Und ich wette eine Kiste Bier, das Linux mit einer
„rumsbums.firlefanz“ Datei NIX-----ABER-AUCH-GAR-NIX anfangen
kann.
Prost!
Wette verloren. Wenn Du mir kurz sagst, wie die ersten
100 Byte einer „firlefanz“ Datei aussehen sollen, dann schicke
ich Dir eine modifizierte magic-datei. Oder meinst Du, wenn Du
ein GIF oder PS oder PDF oder wie auch
[…]
nein nein, ersteres
Schicke mir eine email, damit ich die Versandanschrift für
einen Kasten Bier angeben kann. Darf ich mir die Marke
aussuchen? Mit besten Grüssen Jens
Hallo Jens,
sorry, aber ein Weilchen mußt Du noch dursten. Der Beweis folgt.
Auch wenn Du die kritischen Teile meiner Antwort kurzerhand gelöscht hast 
Aber allein die Tatsache, dass eine „magic“ existiert, ist lange kein Garant dafür, das die Typerkennung und Verknüpfung wie gewünscht funktionieren, obwohl das natürlich eine geniale Sache wäre und prinzipiell sogar funktioniert, zum großen Teil - aber nicht 100%! (siehe Beispiele)
Anm.: Selbst im Windows Forum kann man was zu Linux lernen, die „magic“ ist mir ganz neu und wird wohl eine meiner Lieblingsdateien 
Danke für den Tip!
Aber langsam denke ich, wir sind im falschen Forum :-/
…und sollten evtl. per e-mail weiter"streiten"?
------- BEISPIEL 1 --------
Ausgabe von „file“ zu meiner rumsbums.firlefanz Datei:
limba:/home/buero/tmp # file rumsbums.firlefanz
rumsbums.firlefanz: data
Die Datei hieß mal VS.VSN und wurde zur Prävention von einem Virenscanner angelegt.
Linux KANN die nicht erkennen. Auch dann nicht, wenn ich Dir 100 Bytes schicke, denn es liegt in der Natur der Sache, dass es reine Datenfiles sind und keine Info zum Typ, Version etc. enthalten sind. Es gibt kein Bitmuster, außerdem ist sie nur 112 Bytes gross.
------- BEISPIEL 2 --------
2 weitere Beipiele, die deutlicher zeigen, dass Linux doch nicht alle Typen kennt. Dabei habe ich bewusst solche Typen genommen, die Linux aus historischen Gründen eigentlich kennen sollte - wenn alles so wäre, wie Du beschworen hast. Hier die Ausgaben von „file“:
2-a) dBase (III, IV gestestet) wird NIE erkannt
limba:/home/buero/tmp # file ADRESSEN.DBF
ADRESSEN.DBF: data
2-b) MPEG (wird zwar oft erkannt, aber NICHT IMMER!!!)
limba:/home/buero/tmp # file BGatesTorte.mpg
BGatesTorte.mpg: data
ohne Kommentar.
------- BEISPIEL 3 --------
Obwohl „file“ den Typ kennt und der Typ in „magic“ definiert ist, wird Linux konfus und versucht, die Datei als Binary auszuführen:
limba:/home/buero/tmp # file HorseBranded.mpg
HorseBranded.mpg: MPEG system stream data (erkannt. OK!)
limba:/home/buero/tmp # ./HorseBranded.mpg
bash: ./HorseBranded.mpg: cannot execute binary file (Nanu???)
------- BEISPIEL 4 --------
Hier kommt nun der ganz BEINHARTE HAMMER:
limba:/home/buero/tmp # file corelfile.cdr
corelfile.cdr: RIFF (little-endian) data
Dies ist eine Original CorelDRAW 7.0 Vector-Grafik Datei, und DEFINITIV KEINE RIFF. Selbst das „dumme“ Windows bemerkt in den Datei-Eigenschaften (nach umbenennen in *.AVI, *.RMI, …), dass diese RIFF Datei „beschädigt“ bzw. eine „ungültige“ (Multimedia-)Datei ist.
Linux merkt es nicht.
Aber es kommt NOCH besser:
Ich habe mal die ersten 4 Byte meiner *.firlefanz Datei im HexEdit modifiziert und „RIFF“ draus gemacht. Das Ergebnis war vorhersehbar. Aus dem Typ „data“ (s.o.) wurde nun auch ein „RIFF“ File:
limba:/home/buero/tmp # file rumsbums.firlefanz
rumsbums.firlefanz: RIFF (little-endian) data
Und das alles nur wegen 4 lumpigen Bytes.
Wie soll mit 4 Bytes eine 100%-ige Erkennung möglich sein??
Zumal RIFF Dateien ganz unterschiedlicher Natur sein können,
Audio, Video, Video mit Audio… und eben Corel.
Ebenfalls nicht erkannt wurden _natürlich_ Dateien der ganz wenig
verbreiteten Formate wie Excel .xls, Word .doc, Access .mdb,
StarOffice .sdk usw. usf…
Wie auch!
Dafür wurden aber Lotus 1-2-3 Dateien korrekt erkannt, und zwar speziell die der Lotus Smartsuite f. _WINDOWS_.
Warum? Wo bleibt da die Konsequenz, die Du unter Linux so beschwörst?
(von Lotus ist nix installiert!)
-------- BEISPIEL 5 -------
Scripte, in der falschen Bash gestartet (sagt man dass so?), führen dazu, dass eben nix passiert. Kein Anhaltspunkt, wo der Fehler liegt. Das passierte mir vor einiger Zeit mit Corel Office.
Heute weiss ich, dass dazu eine bestimmte Shell oder bash oder wie auch immer das heißt, nötig ist. Die brauchte ich nur nachzuinstallieren, aufrufen und dann das Setup Script starten.
Aber in der Zeit, die man als Newbie braucht um das rauszukriegen, hätte ich Windows incl. all meiner Lieblings-Programme mind. 3x komplett neu installieren können!
Allerdings hat Corel Office niemals gedruckt, obwohl _sämtliche_ anderen Programme drucken konnten, sogar Netscape 
Das dauert wohl nochmal Tage oder Wochen harter Arbeit bis das geht.
LaTeX kann ich leider nicht starten. Es ist sooooo banal: ich weiss eben nicht wie’s geht und wo man es findet… und hätte es so gern mal ausprobiert.
Das wird Dir mit Windows NIE passieren! — Mit allen Vor- und Nachteilen!!
Nun sei mal fair und objektiv:
- Linux kann nicht alles können (obwohl mit „magic“ ein sehr wirksames Mittel vorhanden ist. Nochmals Dank für den Tip!)
- Nur wenn ALLE Programmierer mitspielen, KÖNNTE es mit den Dateitypen zu ~98% klappen. Aber dann hätten wir auch unter Windows nicht so viel Streß.
Zugegeben, ich habe einige Zeit suchen müssen, um die Beispiele zu finden. Das aber auch nur, weil ich Linux Neuling bin und die Feinheiten erst noch erforschen muss. Du kennst mit _Sicherheit_ noch viel mehr!
Sie zeigen aber deutlich, dass Linux nicht 100%-ig ist u. auch nicht hellsehen kann, und somit auf Gute Manieren der Programmierer angewiesen ist. Und genau das ist auch das gravierende Problem unter Windows: Es gibt kaum Coder mit guten Manieren, nicht mal im Profi-Bereich.
Bei denen, die gute Manieren haben, merkt man bald, dass sie aus den Linux-Reihen kommen, siehe RAR.
Vor diesem Problem ist Linux aber in Zukunft NICHT sicher, auch nicht mit „magic“. Das wird spätestens dann akut, wenn die Basis sich vergrößert und die Windows Dilettanten beginnen, für Linux zu coden.
Gott bewahre!
Gruss - Axel