Hi!
So einfach, wie meine beiden Vorredner das sehe,n ist die Sache nicht.
Sieh bitte parallel hierzu mal im Archiv nach. Wir hatten das Thema hier schon mal.
Es ist richtig, daß moderne Motoröle sehr gut sind. Nicht richtig ist, daß diese zusätzlichen Beschichtungen prinzipiell nutzlos sind.
In eine Brot- und Butter-Schüssel kippe ich sowas natürlich nicht rein.
Ein 55 PS Golf läuft mit teilsynth. Aralöl locker 350.000 km.
Aber bei Autos , die eine etwas spannendere Motortechnik aufweisen kann eine Beschichtung (ich nutze Nulon) durchaus sinnvoll sein.
Bei älteren Alfa Romeo habe ich gute Erfahrungen über mehrere Jahre und viele Kilometer mit der Nulon-Beschichtung gemacht.
Zunächst erhält man einen deutlich ruhigeren Motorlauf und bei gewissen Temperaturen ließ sich sogar eine leichte Verbesserung beim Hochdrehen erkennen.
Die vorherige Reinigung des Ölkreislaufs mit speziellem Reiniger, noch mit dem alten Öl anzuwenden, dann Ölwechsel nach 2000km und mit dem neuen Öl die Beschichtung rein, ist sicherlich ebenfalls von Vorteil.
Natürlich kann man nicht sagen, ob ein Motor durch diese Beschichtung länger hält, da man ja die Situation ohne die Beschichtung nicht in einem Paralleluniversum testen kann.
Man kann allerdings den optimierten Verschleiß einzelner Komponenten durch Herstellertests belegen.
Negative Nebenwirkungen wie das Zusetzen von Filtern oder Kanälen habe ich nicht festgestellt.
Ein Alfa 33 16V, den ich vor ca. 6 Jahren mit Nulon behandelt hatte, spult gerade seinen 350.000sten KM ab. Hätte ein derartiges Auto diese Laufleistung ohne Beschichtung erreicht? Schwer zu sagen, aber man kann es sich denken…
Gruß,
Mathias
gibt es Motorfreaks, die Erfahrungen (gute und schlechte) mit
Motorölzusätzen haben, die angeblich eine dauerhafte
Verschleißschutzschicht an den Zylinderwänden und anderen
stark beanspruchten Teilen aufbauen, z.B. von Fa. Slick?
Laut Werbung soll das meist für etwa 100.000 km halten und
Reibung und Verschleiß auf einen Bruchteil der normalen Werte
reduzieren, was angeblich längere Lebensdauer, mehr Leistung
und weniger Verbrauch bringt.
Was ist davon zu halten? Können Motoren mit dem Zeug drin
tatsächlich deutlich länger durchhalten und „jung bleiben“ als
normalerweise? Kann sowas gefährliche Nebenwirkungen haben,
etwa wenn das Zeug auch an Kolbenringen festbackt, deren Spiel
verringert und so die Gefahr von Kolbenfressern
heraufbeschwört (das habe ich mir gerade frei ausgedacht),
oder können Kollapse drohen wie Filterverstopfungen, Zuwachsen
von Ölkanälen usw.?
Gibt’s generell unterschiedliche Erfahrungen / Empfehlungen
für Otto- und Dieselmotoren?
Bin für jede sinnvolle Antwort dankbar.
Gruß Ulf