Gesucht: EULA zu ServicePack 2, Windows XP

Hallo,

aus Interesse und weil ist sehr befremdliche Dinge darüber gehört habe: hat jemand einen Link zur aktuellen EULA vom Servicepack 2?

Google und auch die Suchfunktionen auf der Seite von MS haben mich da nicht weitergebracht. Eigentlich sollten die Lizenzbedingungen auch prüfbar ein, bevor man mit dem Download anfängt, oder?

Danke für Hilfe im Voraus,

Sebastian

Hallo, Sebastian,

klick’ mal hier: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?...

Ist es das, was Dich interessiert ?

Falls der Link nicht funktioniert, lies das Board „Empfehlenswerte Seiten“.

Gruß
LouLou

Nachtrag
Sorry, habe gerade gesehen, daß Du den Thread schon kennst. :wink:
LouLou

EULA Änderungen auf Sicherheits-CD
Salü Sebastian

Dir als Informatiker sind die Unterschiede von Patches und (Hot-) Fixes gegenüber Versionen und Release durchaus klar!
Eine Sicherheits CD enthält Patches und (Hot-Fixes), ggf gebündelt in „Service Paketen“. Diese beinhalteten (IMHO) noch nie eine geänderte EULA.

Man könnte ausufernd darüber diskutieren, ob Win 98 SE nun ein Servicepaket war oder eine neue Version. So MS die Lizenfrage handhabte wird es klar als eigenes Release gesehen. Also müsste es sinnstiftend Version 98.1 heisse - analog dem Sprung von Windows 3 auf Windows 3.1. Nach der Win98 SE Version gab es die Patches und (Hot-) Fixes für Win 98 in zwei Versionen. Obwohl der Kernel des OS identisch war.

Ob und wie MS das SP2 für Win XP im Sommer handhabt wird man sehen müssen. Die Änderungen / Erweiterungen sind in jedem Fall gross. Bsp. die Bluetooh unterstützung. Auch ist sicher, dass wenn es ein WIN XP SE2 gibt, die Patches und und (Hot-) Fixes für beide Versionen gepflegt werden. Genau so sicher wie sich MS vor einem oder zwei Monaten dem öffentlichen Druck gebeugt hat und WIN98 bis 2006 weiterpflegt.

Epilog:
Es gibt und gab nie ein EULA spezifisch für Patches / (Hot-) Fixes. Auch nicht wenn diese in SP gebündelt sind.

viele Grüsse
Peter
PS:
Da diese CD sicher in diversen Facheitschriften aufliegt, werde ich für Dich jede Datei mir Argusaugen nach juristischverwertbaren Aussagen abklopfen :wink:.

Hallo,

Dir als Informatiker

Oh, das muß ein Gerücht sein.

Eine Sicherheits CD enthält Patches und (Hot-Fixes), ggf
gebündelt in „Service Paketen“. Diese beinhalteten (IMHO) noch
nie eine geänderte EULA.

Keine Ahnung. Vielleicht ist das ja auch mal FUD, der nicht von MS ausgeht, aber ich habe etwas entsprechendes munkeln gehört.

Ob und wie MS das SP2 für Win XP im Sommer handhabt wird man
sehen müssen. Die Änderungen / Erweiterungen sind in jedem
Fall gross. Bsp. die Bluetooh unterstützung.

Ja. Anscheinend gab es das bisher nicht nativ?

Es gibt und gab nie ein EULA spezifisch für Patches / (Hot-)
Fixes. Auch nicht wenn diese in SP gebündelt sind.

Hm. Ok.

Da diese CD sicher in diversen Facheitschriften aufliegt,
werde ich für Dich jede Datei mir Argusaugen nach
juristischverwertbaren Aussagen abklopfen :wink:.

Danke.

Gruß,

Sebastian

Hallo,

Eine Sicherheits CD enthält Patches und (Hot-Fixes), ggf
gebündelt in „Service Paketen“. Diese beinhalteten (IMHO) noch
nie eine geänderte EULA.

http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;%5…

Keine Ahnung. Vielleicht ist das ja auch mal FUD, der
nicht von MS ausgeht, aber ich habe etwas
entsprechendes munkeln gehört.

Scheint doch nicht so abwegig zu sein:
http://www.theregister.co.uk/content/4/26517.html
_Windows XP Service Pack 1 and Windows 2000 Service Pack 3 contain a new condition which asks you to allow Windows to go and install future updates.

„You acknowledge and agree that Microsoft may automatically check the version of the OS Product and/or its components that you are utilizing and may provide upgrades or fixes to the OS Product that will be automatically downloaded to your computer“ …_

In die gleiche Richtung: http://www.theregister.co.uk/content/4/25956.html

Gruß,

Sebastian

automatische Updates
Salü Sebastian

Hallo,

Eine Sicherheits CD enthält Patches und (Hot-Fixes), ggf
gebündelt in „Service Paketen“. Diese beinhalteten (IMHO) noch
nie eine geänderte EULA.

http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;%5…

Du spielst sicher auf diesen Satz an:
„Der Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) zu Windows 2000 Service Pack (SP) wird angezeigt. Der Benutzer muss die Option wählen, mit der der Lizenzvertrag akzeptiert wird, oder die Installation abbrechen.“

Ich muss zugeben, dass ich diesen Satz irritierend finde. Unabhänig das ich noch noch nie davon hörte, dass das jemals Konsequenzen hatte,
werde ich mal in den SP nachsehen, was für EULA da drin stehen könnten.

Keine Ahnung. Vielleicht ist das ja auch mal FUD, der
nicht von MS ausgeht, aber ich habe etwas
entsprechendes munkeln gehört.

Scheint doch nicht so abwegig zu sein:
http://www.theregister.co.uk/content/4/26517.html
_Windows XP Service Pack 1 and Windows 2000 Service Pack 3
contain a new condition which asks you to allow Windows to go
and install future updates.

„You acknowledge and agree that Microsoft may automatically
check the version of the OS Product and/or its components that
you are utilizing and may provide upgrades or fixes to the OS
Product that will be automatically downloaded to your
computer“ …_

Deine kritische Sicht ist notwendig. Microsoft hat es durch die Verbreitung seiner Software geschafft, einen Teil der globalen Infrastruktur zu werden. D.h. das versagen des PC eines wichtigen Menschen, kann MS als inkompetenz oder gleichgülitgkeit ausgelegt werden. Sie müssen für millionen von Coatch Potatos die nicht mal ihren Video programmieren könnne, die Verantwortung übernehmen. US - Amerikaner packen bei Problemen zu und schaffen Lösungen (zumindest für das gerade anstehende Problem).
Analog den Virensuchprogrammen in den 90 er Jahren, denen man immerwieder mittels Indizien enge Kontake zu Virenschreibern nachweisen konnte (Quellmaterial nicht zur Hand - Gedächnisprotokoll), könnte es sein das diese unheimliche Flut an Patches und Fixes, die plötzlich mit Win XP losgingen, Teil eines gigantischen Planes der Kontrolle lokaler Computerintelligenz ist.
Analog E.J. Hoovers (FBI) Macht über die Welt auf Grund intimster Informationen, könnte man sich vorstellen, das mittels Microsoft eine kulturelle und wirtschaftliche Infiltration stattfindet.

Fakt ist in jedem Fall, das die USA als Weltmacht entschlossen die Zukunft gestaltet, während die Europäer sich in Grabenkriegen zerstreiten. Europa hat das World Wide Web erfunden, aber die faktische Macht übers Internet hat die USA.
Genauso wie GPS der USA gehört und sie die Satelliten jederzeit abstellen können.
China hat das schon lange erkannt und hat eigene ehrgeizige Pläne (z.b. Weltraumforschung).
Und was machen wir? Die US Regierung ruft zum Kriege gegen den Willen der UNO und einen selten hoch akzeptierten Leader. Und die europäische Allianz bröckelt auseinander…

In die gleiche Richtung:
http://www.theregister.co.uk/content/4/25956.html

Dieser Artikel ist anderhalb Jahre alt und hat keine Resonanz in den Fachkreisen bewirkt.

Gruß,

Sebastian

Epilog:
So läppisch Diskussionen um EULAS erscheinen mögen, sie sind notwendig und sinnvoll. Wer weiss, was die Juristen der Grosskonzerne und zentralistischer Institutionen wie der EU daraus machen. Auch über die Perlen die die Indianer für New York erhielten, haben anfangs alle gelacht…

Grüsse Peter

Hallo,

Deine kritische Sicht ist notwendig. Microsoft hat es durch
die Verbreitung seiner Software geschafft, einen Teil der
globalen Infrastruktur zu werden.

ACK.

Sie müssen für millionen
von Coatch Potatos die nicht mal ihren Video programmieren
könnne, die Verantwortung übernehmen.

Nein. Jegleiche Verantworting für das, was die Software anrichtet, wird abgelent. Lies Dir mal eine EULA durch und direkt danach die GPL. Verantwortung für das, was der Nutzer macht übernimmt keiner, in beiden Fällen.

Aber während die EULA von Einschränkungen handelt, spricht die GPL ersteinmal von Freiheit (die – um der Freieit willen – geringfügig eingeshränkt wird).

Analog den Virensuchprogrammen in den 90 er Jahren, denen man
immerwieder mittels Indizien enge Kontake zu Virenschreibern
nachweisen konnte (Quellmaterial nicht zur Hand -
Gedächnisprotokoll), könnte es sein das diese unheimliche Flut
an Patches und Fixes, die plötzlich mit Win XP losgingen, Teil
eines gigantischen Planes der Kontrolle lokaler
Computerintelligenz ist.

Ich möchte nicht zu weit gehen mit meinen Spekulationen. Ich weiß nur, daß Microsoft den eigenen Code für ein Sicherheitsrisiko hält, sofern er bekannt wird. Ich weiß, daß dieser Code an bestimmte Institutionen dennoch vergeven wird: an Geheimdienste der USA aber auch an Staaten wie Chine. Ich weiß, daß es zumindest in einem kryptgrahischen Modul von Windows einen „NSA-Key“ gab (dessen funktion mangels Quellcode übrigens nie öffentlich untersucht werden konnte und somit weiter unbekannt ist).

Es ist bekannt, daß zukünftige Datenformate sich innerhalb des DRM nur noch nach Rückfrage an einen Server zwecke überprüfung der „Berechtigung“ öffnen lassen. Esist bekannt, daß sich auf diesem Wege Daten gezielt (auch im Nachhinein) unbrauchbar machen lassen.

Es ist bekannt, daß Microsoft sehr eigentümliche Vorstellungen ggenüber freier Meinugsäußerung hat (In einer Version der Frontpage-Lizenzbedingungen war sinngemäß {aus den tiefen Abgründen meies löcherigen Gedächtnisses} ein Absatz, daß man keiene negativen Äußerungen genüber MS-Produkten verbreiten darf)

Es ist bekannt, daß MS planmäßig die Wahlmöglichkeiten und die Freiheit des Nutzers eindämmen möchte (die Halloween-Dokumente kennst Du?)

Mal im Ernst: Wer ist immernoch der Meinung, daß man sich in die Hände dieses Softwareherstellers unter dieser Prämisse begeben will?

Fakt ist in jedem Fall, das die USA als Weltmacht entschlossen
die Zukunft gestaltet, während die Europäer sich in
Grabenkriegen zerstreiten.

Ja? Tun sie das? Wo bist Du in dem Punkt der Meinung (auf IT/Internet bezogen).

Europa hat das World Wide Web
erfunden, aber die faktische Macht übers Internet hat die USA.

Durchaus in Teilen.

Genauso wie GPS der USA gehört und sie die Satelliten
jederzeit abstellen können.

Ja, da habe ich auch kein gutes Gefühl. Dein Argument eben war übrigens sehr „Anti-Microsoft“ - hast Du das gemerkt?

Egal, ich will den Gegensatz Microsoft – freies System garnicht auf „böses Amerika – tolles Europa“ oder so reduzieren. Darum geht es nicht primär.

Die Ideen hinter freier Software sind auf eine Art ur-amerikanisch: jeder ist frei zu tun, das was er will, solange es niemandem schadet. Jeder hat eien Wahlmöglichkeit.

Diese Ideale der Freiheit werden leider systematisch(!) untergraben. Ich denke, wir sollten selbständig genug denken und reflektieren, ob wir das wollen. Meine Meinung – und auch meine Konsequenz daraus – ist klar.

Gruß,

Sebastian

Verantwortung der Benutzer und Microsoft
Salü Sebastian

Sie müssen für millionen
von Coatch Potatos die nicht mal ihren Video programmieren
könnne, die Verantwortung übernehmen.

Nein. Jegleiche Verantworting für das, was die Software
anrichtet, wird abgelent. Lies Dir mal eine EULA durch und
direkt danach die GPL. Verantwortung für das, was der Nutzer
macht übernimmt keiner, in beiden Fällen.

Wir sprechen von zwei verschiedenen Dingen. Ob EULA oder GPL ein Produzent wird von der Öffentlichkeit und seinen Institutionen für seine Produkte belangt. Siehe Tabakindustrie in den Staaten oder die Konsumentenschutzgesetze in der Schweiz / Deutschland.

Der schlagartige Ausfall von Millionen von Windows durch den Blasterwurm war einzigartig. Analog dem 11. September und dem World Trade Center. Wenn ein Fehler so schwerwiegend ist, vergessen die Menschen jedes gesunde Mass und erst Recht Verträge wie GPL / EULA.

D.h. das Microsoft auf Grund ihres enormen geschäftlichen Erfolges mit jedem Fehler oder Gestaltung ihrer Feature ins Rampenlicht gezehrt wird.
Es ist für den ungeduldigen Konsumenten des 21. Jahrhunderts ein MUSS, dass er standardmässig Adminrechte hat. Wenn ich mir vorstelle, wie diese Benutzermeute mit ihrem 10% Wissen toben würde, wenn sie vor
dem nutzen gewisser Funktionen sich zuerst Rechte aneignen müssten. Und jeder lügt, der behauptet, sie würden in weiser Einsicht, im Sinne des Selbtschutzen, nachher diese Rechte wieder abgeben.
Dazu folgende Analogie: Wenn Du in einem Dorf aufwächst, weisst Du das die Türen offen stehen. Du kannst hinein, Dich über die Person informieren, seine Resourcen benutzen. Der Konsument will mit einem Gedanken seinen Computer bereit wissen und JEDERZEIT alles alles machen können. Keine Wenns, keine Abers, keine „Wenn/Danns“…

Sowohl das Vertrauen wie die hochgepuschten Egos sind Teil unserer westlichen Kultur. Das sieht man beispielsweise auch an der Architektur. Seien es die Reste von Stadtmauern aus dem Mittelalter oder andre Gebiete wo Häuser in grossen Innenhöfen mit hohen Mauern umgeben sind.
Wir gedeihen besser in einer offen und von Vertrauen bestimmten Umgebung. Wie weit der Individualismus uns förderlich ist, wird die Zeit weissen.

Seit Windows 2000 hat ein Benutzer Sicherheitsmechanismen an Board, die sich mit einer verschliessbaren Haustüre vergleichen lassen: Anmelden mit Passwort, Firewall (intern ab Win XP), Datenverschlüsselung auf NTFS Laufwerken, Bildschirmschoner mit Passwortschutz, Dokumente können mit Passwort geschützt werden, und und und. Natürlich können diese Schutzmechanismen ausgehebelt werden. Genauso wie eine verschlossene Tür oder eine Wegfahrsperre beim Auto. Man muss sich einfach in die Materie einarbeiten und sich informieren.
Du weisst sehr genau, dass je höher Du den Anspruch der Sicherheit stellst, desto aufwendiger und komplizierter wird Dein Alltag. Ich selber habe viele Benutzer betreut. Ich habe viele Kollegen die seit vielen Jahren Benutzer betreuen. Das häufigste und dringenste Problem mit Abstand! waren IMMER die Benutzer. Sei es, dass sie ihre Passwörter vergessen haben und dringend an das Sitzungsprotokoll müssen. Sei es das sie zu faul sind sich für Ihre Passwörter eine Methode zu überlegen, die A. gewährleistet das sie ihre verwendeten Passwörter rekonstruieren können, B. ein Dritter nicht mit 5-6 Versuchen diese errät…

Kurz und bündig: Je höher das Mass der sogenannten Sicherheit die wir von „Systemen“ fordern, desto stressiger wird unser Alltag.

Ein weiterer Aspekt ist der der Eigenverantwortung und Ethik
Telepolis greift das in dem Artikel „Die Welt der Raubkopierer: Eine Geschichte von Sammlern und Jägern“ auf
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/te/9171/1.html
Auszug:
schnipp–>
Du kommst an einem HiFi-Laden vorbei. Im Schaufenster siehst du ne Anlage. Schick, aber teuer. Weit außerhalb deiner finanziellen Möglichkeiten. Unter normalen Umständen würdest du dich nicht weiter dafür interessieren, aber dieser Laden ist ungewöhnlich. Seine Fenster haben keine Scheiben, es gibt keine Alarmanlage. Wenn du die HiFi-Anlage mitnimmst, bedeutet das für den Besitzer keinen Verlust, weil sofort eine andere am selben Platz erscheint. Und was noch viel besser ist: Du kannst die Anlage klemmen und keiner hält dich auf. Denn niemand sieht dich. Niemand wird dir folgen. Niemand wird je erfahren, dass du die Anlage hast. Du wirst nie erwischt. Jetzt mal ehrlich: Würdest du die Anlage mitnehmen?

Hallo,

Nein. Jegleiche Verantworting für das, was die Software
anrichtet, wird abgelent. Lies Dir mal eine EULA durch und
direkt danach die GPL. Verantwortung für das, was der Nutzer
macht übernimmt keiner, in beiden Fällen.

Wir sprechen von zwei verschiedenen Dingen. Ob EULA oder GPL
ein Produzent wird von der Öffentlichkeit und seinen
Institutionen für seine Produkte belangt.

Ja, zumindest moralisch. „Microsoft mit Mist und schlecht“ resultiert in der Tat aus dieser öffentlichen Belangung. Vor Gericht wird man aber gegen Microsoft wenig machen können, zumindest was Unannehmlcihkeiten, Arbeitsverzögernugen und Ausfälle durch deren Software bedingt.

Gut, das ist eine klare Haltung, mit der ich ja auch leben kann. Was mich nervt, ist dann das herumgepoltere, daß Linux keinen Support hat (m Gegensatz zu den MS-Produkten). Das kann ich mir nur als Wahrnehmungsstörung erklären. Und die Programmqualität ist auch nicht etwas, wo Microsoft sehr glänzt, nicht wahr?

Siehe Tabakindustrie
in den Staaten oder die Konsumentenschutzgesetze in der
Schweiz / Deutschland.

Da herrschen ganz merkwürdige Einstellunegn. Zu den USA mag ich lieber nichts sagen, aber wenn selbst in DE ein Jurist (Richter) gegen die Tabakindustrie klagt, er hätte irgendwie nicht gewußt, daß Rauchen schädlich ist, dann fälllt mir nichts mehr dazu ein.

Der schlagartige Ausfall von Millionen von Windows durch den
Blasterwurm war einzigartig. Analog dem 11. September und dem
World Trade Center. Wenn ein Fehler so schwerwiegend ist,
vergessen die Menschen jedes gesunde Mass und erst Recht
Verträge wie GPL / EULA.

Was meinst Du damit konkret? Ist die EULA verletzt worden? Ich sehe hier den Punkt nicht. Beide Vereinbarungen sagen: Wenn etwas passiert, hast Du Pech gehabt. Bei der GPL kann man sich das, worauf man sich einläßt ansehen (oder ansehen lassen), bei der MS EULA ist es halteine art Überaschuungs-Ei.

D.h. das Microsoft auf Grund ihres enormen geschäftlichen
Erfolges mit jedem Fehler oder Gestaltung ihrer Feature ins
Rampenlicht gezehrt wird.

Das klingt so wie das, was der MS Chef für Deutschland heute gesagt hat: Windows ist so weit verbreitet, praktisch jeder ist ein Windows-Nutzer. Darum hat es leicht so schlechte Schlagzeilen.

Wieviele Leute Linux-Nutzer sind (ja, Du auch als Kunde von GMX) hat er dann lieber nict weiter vertieft.)

Es ist für den ungeduldigen Konsumenten des 21. Jahrhunderts
ein MUSS, dass er standardmässig Adminrechte hat. Wenn ich mir
vorstelle, wie diese Benutzermeute mit ihrem 10% Wissen toben
würde, wenn sie vor
dem nutzen gewisser Funktionen sich zuerst Rechte aneignen
müssten. Und jeder lügt, der behauptet, sie würden in weiser
Einsicht, im Sinne des Selbtschutzen, nachher diese Rechte
wieder abgeben.

Das ist sicher eine Frage der Gewohnheit. Wir haben es ja beigebracht bekommen. „Windows-XP ist Intuitiv und sicher“. „Intuitiv“, weil jeder auf die Teletubby-Oberfläche losklicken kann. „sicher“, weil man auch Benutzerrechte vergeben kann. Dummerweise wird das dem Nutzer, der der unbedarfen Zielgruppe angehört, nichteinmal wenihstens empfohlen während der Installation. Das ist fahrlässiges und stümperhaftes Design, gerade wenn man sich auf Intuition und Sicherheit beruft. Punkt.

Und nocheinmal auf den ungeduldigen Konsumenten zurückzukommen: Kein Mensch vernünftiger Mensch baut den Auspuff seines Autos ab und läsßt das Öl ab nur weil das Auto damit leichter wird und besser beschleunigt. Da läßt man einfach die Finger von, wenn man nichts versteht. Autos gehen kaputt durch sowas.

Bei Computern hat sich diese EInstellung noch nict durchsetzen können.

Dazu folgende Analogie: Wenn Du in einem Dorf aufwächst,
weisst Du das die Türen offen stehen. Du kannst hinein, Dich
über die Person informieren, seine Resourcen benutzen. Der
Konsument will mit einem Gedanken seinen Computer bereit
wissen und JEDERZEIT alles alles machen können. Keine Wenns,
keine Abers, keine „Wenn/Danns“…

Kann er gerne machen, aber dann eben auch im Dorf (seinem Netzwerk zu Hause). Sobald er in der Stadt ist, passt er auf, daß er sein Auto nicht mit laufendem Motor im Kiez abstellt, auf daß Crash-Kids sich einen netten Nachmittag machen.

Das Internet ist eben nicht nett, das wird sich auch nicht ändern. (Bzw: das hat sich schon geändert). Wer sich und andere nicht sichern mag, sllte draußen bleiben, so hart das klingen mag.

Ich selber habe viele Benutzer betreut. Ich habe
viele Kollegen die seit vielen Jahren Benutzer betreuen. Das
häufigste und dringenste Problem mit Abstand! waren IMMER die
Benutzer. Sei es, dass sie ihre Passwörter vergessen haben und
dringend an das Sitzungsprotokoll müssen. Sei es das sie zu
faul sind sich für Ihre Passwörter eine Methode zu überlegen,
die A. gewährleistet das sie ihre verwendeten Passwörter
rekonstruieren können, B. ein Dritter nicht mit 5-6 Versuchen
diese errät…

Ja, da hast Du leider recht. Da ist noch viel Erzeihungsarbeit zu leisten. {Ausblick: Die nächste Frage wird sein: wie weiß ich, daß ich meinem Computer trauen kann, wenn ich ihm mein Passwort gebe. Spanndende Frage - ich weiß es nicht}

Ein weiterer Aspekt ist der der Eigenverantwortung und Ethik
Telepolis greift das in dem Artikel „Die Welt der
Raubkopierer: Eine Geschichte von Sammlern und Jägern“ auf

Nett.

Keine Ahnung. Ich habe irgendwann auch mal Software gehabt, die – naja, ich will mich nicht zu detailliert outen :smile: Mitlerweile habe ich sowas aber nicht mehr und will sowas auch nicht haben. Alterserscheinung?

Die neueste Knoppix CD hat einen NTFS Treiber mit dem man auf
NTFS Laufwerke schreiben kann. Das wird sicher einige
veranlassen die Registry Dateien auf Windows PC auszutauschen
und so das Sicherheitssystem auszuhebeln…

Kann man nichteinmal mit dem Registry-Editor aus dem System alle Einträge bearbeiten? *Phew* …

Makrosprachen […] sind nützliche und
langersehnte Helfer.

Ja.

Viren wie der „Loveletter“
http://www.tu-berlin.de/www/software/virus/lovelette…
sind ein primär ethisches Problem.

Ich habe gerade nicht den Verbreitungsmechanusmus im Detail im Kopf (und bin gerade offline), aber ich sehe die Probleme der Schadsoftware allgemein als technisches Problem an. Der Benutzer macht – ohne daß er es will Dinge, die er sonst nicht tun würde. Das System ist hochautomatisch aber völlig intransparent. Ein Klick auf eine Mail-Nachricht zeigt keine Daten sondern startet Programme. Komisch…

Bist Du denn gar
nicht schockiert, dass ein Dritter Deine Kreditkartennummer
beschaffen kann und Dir jede Menge Umtriebe bescheren kann?

Mir ist das Kreditkartensystem ziemlich suspekt. Mein Lieblingsbeispiel: wenn ich eine Kreditkarte „finde“, kann ich an den einschlägigen Automaten der Bundesbahn Fahrkarten kaufen. Ohne irgendwas einzutippen als das Ziel, die Zeit und die Klasse. Keine PIN, nichts.

Daß man andereseits mittels Kreditkarte udn Fahrkartenkauf wundersame Bewegungsprofile erstellen kann, kommt hinzu. Mit jeder Bahnschwelle, die wir überfahren, hinterlassen wir ein Bit im globalen Datenpool. Oder so.

Aber während die EULA von Einschränkungen handelt, spricht die
GPL ersteinmal von Freiheit (die – um der Freieit willen –
geringfügig eingeshränkt wird).

Bitte zitiere die Stellen mit konkreter Bezugnahme auf das
benannte GPL / EULA

EULA (XP):
Quelle http://proprietary.clendons.co.nz/licenses/eula/wind…, Hervorhebungen durch mich.

_Installation and use.

You may install, use, access, display and run one copy of the Product on a single computer, such as a workstation, terminal or other device („Workstation Computer“). The Product may not be used by more than two (2) processors at any one time on any single Workstation Computer. You may permit a maximum of ten (10) computers or other electronic devices (each a „Device“) to connect to the Workstation Computer to utilize the services of the Product solely for File and Print services, Internet Information Services, and remote access (including connection sharing and telephony services). The ten connection maximum includes any indirect connections made through „multiplexing“ or other software or hardware which pools or aggregates connections. Except as otherwise permitted by the NetMeeting, Remote Assistance, and Remote Desktop features described below, you may not use the Product to permit any Device to use, access, display or run other executable software residing on the Workstation Computer, nor may you permit any Device to use, access, display, or run the Product or Product’s user interface, unless the Device has a separate license for the Product.

[…]

  1. TRANSFER-Internal. You may move the Product to a different Workstation Computer. After the transfer, you must completely remove the Product from the former Workstation Computer. Transfer to Third Party. The initial user of the Product may make a one- time transfer of the Product to another end user. The transfer has to include all component parts, media, printed materials, this EULA, and if applicable, the Certificate of Authenticity. The transfer may not be an indirect transfer, such as a consignment. Prior to the transfer, the end user receiving the transferred Product must agree to all the EULA terms.

No Rental.

You may not rent, lease, lend or provide commercial hosting services to third parties with the Product.

[…]_

Klingt für mich sehr restriktiv. Schaun wir mal bei der GPL: http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html (vollständige Lektüre sei empfohlen)

_[…]

  1. You may copy and distribute verbatim copies of the Program’s source code as you receive it, in any medium, provided that you conspicuously and appropriately publish on each copy an appropriate copyright notice and disclaimer of warranty; keep intact all the notices that refer to this License and to the absence of any warranty; and give any other recipients of the Program a copy of this License along with the Program.

You may charge a fee for the physical act of transferring a copy, and you may at your option offer warranty protection in exchange for a fee.

[…]

  1. You may not copy, modify, sublicense, or distribute the Program except as expressly provided under this License. Any attempt otherwise to copy, modify, sublicense or distribute the Program is void, and will automatically terminate your rights under this License. However, parties who have received copies, or rights, from you under this License will not have their licenses terminated so long as such parties remain in full compliance.

[…]

  1. You are not required to accept this License, since you have not signed it. However, nothing else grants you permission to modify or distribute the Program or its derivative works. These actions are prohibited by law if you do not accept this License. Therefore, by modifying or distributing the Program (or any work based on the Program), you indicate your acceptance of this License to do so, and all its terms and conditions for copying, distributing or modifying the Program or works based on it._

Ich finde, das klingt anders.

Mal im Ernst: Wer ist immernoch der Meinung, daß man sich in
die Hände dieses Softwareherstellers unter dieser Prämisse
begeben will?

Du reiner Tor. Denkst Du wirklich, dass das europäische Linux,
sobald es in der Wirtschaft bzw. öffentlichen Stellen relevant
wird, nicht genau gleich kontrolliert wird?

Ich denke es, ja. Wie willst Du Linux kontrollieren? SCO blamiert sich mit dem Versuch gerade ganz böse. Wie sähe Dein Vorschlag aus, Linux kontrollierbar zu machen?

Auch wenn Du schreibst, dass Du kein Informatiker bist, so
kannst Du die Bedeutung von „Root Servern“ für das Internet
einschätzen…

Ja. Wobei ich durchaus einen beginnenden Prozeß der Emanzipation sehe. Hoffnungen …

Diese Ideale der Freiheit werden leider systematisch(!)
untergraben. Ich denke, wir sollten selbständig genug denken
und reflektieren, ob wir das wollen. Meine Meinung – und auch
meine Konsequenz daraus – ist klar.

„… und im übrigen bin ich dafür das Kathargo zerstört wird“

  • nicht wahr?

He! :smile:

Wenn Du nicht permaent die Firma Microsoft anführen würdest,
sobald Du ein Bsp. suchst

Microsoft ist die Firma, die zur Zeit IMHO in diesem Punkt an einem bedenklich langen Hebel sitzt. Vergleichbar IMHO übrigens mit dem Vertieb genmanipulierter landwirtschaftlicher Anbauprodukte. Ja, das ist ein Punkt, wo ich übrigens ershreckend viele Probleme sehe, die erschreckend ähnlich sind.

Uffff… Jedesmal provozierst Du mich wieder zu solchen
Ergüssen *ÄCHZ* Z.G. wohnst Du nicht um die Ecke - Du weisst
ja… :smile:)

Ich denke, ich wohne eher nicht in der Ecke. Ein deutsches Nordlicht halt. Wenn Du mal da bist …

Gruß,

Sebastian