Druckwellenlader Wenco Motor Sparauto

Von: , Frage gestellt am Mi, 9. Apr 2008

Hallo allerseits,

viele Fragen für ein Thema.
Habe vor kurzem über den Tata Nano nachgefragt und erfahren daß der auch keine sparsame Technik hat, also wieder nichts mit einem Zukunftsauto weil der Motor die mögliche Ersparnis nicht bringt. Schade, denn der Ansatz ist gut, wenig Gewicht verzicht auf unnötige Technik und wenig Leistung ist der Richtige weg.
Als Anhaltspunkt daß der Tata ein Schluckspecht ist, ich besitze einen Renault 4CV Bj. 56 (Cremeschnittchen). in den habe ich ein Getriebe von einer Renault Dauphine Gordini eingebaut weil die orig.90kmh bei Vollgas nicht mehr zeitgemäß sind. Läuft jetzt 125kmh mit ca.18kw und verbraucht im 4. Gang bei Vollgas 5,2l/100km. Demnach müßte es doch möglich sein billige gute und sparsame Autos mit heute schon bekannter Technik zu bauen die unter 2,5l Verbrauch kommen.

Wie ich schon mal erwähnt habe hat die Firma Wenco in der Schweiz den Motor für das von Greenpeace in Auftrag gegebene Auto SMILE gebaut.
der Knüller dabei ist m.e. der Motor der mittels Druckwellenlader auf 3bar aufgeblasen wurde und die ca. 50 PS bei ca. 5000 Umdr./min aus ca. 178ccm entwickelte. Das würde bedeuten daß die für den Tata Nano benötigten 28PS ca. 100ccm ausreichen würden.

Weiß jemand wie ein Druckwellenlader funktioniert? Er soll von einer finnischen Traktorenfirma eingebaut worden sein.

Mit bestem Dank und Gruß
Elmar

20 Antworten zu dieser Frage

    • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Druckwellenlader Wenco Motor Sparauto

      Hallo Fritz,

      vielen Dank für Deinen Hinweis, Du zeigst damit daß man auch mit ein paar Worten gewaltig viel beantworten kann. Auch meine Fragen bzgl.
      SMILE wurden dadurch beantwortet, nämlich unter
      http://de.wikipedia.org/wiki/Twingo_Smile unddurch
      " " " /Niedrigenergiefahrzeug

      Das Prinzip des Comprexladers halte ich nach wie vor für genial. Es wurde wahrscheinlich zu schnell verworfen und die thermischen Probleme ließen sich sicher in den Griff bekommen. Es waren ja nicht die großen Autofirmen am werk sondern Tüftler deren Ideen zwar genial, deren Mittel aber begrenzt sind. Beim SMILE hat die hohe Aufladung und der kleine Hubraum sicher die Hälfte der Energieeinsparung gebracht.

      Gruß Elmar [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Druckwellenlader Wenco Motor Sparauto

        Hallo Elmar,

        besten Dank für Dein Echo.

        Das Prinzip eines Druckwellenladers halte ich ebenfalls für genial, auch wenn Sie für Straßenfahrzeuge elend schwer abzustimmen sind.
        Interessant fände ich eine Anwendung im quasistationären Betrieb.
        Also ohne ständige Last- und Drehzahländerungen.

        Dass manche Neuentwicklung zu früh verworfen wird, sehe ich auch so.
        Ich trauere heute noch dem Wankelmotor nach.
        Wenn jetzt so ein neuer Comprexlader daherkommt, muss er quasi aus dem Stand gegen Konstruktionen wie Roots- oder Turbolader antreten, die schon hundert Jahre Entwicklung hinter sich haben.

        Aber Kfz-Hersteller sind nun mal Wirtschaftsunternehmen, die Gewinn machen wollen und müssen.
        Die leben nicht von den Autos die sie bauen, sondern von denen die sie verkaufen.
        Insofern sind unsere Automobilbosse durchaus käuflich.
        Die bauen alles, wenn sie dafür einen Markt sehen.
        Aber solange uns Breitreifen und Böser Blick wichtiger sind, bauen sie eben das.
        Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!

        Gruß Fritz [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  1. Antwort von nach 8 Stunden 0 hilfreich
    Re: Druckwellenlader Wenco Motor Sparauto

    Moin, Als Anhaltspunkt daß der Tata ein Schluckspecht ist, ich
    besitze einen Renault 4CV Bj. 56 (Cremeschnittchen). in den
    habe ich ein Getriebe von einer Renault Dauphine Gordini
    eingebaut weil die orig.90kmh bei Vollgas nicht mehr zeitgemäß
    sind. Läuft jetzt 125kmh mit ca.18kw und verbraucht im 4. Gang
    bei Vollgas 5,2l/100km.
    Nun, ein ähnlichres Ergebnis brachte mein damaliger Renault 4 auch. Demnach müßte es doch möglich sein
    billige gute und sparsame Autos mit heute schon bekannter
    Technik zu bauen die unter 2,5l Verbrauch kommen.

    Machbar? Vielleicht. Denn allein die elektronischen Helferlein und Sicherheitseinrichtungen, die damals fehlten erhöhen das Gewicht enorm.
    Die Motoren sind heute sicher leistungsfähiger und effizienter, nur macht es natürlich keinen Sinn wenn man diese Vorteile mit hohem Eigengewicht wieder zunichte macht.
    Es gibt ja schon Autos die wenig verbrauchen, aber die Absätze sind gering. Es gibt scheinbar wirklich zu wenig Interessenten. Wie ich schon mal erwähnt habe hat die Firma Wenco in der
    Schweiz den Motor für das von Greenpeace in Auftrag gegebene
    Auto SMILE gebaut.
    der Knüller dabei ist m.e. der Motor der mittels
    Druckwellenlader auf 3bar aufgeblasen wurde und die ca. 50 PS
    bei ca. 5000 Umdr./min aus ca. 178ccm entwickelte. Das würde
    bedeuten daß die für den Tata Nano benötigten 28PS ca. 100ccm
    ausreichen würden.

    Nur stellt sich die Frage nach der Zuverlässigkeit und der Lebensdauer.
    Dazu müsste man mehrere dieser Prototypen wirklich längere Zeit in der Praxis testen. Aber genau das überlässt die Automobilindustrie ja heute gern dem Kunden nach dem Kauf.

    Gruss Jakob

    • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Druckwellenlader Wenco Motor Sparauto

      Hallo Jakob, Dazu müsste man mehrere dieser Prototypen wirklich längere
      Zeit in der Praxis testen. Aber genau das überlässt die
      Automobilindustrie ja heute gern dem Kunden nach dem Kauf.
      bist du in der Entwicklung eines Automobilherstellers tätig, dass du fundiert behaupten kannst, man teste nicht ausreichend genug ? Zu wenig Fahrversuche ?
      Und was meinst du mit "in der Praxis" testen ? Was würdest du dafür vorschlagen ? Bedenke dabei, dass ein Testprogramm nicht über die zeitliche Lebensdauer eines Fahrzeuges von über zehn Jahren gehen kann. Dass jedes Testprogramm letztlich vom Kunden mit dem Kaufpreis für das Auto bezahlt werden muss.
      Gruß
      Karl

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Druckwellenlader Wenco Motor Sparauto

        Moin, bist du in der Entwicklung eines Automobilherstellers tätig,
        dass du fundiert behaupten kannst, man teste nicht ausreichend
        genug ? Zu wenig Fahrversuche ?
        Nein, ich fahre nur viel Neuwagen. Und mit denen habe ich deutlich mehr Ärger als ich früher mit alten Autos hatte.
        Auch in den Gesprächen mit Werkstattleitern verschiedener Hersteller wird mir bestätigt, das es noch nie so viele Reklamationen bei fast neuen Autos gab. Tendenz steigend. Und was meinst du mit "in der Praxis" testen ? Was würdest du
        dafür vorschlagen ? Bedenke dabei, dass ein Testprogramm nicht
        über die zeitliche Lebensdauer eines Fahrzeuges von über zehn
        Jahren gehen kann. Dass jedes Testprogramm letztlich vom
        Kunden mit dem Kaufpreis für das Auto bezahlt werden muss.
        Nun, der Praxistest sollte den Gegebenheiten entsprechen unter denen die Fahrzeuge später genutzt werden. Natürlich kann so ein Test nicht Jahre dauern, aber viele Fehler dürften nach meinem dafürhalten nicht auftreten wenn ordentlich getestet wurde. Damit meine ich nicht Fehler, die durch die Serienstreuung auftreten, sondern die, die im besten Fall zu Rückrufaktionen führen. Oft genug, das wird ja auch von vielerlei Stellen kritisiert, wird aber aus Imagegründen keine Rückrufaktion gestartet. Obwohl der gleiche Fehler bei sehr vielen Fahrzeugen auftritt, was mit Serienstreuung nicht mehr erklärbar ist.
        Natürlich muss das alles in die Kalkulation mit rein. Ich denke aber dass die meisten Käufer eher ein paar Euro mehr für ein wirklich ausgereiftes Fahrzeug ausgeben würden, als hinterher oft den Wagen in der Werkstatt lassen zu müssen und zu hoffen dass der Fehler auf Garantie oder Kulanz behoben wird.

        Gruss Jakob

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Druckwellenlader Wenco Motor Sparauto

          Hallo Jakob, Nein, ich fahre nur viel Neuwagen. Und mit denen habe ich
          deutlich mehr Ärger als ich früher mit alten Autos hatte.
          Auch in den Gesprächen mit Werkstattleitern verschiedener
          Hersteller wird mir bestätigt, das es noch nie so viele
          Reklamationen bei fast neuen Autos gab. Tendenz steigend.
          In den neuen Autos ist schließlich viel mehr drin. u.a. ablesbar an gestiegenem Gewicht. Und wo mehr drin ist, dort kann auch mehr kaputt gehen. Spannende Frage : Was soll man aus den heutigen Autos entfernen ? Sicherheits-Elemente, Komfort-Elemente oder umweltrelevante Elemente ? Und was meinst du mit "in der Praxis" testen ? Was würdest du
          dafür vorschlagen ? Bedenke dabei, dass ein Testprogramm nicht
          über die zeitliche Lebensdauer eines Fahrzeuges von über zehn
          Jahren gehen kann. Dass jedes Testprogramm letztlich vom
          Kunden mit dem Kaufpreis für das Auto bezahlt werden muss.
          Nun, der Praxistest sollte den Gegebenheiten entsprechen unter
          denen die Fahrzeuge später genutzt werden.
          Das ist doch selbstredend. Nur sage mal ganz konkret: Was sind dennn die Gegebenheiten ? Meinst du, dass das die Leute, die solche Praxistests festlegen, keine Ahnung von der Praxis haben ?
          Und wenn ein Test nun aus verständlichen Gründen keine zehn/zwölf Jahre dauern darf/kann, dann macht man gezwungenermaßen Zeitraffer-Tests.
          Und nicht ohne Grund geben die Hersteller vielen ihrer Mitarbeiter Autos mit neuen Systemen (bevor die überhaupt auf den Markt kommen) zur privaten Nutzung.
          Gruß
          Karl

          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Druckwellenlader Wenco Motor Sparauto

            Moin,
            In den neuen Autos ist schließlich viel mehr drin. u.a.
            ablesbar an gestiegenem Gewicht. Und wo mehr drin ist, dort
            kann auch mehr kaputt gehen. Spannende Frage : Was soll man
            aus den heutigen Autos entfernen ? Sicherheits-Elemente,
            Komfort-Elemente oder umweltrelevante Elemente ?
            Lustiges Argument. Natürlich können mehr Komponenten Defekte aufweisen, sofern auch mehr verbaut werden ;-)
            Früher sind die wenigen Komponenten aber lange nicht so früh ausgefallen. Es geht doch nicht darum, dass mal was kaputtgehen kann, sondern darum dass es so früh kaputt geht. Wenn manche Teile heute nicht einmal mehr die ersten 2 Jahre ohne Defekte überstehen ist das recht armselig.
            Nur sollten die Defekte eben überhaupt nicht auftreten. Ein Beispiel:
            Bei den starken Opel Dieselmotoren ist bekannt dass sich die Antriebswellen recht früh verabschieden. Inzwischen kommen auch andere zum Einsatz, aber die waren von Anfang an der Leistung nicht gewachsen.
            Die Elektronikkomponenten bieten ja auch viel Freude. Defekte an der Elektronik sind laut ADAC Pannenursache Nr.1. Und die meisten Werkstätten sind mit der Elektronik schlicht überfordert. Da Elektronik aber auch im Bereich der Sicherheitseinrichtungen Verwendung findet sehe ich das schon kritisch. Das sollte dann im Ernstfall schon funktionieren. Das ist doch selbstredend. Nur sage mal ganz konkret: Was sind
            dennn die Gegebenheiten ? Meinst du, dass das die Leute, die
            solche Praxistests festlegen, keine Ahnung von der Praxis
            haben ?
            Den Eindruck habe ich allerdings, zumindest bei einigen. Kälte- und Wärmekammer sind gut und schön und mögen der Praxis nahekommen. Warum klappern dann trotzdem Schiebedächer im Winter (Opel Zafira)? Warum lösen sich Materialien unter UV-Strahlung der Sonne auf (VW)? Warum lösen sich geklebte Verbindungen (Mercedes SLK)?
            Warum spinnt dann ab und an der Regensensor (VW-Touran und Opel Astra)?
            Vielleicht ist ja auch alles richtig konzipiert und es liegt an der Verarbeitung? Dafür würde sprechen das selbst Mercedes Fahrzeuge, sofern sie in Spanien gebaut werden, nach kurzer Zeit regelrecht auseinanderfallen.
            Ich sauge mir das alles ja auch nicht aus den Fingern. Zum einen basiert es auf eigenen Erfahrungen, zum anderen aus den Erfahrungen mit den Firmenfahrzeugen (alle max. 3 Jahre im Leasing) und nicht zuletzt auch aus Gesprächen mit einem Entwicklungsingenieur eines Autoherstellers. Und wenn ein Test nun aus verständlichen Gründen keine
            zehn/zwölf Jahre dauern darf/kann, dann macht man
            gezwungenermaßen Zeitraffer-Tests.
            Und nicht ohne Grund geben die Hersteller vielen ihrer
            Mitarbeiter Autos mit neuen Systemen (bevor die überhaupt auf
            den Markt kommen) zur privaten Nutzung.
            Nun, der Tenor der Werkstattmeister bleibt trotzdem gleich:
            "Das hätte nach so kurzer Zeit nicht passieren dürfen". Dabei spielt der Preis noch nicht einmal eine Rolle. Solche Probleme gibts bei jedem Hersteller, ob Opel, Porsche, BMW, VW oder Mercedes.
            Mir persönlich könnte es egal sein, da ich einen Firmenwagen fahre. Aber wer 30.000EUR für einen Neuwagen hinblättert und innerhalb der ersten Jahre nochmal einige Werkstattrechnungen zu begleichen hat, der versteht unter Spass was anderes.

            Gruss Jakob

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Druckwellenlader Wenco Motor Sparauto

              Guten Abend, Früher sind die wenigen Komponenten aber lange nicht so früh
              ausgefallen.
              Nach meinen eigenen Erfahrungen komme ich zur genau entgegengesetzten Einschätzung.
              Da die Hersteller ihre Qualitäts-Statistiken nicht veröffentlichen : Kennst du etwa vom ADAC bzw TÜV entsprechende Statistiken ? Wenn manche Teile heute nicht einmal mehr die ersten 2 Jahre
              ohne Defekte überstehen ist das recht armselig.
              In der Tat. Aber das gab's früher genauso. Die Elektronikkomponenten bieten ja auch viel Freude. Defekte
              an der Elektronik sind laut ADAC Pannenursache Nr.1.
              Das sagt zunächst mal gar nichts. Einer muss ja schließlich die Nummer 1 in der Rangliste übernehmen.
              Zudem sind Elektroniken hochkomplexe Geräte, mit einer Wahnsinnsanzahl an Einzelkomponenten. Und bezahlbar müssen die auch bleiben, sonst hätten die keine Chance auf Einsatz im Fahrzeug. Und die meisten Werkstätten sind mit der Elektronik schlicht
              überfordert.
              Konsequenz : Auf Elektroniken verzichten ? Oder hochqualifizierte Elektronik-Ingenieure als Personal in Werkstätten ? Letzteres wäre kaum jemand der Kundschaft bereit zu bezahlen. Da Elektronik aber auch im Bereich der Sicherheitseinrichtungen
              Verwendung findet sehe ich das schon kritisch.
              Das sollte dann im Ernstfall schon funktionieren.
              Sicherheitsrelevante Elektroniken gehen im Fehlerfall in einen abgesicherten Modus, zB bleibt beim ABS die normale Bremsfunktion erhalten. Das ist doch selbstredend. Nur sage mal ganz konkret: Was sind
              dennn die Gegebenheiten ? Meinst du, dass das die Leute, die
              solche Praxistests festlegen, keine Ahnung von der Praxis
              haben ?
              Den Eindruck habe ich allerdings, zumindest bei einigen.
              Dann sag doch bitte ganz konkret, wie deiner Meinung nach die Testprogramme zu verbessern sind. Vielleicht ist ja auch alles richtig konzipiert und es liegt
              an der Verarbeitung?
              Auch wenn die Qualitätssysteme in der Fertigung in Summe besser geworden sind: absolute Fehlerfreiheit ist praktisch nicht zu erreichen.
              Wir sind durch die gestiegene Qualität mittlerweile so "verwöhnt", dass wir fehlerhafte Produkte kritischer als früher sehen.

              Gruß
              Karl



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