schlösser schmieren

hallo.

hab nen opel kadett (e). das fahrer- und kofferraumschloß macht mir z.z. ziemlich zu schaffen.
beim fahrerschloß muß ich ganz behutsam drehen, sonst klemmt’s. beim kofferraumschloß geht mitunter gar nix. minutenlanges probieren is angesagt (natürlich ohne heftiges drinrumstochern). hab schon (etwas) graphit reingepustet. mehr werd ich auch net reintun, sonst geht am ende gar nix mehr (is mir mal bei nem renault passiert).
was kann ich noch tun, um die schlösser wieder gängig zu machen?
und wie fatal wär’s, in ein mit graphit geschmiertes schloß bei vereisung flüssiges enteisungsmittel zu spritzen?

gruß

michael

hallo,

Ich habe früher mal bei meinem alten Auto normales Motoröl reingespritzt. War ganz i.O. Obwohl Ich schon gehört habe, daß man bei Zylinderschlössern am Haus dies nie tun solle. Beim Auto war es mir egal.

Was bei dem Wetter auch nix is: Mit dem Dampfstrahler putzen, bis das Wasser durch den hohen Druck ins Schloß gedrückt wird…

Gruß

dennis

Hallo Michael,

wahrscheinlich ist das Schloß durch jahrelangen Gebrauch mit eben diesen Schmiermitteln völlig dichtgesetzt. Die einzige wirklich wirksame Alternative besteht m.E. darin, das Schloß auszubauen, in seine Bestandteile zu zerlegen, mit einem geeigneten Reinigungsmittel vollständig zu säubern und wieder einbauen. Beim Einbau würde ich dann ein geeignetes Schmiermittel, welches nicht mit der Zeit verharzt (Motoröl tut dies z.B. nach längerer Zeit). Es bieten sich hier vielleicht Trockenschmiermittel wie Graphit (kein Öl !) oder Silikon an. Dann kannst Du Dir sicher sein, daß sich alles bewegen kann.
Ich gebe natürlich zu, daß dies die aufwendigste Alternative ist, aber sie führt garantiert zum Ziel !

Bis denn dann,

Felix
250 TD, 182 TKM

hallo.

schloß rausnehmen und auseinanderpfriemeln… geht das denn so einfach? bzw. geht’s überhaupt soweit, bis ich den schließmechanismus direkt vor mir seh?

gruß

michael

Hallo Michael,

schloß rausnehmen und auseinanderpfriemeln… geht das denn so
einfach? bzw. geht’s überhaupt soweit, bis ich den
schließmechanismus direkt vor mir seh?

tja, wir haben das mal bei einem W123er Mercedes gemacht, da ging das einigermaßen. Dort hatten auch Generationen von Autofahrern immer ordentlich Graphitöl und Enteiser reingepumpt. Erfolg der Geschichte war, das das Schloß total verharzt war und Du keinen Schlüssel mehr benötigt hast, sondern es auch mit einem fünf Markstück zu öffnen war.
Wie das genau jetzt bei Deinem Kadett (wenn ich mich richtig erinnere …) funktioniert und ob Du dort nach abnehmen der Türverkleidung und demontieren des Schloßes auch an die Innereien des Schließzylinders, an den Du ja eigentlich ran willst, herankommst, kann ich Dir nicht sagen. Es muß aber eigentlich funktionieren, denn auch bei Opel muß man den Schließzylinder austauschen und gegen einen neuen Ersetzen können. Das wäre übrigens auch noch eine Alternative, die ich aber nur als letzten Ausweg sehen würde.

Bis denn dann,

Felix
250 TD, 182 TKM

gruß

michael

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Schloß ausbauen geht in Ordnung. Aber zerlegen? Ich würde das verharzte Teil eine halbe Stunde in ein mit Spiritus gefülltes Ultraschallbad legen und danach wie von Dir beschrieben sehr sparsam schmieren.

Gruß
Wolfgang

Hi Michael :o)

Was früher bei meinen alten Kisten (fast) immer geholfen hat:

Aceton per Spritzflasche ins Schloß spritzen, einwirken lassen und das Schloß dann mit Preßluft ausblasen (den kleinen Schieber der Abdeckung dabei mit einem Schraubenzieher offenhalten). Vorsicht, nicht direkt vor dem Schloß stehen sondern seitlich ;o))

Das Ganze mehrmals wiederholen.

Der Vorteil von Aceton ist, daß er erstens den Dreck löst und zweitens auch Feuchtigkeit entfernt wird, da Aceton mit Wasser ein azeotropes Gemisch bildet, welches durch die Preßluft verdampft wird.

Vorzugsweise mach das Ganze in einer geheizten Garage bzw. wenn´s nicht so kalt ist.

Und nachher mit Graphit bzw. Silikonöl schmieren

°wink°

Tiger

danke! :smile:
wenn ich zeit hab, werd ich mal probieren, das ding auszubauen.
und dann mal schauen, was am besten hilft.

gruß

michael

schloß rausnehmen und auseinanderpfriemeln… geht das denn so
einfach?

Schloß rausnehmen muß gehen, denn man muß es ja auch austauschen können, wenn es richtig kaputt ist.

bzw. geht’s überhaupt soweit, bis ich den
schließmechanismus direkt vor mir seh?

Du kannst das Schloß als Einheit rausnehmen. Zerlegen würde ich das Ding nur wenn ich ein Fachmann wäre, denn man muß das Ding ja auch wieder zusammenbauen. Wenn Du da einen Fehler machst (z.B. 2 Stifte vertauschst) kannst Du gleich ein neues einbauen, denn dann passt es nicht mehr zum Schlüssel.
Aber sonst raus damit, in Spiritus oder so und leicht schmieren bevor es wieder reinkommt.

Gruß Christof

Hallo Christof,

Schloß rausnehmen muß gehen, denn man muß es ja auch
austauschen können, wenn es richtig kaputt ist.
Du kannst das Schloß als Einheit rausnehmen. Zerlegen würde
ich das Ding nur wenn ich ein Fachmann wäre, denn man muß das
Ding ja auch wieder zusammenbauen. Wenn Du da einen Fehler
machst (z.B. 2 Stifte vertauschst) kannst Du gleich ein neues
einbauen, denn dann passt es nicht mehr zum Schlüssel.

Eigentlich dürfte auch das Zerlegen kein Problem darstellen, zumindest war es das bei meinem alten W123 nicht. Wenn Du die Stifte in der Reihenfolge, wie Du sie herausgenommen hast, auch wieder einsetzt, funktioniert es. Der Zylinder in der richtigen Konfiguration ja auch keine herausstehenden Stifte haben, sonst würde er sich nicht drehen. Also, entweder in der richtigen Reihenfolge auf die Werkbank legen oder solange probieren, bis die Stifte beim Einführen des Schlüssels komplett verschwinden. Dann müßte es funktionieren.

Aber sonst raus damit, in Spiritus oder so und leicht
schmieren bevor es wieder reinkommt.

Gruß Christof

Bis denn dann,

Felix
250 TD, 182 TKM

Schmieren!
Hallo Michael,

ich stimme mit den Schmiermittel meiner Vorgänger nicht überein:
Graphit verhärtet mit der Zeit (wurde auch schon des öfteren erwähnt)
Aber bei Silikon musst Du AUFPASSEN! Silikon ist absolut nicht für die Schmierung von Metallteilen geeignet. Silikon verwendet man z. B. bei Kunststoff, Gummi. Solltest Du es oder der Vorbesitzer zum schmieren eines Schloßes verwendet haben brauchst Du Dich über ein defektes Schloß nicht wundern.

Zum schmieren von Metall auf Metall sollte man ausschließlich ein gutes und dünnflüssiges Öl verwenden (vorher das Schloß reinigen).

Eine erfolgreiche Reparatur wünscht

Friedrich

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Hey Michael,
habe bei meinem VW letzte Woche das Schloß ausgebaut.
Vorteil bei einer komplettzerlegung ist, dass du alle Teile reinigen kannst. Also nicht nur den Zylinder sondern auch den Mechanismus. Den Schließzylinder habe ich in Terpentin eingelegt, gebürstet und dann weiter auseinander genommen. Mußt aber aufpassen nichts zu verlieren und die kleinen Teile wieder GENAU so zusammenfügen wie vorher. Also am besten aufschreiben. Das ganze habe ich dann mit Maschinen - Fett gefettet. Lauft jetzt wieder wie neu. Nur der Schlüßel ist anfangs etwas fettig :wink:
Gruß Uli

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