Hallo Klaus,
Danke für den Hinweis. Ich habe sie gerade gefeuert. Mal
sehen, was nach dem nächsten Start des Rechners passiert. Die
Kiste hat nämlich noch andere Macken, die ich so langsam zu
ergründen suche.
Diese Swap-Datei „kannst du nicht feuern“. Welchen Sinn würde es machen, wenn sie zum System gehört und die korrekte Funktionsweise gewährleistet? …
Blöde Frage, wie entsteht eigentlich eine so große Datei? Das
habe ich weder mit NT noch mit W2000 jemals geschafft.
… Unter dem System hast Du die Optionen „Alle Dateien/auch versteckte und System-Dateien anzeigen“ eingeschaltet. Deswegen findest Du dann auch alle. Unter meinem System findet sich so, mit der Grösse automatisch konfiguriert:
C:\WINDOWS\WIN386.SWP 62.914.560 Bytes
Wenn ich mich nicht irre, kann auch die Position der .swp im Hauptverzeichnis (z.B: „C:“) der mit Windows bestückten Festplatte sein.
Der Sinn einer Swap-Datei ist es, den Arbeitsspeicher zu cachen. Man nennt’s auch „virtuellen Arbeitsspeicher“. Unter „altes Windows“ musste man das ggf. per Hand einstellen. Empfehlung dabei: Grösse des des Arbeitsspeichers *2 = Grösse des virt. Arb-speichers.
Beispiel:
64 MByte - Grösse des Arbeitsspeicher (vom Rechner)
128 MByte - win386.swp Cache
Dieser virt. Arb-speicher kommt dann zum Tragen, wenn man zum Beispiel viele Anwendungen geöffnet hat oder in einem Bildbearbeitungsprogramm ein sehr grosses Foto öffnet. Dann überfliesst die Menge der Daten, die im Arb-speicher stehen, den erforderl. Raum für alle Funktionen, und temporär werden nicht benötigte Daten ausgelagert in diese Swap-Datei.
So managet Windows die typische dynamische Speicherzuweisung, die es ihm erlaubt, beim Aktivieren anderer geöffneter Anwendungen die Daten und Bildschirminhalte dort auch wieder recht schnell anzuzeigen. Dafür werden dann die nicht (mehr) aktiven Inhalte ge-cached. –
Andere Betriebssysteme, ich weiss es jetzt nur von Mac-OS, verlangen, den virt. Arb-speicher für jedes Programm einzeln zu konfigurieren, der während des Arbeitens unter jener Anwendung wenn nötig zugewiesen wird. (Das hat auch seinen Vorteil: es kommt viel seltener zu Schreibschutzverletzungen, weil der Arb-speicher von vornherein ja feststeht.)
Zurück zur Win-Cache-Datei: man löscht diese „riesige“ Datei immer nur dann, wenn man die Einstellungen des Cache per Hand verändern will, z.B. bei einer hoch fragmentierten Festplatte. Beim Neu-Verfügen wird dann die Swap-Datei ans Ende des belegten Datenbereichs an einem Stück auf die Festplatte geschrieben, wodurch sich der Zugriff darauf etwas beschleunigt. (Danach lässt man DEFRAG die in auseinanderliegenden Sektoren gespeicherten Dateien wieder zusammenfügen… Je nach System wird der Zugriff nach dem Defragmentieren um geringfügigst bis zu vielleicht 10% schneller.)
Unter neueren Versionen von Windows, so auch bei Win98, kann man das Anlegen des virtuellen Arb-speichers dem System überlassen.
Aus allem Gesagtem resultiert, warum es Sinn macht, eine Swap-Datei permanent schreiben zu lassen: Auch wenn auf einem System nur noch 1 oder 2 MB freier Festplattenplatz zur Verfügung steht, bleibt das System durch die „reservierte Swap-Datei“ verfügbar… z.B., um das System aufzuräumen von nicht benötigten Arbeitsdateien in Ordnern wie \WINDOWS\TEMP\ oder den „Temporary Internet Files“.
Bei weiteren Fragen bitte Posting oder eMail.
CU DannyFox64