WinNT auf Win2003

Verwalte einen Uhralten Pentium 100 Server, auf dem WinNT4.0 vor zig Jahren installiert worden ist. Er ist ein Windows- Domänecontroller. Momentan sind c.a. 20 Benutzer da eingerichtet, also jeder hat ein Verzeichniss auf dem Server.

Habe einen neuen Server von Dell beschaffen, der 2.8 Ghz CPU hat. Und will jetzt daruaf Win2003 installieren und die Dömäneverwaltung an ihn übergeben. (Migration?)
Es gab außer der zu schwachen CPU jede Menge von Begründungen. :smile:
Die Frage ist, wie macht man das. Wie geht man dabei vor.
Gibt es Erfahrungsberichte?

Danke!

Hallo erstmal.

Momentan sind c.a. 20 Benutzer da
eingerichtet, also jeder hat ein Verzeichniss auf dem :Server.

Habe einen neuen Server von Dell beschaffen, der 2.8 :Ghz CPU
hat. Und will jetzt daruaf Win2003 installieren und die
Dömäneverwaltung an ihn übergeben. (Migration?)

Die Frage ist, wie macht man das. Wie geht man dabei :vor.

Das Einfachste ist sicherlich, den neuen zu installieren , ins Netzwerk einzubinden (als Gateway mit der IP des alten NT-Rechners, wenn nötig) und dann jede Benutzereinstellung (Ordner, Passworte sollten die Benutzer selbst vergeben können,…) auf dem neuem ‚zu Fuss‘ vorzunehmen. Anschliessend kommt der alte wieder ins Netzwerk rein um die Daten auf den neuen zu holen.

HTH
mfg M.L.

Das Einfachste ist sicherlich, den neuen zu installieren , ins
Netzwerk einzubinden (als Gateway mit der IP des alten
NT-Rechners, wenn nötig) und dann jede Benutzereinstellung
(Ordner, Passworte sollten die Benutzer selbst vergeben
können,…) auf dem neuem ‚zu Fuss‘ vorzunehmen. Anschliessend
kommt der alte wieder ins Netzwerk rein um die Daten auf den
neuen zu holen.

Das kann eine Option sein. Aber auch bei nur 20 Benutzern kann doch ein recht komplexes Berechtigungsgefüge entstanden sein, dessen Nachbau ‚zu Fuss‘ einen erheblichen Aufwand verschlänge.

Die sauberere Alternative ist folgender Weg: Installation der neuen Hardware als NT40 BDC, Hochstufen des Rechners zum PDC, den neuen PDC auf w2k3 upgraden, Benutzerverzeichnisse kopieren [*1], NT40 vom Netz nehmen. Dabei gibt’s allerdings mehrere mögliche Fallen. Zum einen hat der neue Server anschliessend eine wie bei NT40 auf 4 GB begrenzte Root-Partition (was m. E. für w2k3 deutlich zu klein ist). Zwar gibt es Tools, die eine nachträgliche Änderderung der Partitionsgrössen ermöglichen, meine Wahl wären solche Krücken aber nicht. Zum anderen muss man damit rechnen, dass auf dem neuen System, z. B. aufgrund von Treiberproblemen, eine Installation von NT40 schlicht nicht möglich ist.

Beide Probleme lassen sich umgehen, indem die Migration auf einer dritten Hardware durchgeführt wird, irgendeinem älteren PC, der gerade so rum steht. Ist dieser Rechner dann auf w2k3 migriert, lässt sich der neue Server direkt unter w2k3 in die Domäne installieren und anschliessend der temporäre Server aus dem Netz nehmen.

Alternativ bietet sich die Möglichkeit, eine neue w2k3-Domäne zu schaffen und Benutzer- und Computerkonten mit Hilfe der Active Directory Migration Tools aus der alten in die neue Domäne umzuziehen. Der Aufwand hierfür ist aber sehr hoch und lohnt m. E. in einer so kleinen Domäne nicht.

Bliebe abschliessend noch zu erwähnen, dass, unabhängig vom Weg, den du letztendlich einschlägst, vor der Installation von w2k3 eine profunde Kenntnis von Active Directory und DNS erworben werden sollte.

HTH
Schorsch

[*1] Der Copy-Befehl des Explorers taugt für das Umziehen der Benutzerverzeichnisse von einem Server zum anderen leider nicht, da hierbei keine ACLs mit kopiert werden. Hierfür ist ein geeignetes Tool zu beschaffen oder eine vorhandene Backup-Infrastruktur zu nutzen, die Benutzerdateien samt ACLs zu sichern und wiederherzustellen in der Lage ist.

Hallo, Warnung:

Windows-Domänen leben ewig, aber nur, wenn man immer den Weg über BDCs und deren anschliessende Heraufstufung zum PDC geht. Installiert man dagegen eine neue Domäne, sind die Benutzer natürlich ebenfalls neu, Müller alt hat ebensowenig Zugriff auf die Daten von Müller neu wie umgekehrt, und ein Namensproblem hat man auch - es lässt sich alles umbenennen, aber nicht die Domäne. Teufels Küche ist ein Dreck dagegen.

Gruss Reinhard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Windows-Domänen leben ewig, aber nur, wenn man immer den Weg
über BDCs und deren anschliessende Heraufstufung zum PDC geht.
Installiert man dagegen eine neue Domäne, sind die Benutzer
natürlich ebenfalls neu, Müller alt hat ebensowenig Zugriff
auf die Daten von Müller neu wie umgekehrt, und ein
Namensproblem hat man auch - es lässt sich alles umbenennen,
aber nicht die Domäne. Teufels Küche ist ein Dreck dagegen.

Das ist so nicht richtig. Mit ADMT hast du durchaus die Möglichkeit, bestehende Domänen in neue Domänen unter vollständiger Beibehaltung aller benötigten ACLs, aber unter vollständigem Verzicht auf alle Altlasten zu migrieren. Der Aufwand hierfür ist, unabhängig von der Anzahl der Clients, relativ hoch, insbesondere dann, wenn man es mit sehr ungepflegten bestehenden Domänenstrukturen zu tun hat.

Bei Müller alt nach Müller neu aber wächst der Aufwand quadratisch zur Anzahl der Clients. Bei 20 Clients mag dieser Aufwand noch tragbar sein, bei einer höheren Client-Anzahl aber würde ich ADMT sehr dringend empfehlen. Und dass der Domänenname sich in diesem Fall ändern muss, ist technisch in keiner Weise ein Problem. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem der letzte DNS-Server der alten Domäne verschwindet. Okay. Und? Hast du einen Gap von 7 Sekunden oder 2, bis die DNS-Einträge aller relevanten Server geändert sind.

7 Sekunden Gap ist schlimm. Beim Hundertmeterlauf.
Schorsch

In deiner Lösung muss der zu ersetzende Server PDC sein? Oder Standalone geht auch?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

In deiner Lösung muss der zu ersetzende Server PDC sein? Oder
Standalone geht auch?

Du willst eine Domäne und den alten Server ablösen, also muss es immer ein PDC sein .