Will von zu Hause in's NT-Netz. Wie?

In unser Hausnetz wollen sich in Zukunft 9 Leute von Ihrem Heimarbeitsplatz via ISDN einwählen.
Wie richtet man sowas ein? Von den NT-Server-eigenen RAS-Diensten wurde mir abgeraten, warum weiß ich nicht.
Welche Hardware braucht man dazu? ISDN-Modem? Router?

bye
Micha

Hallo Micha,

der NT-eigene RAS Dienst belastet natürlich den Server zusätzlich, insbesondere dann, wenn man nur eine passive ISDN-Karte einsetzt. Außerdem stellt sich natürlich bei neun Leuten die Frage nach der Zahl der Ports, die für gleichzeitigen Zugang benötigt werden. In den NT-Server bekommt man sinnvoll höchstens mit der AVM C4 4 S0-Schnittstellen, über die dann acht B-Kanäle zur Verfügung stehen. Besonders stabil läuft die Sache übrigens auch nicht.

Besser ist ein spezieller ISDN-Einwahlserver als Blackbox mit entsprechender Zahl von Ports, der z.B. dann gleichzeitig auch in- und extern als DHCP-Server für die Adressvergabe eingesetzt werden kann. Braucht man nur wenige parallel zur Verfügung stehende Ports kann man auch mit einen handelsüblichen kleinen ISDN-Rouuter, wie er für Internet-Anbundungen kleiner Netze eingesetzt wird, arbeiten. Allerdinsg stellen die gebräuchlichen Geräte nur ein bis maximal zwei ISDN-Ports bereit.
Alternative ist deshalb VPN, wobei direkt über eine Internet-Verbindung der Zugang hergestellt wird. D.h. das Netzwerk hängt über eine entsprechend breite Verbindung ständig am Internet und ist über einen entsprechenden VPN-Dienst geschützt. Die Mitarbeiter rufen ebenfalls per DFÜ-Netzwerk einfach nur eine beliebige Internet-Verbindung auf und stellen dann per VPN-Client den sicheren Zugang zu Eurem Netz über das Internet her.

Wenn die Geschwindigkeit dabei zu wünschen übrig lässt, so liegt dies natürlich an den Einschränkungen durch die Beeinflussungsmöglichkeiten im Internet. Abhilfe kann da der Einsatz eines Terminalservers (Microsoft / CITRIX) sein, der die eigentliche Sitzung des externen Anwenders fährt und über die VPN-Verbindung nur Tastatur, Maus und Bildschirmdaten austauscht. Diese Lösung ist aber nicht ganz billig, hat aber den Vorteil, dass man mit dem standardisierten Client von jedem beliebigen PC auf der Welt sofort arbeiten kann, und seinen gewohnten Desktop hat.

Gruß vom Wiz

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Morgähn!
Zu dem Thema hab ich vor ein paar Wochen einen interessanten Vortrag bei AVM von einem anscheinend recht kompetenten Microsoft-Menschen gehört. Schau Dir mal den folgenden Link an:
http://www.avm.de/de/Extern/Solutions_Tour/Microsoft…

Der Vortrag ist als Powerpoint-Präsentation runterladbar.

Viel Erfolg!

Gruß

Christian

von zu Hause in’s NT-Netz - Gute Infos!
Hey Wiz,

das war gute Info!

handelsüblichen kleinen ISDN-Rouuter, wie er für
Internet-Anbundungen kleiner Netze eingesetzt wird, arbeiten.

Habe ich gemacht, scheint das richtige zu sein.
Ich wähle mich ein, Verbindung wird aufgebaut. Aber wie komme ich nun an das Netz? Die Verbindung steht, ich habe sicher eine IP-Adresse bekommen (habe ich im Router eingestellt) aber ich kann über „Netzwerkumgebung“ nichts sehen. Muß ich am Server noch was einstellen? Außerdem wird die Verbindung nach 10 Sekunden wieder unterbrochen.
Müßte ich nicht auch noch vom externen Rechner nach meiner Netzanmeldung (Konto) gefragt werden? Ich habe nur das „normale“ DFÜ-Netrzwerk benutzt. Dort sind Name und Passwort die, die ich im Router eingestellt habe. Netzressourcen kann ich darüber aber nicht verwalten…

bye
Micha

Da geht’s leider nur um Win2000, nicht NT. Hilft somit nicht weiter.
Schade.

bye
Micha

Hallo Micha,

ob Du und welche IP-Adresse Du bekommen hast kannst Du über das Programm WINIPCFG erfahren. Sinnigerweise arbeite man in solchen Situationen mit DHCP, was die kleinen Biester als Server üblicherweise gleich mit erledigen.

Wichtig ist weiterhin, dass der Benutzer-Account mit dem Du extern zugreifen möchtest im Netz natürlich vorhanden und für RAS-Zugriff freigeschaltet ist. Auf dem lokalen Rechner muss der Client für MS-Netzwerke installiert und die Domänenanmeldung für die ferne Domäne eingetragen sein. Wenn Du sehr schnell wieder raus fliegst, solltest Du mal die Timeouts verlängern. Dann zunächst mal versuchen vom lokalen Rechner den Router auf der Gegenseite anzupingen und dies auch mal für den Server durchspielen. Wenn die Anmeldung durchgeht, kann es trotzdem sein, dass die Netzwerkumgebung das ferne Netzwerk nicht anzeigt. Du kannst aber üblicherweise durch direkte Adresseingabe im Browser bzw. mittels „net use“-Kommando in der DOS-Box eine erste Verbindung „erzwingen“, nach der dann normalerweise auch die Anzeige in der Netzwerkumgebung klappt.

Gruß vom Wiz

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