Re: hpgl datei konvertieren
Habe schon zahlreiche HPGL-Files von technischen Zeichnern für den Druck in Fachzeitschriften (Geschäftsgrundrisse) adaptieren müssen. Das Problem ist, dass es viel zu viele unnötige Informationen im Originalgrundriss gibt (Elektro, Unterzüge, Lichtleitungen ...), dass man auf dem verkleinerten Grundriss im A4-Heft nix mehr erkennt.
Ich habe die HPGLs im CorelDraw entweder "importiert" oder "geöffnet" (ist mal so, mal so besser gegangen - ausprobieren), indem ich bei Dateiformat "HPGL" angewählt habe ("alle Formate" wird nix). Dann habe ich die Ebenen, die aus grafischer Sicht unnötig waren, gelöscht (manchmal habe ich das auch den Technikern schon gesagt, wenn möglich) und Linienstärken angepasst an die Ausgabegröße, Tonflächen eingezogen usw.
Der große Nachteil bei technischen Plänen ist, dass sie meist sehr groß sind (A1 oder A0), dass sie verschiedenfarbige Linien haben, die aber alle gleich dick kommen (vom Prizip aufbauend auf die alten Rotring-Tuschestifte, Gelb = 0,35 usw.). Wenn nun ein ehemals A1 großer Grundriss in meiner Fachzeitschrift A5 haben soll, muss ich natürlich die Linienstärken anpassen, auch nach Wichtigkeit (z.B. Möbel in 0,4, Wegeführungen in 0,2, Gebäudeteile mit Schraffur usw.), und zwar bezogen auf die Ausgabegröße. D.h. ich habe im Corel den Plan so kleingezogen, dass er in etwa meiner Ausgabegröße entspricht. Dann bleiben die Linien im Exportformat EPS auch so, wie ich sie vorgesehen habe. Wobei man beim Export anklicken kann, ob sich die Linien proportional mitverkleinern sollen oder immer gleich dick bleiben sollen. Geht nur im beschränkten Rahmen, weil bei einer zu kleinen Abbildung die vorgewählten Linienstärken schon ineinander laufen können und damit zuschmieren.
Wenn der Grundriss so ist, wie gewünscht, dann exportiere ich ihn als EPS - den kann ich dann in InDesign & Co einbauen.
Gruß, Artefakt