Bilder vergrößern ohne Qualiverlust

Von: , Frage gestellt am Fr, 15. Sep 2006

Hi! Also ich suche ein Programm, mit dem man Bilder vergrößern kann, ohne das dabei die Quali arg leidet. Ich denke mal, solche Programme werden Pixel mit bestimmten Algorithmen ergänzen? Sodass man eben ein Bild vergrößert, was dann hinterher nicht so super verpixelt ist. Kennt einer da ein Programm?
Gruß, Lars
PS: Kann es leider nicht genauer beschreiben, kenne mich da nicht so aus.

10 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
    Re: Bilder vergrößern ohne Qualiverlust

    Wenn Du ein Programm gefunden hast, dann sag mir Bescheid.
    Wir werden es dann vermarkten und Milionen verdienen!

    Um es banal auszudrücken, es funktioniert nicht.
    Für eine Software gibt es kein Bild als solches.
    Es ist nur eine Ansammlung von farbigen Pixeln.
    Was macht die Software, sie findet z.B. ein rotes Pixel.
    Die Software kann nichts anderes tun als neben das Pixel
    weitere rote zu setzen.
    Ob sie jetzt dazupassen, das kann nur das Auge entscheiden
    und keine Rechenoperation.

  2. Antwort von nach 21 Stunden 1 hilfreich
    mit jedem Bildbearbeitungsprogramm

    Hallo, Also ich suche ein Programm, mit dem man Bilder vergrößern
    kann, ohne das dabei die Quali arg leidet.
    Den Prozess nennt man üblicherweise "Interpolieren".
    Da werden die Pixel tatsächlich so generiert, daß weichere
    Übergänge entstehen.

    Nicht vorhandene Informationen kann man so aber natürlich nicht
    herbeizaubern, so wie das öfters in diversen Filmen gezeigt wird,
    wenn aus einem pixeligen WebCam-Photo plötzlich ein gestochen
    scharfer Bildausschnitt mit 50-facher Vergößerung entsteht. Ich denke mal,
    solche Programme werden Pixel mit bestimmten Algorithmen
    ergänzen? Sodass man eben ein Bild vergrößert, was dann
    hinterher nicht so super verpixelt ist. Kennt einer da ein
    Programm?
    Jedes beliebige Bildbearbeitungsprogramm kann das.
    Z.B. Photshop, Photopaint aver auch die schon genannten
    Freeware- und Sharewareprogramme.

    Gruß Uwi

    • Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
      Re: mit jedem Bildbearbeitungsprogramm

      Ok danke!

  3. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Bilder vergrößern ohne Qualiverlust

    Vergrößern ist in der Tat sehr einfach. Jedes Bildbearbeitungsprogramm kann es, in der bereits beschriebenen Art und Weise.

    Die Qualität ist allerdings eine andere Frage. Je größer der Größenunterschied sein soll, desto mehr leidet die Qualität. Mag sein, dass besonders gute Programme (Photoshop?) auch bessere Algorithmen haben. Irgendwann ist aber immer Schluss. Ohne Qualitätsverlust (insbesondere wenn das Bild hinterher gedruckt werden soll) kann man mit z.B. Photoimpact ca. 15% vergößern. Da sind die Verluste noch kaum wahrnehmbar. Drüber wirds problematisch, Verdopplungen sind sinnlos.

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Bilder vergrößern ohne Qualiverlust

      Hallo, Die Qualität ist allerdings eine andere Frage. Je größer der
      Größenunterschied sein soll, desto mehr leidet die Qualität.
      Das ist so allgemein behauptet eher falsch.
      Mit einer Interpolation leidet die Qualität prinzipiell nicht,
      wenn die Interpolation korrekt ausgeführt wird.
      Im gegeteil, die Qualität wird subjektiv besser. Mag sein, dass besonders gute Programme (Photoshop?) auch
      bessere Algorithmen haben. Irgendwann ist aber immer Schluss.
      Welche Qualitätsveränderungen durch Interpolation entstehen,
      ist schon vom Vergrößerungsfaktor abhängig, allerdings nicht so
      wie du denkst. Ohne Qualitätsverlust (insbesondere wenn das Bild hinterher
      gedruckt werden soll) kann man mit z.B. Photoimpact ca. 15%
      vergößern. Da sind die Verluste noch kaum wahrnehmbar. Drüber
      wirds problematisch, Verdopplungen sind sinnlos.
      Diese Aussage halte für falsch.

      Wenn schon interpoliert werden soll, dann möglichst mit ganzen
      Zahlen als Vergrößerungsfaktor (also z.B. 2, 3, 4 ).
      Bei Vergrößerung mit "krummen Zahlen" (also z.B. 1,2 ),
      gibt es das Problem, daß nur jedes fünfte Pixel geteilt werden
      muß. Infolge dessen werden vor allem dünne Linien und Kanten
      unregelmäßig dicker oder bleiben eben wie sie sind.

      Bei Interpoaltion mit ganzen Zahlen werden aber alle Pixel
      gleichmäßig geteilt, was keine zusätzlichen Interpolationsartefakte,
      wie oben beschrieben, verursacht.
      Gruß Uwi


      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Bilder vergrößern ohne Qualiverlust

        Der Problematik mit den geraden bzw. krummen Vergrößerungsfaktoren stimme ich nach einigem Überlegen zu.

        In meinen übrigen Ausführungen bin ich jedoch als Fotograf davon ausgegangen, dass aus den Vergrößerungen letztlich auch größere Bilder als Print entstehen sollen. In solchen Fällen bringt ein "raufrechnen" der Bilder, also eine Interpolation, eben keinerlei Qualitätsgewinn.

        Sofern es nur um die Betrachtung am Bildschirm geht, mag Interpolation eine Lösung für einige Aufgaben sein. Trotz allem mag ich subjektiv bei einem interpolierten Bild keinerlei Qualitätssteigerung erkennen.

        • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Bilder vergrößern ohne Qualiverlust

          Hallo, größere Bilder als Print entstehen sollen. In solchen Fällen
          bringt ein "raufrechnen" der Bilder, also eine Interpolation,
          eben keinerlei Qualitätsgewinn.
          Sofern es nur um die Betrachtung am Bildschirm geht, mag
          Interpolation eine Lösung für einige Aufgaben sein. Trotz
          allem mag ich subjektiv bei einem interpolierten Bild
          keinerlei Qualitätssteigerung erkennen.
          Ich denke, man kann schon einen Qualitätsgewinn sehen,
          kommt natürlich schon bischen auf die Randbedingungen an.
          Außerden, wenn es am Bildschirm besser aussieht, warum soll
          es dann auf Papier keinen Effekt haben??? Das widerspricht sich.

          Wenn die Pixel im Bild mit bloßem Auge erkennbar sind, macht eine
          Interpolation eine subjektive Verbesserung. Die Kanten und
          Strukturen werden geglättet. Die einzelnen Pixel sind nicht mehr
          zu sehen. Das Bild sieht aus, wie "weichgezeichnet"
          Das würde ich schon als deutlich (subjektive) Verbesserung ansehen.

          Bei Schriften kann es auch Sinn machen.
          Eine Interpolation mit Anti-Alias-Filter erzeugt aus einem
          Schriftzug mit deutlich erkennbaren Pixeln einen
          geglätteten Schriftzug, was durchaus deutlich angenehmer
          aussehen kann, als das pixelige Original.
          Gruß Uwi





          • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Bilder vergrößern ohne Qualiverlust

            Außerden, wenn es am Bildschirm besser aussieht, warum soll
            es dann auf Papier keinen Effekt haben??? Das widerspricht
            sich.
            Nein, es widerspricht sich nicht. Die Auflösung am Bildschirm entspricht ca. 72 dpi. Eine erste annehmbare Printauflösung liegt bei 300 dpi. Da unterscheiden sich die Rahmenbedingungen schon ganz gewaltig. Wenn die Pixel im Bild mit bloßem Auge erkennbar sind, macht
            eine
            Interpolation eine subjektive Verbesserung. Die Kanten und
            Strukturen werden geglättet. Die einzelnen Pixel sind nicht
            mehr
            zu sehen. Das Bild sieht aus, wie "weichgezeichnet"
            Das würde ich schon als deutlich (subjektive) Verbesserung
            ansehen.
            Eine Weichzeichnung kann bei einem detailreichen Motiv nie eine Verbesserung sein. Insbesondere im Print kommt es auf Schärfe an, nicht auf Weichzeichnung. Die Weichzeichnung wird bei der Vergrößerung schnell zur Unschärfe. Unschärfe läßt Details verschwinden. Z.B.: Feine Details wie Haare bei einem Portraitfoto etc. verschwimmen bei einer Weichzeichnung. Bei Schriften kann es auch Sinn machen.
            Eine Interpolation mit Anti-Alias-Filter erzeugt aus einem
            Schriftzug mit deutlich erkennbaren Pixeln einen
            geglätteten Schriftzug, was durchaus deutlich angenehmer
            aussehen kann, als das pixelige Original.
            Stimmt in diesem Fall, gilt aber größtenteils nur für Schriften. Das liegt daran, dass Schriften im Regelfall auf kleinen Größen basieren, eine Vergrößerung daher in der Tat sehr pixelig werden würde. Derart kleine Datenmengen fallen bei Fotos selten an. Im übrigen ist auch bei Schriften ab einer gewissen Größe eine Vektorisierung besser als Anti-Alias-Filter.

            In diesem Fall ein kleiner Versuch: Erstelle in einer normalen Pixel-basierenden Bildbearbeitung (Photoshop, Photoimpact etc.) eine Schriftzug in Größe 12 und speichere das Bild dann als JPG File. Schließe die Datei, öffne sie wieder und vergrößere sie auf das zehnfache. Das Ergebnis ist eine reguläre Vergrößerung durch Interpolation.
            Nimm dann eine neue Datei in der Bildbearbeitung und erstelle den Schriftzug in Schriftgröße 60. Wieder speichern, schließen, neu öffnen und auf das Doppelte vergrößern.
            Vergleiche nun beide Schriften und Du wirst die Grenzen und die Probleme der Interpolation erkennen. Wenn Du dann dagegen eine Datei betrachtest, die die Schrift gleich in Größe 120 aufgenommen hat, dann siehst Du, dass das Ausgangsmaterial immens wichtig für die spätere Größe der Darstellen, sei es per Monitor oder als Print, ist. Vergrößern per Software bringt daher grundsätzlich immer Qualitätsverluste.



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