Seit mehr als einer Woche geht der Motor meines 20jährigen (208000 km) 190er Dieselbenz nicht mehr aus, wenn ich den Schlüssel nach links drehe.
Nicht einmal, wenn ich den Schlüssel abziehe, hört der Motor auf zu laufen.
Woran kann das liegen?
Ich möchte nicht ohne ein geringes Vorwissen eine Werkstatt aufsuchen und Gefahr laufen, unnötig teure Auswechslungen von Teilen oder Reparaturkosten bezahlen zu müssen.
Seit mehr als einer Woche geht der Motor meines 20jährigen
(208000 km) 190er Dieselbenz nicht mehr aus, wenn ich den
Schlüssel nach links drehe.
Nicht einmal, wenn ich den Schlüssel abziehe, hört der Motor
auf zu laufen.
Woran kann das liegen?
Das dürfte wohl ein Leck in der Unterdruckanlage sein. Hast du eine Zentralverriegelung ? Die dürfte dann auch nicht funktionieren.
Ansonsten bleibt dir nichts anderes übrig als ausgehend von der Unterdruckdose an der Einspritzpumpe alle Unterdruckleitungen zu verfolgen und auf Leckagen zu untersuchen; wenn du Glück hast, ist nur ein Schlauch abgerutscht. Schwieriger, weil Fummelarbeit, ist ein möglicher Fehler am Lenkradschloß selbst - und zwar am Unterdruckteil - zu finden.
Übrigens gibt es an der Einspritzpumpe auch einen Notstopphebel zum Abstellen des Motors.
Ich möchte nicht ohne ein geringes Vorwissen eine Werkstatt
aufsuchen und Gefahr laufen, unnötig teure Auswechslungen von
Teilen oder Reparaturkosten bezahlen zu müssen.
Ich habe eine Türautomatik und es ist mir schon öfter passiert, dass sie während der Fahrt alles abgeriegelt hat. Einmal sogar, als ich ausstieg und den Schlüssel stecken ließ. War ein aufwendiges Theater, wieder in den Wagen zu kommen.
Aber viele, vielen Dank vorerst. Ich will sehen, wie ich weiterkomme.
Hatte einmal dasselbe Problem mit meinem 200D gehabt.
Zum Abschalten des Motors kannst Du von Hand einen kleinen Hebel an der Einspritzpumpe drücken. (Diesen Vorgang übernimmt normalerweise eben das Unterdrucksystem)
Wenn Du unterwegs bist und mal den Motor abstellen mußt, empfiehlt sich diese Lösung - als Alternative bleibt sonst nur das „Abwürgen“ (gar nicht gut), oder bei kürzeren Standzeiten das Laufenlassen (was bei ausgeschalteter Zündung/abgezogenem Zündschlüssel auch nicht sonderlich gut für LiMa und Regler sein soll…)
Die Fehlersuche im Unterdrucksystem kann sich recht langwierig (und somit in Werkstätten auch teuer!) gestalten - wenn dein Auto aber sowieso „jenseits von gut und böse“ ist und nur noch die letzten Monate Rest-TÜV abreiten soll, dann kannst Du auch noch auf eine etwas skurrile Alternative umsatteln: ziehe einen Draht oder eine Kordel so durch den Motorraum, daß er ohne zu Scheuern vom Kühlergrill zu besagtem Hebel reicht, und schalte sozusagen mit Fernbedienung von der (geschlossenen) Motorhaube den Motor aus! (Fragende Blicke von Passanten inclusive)
Um Mißverständnissen vorzubeugen: bei MEINEM Wagen HATTE ich die Unterdruckleitung instandsetzen lassen! Die Geschichte mit dem Draht hatte vor einer halben Ewigkeit meine Schwester in einem alten /8 Diesel installiert (damals war es allerdings noch kein Unterdrucksystem, sondern schlicht ein gerissener Bowdenzug)
Und falls Du dich selber auf die Fehlersuche machen willst: denke daran, daß auch die Leuchtweitenregulierung der Scheinwerfer am selben Unterdrucksystem hängt! Dieses war in meinem Fall die Ursache gewesen…
ist die Einspritzpumpe? Vorn unter der Motorhaube? Muss ich dann diese öffnen und den Hebel suchen?
Bisher habe ich den Motor abgewürgt und ich dachte mir schon, dass das nicht gut ist.
Danke aber, und ich werde schon noch dahintersteigen.
Fritz
Ich habe eine Türautomatik und es ist mir schon öfter
passiert, dass sie während der Fahrt alles abgeriegelt hat.
Einmal sogar, als ich ausstieg und den Schlüssel stecken ließ.
War ein aufwendiges Theater, wieder in den Wagen zu kommen.
Dann vermute ich den Fehler in der Zentralverriegelung: Bei unserem alten W123 fielen nämlich nacheinander fast alle Unterdruckzylinder aus, weil jedesmal eine läppische Gummimanschette gerissen war. Du kommst der Sache auf die Spur, wenn du die Türinnenverkleidung abbaust, die Schutzfolie vorsichtig löst(reißt sehr leicht ein, solltest du dann wieder gut verkleben, sonst zieht es später entsetzlich) und nach einer Schubstange suchst, die vom Verriegelungsknöpfchen nach unten zu einem schwarzen Unterdruckzylinder führt, der mit zwei Unterdruckschläuchen verbunden ist. Auf der Oberseite sitzt die bewußte Gummimanschette, die eigentlich die Verbindung zur Schubstange abdichtet, im Laufe der Zeit aber porös wird und einen der beiden Schaltwege (Verriegelung ZU/AUF) verhindert.
Dieser Unterdruckzylinder dürfte so um 60,00 DM kosten. Wenn du ihn ausbaust, notiere dir die Lage der Unterdruckschläuche, sonst gibt es später Fehlschaltungen.
Dieser Fehler könnte nicht nur in den Türen, sondern auch in der Verriegelung der Tankklappe auftreten.
Aber viele, vielen Dank vorerst. Ich will sehen, wie ich
weiterkomme.
Sehr schwer zu erklären, wenn Du dich bisher scheinbar nicht gar so sehr für die Technik deines Autos interessiert hast…
Unter der Motorhaube, richtig!
Und wenn ich jetzt den 190D so gut kennen würde wie den alten W123 200D… Mir fehlt im Moment die Vergleichsmöglichkeit.
Wie erkläre ich dir, was ne Einspritzpumpe ist und wie sie aussieht???
Erst einmal: es ist ein relativ separates Bauteil.
Von dem Teil gehen vier metallene (Einspritz-)Leitungen ab und führen zum eigentlichen Motorblock (genauer gesagt zum Zylinderkopf). Wenn Du das so gefunden hast, hast Du ziemlich sicher die Einspritzpumpe vor dir…
Möglicherweise ist der Hebel sogar rot eingefärbt oder mit dem Aufdruck „STOP“ versehen. Drück den Hebel einfach mal in die eine oder andere Richtung - eine wird schon richtig sein!
Das Ergebnis sollte dann für sich sprechen
Schönen Gruß und viel Erfolg,
Robert
ist die Einspritzpumpe? Vorn unter der Motorhaube? Muss ich
dann diese öffnen und den Hebel suchen?
Bisher habe ich den Motor abgewürgt und ich dachte mir schon,
dass das nicht gut ist.
Danke aber, und ich werde schon noch dahintersteigen.
Fritz
Danke und ich suche noch!
Hätte mich wirklich schon längst mehr für solche Sachen interessieren sollen, hatte aber bisher immer Leute in der Nähe, die halfen.
Gruß Fritz
Dass ich den Knopf oder Hebel an der Einspritzpumpe nicht fand, lag allerdings daran, dass es bei meinem Modell dieses Ding gar nicht gibt.
Nächsten Montag geht mein Wagen in die Werkstatt. Bis dahin hat er Ruhepause.
Es macht sich übrigens wirklich gut, wenn man an der Annahme sagen kann: Mein Dieselbenz geht nicht aus, ich meine, das könnte am Unterdrucksystem liegen.