DAT-Recorder

Von: , Frage gestellt am Fr, 5. Nov 2004

Hallo!

Mich würd interessieren wie der Phasengang eines DAT-Recorder aussieht???

Wenn ich mir das Signal des Frequenzgenerators am Oszilloskop anschaue zusammen mit dem gleichen Signal, welches über den DAT-Recorder gespielt wird (DAT-Recorder befindet sich im Durchschleifbetrieb) "überholt" das Signal aus dem DAT-Recorder das Quellensignal (Frequenzgenerator) alle 600Hz??? Wiso passiert das?? bei einem Kassettenrecorder passiert das nicht???

Und vor allem handelt es sich dabei um eine immer größer werdende Phasendifferenz zwischen Eingangs- und Ausgangssignal oder um eine Phase die ständig zwischen + und - hin- und herspringt???

Danke für die Beantwortung meiner fragen!!!!

27 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: DAT-Recorder

    Hallo, Wenn ich mir das Signal des Frequenzgenerators am Oszilloskop
    anschaue zusammen mit dem gleichen Signal, welches über den
    DAT-Recorder gespielt wird (DAT-Recorder befindet sich im
    Durchschleifbetrieb) "überholt" das Signal aus dem
    DAT-Recorder das Quellensignal (Frequenzgenerator) alle
    600Hz???
    Kannst Du mal genau erklären, was Du damit meinst? Wiso passiert das?? bei einem Kassettenrecorder
    passiert das nicht???
    Keine Ahnung. Welche Frequenz testest Du?

    ... wielleicht ein Aliasing-Problem ...


    Gruß,


    Sebastian

    • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
      DAT-Recorder

      Hallo,
      zum Versuchsaufbau, ich erzeuge mir mit dem Frequenzgenerator einen 1 kHz Sinuston, mit der Amplitude 0,775 V (Effektivwert). Ist ein Standardmass in der Audiotechnik! Dieses Signal wird auf den ersten Eingang des Oszilloskop gesteckt und auf den Input des DAT-Recorders. Der DAT-Recorder befindet sich im Durchschleifbetrieb, d.h. des ist eine DAT-Kassette drinnen und es sind die Record- und die Pausetaste gedrückt! Das Signal, welches dadurch erzeugt wird kann am Output des DAT-Recorders wieder abgegriffen werden und ich lege dieses Signal auf den zweiten Eingang des Oszilloskop!

      Beide Signale sind jetzt von der Amplitude her gleich groß, besitzen aber schon eine Phasenverschiebung zueinander. (im Vergleich bei einem Kasettenrecorder sind die beiden Signale deckungsgleich!).

      Jetzt werden am Frequenzgernerator Frequenzen zwischen 20 Hz und 20 kHz (Hörbereich) eingestellt und die Phasenverschiebung am Oszilloskop angeschaut.

      Alle ca. 600Hz findet eine Phasendrehung statt. Meine Frage is nun woraus diese resultiert??? Und warum beim Kassettenrecorder (gleicher Versuchsaufbau u. -ablauf keine Phasendrehungen enthalten sind.

      Der Versuch allgemein dient dazu, weil man ja wissn will wie es den hörbaren Frequenzen geht bzw. wie sie vom Gerät wiedergegeben werden. Eine Phasenverschiebung hört man genauso raus wie wenn sich die Amplituden verändern, auch wenn das in jedem öffentlichen Buch dementiert wird!...

      • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
        Re: DAT-Recorder

        Hallo, zum Versuchsaufbau,
        Das sind doch mal Informationen, mit denen man etwas anfangen kann. Dieses Signal wird auf den ersten Eingang des Oszilloskop
        gesteckt und auf den Input des DAT-Recorders. Der DAT-Recorder
        befindet sich im Durchschleifbetrieb, d.h. des ist eine
        DAT-Kassette drinnen und es sind die Record- und die
        Pausetaste gedrückt!
        Dabei wird das Signal A/D-gewandelt und wieder zurückgewandelt. Das geschieht nicht genau in Echtzeit sondern hat eine messbare Verzögerung. Das Signal, welches dadurch erzeugt wird
        kann am Output des DAT-Recorders wieder abgegriffen werden und
        ich lege dieses Signal auf den zweiten Eingang des
        Oszilloskop!
        Okay. Du hast ein verzögertes Signal. Beide Signale sind jetzt von der Amplitude her gleich groß,
        besitzen aber schon eine Phasenverschiebung zueinander. (im
        Vergleich bei einem Kasettenrecorder sind die beiden Signale
        deckungsgleich!).
        Beim Kassettenrekorder wird auch nicht zwischendurch gewandelt, sondern das Signal einfach nur durchgeschleift.

        Wenn Du das gleiche Spiel mit Hinterbandkontrolle machst, bekommst Du einen ähnlichen (aber viel, viel größeren) Effekt. Alle ca. 600Hz findet eine Phasendrehung statt.
        Dann dauert das hin- und herwandeln etwa 1,6 ms. Meine Frage is
        nun woraus diese resultiert???
        Das sollte nun klar sein ... Und warum beim
        Kassettenrecorder (gleicher Versuchsaufbau u. -ablauf keine
        Phasendrehungen enthalten sind.
        Auch das sollte erklärt sein. Der Versuch allgemein dient dazu, weil man ja wissn will wie
        es den hörbaren Frequenzen geht bzw. wie sie vom Gerät
        wiedergegeben werden.
        Für die Fragestellung ist Dein Versuchsaufbau untauglich. Eine Phasenverschiebung hört man genauso
        raus wie wenn sich die Amplituden verändern, auch wenn das in
        jedem öffentlichen Buch dementiert wird!...
        Bevor Du solche Behauptungen aufstellst, wäre es eine gute Idee, wenn Du etwas dafür tust, daß Du weißt wovon Du sprichst ...


        Gruß,


        Sebastian

        • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
          Re^2: DAT-Recorder

          Hallo zusammen,
          Dann dauert das hin- und herwandeln etwa 1,6 ms.

          Die Wandlung A/D und D/A wird ganz sicher keine 1,6 ms dauern. Vielmehr erfolgt beim DAT ein Komprimieren und Expandieren. Daher kann eine Zeitverschiebung entstehen. Aber das trifft für alle Signale gleichermaßen zu.

          Die frequenzabhängige Phasenverschiebung hat ganz einfache Gründe (s. o.).

          Gruß

          Dieter

          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re^3: DAT-Recorder

            Hi Dieter, Die Wandlung A/D und D/A wird ganz sicher keine 1,6 ms dauern.
            Vielmehr erfolgt beim DAT ein Komprimieren und Expandieren.
            Daher kann eine Zeitverschiebung entstehen. Aber das trifft
            für alle Signale gleichermaßen zu.
            Warum und wo findet eine Komprimierung und Expandierung statt?
            Dieses Phänomen kenne ich eigentlich nur bei Kompander- Rauschunterdrückung aus der analogen Bandtechnik.

            nu bin ich ja mal gespannt.

            Markus

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^4: DAT-Recorder

              Hallo, Warum und wo findet eine Komprimierung und Expandierung statt?
              Dieses Phänomen kenne ich eigentlich nur bei Kompander-
              Rauschunterdrückung aus der analogen Bandtechnik.
              Warum?
              Weil der DAT ähnlich wie ein Videorecorder mit einer drehenden Kopftrommel aufnimmt und wegen der zusätzlich notwendigen Fehlercodes das Audiosignal -- auch nicht digitalisiert -- einfach sequentiell aufzeichnet, sondern lückenhaft, sozusagen in Paketen. Deswegen m u s s es eine zeitliche Kompression vor der Aufzeichnung geben.

              Das hat natürlich NICHTS mit Dynamik-Kompression bei der konventiellen Bandtechnik zu tun.

              Gruß

              Dieter

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^5: DAT-Recorder

              Hallo Dieter, der DAT ähnlich wie ein Videorecorder mit einer drehenden
              Kopftrommel aufnimmt
              bis hier hin hast du recht, aber dann... und wegen der zusätzlich notwendigen
              Fehlercodes das Audiosignal -- auch nicht digitalisiert --
              also ein Dat-Recorder digitalisiert sehr wohl das Audiomaterial. Und auch die Schrägspuraufzeichnung führt nicht automatisch zu einer lückenhaften Aufzeichnung. Ich weiss nicht wo da eine Kompression stattfindet. Zugegeben es wird ein kontinuierliches Audiosignal 48.000 mal pro Sekunde abgetastet und die Messwerte werden abgespeichert aber da von einer Kompression zu sprechen halte ich für vermessen

              Gruss

              Markus

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: DAT-Recorder

              Hallo,

              ich glaube, da hast Du mein Posting nicht richtig verstanden. und wegen der zusätzlich notwendigen
              Fehlercodes das Audiosignal -- auch nicht digitalisiert --
              wegen der zusätzlich notwendigen Fehlercodes das Audiosignal --::auch nicht digitalisiert -- einfach sequentiell aufzeichnet,
              sondern lückenhaft, sozusagen in Paketen.
              Vielleicht hatte ich mich da unklar ausgedrückt, ich meinte, selbst das digitalisierte Audiosignal wird nicht einfach nur sequentiell aufgezeichnet, sondern in Paketen. Mir ist schon klar, dass DAT=DigitalAudioTape heißt, also muss ja auch digitalisiert werden. also ein Dat-Recorder digitalisiert sehr wohl das
              Audiomaterial. Und auch die Schrägspuraufzeichnung führt nicht
              automatisch zu einer lückenhaften Aufzeichnung. Ich weiss
              nicht wo da eine Kompression stattfindet.
              Doch. Dann ließ mal entsprechende Literatur. Schon allein die Tatsache, dass Fehlerkorrekturcode hinzugefügt werden muss, bedeutet zwangsläufig, dass da nicht nur Audiodaten ununterbrochen auf Band kommen. Folglich müssen letztere zeitlich komprimiert werden, das geht gar nicht anders, sonst gäbe es tatsächlich Lücken im Signal. Der Kompressionsfaktor ist für ein Paket sogar recht beachtlich. ein kontinuierliches Audiosignal 48.000 mal pro Sekunde
              abgetastet und die Messwerte werden abgespeichert aber da von
              einer Kompression zu sprechen halte ich für vermessen
              Diese Behauptung kommt ja auch nicht von mir.
              ich kann Dir gerne Literatur nennen für DAT-Grundlagen.

              Gruß

              Dieter

            • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
              Re^7: DAT-Recorder

              Hallo, Vielleicht hatte ich mich da unklar ausgedrückt, ich meinte,
              selbst das digitalisierte Audiosignal wird nicht einfach nur
              sequentiell aufgezeichnet, sondern in Paketen.
              Das hat jetzt aber garnichts mit der Magnetkopfform zu tun... also ein Dat-Recorder digitalisiert sehr wohl das
              Audiomaterial. Und auch die Schrägspuraufzeichnung führt nicht
              automatisch zu einer lückenhaften Aufzeichnung. Ich weiss
              nicht wo da eine Kompression stattfindet.
              Doch.
              So? Interessant. Dann ließ mal entsprechende Literatur. Schon allein die
              Tatsache, dass Fehlerkorrekturcode hinzugefügt werden muss,
              bedeutet zwangsläufig,
              daß es sich um Aufzeichung mit Lücken handelt. dass da nicht nur Audiodaten
              ununterbrochen auf Band kommen.
              Wie die Rohdaten genau aussehen, die aufs Band geschriben werden aussehen ist hier vollkommen uninteressant.Auch bei einer CD sind im übrigen Korrekturdaten enthalten, für das, was der unsrüngliche Fragesteller wissen wollte, spielt das aber keine Rolle. Folglich müssen letztere
              zeitlich komprimiert werden,
              Nein. Das folgt daraus überhaupt nicht. das geht gar nicht anders, sonst
              gäbe es tatsächlich Lücken im Signal. Der Kompressionsfaktor
              ist für ein Paket sogar recht beachtlich.
              Aha. Wieviel denn? Welches Kompressionsverfahren wird denn verwendet?

              Gruß,


              Sebastian



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