Auto leasen?

Ich bin leidenschaftlicher Motorrad Fahrer!
Leider geht das im Winter nicht…:frowning:

Also brauche ich ein Auto!
Ich will mir aber keins kaufen…

Frage: Wie funktioniert das mit dem Auto leasen?
So für 6 Monate? Geht das? Wie sind die kosten?
Vor/Nachteile?

Danke für euer Infos

Hi!

Leasing im klassischen Sinne wird wohl kaum für 6 Monate angeboten. Für Privatleute lohnt sich das sowieso nicht.

Du wirst dann schon auf „Langzeitmiete“ zurückgreifen müssen. Frage einfach mal bei den großen Vermietern nach.

Meine Empfehlung wäre hier doch, ein „Winterauto“ zu kaufen.
Das ist sicherlich deutlich günstiger.

Grüße,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Alexander,

lasse als Privatmensch die Finger vom Leasing! Das ist mit weitem Abstand die teuerste Art, einen Gegenstand zu nutzen.
Im übrigen gilt: Je kürzer die Leasingzeit, desto teurer wird es. Während der ersten Monate nach der Erstzulassung tritt der höchste Wertverlust auf. Diesen Wertverlust sowie Zinsen und Gewinn der Leasinggesellschaft hast Du zu tragen. Dazu kommt ein erhebliches Risiko hinsichtlich des bei Vertragsabschluß angenommenen Restwertes.

Wenn Du Dir für die Wintermonate ein gutes Gebrauchtfahrzeug kaufst, profitierst Du davon, daß Du in einer Zeit fallender Gebrauchtwagenpreise kaufst und im Fühjahr zu einer Zeit steigender Preise wieder verkaufst. Dabei kann es passieren, daß Du ohne oder mit nur sehr geringem Verlust wieder verkaufst.

Gruß
Wolfgang

Hallo Matthias,

Hi!

Leasing im klassischen Sinne wird wohl kaum für 6 Monate
angeboten.

Doch kann man machen, aber nur als km-Vertrag.

Für Privatleute lohnt sich das sowieso nicht.

In welchem Bezug siehst Du das? Leasing lohnt sich generell für Privatpersonen nicht oder nur in diesem Fall? Beim zweiteren stimme ich Dir zu, beim ersteren nicht unbedingt.

Du wirst dann schon auf „Langzeitmiete“ zurückgreifen müssen.
Frage einfach mal bei den großen Vermietern nach.

Würde ich auch vorschlagen.

Meine Empfehlung wäre hier doch, ein „Winterauto“ zu kaufen.
Das ist sicherlich deutlich günstiger.

Kommt darauf an was er will. Braucht er nur ein Auto um zu fahren reicht ein billiges, altes Auto. Muss er viel km fahren und will etwas Komfort ist Langzeitmiete billiger. Nicht vergessen: Beim Mieten sind alle Nebenkosten (Versicherung, Steuer, Verschleiß etc.) im Preis enthalten.

Grüße,

Mathias

Gruß

Friedrich

Hallo Wolfgang,

Hallo Alexander,

lasse als Privatmensch die Finger vom Leasing! Das ist mit
weitem Abstand die teuerste Art, einen Gegenstand zu nutzen.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie hartnäckig sich Gerüchte halten. Wie bei allem kommt es darauf an wer, wie, wo und warum man etwas macht. Sonst bringst Du doch auch eigentlich sehr qualifizierte Beiträge, warum pauschalierst Du dann einfach: Leasing ist für Privatpersonen immer teuer?

Im übrigen gilt: Je kürzer die Leasingzeit, desto teurer wird
es.

Stimmt. Trifft aber auch auf Finanzierungen zu.

Während der ersten Monate nach der Erstzulassung tritt der
höchste Wertverlust auf. Diesen Wertverlust sowie Zinsen und
Gewinn der Leasinggesellschaft hast Du zu tragen.

Stimmt. Trifft aber auch auf Finanzierungen zu.

Dazu kommt
ein erhebliches Risiko hinsichtlich des bei Vertragsabschluß
angenommenen Restwertes.

Nicht bei einem km-Vertrag! Hier trägt die Leasinggesellschaft das Restwertrisiko.

Wenn Du Dir für die Wintermonate ein gutes Gebrauchtfahrzeug
kaufst, profitierst Du davon, daß Du in einer Zeit fallender
Gebrauchtwagenpreise kaufst und im Fühjahr zu einer Zeit
steigender Preise wieder verkaufst. Dabei kann es passieren,
daß Du ohne oder mit nur sehr geringem Verlust wieder
verkaufst.

Oder den alten Hobel überhaupt nicht verkauft bringst. Dann steht er über den Sommer irgendwo herum und darf nicht fahren (was ihn dann sehr traurig macht *ggggg*)

Gruß
Wolfgang

Wollt ich nur mal dazu bemerken.

Einen schönen Sonntag wünscht

Friedrich

Hallo Alex,

am besten bei Autovermietrer nachfragen und die Preise vergleichen. Leasing würde ich Dir auch nicht empfehlen.

Kleiner Tip:

Oftmals besitzen regionale und kleine Vermieter noch ältere Autos die sie vermieten. Diese sind dann erheblich günstiger als die neuen Autos der großen Vermieter.

Von den Kosten mußt Du ungefähr ab DM 1.000,00 pro Monat rechnen (incl. Steuer, Versicherung, Wertverlust, Wartungskosten, Reifen etc.). Ältere Mietfahrzeuge bekommst Du aber auch billiger.

Informieren und vergleichen und es lässt sich viel Geld sparen.

Einen schönen Sonntag wünscht

Friedrich

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Friedrich,

die Idee, kein Eigentum zu erwerben und statt dessen nur einen monatlichen Betrag für die Nutzung zu zahlen, die Liquidität und Kreditlinie nicht durch eine größere Zahlung zu belasten, hat viel Vernünftiges, egal ob privat oder geschäftlich.

Das private Fahrzeugleasing funktioniert allerdings i. d. R. nicht ohne Einmalzahlung, so daß das Liquiditätsargument für den Privatier entfällt.

Ferner gibt es keine Fahrzeug-Leasingverträge auf reiner km-Basis, die also unabhängig vom Zustand des Fahrzeigs nur den km-Stand bei Rückgabe berücksichtigen. Damit taucht für den Leasingnehmer ein Restwertrisiko auf. Ich leiste umgehend Abbitte, wenn Du mir auch nur einen einzigen Leasingvertrag zeigst, der den Fahrzeugzustand zum alleinigen Risiko der Leasinggesellschaft macht.

Je nach erreichtem Versicherungsrabatt kann die obligatorische Vollkaskoversicherung für das Leasing-Fahrzeug zur erheblichen Belastung werden.

Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Fahrzeugleasing hat der Privatmensch nicht. Er kann Sonderzahlung und Leasingrate nur aus bereits versteuertem Einkommen bezahlen. Dies zusammengenommen, ist Leasing für die private Nutzung ein teurer Werbegag.

Wenn man es nicht gar zu ungeschickt anstellt hinsichtlich Modellauswahl und Fahrzeugzustand, erhält man für die Größenordnung einer Leasingsonderzahlung ein Gebrauchtfahrzeug, daß sich problemlos im nächsten Frühjahr mit nur geringem Verlust wieder verkaufen läßt.

Selbstverständlich ist es zu schaffen, jemandem das Privatleasing als lohnenswert vorzurechnen, wenn ich die Vollkaskokosten dezent nicht erwähne und das eben doch stets vorhandene Restwertrisiko verschweige. Im Fall des Fragestellers für eine Zeit von nur wenigen Monaten läßt sich Leasing nicht schönrechnen. Aber auch für die üblichen Laufzeiten von 2 oder 3 Jahren hat der Leasingnehmer die Größenordnung des halben Fahrzeug-Neuwertes bezahlt. Das soll für den Privatmann vernünftig sein? Das ist Irrsinn. Das Zustandekommen derartiger Verträge ist nur erklärbar, weil bei vielen Menschen der Verstand aussetzt, wenn sie die Chance wittern, sich ans Steuer eines fabrikneuen Fahrzeugs setzen zu können.

Tatsächlich sind die Kosten so hoch, daß oft die ständige Taxi-Nutzung billiger wäre.

Gruß
Wolfgang

1 „Gefällt mir“

Hallo Wolfgang,

Deine anfänglichen Bemerkungen gefallen mir und in vielem stimme ich Dir zu. Allerdings sind Deine Bemerkungen zum Schluß nicht gerade hilfreich bzw. fundiert. Wie ich bereits erwähnt habe kommt es darauf an was man will.

Ich stimme Dir aber soweit zu, daß Leasing beileibe kein Allheilmittel ist und das leider viel Mist den Kunden erzählt wird.

Aber jetzt der Reihe nach.

Hallo Friedrich,

die Idee, kein Eigentum zu erwerben und statt dessen nur einen
monatlichen Betrag für die Nutzung zu zahlen, die Liquidität
und Kreditlinie nicht durch eine größere Zahlung zu belasten,
hat viel Vernünftiges, egal ob privat oder geschäftlich.

Stimmt.

Das private Fahrzeugleasing funktioniert allerdings i. d. R.
nicht ohne Einmalzahlung, so daß das Liquiditätsargument für
den Privatier entfällt.

Dies trifft aber im gleichen Maße für eine Fahrzeugfinanzierung zu. Ob eine Einmalzahlung oder Sonderzahlung geleistet werden muß hängt alleine von der Bonität des Leasingnehmer und der flexibilität der Leasinggesellschaft ab.

Ferner gibt es keine Fahrzeug-Leasingverträge auf reiner
km-Basis, die also unabhängig vom Zustand des Fahrzeigs nur
den km-Stand bei Rückgabe berücksichtigen.

Na das ist jetzt aber sehr pauschal was Du da schreibst. Auch bei einem eigenen Auto trifft das zu. Schlechter Zustand = schlechter Wiederverkaufspreis. DAS Risiko trägt jeder selbst.

Aber:
Entspricht das Fahrzeug am Ende der Laufzeit einem den gefahrenen km entsprechendem Zustand so trägt die Leasinggesellschaft das Restwertrisiko. Also gute Pflege = kein Risiko für den Leasingnehmer. Allerdings versuchen viele Händler/Leasinggesellschaften am Ende der Laufzeit den Leasingnehmer (durch anfänglich falsch kalkulierte Restwerte bzw. um die Leasingraten klein zu rechnen) noch entsprechende Zahlungen aufzubrummen. Hierbei gibt es dann die Differenzen die oftmals bekannt werden und die dafür sorgen das Leasing einen schlechten Ruf hat.

Damit taucht für
den Leasingnehmer ein Restwertrisiko auf. Ich leiste umgehend
Abbitte, wenn Du mir auch nur einen einzigen Leasingvertrag
zeigst, der den Fahrzeugzustand zum alleinigen Risiko der
Leasinggesellschaft macht.

Wie geschrieben: Entspricht der Zustand des Autos dem Zeitwert trägt die Leasinggesellschaft das Risiko. Dies gilt aber nur für km-Verträge.

Bei Teilamortisationsverträgen trägt der Leasingnehmer das Risiko. Kommt halt wieder darauf an was man will.

ABER: Für den Zustand eines Autos ist IMMER der Besitzer zuständig bzw. verantwortlich!!!

Je nach erreichtem Versicherungsrabatt kann die obligatorische
Vollkaskoversicherung für das Leasing-Fahrzeug zur erheblichen
Belastung werden.

Zum Vergleichen: Wenn man einen Neuwagen kauft und dieser wird bei einer Bank finanziert, was meinst Du was die Bank als Sicherheit will? Kaufst man ein altes Auto geht es auch ohne. Aber das braucht/kann man auch nicht leasen.

Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit
Fahrzeugleasing hat der Privatmensch nicht. Er kann
Sonderzahlung und Leasingrate nur aus bereits versteuertem
Einkommen bezahlen. Dies zusammengenommen, ist Leasing für die
private Nutzung ein teurer Werbegag.

Dies trifft aber auch auf Finanzierungen zu.

Wenn man es nicht gar zu ungeschickt anstellt hinsichtlich
Modellauswahl und Fahrzeugzustand, erhält man für die
Größenordnung einer Leasingsonderzahlung ein
Gebrauchtfahrzeug, daß sich problemlos im nächsten Frühjahr
mit nur geringem Verlust wieder verkaufen läßt.

???

Selbstverständlich ist es zu schaffen, jemandem das
Privatleasing als lohnenswert vorzurechnen,

Wen jemand richtig kalkuliert braucht er sich nichts vorrechnen zu lassen. Dann vergleicht er selber und sucht die günstigste Variante aus. Da man bei privatem Leasing nur die tatsächlich entstandenen bzw. entstehenden Kosten vergleichen muss (keine Steuerersparnis etc.), geht das relativ einfach.

wenn ich die
Vollkaskokosten dezent nicht erwähne

Dann muss man sich halt die Verträge anschauen. Dort wird immer auf die Vollkasko verwiesen.

und das eben doch stets
vorhandene Restwertrisiko verschweige. Im Fall des
Fragestellers für eine Zeit von nur wenigen Monaten läßt sich
Leasing nicht schönrechnen.

Stimmt, aber der Fragesteller hat auch klar geschrieben, daß er KEIN Auto kaufen will. Also bleibt ihm nur Mieten als Alternative und dazu habe ich ihm auch geantwortet. Wenn er dann aber die Frage stellt: Mieten ist mir zu teuer. Gibt es Alternativen? Dann kannst Du ihm ja den Kauf eines gebrauchten Autos vorschlagen.

Aber auch für die üblichen
Laufzeiten von 2 oder 3 Jahren hat der Leasingnehmer die
Größenordnung des halben Fahrzeug-Neuwertes bezahlt.

Und das finanzierte oder bar bezahlte Auto hat die Hälfte an Wert verloren! Wo ist der Unterschied wenn das Auto verkauft werden soll?

Das soll
für den Privatmann vernünftig sein?

Das ist nie vernünftig. Aber was soll man machen wenn der Nachbar schon wieder ein neues Auto hat?! *ggggg*

Das ist Irrsinn. Das
Zustandekommen derartiger Verträge ist nur erklärbar, weil bei
vielen Menschen der Verstand aussetzt, wenn sie die Chance
wittern, sich ans Steuer eines fabrikneuen Fahrzeugs setzen zu
können.

Das gilt auch und schon wieder bei einer Autofinanzierung.

Tatsächlich sind die Kosten so hoch, daß oft die ständige
Taxi-Nutzung billiger wäre.

Dies ist ein persönliches Urteil von Dir und Deine Meinung. Aber Deine Aussage trifft genauso wieder beim finanzieren zu.

Gruß

Wolfgang

Meine Meinung:

Leasing für Privatpersonen lohnt sich dann, wenn die Leasinggesellschaft über entsprechende Rahmenabkommen mit Hersteller oder Händler verfügt. Die entsprechenden Rabatte an den Leasingnehmer weitergibt und dadurch das Leasing günstiger wird und zwar günstiger als beim finanzieren.

Oder:

Der Kunde will z. B. nach 3 Jahren absolut nichts mit dem Auto zu tun haben. Dann ist der km-Vertrag richtig.

Ansonsten kann man das Auto auch finanzieren und/oder Finanzierung mit Schlußrate abschließen. Da wird die Rate nämlich auch kleiner.

Gruß

Friedrich