenverluste minimieren, das Ziel ist also: Den Frischluftstrom möglichst nicht beschränken.
Warum aber braucht ein Benziner ohne Direkteinspritzung keinen
Luftüberschuss, sondern der Sauerstoffbedarf kann mit der
Drosselklappe genau eingestellt werden?
Man muss dazu wissen, dass der Benziner ein Benzin-Luft Gemisch durch einen Funken zündet. Wenn nun (z.B. im Leerlauf) volle Pulle Luft eingelassen wird, in der sich nur minimal Benzin befindet, dann hat man ein Problem:
Unterhalb einer bestimmten Konzentration zündet das Zeugs einfach nicht. Nur innerhalb eines bestimmten Bereichs des Mischungsverhältnisses ist das Gemisch explosionsfähig.
Also soll die Drosselklappe so eingestellt sein, dass sich ein optiml verbrennendes Gemisch bildet.
Beim Benzin-Direkteinspritzer ist es anders.
Dort wird durch geschickte Führung der Gase dafür gesorgt, dass sich direkt an der Zündkerze eine kleine Blase zündfähigen Gemisches befindet, während außen herum nur heiße Luft ist. Dies nennt sich "Schichtung".
Ich meine der Vorteil der Direkteinspritzung ist doch der,
dass man den Kraftstoff dann dazu gibt, wenn er gebraucht
wird, zum Beispiel spritzt man zur Zündkerze und nach der
Zündung in den Rest des Brennraumes, dadurch werden doch die
Verluste gering gehalten, die entstehen würden, wenn der
Kraftstoff einfach so im Brennraum ist und aufgrund der Hitze
zu früh reagieren würde.
Man will hier Drosselklappenverluste klein halten, aber trotzdem ein zündfähiges Gemisch haben. Wenn beim Benziner das Gemisch vor der Zündung von alleine zündet (minderwertiger Kraftstoff mit niedriger Oktanzahl tut sowas), dann bekommt der Kolben in der Aufwärtsbewegung einen Schlag der Explosion entgegen gehauen. Das ist sehr schädlich, man nennt das "Klopfen". Schau mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Klopfen_%28Verbrennungs...
Hochverdichtende Motoren (die haben einen besseren Wirkungsgrad) laufen also stets Gefahr, zu klopfen. Abhilfe schafft ein möglichst schlecht selbstentzündlicher Kraftstoff mit hoher Oktanzahl.