hatte kürzlich mit meinen kollegen eine diskussion bzgl. im welchen gang soll ich fahren.
da ich sehr schaltfaul bin fahre ich auch in der stadt im 5 gang mit ca. 1300 umdrehungen.
mein kollege meinte das sei nicht gut für den motor und man bräuchte auch mehr benzin.
stimmt das?
und bei welchen drehzahlen ist der benzinverbrauch am besten?
das haengt sehr stark vom Motor ab. Hat er seine max. Leistung / Drehmoment im hohen Drehzahlbereich, sollte er nicht zu niedertourig gefahren werden. Ausserdem solltest du nicht Vollgas geben in niederem Drehzahlbereich (merkst du am Ruckeln des Motors).
Fuer meinen Omega 2.4i (125 PS): Ich lasse ihn in der Stadt bei 50 bis 60 km/h rollen und verbrauche dann am wenigsten (Verbrauchsanzeige vorhanden). Der Unterschied zum vierten Gang ist ca. 10 %, zum dritten mindestens 30 %.
Wenn ich dann beschleunigen will nehme ich den Dritten Gang. Beim 2.4i kannste ab 1500 U/min (ca. 70 km/h) auch im fuenften Gang Vollgas geben ohne Stottern, er zieht dann eben noch nix weg.
Diesel sind diesbezueglich auch recht gut.
Ich habe letztens bei so einem „Öko-Drive Training“ mitgemacht. Die geben folgende Faustregeln:
Gang - nur zum Anfahren, eine Fahrzeuglänge, dann in den
Gang - kurz beschleunigen
Gang - ab 30 km/h
Gang - ab 40 km/h
Gang - ab 50 km/h
Das ist natürlich nur eine Faustregel, wobei das theoretisch aber mit allen Fahrzeugen durchführbar ist (besonders den neueren Motoren macht das nichts aus, ganz im Gegenteil).
Wichtig ist nur, das Du NIE unter die Leerlaufdrehzahl (ca. 900 U/Min - je nach Fahrzeug und Motor) kommst.
Ich fahre jetzt aber totzdem nicht „öko“, ich versuche mindestens 1200 U/Min zu fahren (am liebsten natürlich Vollgas auf der Autobahn mit 5000 U/Min - beim TDI )
Das wer vor etwa 100 Jahren so. Da gab es Probleme, bei niedrigen Geschwindigkeiten und hohen Flächenpressungen die Schmierfilme im Kurbeltrieb aufrecht zu erhalten.
Moderne Motoren schaffen das.
Du solltest nur vermeiden, dass der Motor „ruckelt“, und Du
solltest nicht unter die Leerlaufdrehzahl hinunterwürgen.
Harald
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Alles was unter 2000 Umdrehungen geht ist Mord am Motor.
Demnach müssten alle Automatik-Fahrzeuge im Selbstmordmodus fahren, da sie so schnell als möglich in den höchstmöglichen Gang schalten und bei Tempo 50 mit ca. 1500 U/min dahinrollen.
Hallo Frank!
Würde man einen Kfz-Motor mit 1500 Umdrehungen fahren und diesen Zustand längere Zeit beibehalten, wäre das für die heutigen Motoren sicher kein großes Problem.
Aber im Ortsbereich im 5. Gang und Schaltgetriebe zu fahren, ist schon fast verkehrsgefährdend, da bei plötzlichem Situationswechsel gar nicht so schnell in den dritten Gang geschaltet werden kann. Man also zwangsläufig mit dem 5. Gang jede Situation beherrschen muß, was nicht möglich ist.
Sicher, sicher, viele werden es können (wenn nicht alle, die das jetzt lesen), aber auf Kosten des Motors.
Ein Automatikgetriebe nimmt dem Fahrer das Handeln ab und schaltet, bei plötzlicher Geschwindigkeitserhöhung selbsttätig einen oder zwei Gänge runter, um damit eine höhere Drehzahl bzw Drehmoment zu erhalten.
Die Fahrzeugwerbung hat uns vor Jahren, als der Sprit noch preiswert war, regelmäßig und andauernd eingehämmert, „fahrt die Gänge voll aus!“. Jetzt, wo der Sprit teuer ist, erzählt uns die gleiche Zunft, „fahrt sie nicht aus“, unsere Motoren sind so schön weich, ihr könnt sie fast im 5. Gang ausrollen lassen, ohne daß es stockert.
Ich glaube, das Ausfahren ist immer noch die schonenste Methode für die Motoren.
Hallo Werner,
kommt drauf an,ob Diesel oder nicht.Unser Geländewagen dreht bei
80km/h 1500rpm mit zugeschaltetem Overdrive.Ist aber auch ein langhubiger 2,6 4-Zylinder Benziner.Mit einem kurzhubigem Motor mit wenig Hubraum kann man aus niedrigen Drehzahlen natürlich nicht sonderlich toll beschleunigen.Da heisst es Gaspedal durchtreten und abwarten.Ausserdem verbraucht der kleine Motor natürlich mehr bei dem Kraftakt als ein großvolumiger Motor,der aus 1500rpm spielend hochdreht.Ich denke mal,das ganze kann man nicht pauschal beurteilen,ohne weitere Fakten wie Drehmomentverlauf,Elastizität,Getriebeabstufung,Fahrzeuggewicht etc. zu kennen.Selbst der elastischste Motor mit gutem Drehmomentverlauf vermag nicht gut zu beschleunigen,wenn das Fahrzeug zu schwer ist.Das wäre das gleiche,als würde man pauschal sagen,ein Auto mit 100 PS beschleunigt toll.
Ein alter Golf 1 GTI beschleunigt mit Sicherheit besser als einer
neuerer Opel mit 20 % mehr Leistung.Und der Golf verbraucht dabei noch weniger.
Gruss Sebastian
Ja, das ist es sicher. Aber, ich denke, hier spricht eben OttoNormalverbraucher von normalen Motoren. Die großen Amis mit 3 Litern kann man natürlich anders fahren. Je mehr Hubraum, um so kleiner die zulässige Drehzahl.
Ich darf hier eigentlich nicht von „meinen“ Motoren reden, aber die liefen noch sehr gut mit 50 Umdrehungen.
Nur eines muß dabei jeder wissen, wer seinen Motor langsam laufen läßt, riskiert ihn zu verdrecken.