Ölzusätze für Motorverschleißschutz-Beschichtung

Hallo,

gibt es Motorfreaks, die Erfahrungen (gute und schlechte) mit Motorölzusätzen haben, die angeblich eine dauerhafte Verschleißschutzschicht an den Zylinderwänden und anderen stark beanspruchten Teilen aufbauen, z.B. von Fa. Slick?
Laut Werbung soll das meist für etwa 100.000 km halten und Reibung und Verschleiß auf einen Bruchteil der normalen Werte reduzieren, was angeblich längere Lebensdauer, mehr Leistung und weniger Verbrauch bringt.
Was ist davon zu halten? Können Motoren mit dem Zeug drin tatsächlich deutlich länger durchhalten und „jung bleiben“ als normalerweise? Kann sowas gefährliche Nebenwirkungen haben, etwa wenn das Zeug auch an Kolbenringen festbackt, deren Spiel verringert und so die Gefahr von Kolbenfressern heraufbeschwört (das habe ich mir gerade frei ausgedacht), oder können Kollapse drohen wie Filterverstopfungen, Zuwachsen von Ölkanälen usw.?
Gibt’s generell unterschiedliche Erfahrungen / Empfehlungen für Otto- und Dieselmotoren?

Bin für jede sinnvolle Antwort dankbar.

Gruß Ulf

hallo ulf,
schau mal in der betriebsanleitung deines autos nach…
da steht mit sicherheit…es dürfen dem motoröl keine zusätze
beigemischt werden…!
die heutigen motoröle sind so gut, dass es diesen stoff nicht braucht. denke, das es nur die kassen des herstellers gut schmiert.
cu stephan

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Hallo Ulf,

lies Dir mal das durch:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Wenn Du willst klicker Ich Dir den Artikel vom Spiegel durch.

dennis

Hi!

So einfach, wie meine beiden Vorredner das sehe,n ist die Sache nicht.
Sieh bitte parallel hierzu mal im Archiv nach. Wir hatten das Thema hier schon mal.

Es ist richtig, daß moderne Motoröle sehr gut sind. Nicht richtig ist, daß diese zusätzlichen Beschichtungen prinzipiell nutzlos sind.
In eine Brot- und Butter-Schüssel kippe ich sowas natürlich nicht rein.
Ein 55 PS Golf läuft mit teilsynth. Aralöl locker 350.000 km.

Aber bei Autos , die eine etwas spannendere Motortechnik aufweisen kann eine Beschichtung (ich nutze Nulon) durchaus sinnvoll sein.

Bei älteren Alfa Romeo habe ich gute Erfahrungen über mehrere Jahre und viele Kilometer mit der Nulon-Beschichtung gemacht.
Zunächst erhält man einen deutlich ruhigeren Motorlauf und bei gewissen Temperaturen ließ sich sogar eine leichte Verbesserung beim Hochdrehen erkennen.
Die vorherige Reinigung des Ölkreislaufs mit speziellem Reiniger, noch mit dem alten Öl anzuwenden, dann Ölwechsel nach 2000km und mit dem neuen Öl die Beschichtung rein, ist sicherlich ebenfalls von Vorteil.

Natürlich kann man nicht sagen, ob ein Motor durch diese Beschichtung länger hält, da man ja die Situation ohne die Beschichtung nicht in einem Paralleluniversum testen kann.
Man kann allerdings den optimierten Verschleiß einzelner Komponenten durch Herstellertests belegen.

Negative Nebenwirkungen wie das Zusetzen von Filtern oder Kanälen habe ich nicht festgestellt.

Ein Alfa 33 16V, den ich vor ca. 6 Jahren mit Nulon behandelt hatte, spult gerade seinen 350.000sten KM ab. Hätte ein derartiges Auto diese Laufleistung ohne Beschichtung erreicht? Schwer zu sagen, aber man kann es sich denken…

Gruß,

Mathias

gibt es Motorfreaks, die Erfahrungen (gute und schlechte) mit
Motorölzusätzen haben, die angeblich eine dauerhafte
Verschleißschutzschicht an den Zylinderwänden und anderen
stark beanspruchten Teilen aufbauen, z.B. von Fa. Slick?
Laut Werbung soll das meist für etwa 100.000 km halten und
Reibung und Verschleiß auf einen Bruchteil der normalen Werte
reduzieren, was angeblich längere Lebensdauer, mehr Leistung
und weniger Verbrauch bringt.
Was ist davon zu halten? Können Motoren mit dem Zeug drin
tatsächlich deutlich länger durchhalten und „jung bleiben“ als
normalerweise? Kann sowas gefährliche Nebenwirkungen haben,
etwa wenn das Zeug auch an Kolbenringen festbackt, deren Spiel
verringert und so die Gefahr von Kolbenfressern
heraufbeschwört (das habe ich mir gerade frei ausgedacht),
oder können Kollapse drohen wie Filterverstopfungen, Zuwachsen
von Ölkanälen usw.?
Gibt’s generell unterschiedliche Erfahrungen / Empfehlungen
für Otto- und Dieselmotoren?

Bin für jede sinnvolle Antwort dankbar.

Gruß Ulf

Hi Dennis,

wenn Du den Spiegel-Artikel griffbereit digitalisiert hast, würde mich das schon interessieren.

Danke schonmal :smile:!

Gruß Ulf

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Hi Mathias,

Sieh bitte parallel hierzu mal im Archiv nach. Wir hatten das
Thema hier schon mal.

Hmm… habe ich mit verschiedenen Suchbegriffen probiert, aber nichts zu genau diesem Thema (mehr? es bleibt ja nicht ewig im Archiv) gefunden.
Kannst Du mir mal auf die Sprünge helfen, oder aus Deiner Erinnerung noch die wichtigsten anderen Statements skizzieren?

Danke schonmal!

Gruß Ulf

Hi Ulf!

Was Du hier liest, spiegelt die damalige Diskussion ganz gut wieder.

Der Knackpunkt ist einfach, daß wenn Du eine Beschichtung benutzt, Du nicht mehr sagen kannst, wie die Sache ohne Beschichtung ausgesehen hätte! Ein simples, jedoch unlösbares Logikproblem.
Um welchen Wagen handelt es sich denn bei Dir?
Dann können wir wenigstens versuchen zu beurteilen, ob es eine Beschichtung bringen könnte oder nicht.

Bis dann,

Mathias

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Hi Mathias!

Was Du hier liest, spiegelt die damalige Diskussion ganz gut
wieder.
Der Knackpunkt ist einfach, daß wenn Du eine Beschichtung
benutzt, Du nicht mehr sagen kannst, wie die Sache ohne
Beschichtung ausgesehen hätte! Ein simples, jedoch unlösbares
Logikproblem.

Nach strenger Logik natürlich unlösbar. Aber vielleicht hat ja jemand Erfahrungen ähnlich einem „Feldversuch“ nach dem Motto „ich habe soundsoviele Motorleben beobachtet, teils mit Beschichtung, teils ohne. Der Durchschnitt der beschichteten Motoren erreichte zirka . . . höhere Gesamtlaufleistungen als der Durchschnitt der unbeschichteten Motoren bis zur ersten größeren Verschleißreparatur“.

Um welchen Wagen handelt es sich denn bei Dir?
Dann können wir wenigstens versuchen zu beurteilen, ob es eine
Beschichtung bringen könnte oder nicht.

Aktuell hat mich ein Kollege mit einem Mercedes Diesel C-Klasse (ich glaube ein 220er, jedenfalls ein Saugdiesel) angesprochen, was ich davon halte.
Ich selbst fahre Golf TDI (81 kW), für den wäre eine Antwort natürlich auch interessant.

Danke schonmal für Deine / Eure Grübelarbeit!

Gruß Ulf

Moin Ulf!

Du solltest eines beachten:
Wenn Du einmal so ein Mittelchen benutzt hast, kann es ein, dass Dein Motor immer wieder danach verlangt!
Denn schliesslich hält die Wirkung nach einmaliger Anwendung nicht auf immer und ewig an.

Ich selbst fahre einen Renault 19 (Benziner). Ich habe auch mal etwas ins Öl gekippt. Das Ergebnis war tatsächlich ein ruhigerer Motorlauf und etwas weniger Spritverbrauch (aber so gering, dass es eigentlich egal gewesen wäre).
Irgendwann kamen dann die Probleme:
Der Wagen wollte das Gas nicht gleichmäßig annehmen und zog nicht mehr richtig durch. Grund: Die Zündkerzen waren schwarz. Und noch ewig Zeit bis zur nächsten Inspektion (wohlgemerkt: der Wagen ist scheckheftgepflegt). Also ausgewechselt. Es dauerte etwa 2 Monate, da waren die nächsten auch schon wieder schwarz und unbrauchbar. Erst eine kostspielige Motorreinigung mit Ölwechsel und Reinigung der Ölwanne brachte alles wieder ins rechte Lot.

Kann natürlich ein Einzelfall sein, aber man weiss ja nie.

Also: Sei lieber vorsichtig!!!

Gruss
Lanzelot

möchte ich allen sagen, die mir Antworten und Tips zum Thema geliefert haben (und vielleicht noch liefern werden). Hat mich sehr gefreut!!

Ulf