Re^4: Windows 98 - kein support und update mehr?
Hallo alle!
Jetzt muss ich doch auch mal meinen Senf dazugeben.
Ich arbeite seit 1979 mit Computern, seit 1984 mit PC's. Habe so ziemlich alle Betriebssyteme mal ausprobieren dürfen (inkl. Windows 1.0, was kein eigenes System war). Hier mal meine Gedanken:
DOS war im großen und ganzen OK, hatte aber viele Limitierungen (Speicherverwaltung, Dateinamenlänge, usw.). Ab und zu mache ich noch mal ein Dos-Fenster innerhalb von Windows auf ;-)
Windows:
98SE habe ich selbst zuhause (hatte vorher 95B) und muss bald upgraden, weil ich einen neuen Rechner bekomme. War eigentlich zufrieden, in dreieinhalb Jahren nur einen Crash wegen eines Virus. Es funktioniert fast alles, ausser professionellen Programmen (die neuen Filmeditoren, AutoCAD, usw. benötigen Win 2000 oder XP). Trotzdem ab und zu einen Bluescreen, vielleicht alle zwei Monate bei täglichem Einsatz (Office, Spiele, Internet).
NT 3.51 hatten wir in der Arbeit, selten Bluescreens. Ganz OK, allerdings für Spiele und Multimedia nicht gut geeignet. Gibt's auch nicht mehr. Windows 2000 (haben wir jetzt auffe Arbeit), basiert auf NT . Sehr, sehr stabil. Was für Profis, die nicht den letzten Schrei bei der Treiberunterstützung brauchen. Wird auch noch von MS gepflegt.
XP Home scheint öfter mal zu crashen, zumindestens beim Sohnemann. XP Pro scheint stabiler zu sein, allerdings brauchst du bei XP i.A. unter 1 GHz Taktfrequenz (besser >2 GHz) nicht anzufangen. Alte Software kann man i.A. weiter verwenden.
Mac OS: Schönes System, aber alles schweineteuer. Die Hardware ist qualitativ gut, allerdings kostet Mac-Hardware immer viel mehr als die gleiche PC-Hardware (logisch: kleinerer Markt, das treibt die Kosten). Software gibt's in Hülle und Fülle, aber kaum Freeware, und Shareware ist auch teurer als für PC's. Habe selbst mal aus Jux einen ollen PowerMac erstanden (nur 120 MHz) und dort läuft OS 8.6 drauf. Office usw. gibt's alles, auch Super-Grafiksoftware (ausser CAD, da sieht's echt dünn aus). Guck mal bei
http://www.versiontracker.com
Aber ist auch kein Null-Problemo-System, so wie es immer dargestellt wird. Das neue Mac OSX basiert auf Linux und so nach und nach wird alles wichtige auf Mac OSX portiert. Aber das kostet wieder.
Linux: Ich nutze jetzt Linux zuhause, weil ich die Schnauze voll habe von Viren und dem Hardware-Overkill (jedes neue MS-System braucht wieder schnellere Hardware). Nachdem ich mal analysiert habe, was ich eigentlich zuhause mit dem PC mache, kam ich darauf, dass ich nur Office (Open Office, KOffice), einen Browser (Mozilla, Konquerer) und eine Mailprogramm brauche (geht auch mit Mozilla, ich nehme aber KMail). Das alles hat nix gekostet (Download von 3 CD's von Mandrake) und war auch gut zu installieren. Und jede Menge Software kommt noch mit, die man woanders teuer kaufen muss. Linux als System ist mir noch _nie_ (echt; ich kann's selbst kaum glauben) abgestürzt, du hast nämlich die Möglichkeit, abgestürzte Programme (Tasks, es gibt keine fehlerfreie Software) in einem anderen Fenster abzuschiessen (kill). Dnach kannst du Linux witer verwenden, als sei nichts passiert. Updates gibt's kostenlos im Internet von ftp-Servern.
Den Nachteil bei Linux sehe ich nur darin, dass es nicht die Riesen-Software-Auswahl gibt wie für Windows, braucht's vielleicht aber auch nicht. Wer gerne spielt, sollte zweigleisig fahren. Aber für den normalen Alltag tut's Linux allemal.
UNIX usw. haben wir auch auffe Arbeit (Prozessrechner), aber damit wird man zuhause vielleicht nicht glücklich. Dann schon lieber Linux.
Allen Systemen ist eins gemeinsam: Ohne DSL-Verbindung wirst du nicht glücklich. Dauernd (auch bei Apple) kommen irgendwelche Megabyte-große Updates.
So, das waren mal meine Erfahrungen aus fast 25 Jahren Computerbenutzung. Ich hoffe, dass ich jetzt hier keinen Glaubenskrieg entfessele, aber so war's eben mal.
Mvh
/Reinhard