So… nachdem durch den 5. Gang-Artikel alle Klarheiten beseitigt wurden, frage ich jetzt: Wie soll ich fahren?
Bisher hab ich’s so gehalten (wenn ich denn ökonomisch fahren wollte und darum geht’s mir):
Gang zum anfahren
Gang bis 30 oder 40
Gang bis 60
Gang bis 80-90 und dann 5.
Das habe ich gemacht, wenn die Strecke eben war und ich nicht beschleunigen mußte. Das Auto ist ein Benziner und ich schalte hoch, wenn ich bei 3000 u/min angekommen bin, also hab ich höchstens ca. 2000 u/min beim fahren. Ist das für den Motor in Ordnung?
Auf der Autobahn und wenn ich lust habe, wird der Motor natürlich auch mal anständig ausgefahren.
Bisher hab ich’s so gehalten (wenn ich denn ökonomisch fahren
wollte und darum geht’s mir):
Gang zum anfahren
Gang bis 30 oder 40
Gang bis 60
Gang bis 80-90 und dann 5.
Das habe ich gemacht, wenn die Strecke eben war und ich nicht
beschleunigen mußte. Das Auto ist ein Benziner und ich schalte
hoch, wenn ich bei 3000 u/min angekommen bin, also hab ich
höchstens ca. 2000 u/min beim fahren. Ist das für den Motor in
Ordnung?
Hallo Marcus,
es gibt ein paar Leute, die fabulieren etwas von Schmierfilm, optimaler Drehzahl… Vergiß’ den Drehzahlmesser und fahre nach Gehör! Was oberhalb der Leerlaufdrehzahl liegt, geht in Ordnung. Spätstens wenn der Motor ruckelt (besser kurz vorher), schaltest Du herunter. Der dauernde Blick auf den Drehzahlmesser ist Unfug für autoverliebte Freaks. Schließlich fährst Du zur Arbeit und zum Brötchenholen mit der Familienkutsche kein Rennen.
Der Wagen müsse auch einmal „ausgefahren“ werden, dient einigen Leuten als Begründung für hirnlose Raserei. Technisch gibt’s dafür jedenfalls keine Begründung.
Wenn etwas zu erhöhtem Verschleiß und Verbrauch führt, dann sind es häufige Kurzstrecken, die den Motor nicht auf eine ordentliche Betriebstemperatur kommen lassen sowie Hochjubeln auf eine Drehzahl im roten Bereich.
Schnelle Autobahnfahrt gut?
In dem Auto, das ich primär fahre, habe ich gar keinen Drehzahlmesser… da fahre ich nach gehör und Geschwindigkeit.
Ich habe mal gehört, daß man Autos ab und zu mal längere Zeit bei höheren Drehzahlen fahren soll, damit Rückstände in den Zylindern verbrannt werden können.
Kann man beschreiben, was bei einem Kurzstrecken-Auto passiert, wenn man es 200 km bei 4-5000 u/min fährt?
Würde mich mal interessieren. (Ist übrigens immer noch ein Benziner)
Kann man beschreiben, was bei einem Kurzstrecken-Auto
passiert, wenn man es 200 km bei 4-5000 u/min fährt?
Hallo Marcus,
im Motorenöl eines Motors, der nie richtig warm wird, sammelt sich Wasser. Das ist Kondenswasser und Wasser, das als Produkt der Verbrennung entsteht. Dieses Wasser beeinträchtigt die Schmierfähigkeit des Öls. Um dieses Wasser verdunsten zu lassen, sollte man den Motor gelegentlich längere Zeit seine optimale Betriebstemperatur erreichen lassen. Aber eben nicht bei sehr hoher Drehzahl, denn die Öl-Wasser-Emulsion schmiert nicht ordentlich.
Vielen Dank für deine schnellen Antworten. Ich kenne leider niemanden, der Ahnung von Autos hat und meine vielen Fragen beantworten kann. Deshalb bin ich sehr dankbar, wenn mir jemand ab und zu eine besonders brennende beantwortet.
Frohe Ostern und ein schönes verlängertes Wochenende wünscht
zu den treffende Beiträgen von Wolfgang vielleicht nocht eine Ergänzung. Mach Dir keine Kopf. Bei normaler Behandlung halten moderne Motoren allemal länger als der Rest des Autos. Es ist doch so: Irgendwann ist das Auto 10-15 Jahre alt, hat 200-300tkm drauf und hat praktisch keinerlei Wert mehr. Kosten treten für Verschleiß und Reparaturen auf. Dann steht man auf einmal vor der Situation das vielleicht neue Bremsen fällig sind, der Auspuff machts auch nur noch 1-2 Jahre, Kupplung und Getriebe vertraust Du auch nicht mehr und beim letzten TÜV haben sich schon erste Roststellen gezeigt.
Dann ist Zeit sich von dem Wagen zu trennen, aber am Motor liegts eigentlich selten.
Max
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