Qualitätsmanagementhandbuch

Von: , Frage gestellt am Mi, 26. Nov 2003

Liebe Forum Nutzer, insbesondere QM-Experten,
ist es nötig für die Wiederholungszertifizierung nach DIN 9001:2000 nötig, das gesamte Handbuch welches bereits nach DIN 9001:1994 zertifiziert wurde zu ändern oder genügt es die durch das Überwachungsaudit festgestellten Abweichungen zu beseitigen????????

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1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Re: Qualitätsmanagementhandbuch

    Liebe Forum Nutzer, insbesondere QM-Experten,
    ist es nötig für die Wiederholungszertifizierung nach DIN
    9001:2000 nötig, das gesamte Handbuch welches bereits nach DIN
    9001:1994 zertifiziert wurde zu ändern oder genügt es die
    durch das Überwachungsaudit festgestellten Abweichungen zu
    beseitigen????????
    Hallo Ronny

    Das kann man nur mit Wenn-Dann Sätzen beantworten:
    Wenn beim Überwachungsaudit bereits ausdrücklich die Version 2000 angewendet
    wurde und wenn das Handuch die Normanaforderungen des Punktes 4.2.2
    Qualitätshandbuch und die gesammte Dokumentation auch alle Anforderungen der ISO
    9001:2000 erfüllt, reicht das als Minimalvariante aus.
    In der Einleitung der Norm steht ausdrücklich, dass Managementsysteme nicht
    einheitlich strukturiert oder dokumentiert sein müssen, also steht es jedem frei,
    nur durch Ergänzungen den Umstieg zu schaffen.
    Der Knackpunkt der alten Handbücher ist meistens, dass zwar Anwendungsbereiche
    und Verweise vorhanden sind, aber nichts über Prozesse und deren Wechselwirkungen
    drin steht. Das muss also in jedem Fall rein.

    Die Frage ist, ob das auch weiterhin etwas sinnvolles, einigermaßen lesbares und
    praktikables ergibt, besonders, wenn das alte Handbuch nach den 20 Elementen
    aufgebaut ist, die es in der Anordnung nicht mehr gibt.
    Als sinnvolle Alternative zu einem kompletten Neuansatz kann man seiner alten
    Dokumentation eine neue Haube aufsetzen, die sich ausschließlich auf die drei
    ausdrücklichen Anforderungen konzentriert und das neue Schriftstück Handbuch
    nennen.
    Das heißt :
    Angabe des Anwendungsbereiches und allfälliger Ausschlüsse
    Als Hauptteil Definition und Zusammenspiel der eigenen Prozesse, einschließlich
    deren Überwachung
    brauchbare Texte werden einkopiert oder es wird von dort aus sinnvoll auf die
    alte Dokumentation (auch das alte Handbuch) verwiesen
    Damit schafft man eine übergeordnete Beschreibung, die das Prozessdenken
    beinhaltet und zeigt auf , wie die alten Elemente, die ja alle weiterhin
    Anforderungen sind, zusammenspielen.

    föhn-x

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