Hallo,
o.k. wenn du mich fragst, will ich dir auch antworten.
Ich zwei Rechner. Einen zum „einsauen“, darauf installiere ich
die Programme, die ich brauche. Auf dem anderen wird nix
installiert.
Nun mache ich ein Backup des installierten Programmes, und
übertrage es auf dem Hauptrechner. Wenn es dort funzt, ist
gut, wenn nicht; Mülleimer.
Zement mal: Wie genau überträgst Du das Backup vom einen auf den anderen Rechner, wie stellst Du sicher, das alle nötigen Registry-Einträge und ggf. außerhalb des Programmverzeichnisses installierte Dateien mitkommen, wie, dass die Grundvoraussetzungen und Rahmenbedingungen (vorinstallierte Dateien von anderen Installationen) auf beiden Rechnern gleich sind?
Testumgebungen sind im professionellen Betrieb Standard, müssen aber auch entsprechend betrieben werden, und Paketierung, Changemanagement und Configuration-Management ist schon eine Kunst für sich. Ein einfaches Übertragen installierter Programmdateien ist hierfür kein tauglicher Ansatz. Richtig wäre, den aktuellen, lauffähigen und getesteten Releasestand des standardisierten Arbeitsrechners komplett auf einen 1:1 identischen Testrechner zu packen und dort dann die Installation des neuen Programms zu testen. Ist diese erfolgreich, bieten sich zwei erfolgversprechende Wege in die Produktivumgebung an. Entweder per Nachvollziehung der erfolgreichen Installation des zusätzlichen Programms, oder Image vom neuen Releasestand des Testrechners ziehen und den Produktivrechner hiermit komplett neu aufsetzen.
Das Portieren einer installierten Software kann im Einzelfall gut gehen, und wenn man sich mit der Registry auskennt, kann man dieses Verfahren im Einzelfall mal nutzen um sich Neuinstallationen zu sparen, das ist dann aber mehr Bastelei als alles andere und sollte daher grundsätzlich vermieden werden. Als „Standardverfahren“ taugt so ein Vorgehen auf keinen Fall, insbesondere dann nicht, wenn der Testrechner nicht einen aktuellen 1:1-Stand des Produktivsystems darstellt.
Gruß vom Wiz, der sich den Spaß manueller Übertragung auf dem heimischen Rechner beim Upgrade von W2K auf XP auch mal angetan hat und damit erstaunlich erfolgreich war (mit Ausnahme Corel Photopaint10)