BMW - lieber alt oder lieber viel gelaufen?

Hallo!

Ich möchte mir gerne einen „neuen“ gebrauchten BMW Touring der
3er Reihe kaufen. Natürlich habe ich eine preisliche Obergrenze.
Nach intensiver Suche und einem Riiiiiiesenangebot stellt sich
mir nun folgende Frage, auf die ich unbedingt eine Antwort brauche:

In meiner Preisklasse (um 25.000 DM) kann ich entweder ein ca. 4
Jahre altes Auto mit einer Kilometerleistung von etwa 50.000 km
bekommen, oder aber ein neueres, beispielsweise Baujahr 99 oder
noch jünger mit einer Kilometerleistung zum Teil weit über 100.000.

Ich selbst werde voraussichtlich nicht viel mehr als 5.000 km pro
Jahr fahren.

Was ist aus Eurer Sicht denn nun sinnvoller?

Liebe Grüße und guten Rutsch!

Bea

Hallo Bea,
in Deinem Fall würde ich zu einem neueren mit höherer Laufleistung raten. Bei Deiner Jahresfahrleistung dauert es ja eine halbe Ewigkeit bis der Motor aus Altersgründen sein Leben aushaucht. Die 3er Motoren halten (gute Pflege vorrausgesetzt) gut und gern 250.000km und mehr. Bei einem neueren Fahrzeug kommst Du mit Glück in eine bessere Schadstoffklasse und hast eventuell ein paar Gimmicks, die das ältere Modell nicht hat.
Gruss Sebastian

Hallo Sebastian!

in Deinem Fall würde ich zu einem neueren mit höherer
Laufleistung raten. Bei Deiner Jahresfahrleistung dauert es ja
eine halbe Ewigkeit bis der Motor aus Altersgründen sein Leben
aushaucht. Die 3er Motoren halten (gute Pflege vorrausgesetzt)
gut und gern 250.000km und mehr.

Zu bedenken wäre aber auch, daß als die größte Schwachstelle des BMW meist der Fahrer gilt - dieses Auto mit der „sportlichen“ Ausstrahlung wird gerne auch „sportlich“ bewegt, was zumindest früher in recht früh verschlissenen Motoren endete.

Zwar ist nicht jeder BMW-Pilot ein Heizer, aber hier sind sie überproportional vertreten…

Ich persönlich würde eher den älteren Wagen mit geringerer Laufleistung nehmen (was natürlich auch keine Garantie für guten Zustand ist), es sei denn, ich kenne Auto und Fahrer persönlich!

Einen BMW aus Rentnerhand würde ich lieber kaufen als von einem 24-jährigen Heißsporn, und bei dem Vertreter der das Auto im Jahr 40- bis 60tkm über die Bahn scheucht weiß ich auch nicht so recht wie er mit dem Auto umgegangen ist. Klar hat er den Wagen bis dahin nicht kaputtgefahren, aber die Weichen sind schon gestellt. Ist das Auto richtig eingefahren worden? Ist er erst warmgefahren worden, bis er tagtäglich auf der Autobahn gehetzt wurde? Ist er evtl. immer am Limit bewegt worden, vielleicht regelmäßig überladen gewesen (gerade beim Touring keine Seltenheit). Wenn man das alles nicht weiß, sollte man immer vom schlimmstmöglichen ausgehen, damit man hinterher nicht kalt erwischt wird.

Bei einem neueren Fahrzeug
kommst Du mit Glück in eine bessere Schadstoffklasse und hast
eventuell ein paar Gimmicks, die das ältere Modell nicht hat.

Schadstoffklasse ist wirklich interessant, aber bei einer schlechteren Einstufung hat man auch wieder ein Argument um den Preis herunterzuhandeln. Die Gimmicks sollten eigentlich nicht kaufentscheidend sein. Eine Klimaanlage ist in solchen Autos obligatorisch, ohne diese sind die Wagen ja praktisch unverkäuflich und alles andere sollte ja nicht sooo wichtig sein…

Schönen Gruß und guten Rutsch,
Robert

Hallo!

Bea, das kommt, wie immer, drauf an. Deine Frage kann man nur mit einem entschiedenen ja - aber beantworten.

Aussage meines Meisters auf meine frage, bei 70 TKM, verkaufen oder weiterfahren ? (Der wagen war gut zwei jahre alt) wissen sie, zwischen dem vorderen und dem hinteren nummernschild kann so ziehmlich alles kaputtgehen, und dann kommts drauf an !

Du mußt das halt abwägen, wieviele Vorbesitzer ? wieviele Fahrer ? Unfall ? schlimm ? Garage ? Werkstatt gepflegt ? Oder nur gelegentlich bei einem „Freund“ wie sehn die reifen aus ?
welchen eindruck hinterlassen die felgen ? (Borsteinkanten !)
besonders bei alu ! Cave! lassen auch rückschlüsse auf den fahrer zu. usw.

Ein gutes Prozedere ist folgendes. Nachdem du ziehmlich sicher bist den Wagen zu kaufen, sollte also in engster wahl sein,
ich führe den wagen beim tÜV vor. ist alles ok kaufe ich den wagen. die rechnung geht auf mich. wenn nicht sind sie dran.
wenn er kneift erübrigt sich jede weitere diskussion.
daher ist das auch eine gute TESTFRAGE !
Begutachtung in deinem BEISEIN ! 4 augen sehen mehr als zwei. und du kannst fragen fragen fragen. der VK bleibt draußen.
Kannst du auch mit einem guten BMW Meister machen, wenn du einen erläßlichen kennst. Vorher am Kiosk TÜV Report kaufen. schwachstellen aufschreiben und abklopfen, gezielt !

und dann bleibt noch der gang zum händler. ist mit sicherheit nicht teurer, oder nur marginel. aber du bekommst GARANTIE !!

der wagen von privat kann gut sein, da steckt man auch nicht immer drin, aber wenn was passiert ist eine garantie gold wert.

ein zwei reparaturen und dein budget ist im roten bereich.

Ich möchte mir gerne einen „neuen“ gebrauchten BMW Touring der
3er Reihe kaufen. Natürlich habe ich eine preisliche
Obergrenze.
Nach intensiver Suche und einem Riiiiiiesenangebot stellt sich
mir nun folgende Frage, auf die ich unbedingt eine Antwort
brauche:

In meiner Preisklasse (um 25.000 DM) kann ich entweder ein ca.
4
Jahre altes Auto mit einer Kilometerleistung von etwa 50.000
km
bekommen, oder aber ein neueres, beispielsweise Baujahr 99
oder
noch jünger mit einer Kilometerleistung zum Teil weit über
100.000.

Ich selbst werde voraussichtlich nicht viel mehr als 5.000 km
pro
Jahr fahren.

Was ist aus Eurer Sicht denn nun sinnvoller?

Liebe Grüße und guten Rutsch!

Bea

Hi Robert,
erstmal ein frohes Neues.
Das ist mal wieder so eine Frage. Ich habe auch schon Autos erlebt, die bei 70.000km „runtergeritten“ waren. 100.000km bei 4 Jahren halte ich für nicht zuviel. Unsere Firmenwagen laufen 60-70.000km pro Jahr. Das Thema mit dem Einfahren ist eigentlich keins mehr. Ob der Wagen im Aussendienst bewegt wurde, lässt sich ja leicht feststellen. Natürlich gebe ich Dir Recht in dem Punkt, das beim Kauf von Privat der Verkäufer genauso wie das Auto gecheckt werden muss. Aber auch wenig km können Tücken haben. Wenn das Auto fast nur Kurzstrecken im Stadtverkehr zurückgelegt hat, ist das Auto in der Zeit doppelt gealtert. Wenn ich mir die schicken Autos der Bewohner unseres benachbarten Nobel-Altenwohnheims anschaue und sehe, wie die Leute damit fahren… Graus und Grusel. Da wird garantiert nicht aufs Ölthermometer geschaut und ich sehe die Leute immer wieder bei diesen niedrigen Aussentemperaturen mit 40 km/h hochtourig im 2.ten Gang zum 1,5km entfernten Lebensmittelladen fahren. Und auch wenn ich kein so grosser BMW Fan bin, die Zeiten der mördermässig qualmenden 5er BMWs auf der Autobahn sind vorbei. Wenn wir über 7-10 Jahre alte Autos reden, hast Du sicher recht. Aber bei neueren sehe ich das nicht so eng.
Übrigens sind meiner Erfahrung nach die BMW Drängler/Heizer längst von den A4/A6-Fahrern verdrängt worden.
Gruss Sebastian