Mehr verbrauch trotz motor aus?

hallo.

da lernt man in der fahrschule umweltfreundliches fahren. so mit benzinsparen… und dann wendet man das mal an… möglichst viel im leerlauf fahren… auf längeren gefällestrecken motor ganz ausmachen…
hab u.a. diese tips mit meiner letzten tankfüllung konsequent befolgt und trotzdem mehr gebraucht als ohne motor ausmachen. sonst bin ich immer nur so oft’s ging im leerlauf gefahren.
frage: woran liegt’s?
und zusatzfrage: isses bei kat-fahrzeugen überhaupt gut, den motor öfters abzustellen? hab da mal was gehört…
es handelt sich um nen opel kadett e. 1,6 l. 55 kw.

gruß

michael

Weiter unten Thema ‚Schubabschaltung‘ oder im
Archiv schon das ganze…

dennis

Ergänzung: Thema hieß Motorbremse…

Hi Michael

Auf längeren Gefällstrecken den Motor auszumachen halte ich ehrlich gesagt für ziemlich gefährlich. Bei den heutigen Fahrzeugen arbeiten die Bremsen alle mit Bremskraftverstärker, welcher vom Motor erzeugten Unterdruck braucht um seiner Aufgabe nachkommen zu können. Zwar haben die BKV alle eine Art ‚Speicher‘, sodaß ein bis zwei Bremsungen ohne laufenden Motor gut möglich sind, aber anschließend mußt du sehr viel stärker auf das Bremspedal tappen um einen annähernd gleichen Bremseffekt zu erzielen… und das kann bei einer dann erforderlichen Notbremsung ein ziemliches Problem darstellen.

Zudem - wenn du bei Gefällstrecken den Gang drinläßt und die Bremswirkung des Motors ausnutzt schonst du zum einen die Bremsen, zum anderen geht dein Benzinverbrauch gegen Null da die Schubabschaltung die Spritzufuhr zum Motor ‚unterbricht‘ (genaueres siehe Thread weiter unten im Brett).

Grüßle
Frank K.

Zudem - wenn du bei Gefällstrecken den Gang drinläßt und die
Bremswirkung des Motors ausnutzt schonst du zum einen die
Bremsen, zum anderen geht dein Benzinverbrauch gegen Null da
die Schubabschaltung die Spritzufuhr zum Motor ‚unterbricht‘
(genaueres siehe Thread weiter unten im Brett).

der müßte doch aber genausogut gegen null gehen, wenn der motor aus is. außerdem will ich auf den gefällestrecken, die ich fahr, gar keine „bremswirkung des motors“ haben, sondern eher noch beschleunigen. sooo steil isses ja net, daß ich ständig bremsen muß.

gruß

michael

Archiv schon das ganze…

dennis

Ergänzung: Thema hieß Motorbremse…

ich hab das weiter unten schon gelesen. mir geht’s aber net drum, bergab zu bremsen. dann würd ich den gang selbstverständlich drinlassen.
so steil sind die gefälle net, ich will also schön gemütlich dahinrollen und womöglich sogar etwas schneller werden dabei.
die frage ist nicht: spar ich mehr benzin im leerlauf, oder wenn ich den gang drin laß?
die frage ist: warum brauch ich mehr benzin, wenn ich den motor auf solchen strecken ganz aus mach?
mit dem letzten tank bin ich 670 km gefahren. ich hab dann 42 liter reingebracht.
mit der „motor-aus-maßnahme“ bin ich 680 km gefahren und hab 46 liter getankt.

gruß

michael

Eine Tankfüllung alleine…
würde Ich nun nicht als Referenzwert nehmen.

Es können andere Faktoren wie z.B. Wetter, Temperatur, Klimaanlage, Straßenverhältnisse etc. Dir die Messung versauen.

Nicht umsonst werden Neufahrzeuge alle im gleichen Meßzyklus gefahren.

Mach das mal mit 3-5 Tankfüllungen, dann sehen wir weiter…

dennis

Mach das mal mit 3-5 Tankfüllungen, dann sehen wir weiter…

dennis

da werd ich sicher drauf achtgeben. mich hat’s halt nur gewundert, weil der verbrauch vorher immer ziemlich konstant war. und plötzlich brauch ich einige liter mehr für dieselbe strecke. und das, wo ich doch bewußt sparsam gefahren bin…

gruß

michael

Moin!

so steil sind die gefälle net, ich will also schön gemütlich
dahinrollen und womöglich sogar etwas schneller werden dabei.
die frage ist nicht: spar ich mehr benzin im leerlauf, oder
wenn ich den gang drin laß?
die frage ist: warum brauch ich mehr benzin, wenn ich den
motor auf solchen strecken ganz aus mach?

Es hängt auch davon ab, wie lang die betreffende Strecke ist. Schließlich kostet das Anlassen auch Sprit, also für eine Strecke von beispielsweise 500m lohnt das nicht. Auch den Motor durch Einkuppeln wiederanzulassen ist nicht der wahre Jakob, denn es läßt die Kupplung schneller verschleißen (war nicht die Frage, ok…).

Auf Strecken, wo es gar einige Kolimeter abwärts geht (beispielsweise auf der A7, Kasseler Berge), rechnet sich das Abstellen des Motors durchaus. Du brauchst mehr Benzin, weil die Strecken zu kurz sind. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, daß mein Wagen mit Sprit von einer Billigtanke (hier: GO in Astfeld) weniger verbraucht, als mit Sprit anderer Tankstellen. Woran das liegt, weiß ich nicht, es könnte aber auf Deinen Fall zutreffen. Tanke also ein paarmal an derselben Tanke und berechen den Verbrauch nach diesen Tankfüllungen.

Und: Achte darauf, daß Du Dir den Vorteil durch’s Rollenlassen nicht durch zu starkes Beschleunigen wieder verscherzt. Frühzeitig im höchsten Gang. Vorausschauend fahren, also auch schon mal 700m vor einer roten Ampel vom Gas gehen. Im Verkehr mitschwimmen. Grüne Wellen ausnutzen. Immer so fahren, als hättest Du eine offene Milchtüte auf dem Fahrzeugboden stehen.

Mein GolfIII, 60PS, gibt sich bei sparsamer Fahrweise mit 6,3l/100km zufrieden, bei sparsamster Fahrweise (Autobahn, Windschatten von LKW ausnutzend, etc.) auch mal mit 5,5l/100km. Meine vorherigen, katlosen Fahrzeuge waren nochmals genügsamer…

Munter bleiben… TRICHTEX

motor aus is. außerdem will ich auf den gefällestrecken, die
ich fahr, gar keine „bremswirkung des motors“ haben, sondern
eher noch beschleunigen. sooo steil isses ja net, daß ich
ständig bremsen muß.

Der Schreiber des vorhergehenden Artikels hatte gar nicht so unrecht. Auch wenn es nichts mit der Frage an sich zu tun hatte.

Motor aus um Benzin zu sparen und das während der Fahrt. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Dann kann man auch gleich bei durchgezogener Linie überholen, nur weil man meint, dass man kein entgegenkommendes Auto sieht.
Oder den TÜV-Termin überschreiten, weil man meint, dass das Auto doch noch gut aussieht und fährt.

Ts, ts, ts…

Bye, Kurt

Motor aus um Benzin zu sparen und das während der Fahrt. Da
kann man nur mit dem Kopf schütteln.

das wär ne diskussion für sich. mit all dem elektronischen schnickschnack heutzutage fährt man meines erachtens ohnehin UNsicherer als früher. gut, bei ich nenn’s mal „passive“ sicherheitsgimmicks wie airbag is ein ausfall net so tragisch (ne fehlfunktion kann aber schon gefährlich werden), aber man stelle sich vor, plötzlich mag die servolenkung nimmer. oder all die elektronischen kontrollen, die einem die ganze zeit leichte fahrfehler verziehen haben, entwickeln plötzlich ein eigenleben… da lob ich mir doch ein auto, in dem ICH fahr, und in dem’s in erster linie MEINER verantwortung obliegt, sicher unterwegs zu sein.

gruß

michael

[…]

Abgesehen von der Sache wegen der ich überhaupt geschrieben habe, kann ich dir zustimmen. Man denke da nur an die Autos, die in Spanien nicht ansprangen, weil die Elektronik wegen irgendwelcher Militäranlagen den Geist aufgab :smile:

Aber wenn man darüber auch noch nachdenken muss…

Gute Fahrt noch,

bye, Kurt