Antwort von
nach einem Tag
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Re^2: Tante Friedas Bratensoße
Hi Jörg
vernünftig angerührtes Mehl hat keine Klumpen ;-)
Also das Mehl in die Tasse und nach und nach Wassser zugeben,
feste durchkneten. Es bildet sich ein geschmeidiger Teig, der
bei weiterer Wasserzugabe dünnflüssig wird, ein wenig stehen
lassen, ganz langsam in die Sosse geben, dabei ordentlich
umrühren.
Aber das ist ja die kastrierte Version für neumodische
Kalorienfanatiker ;-).
Tante Frieda ist noch vom alten Schlag, die macht das so:
Butter und Mehl zu gleichen Teilen, die Butter schmelzen, ein
wenig erhitzen, bis sie klar ist, also das Wasser darin
verdampft.
Mehl einstreuen, mit dem Holzlöffel gut durchrühren und
vorsichtig erhitzen, jetzt beginnt die Stärke zu fermentieren,
es bildet sich das wasserlösliche Dextrin, das eigentliche
Verdickungsmittel.
Abkühlen lassen, in einen Topf geben, etwas heissen Bratensaft
zugiessen, mit dem Schneebesen durchschlagen, bis die Mischung
homogen ist. Jetzt langsam erhitzen und den Rest zugeben.
Perfekt ;-)
Gruß
Rainer
Hallo Rainer,
da spricht bzw. schreibt wohl der Profi. Damit wäre Teil 1 und 3 der Frage beantwortet. Bleibt nur noch Frage 2, warum es so wichtig ist, wie und in welcher Reihenfolge man die Zutaten (Mehl und Wasser) vermischt.
Natürlich ist Tante Frieda vom alten Schlag, aber wegen ihrer Diät mußte sie die Butter schweren Herzens weglassen. Der Braten war eigentlich schon viel zu fettig.
Jörg