Kriterien für Dateityperkennung

Liebe Leute,

unter Windows habe ich immer wieder das Problem, dass Windows Dateien mit einer bestimmten Endung – sagen wir .zip – stumpf einer bestimmten Anwendung zuweist. Wenn jetzt ein weiteres Programm Dateien mit der gleichen Endung produziert, werden diese Dateien der falschen Anwendung zugewiesen.

Ist es wirklich so, dass Windows sich gar nicht um den Inhalt, sondern nur um die Endungen kümmert? Unter Linux & Co. wird der Dateityp an bestimmten Bytemustern am Anfang der Datei erkannt – unabhängig von der Endung. Kann man das auch unter Windows erreichen? Manchmal nervt diese Zuordnung ganz gewaltig.

Gruss

Jens

Hallo Jens, ich freue mich, dass man auch mal einem Linux Profi was erklären darf:

unter Windows habe ich immer wieder das Problem, dass Windows
Dateien mit einer bestimmten Endung – sagen wir .zip –
stumpf einer bestimmten Anwendung zuweist. Wenn jetzt ein
weiteres Programm Dateien mit der gleichen Endung produziert,
werden diese Dateien der falschen Anwendung zugewiesen.

Ja, das ist (leider) so.
Allerdings ist meistens nicht Win daran schuld und es passiert nicht „stumpf“, sondern wird i.d.R. von nachinstallierten Programmen verursacht.
Bsp: Dein ZIP Programm ist verknüpft mit .zip und Du installierst ein weiteres Programm das .zip Dateien nutzt, dann kann es passieren, das von nun an nur das neue ZIP-Prog. mit der .zip Erweiterung korrespondiert (=verknüpft ist).

Userfriendly programmierte Programme fragen aber während der Installation, ob die neue Verknüpfung erfolgen soll, z.B. WinRAR, Paint Shop Pro…
…oder haben zumindest einen Menüpunkt, wo man die Verknüpfung wieder lösen kann.

Ist es wirklich so, dass Windows sich gar nicht um den Inhalt,
sondern nur um die Endungen kümmert?

Ja, auch das ist (leider) so. Win schert sich einen Dreck um den Inhalt, Bytes oder Header…
Windows startet nur das Programm, das mit dieser Erweiterung verknüpft ist. Wer die Verknüpfung erstellt hat ist Wurscht.

Aber was tut Linux??
Ich habe das Problem, das ich reine Textdateien mit Endung .doc nicht im Midnight Commander angezeigt bekomme, noch nicht mal hex, weil das entsprechende Programm word2x fehlt.
Das Problem ist also nicht Win spezifisch.

Unter Linux & Co. wird
der Dateityp an bestimmten Bytemustern am Anfang der Datei
erkannt – unabhängig von der Endung.
Kann man das auch unter Windows erreichen?

Nein. Es sei denn, Microsoft…aber nein.

Manchmal nervt diese Zuordnung ganz gewaltig.

Wenn Du so eine Datei-Erweiterung Deiner gewohnten Anwendung erneut zuweisen willst, klicke im Explorer mit der rechten Maustaste bei gedrückter Shift-Taste auf eine solche Datei. Das Pulldown Menue enthält nun einen weiteren Eintrag „Öffnen mit…“. Den wähle aus und im folgenden Fenster suchst Du Dir Dein Programm und hakst „Diesen Dateityp immer mit dieser Anwendung öffnen“ an.

Gruss

Jens

Gruss zurück, vielleicht kannst Du mir bei Samba helfen, siehe Linux-Board, Thema „Samba und Datei-Rechte“

Liebe Leute,

unter Windows habe ich immer wieder das Problem, dass Windows
Dateien mit einer bestimmten Endung – sagen wir .zip –
stumpf einer bestimmten Anwendung zuweist. Wenn jetzt ein
weiteres Programm Dateien mit der gleichen Endung produziert,
werden diese Dateien der falschen Anwendung zugewiesen.

Ist es wirklich so, dass Windows sich gar nicht um den Inhalt,
sondern nur um die Endungen kümmert?

Das stimmt. Du kannst die Dateizuordnung unter Windows manuell einstellen. Das geht unter Einstellungen -> Ordneroptionen -> Dateitypen.

Was meine Vorgänger sagen, stimmt - mit wenigen rühmlichen Ausnahmen. IrfanView z.B. kümmert sich sehr wohl um den Inhalt; wenn Du z.B. eine GIF-Datei öffnest, die als 12345.html gespeichert wurde (beliebter Trick bei einigen Websites, damit die Leute ihre Bilder nicht klauen), bekommst Du eine entsprechende Warnung.
Jetzt kannst Du natürlich IrfanView als Standard-Viewer eintragen, für alle Dateien, die unbekannt sind. Dann würde es zumindest in vielen Fällen die Dateien richtig zuordnen.
Leider klappt das nur bei Dateiformaten, die IrfanView kennt, und das sind leider nur Bildformate (plus AVI, MPEG, MP3, usw.)

Gruß

J.

Was meine Vorgänger sagen, stimmt - mit wenigen rühmlichen
Ausnahmen. IrfanView z.B. kümmert sich sehr wohl um den
Inhalt; wenn Du z.B. eine GIF-Datei öffnest, die als
12345.html gespeichert wurde (beliebter Trick bei einigen
Websites, damit die Leute ihre Bilder nicht klauen), bekommst
Du eine entsprechende Warnung.
Jetzt kannst Du natürlich IrfanView als Standard-Viewer
eintragen, für alle Dateien, die unbekannt sind. Dann würde es
zumindest in vielen Fällen die Dateien richtig zuordnen.
Leider klappt das nur bei Dateiformaten, die IrfanView kennt,
und das sind leider nur Bildformate (plus AVI, MPEG, MP3,
usw.)

Hmm … das ist immerhin ein Anfang. Aber ich habe hier das Problem, dass ich mit PSPICE arbeiten möchte und alle Probe-Datenfiles die Endung .dat bekommen. Nun gibt es aber säckeweise Programme, die .dat Dateien erzeugen. Die werden jetzt alle mit PSPICE geöffnet. Wenn ich das manuell anders verknüpfe, werden die PSPICE Daten mit der jeweils anderen Software verknüpft. Kurzum, da ist Windows echt scheisse.

Gruss

Jens

Hallo Jens, ich freue mich, dass man auch mal einem Linux
Profi was erklären darf:

Danke für die Blumen :smile:

[…]

Userfriendly programmierte Programme fragen aber während der
Installation, ob die neue Verknüpfung erfolgen soll, z.B.
WinRAR, Paint Shop Pro…
…oder haben zumindest einen Menüpunkt, wo man die
Verknüpfung wieder lösen kann.

Ja, aber das hilft mir in dem oben beschriebenen Fall auch nicht weiter :frowning:

Ist es wirklich so, dass Windows sich gar nicht um den Inhalt,
sondern nur um die Endungen kümmert?

Ja, auch das ist (leider) so. Win schert sich einen Dreck um
den Inhalt, Bytes oder Header…
Windows startet nur das Programm, das mit dieser Erweiterung
verknüpft ist. Wer die Verknüpfung erstellt hat ist Wurscht.

Aber was tut Linux??
Ich habe das Problem, das ich reine Textdateien mit Endung
.doc nicht im Midnight Commander angezeigt bekomme, noch nicht
mal hex, weil das entsprechende Programm word2x fehlt.
Das Problem ist also nicht Win spezifisch.

Doch. Das ist ein reines Midnight Commander Problem. Versuchs mal aus einer shell heraus mit less. Das geht tadellos – allerdings erkennt man bei Word Files nicht viel. Ausser vielleicht ein paar Passworten, die man mal eingetippt hat und ein paar alten emails die jetzt wundersamerweise mit in der Worddatei gelandet und unter Word selbst unsichtbar sind. Ist schon so ein Mysterium, dieses MS Word :smile:

[…]

Gruss zurück, vielleicht kannst Du mir bei Samba helfen, siehe
Linux-Board, Thema „Samba und Datei-Rechte“

Leider kenne ich mich mit Samba nicht so aus. Aber es gibt ja die bereits im Linux-Forum genannte URL

http://de.samba.org/samba/samba.html

Dort findest Du sicher Hilfe!

Gruss

Jens

Aber was tut Linux??
Ich habe das Problem, das ich reine Textdateien mit Endung
.doc nicht im Midnight Commander angezeigt bekomme, noch nicht
mal hex, weil das entsprechende Programm word2x fehlt.
Das Problem ist also nicht Win spezifisch.

Doch. Das ist ein reines Midnight Commander Problem. Versuchs
mal aus einer shell heraus mit less. Das geht tadellos –
allerdings erkennt man bei Word Files nicht viel. Ausser
vielleicht ein paar Passworten, die man mal eingetippt hat und
ein paar alten emails die jetzt wundersamerweise mit in der
Worddatei gelandet und unter Word selbst unsichtbar sind. Ist
schon so ein Mysterium, dieses MS Word :smile:

Das hat nix mit Word zu tun. Es reine ASCII Textdateien, KEINE Word Dateien. mc „denkt“ nur, es sind Word Dateien, weil sie halt .doc heißen. Insofern ist das Problem auch unter Linux vorhanden!!
Es gibt auch andere Beispiele: Klicke ich im KDE auf eine .bmp Datei, dann wird versucht, einen Bildbetrachter eine Grafikbearbeitung zu starten - und das, obwohl ich die Datei nur mal als HEX File ansehen wollte :wink:

Woher soll Windows, und auch Linux, KDE, Afterstep usw. denn wissen, was Du mit dieser Datei vorhast??? Oder sollen einfach ALLE Programme gestartet werden, die etwas mit diesem Dateityp anfangen können…?

Denk mal drüber nach :wink:

leicht off topic: es ist KEIN Linux Problem!
[…]

Doch. Das ist ein reines Midnight Commander Problem. Versuchs
mal aus einer shell heraus mit less. Das geht tadellos –
allerdings erkennt man bei Word Files nicht viel. Ausser
vielleicht ein paar Passworten, die man mal eingetippt hat und
ein paar alten emails die jetzt wundersamerweise mit in der
Worddatei gelandet und unter Word selbst unsichtbar sind. Ist
schon so ein Mysterium, dieses MS Word :smile:

Das hat nix mit Word zu tun.

Also das Problem, dass Word-Dateien allerlei Daten enthalten, die da eigentlich nichts verloren haben und dass man Word-Dateien nur selten sauber zwischen zwei Computern austauschen kann, da es scheinbar selbst von einer Version dutzende inkompatible Releases und Bugfixes gibt IST ein reines WORD Problem :smile:

Es reine ASCII Textdateien, KEINE
Word Dateien. mc „denkt“ nur, es sind Word Dateien, weil sie
halt .doc heißen. Insofern ist das Problem auch unter Linux
vorhanden!!

Ich kenne den „mc“ nicht so genau. Ich kann Dir aber versichern, dass es sich dabei um eine Anwendung handelt, die nicht einmal mittelbar mit dem Betriebssystem zusammenhängt. Wenn der MC also Mist baut, kann Linux nichts dafür. Im Gegenteil. Es wird das Werkzeug „file“ zur Verfügung gestellt, mit dem man den Dateityp sehr präzise herausbekommt, unabhängig von der Endung. Gehe doch mal in ein Verzeichnis, in dem z.B. ein RPM Archiv zu finden ist und tippe

file beispiel.rpm

ein. Du erhältst etwas wie

beispiel.rpm: RPM v3 bin i386 beispiel-101.34.18-0

also genaue Informationen sogar über die Version des verwendeten RPM, welchen Dateityp das Archiv enthält und wie die enthaltene Software heisst inkl. Versionsnummer.

Jetzt nennst Du die Datei um in

mv beispiel.rpm beispiel.doc

und schaust einmal, was Dir das wundervolle Werkzeug „file“ liefert: Nach wie vor

beispiel.doc: RPM v3 bin i386 beispiel-101.34.18-0

Du siehst, mit der Endung hat eine zuverlässige Erkennung aber auch gar nichts zu tun!

Es gibt auch andere Beispiele: Klicke ich im KDE auf eine .bmp
Datei, dann wird versucht, einen Bildbetrachter eine
Grafikbearbeitung zu starten - und das, obwohl ich die Datei
nur mal als HEX File ansehen wollte :wink:

Zuerst gilt hier natürlich auch: KDE ist nicht Linux. Ich persönlich bevorzuge den fvwm2. Viele schwören auf Gnome, es gibt noch ein Dutzend andere Alternativen, was den Window-Manager betrifft. Ferner ist das Verhalten völlig normal. Du kannst einem Dateityp natürlich nur eine Anwendung zuordnen. Aber KDE erkennt die .bmp Datei auch, wenn sie .doc oder .sonstwas endet. Wenn nicht, ist KDE noch viel schlimmer, als ich es bisher gedacht habe. Per Hand kannst Du sie selbstverständlich (wie unter Windows) mit einem Hexeditor Deiner Wahl aufrufen.

Woher soll Windows, und auch Linux, KDE, Afterstep usw. denn
wissen, was Du mit dieser Datei vorhast??? Oder sollen
einfach ALLE Programme gestartet werden, die etwas mit diesem
Dateityp anfangen können…?

Nein. Es soll zuverlässig für einen Dateityp eine von mir definierte Anwendung gestartet werden. Und wenn ALLE Dateien auf .doc enden, soll das trotzdem funktionieren! Im übrigen meine ich wissentlich von mir definiert. Wenn ich eine Anwendung unter Linux installiere, macht sie sich jedenfalls nicht daran, alle bisherigen Definitionen und Verknüpfungen umzubiegen.

Denk mal drüber nach :wink:

Na Du bist ja ein ganz pfiffiger. Danke für den Hinweis. Wo ich mir ja offensichtlich so wenig Gedanken mache. Gut, dass die Leute bei Microsoft das für mich machen, da hab ich’s leichter.

In diesem Sinne …

Gruss

Jens

Du bist aber hartnäckig :wink:

[…]

Doch. Das ist ein reines Midnight Commander Problem. Versuchs
mal aus einer shell heraus mit less. Das geht tadellos –
allerdings erkennt man bei Word Files nicht viel. Ausser
vielleicht ein paar Passworten, die man mal eingetippt hat und
ein paar alten emails die jetzt wundersamerweise mit in der
Worddatei gelandet und unter Word selbst unsichtbar sind. Ist
schon so ein Mysterium, dieses MS Word :smile:

Das hat nix mit Word zu tun.

Also das Problem, dass Word-Dateien allerlei Daten enthalten,
die da eigentlich nichts verloren haben

SIMMT! Leider. Siehe GUID!! Datenschutz!

und dass man
Word-Dateien nur selten sauber zwischen zwei Computern
austauschen kann, da es scheinbar selbst von einer Version
dutzende inkompatible Releases und Bugfixes gibt IST ein
reines WORD Problem :smile:

Das stimmt definitiv nicht.
Es können aber z.B. „alte“ Word Versionen die „neuen“ .doc nicht lesen.
Wenn Word eine .doc Datei nicht lesen kann, so ist die entweder zu neu ODER ein Non-MS Programm hat nicht sauber im .doc Format gespeichert (z.B. Star-Office, Lotus WordPro, Corel Wordperfect etc)

Es sind reine ASCII Textdateien, KEINE
Word Dateien. mc „denkt“ nur, es sind Word Dateien, weil sie
halt .doc heißen. Insofern ist das Problem auch unter Linux
vorhanden!!

Ich kenne den „mc“ nicht so genau. Ich kann Dir aber
versichern, dass es sich dabei um eine Anwendung handelt, die
nicht einmal mittelbar mit dem Betriebssystem zusammenhängt.

siehe Word :wink:

Es wird das Werkzeug „file“ zur Verfügung gestellt,
mit dem man den Dateityp sehr präzise herausbekommt,
unabhängig von der Endung. Gehe doch mal in ein Verzeichnis,
in dem z.B. ein RPM Archiv zu finden ist und tippe

file beispiel.rpm
ein. Du erhältst etwas wie
beispiel.rpm: RPM v3 bin i386 beispiel-101.34.18-0

also genaue Informationen sogar über die Version des
verwendeten RPM, welchen Dateityp das Archiv enthält und wie
die enthaltene Software heisst inkl. Versionsnummer.

Jetzt nennst Du die Datei um in
mv beispiel.rpm beispiel.doc

und schaust einmal, was Dir das wundervolle Werkzeug „file“

liefert: Nach wie vor

beispiel.doc: RPM v3 bin i386 beispiel-101.34.18-0

Du siehst, mit der Endung hat eine zuverlässige Erkennung aber
auch gar nichts zu tun!

Was zu beweisen wäre!
Das wird sicher mit (historischen) Standard Typen funktionieren.
Was aber ist mit selber geschriebenen Programmen? Wie will Linux oder „file“ wissen, was das für Datei-Typen sind und zu welchem Programm die gehören???

Was ist, wenn Linux (wünschenswerterweise) eine Riesen-Anwenderbasis wird und 1000-e neue Programme UND Dateitypen hinzukommen???
Wie soll das DANN funktionieren?

Ist es vielleicht so, dass jeder, der unter Linux einen neuen Dateityp kreiert, sich an bestimmte Regeln halten muss und Informationen zum Dateityp und zugehörigen Programm zu hinterlegen hat, damit Linux den Typ kennt??

Das wäre ideal. Dann gäbe ich mich geschlagen.

Aber ich vermute, Linux kann es NICHT.
Das kann es gar nicht können.

Es gibt auch andere Beispiele: Klicke ich im KDE auf eine .bmp
Datei, dann wird versucht, einen Bildbetrachter eine
Grafikbearbeitung zu starten - und das, obwohl ich die Datei
nur mal als HEX File ansehen wollte :wink:

Zuerst gilt hier natürlich auch: KDE ist nicht Linux.

Ich weiß. Aber

  1. in Linux kann man Dateien nicht anklicken, und
  2. keine .bmp .doc usw. Dateien direkt starten

Also KANN Dein Problem dort nicht bestehen wie in Windows!
Somit ist der Vergleich ein hinkender.

Ich persönlich bevorzuge den fvwm2. Viele schwören auf Gnome,
es gibt noch ein Dutzend andere Alternativen, was den
Window-Manager betrifft. Ferner ist das Verhalten völlig
normal. Du kannst einem Dateityp natürlich nur eine Anwendung
zuordnen. Aber KDE erkennt die .bmp Datei auch, wenn sie .doc
oder .sonstwas endet.

(siehe oben)
Nur dann, wenn es den Typ kennt, nicht bei unbekannten, neuen Dateitypen.

Wenn nicht, ist KDE noch viel schlimmer,
als ich es bisher gedacht habe.

TkDesk unter Afterstep liefert z.B. mir bei JEDER Bilddatei „Exit (126)“ und tut nix. Und selbst diesen Exit-Code habe ich erst nach 5x hinsehen gefunden, keine Msg-Box o.ä.,
sehr komfortabel!
Ist es das, wonach ich streben soll???
Wieviel How-To’s muss ich nun wieder lesen, um rauszukriegen wie und wo man das einstellt :frowning:

Woher soll Windows, und auch Linux, KDE, Afterstep usw. denn
wissen, was Du mit dieser Datei vorhast??? Oder sollen
einfach ALLE Programme gestartet werden, die etwas mit diesem
Dateityp anfangen können…?

Nein. Es soll zuverlässig für einen Dateityp eine von mir
definierte Anwendung gestartet werden. Und wenn ALLE Dateien
auf .doc enden, soll das trotzdem funktionieren!

Linux kann das???
Wie soll das gehen?

Im übrigen meine ich wissentlich von mir definiert.

Siehe mein Tip in der 1. Antwort, Shift+RightClick

Wenn ich eine Anwendung unter Linux installiere, macht sie sich
jedenfalls nicht daran, alle bisherigen Definitionen und
Verknüpfungen umzubiegen.

Zweifel zweifel.
Das kommt doch auf den Programmierer an und geht doch schon bei der Linux Installation los!
Yast (SuSE) Einrichtung des X-Servers fragt mich NICHT, welcher Typ zu welchem Programm gehört.
Die Verknüpfungen werden stupide angelegt. Der KDE Dateimanager versucht dann sogar Programme zu starten, die ich garnicht installiert habe und quittiert mit einer Fehlermeldung!!!

.html werden automatisch von Netscape geladen. Das ist zwar gut, aber ICH HABE DAS NICHT BESTIMMT.

Und wer hindert mich als Programmierer daran, Verknüpfungen anzulegen bzw. umzubiegen, wenn ich mein Install-Script (oder was auch immer) schreibe.

Denk mal drüber nach :wink:

Na Du bist ja ein ganz pfiffiger. Danke für den Hinweis. Wo
ich mir ja offensichtlich so wenig Gedanken mache.

Du sollst doch artig sein und nicht zynisch werden :wink:
Nicht über M$ oder Windows solltest Du nachdenken, sondern über das Problem an sich.

Und ich wette eine Kiste Bier, das Linux mit einer „rumsbums.firlefanz“ Datei NIX-----ABER-AUCH-GAR-NIX anfangen kann.
Prost!

Gut, dass die Leute bei Microsoft das für mich machen, da hab
ich’s leichter.

Schade, dass die Linux Community es NICHT so konsequent macht. Da hab ich’s schwerer.

In diesem Sinne …

Gruss

Axel

Wette verloren … wann kommt die Kiste Bier?
[…]

und dass man
Word-Dateien nur selten sauber zwischen zwei Computern
austauschen kann, da es scheinbar selbst von einer Version
dutzende inkompatible Releases und Bugfixes gibt IST ein
reines WORD Problem :smile:

Das stimmt definitiv nicht.
Es können aber z.B. „alte“ Word Versionen die „neuen“ .doc
nicht lesen.
Wenn Word eine .doc Datei nicht lesen kann, so ist die
entweder zu neu ODER ein Non-MS Programm hat nicht sauber im
.doc Format gespeichert (z.B. Star-Office, Lotus WordPro,
Corel Wordperfect etc)

Also DOCH ein Word-Problem. Mein LaTeX kann alle bisher von mir geschriebenen Dateien tadellos bearbeiten. Ich arbeite seit 10 Jahren mit LaTeX und es hat etliche neue Versionen gegeben. Das schöne ist, dass es sogar mit polnischen und englischen LaTeX-Dateien funktioniert und dass das Output 100% identisch ist (inklusive Seitenumbrüchen, Zeilenlängen, etc.)

[…]

Ich kenne den „mc“ nicht so genau. Ich kann Dir aber
versichern, dass es sich dabei um eine Anwendung handelt, die
nicht einmal mittelbar mit dem Betriebssystem zusammenhängt.

siehe Word :wink:

Ja, obwohl Word aus dem gleichen Hause kommt :smile:

[…]

Ist es vielleicht so, dass jeder, der unter Linux einen neuen
Dateityp kreiert, sich an bestimmte Regeln halten muss und
Informationen zum Dateityp und zugehörigen Programm zu
hinterlegen hat, damit Linux den Typ kennt??

Genau so ist es. Es gibt eine Datei namens „magic“ die diese Daten enthält. Es ist erwünscht, dass neue Dateitypen dort eingetragen werden. Genaueres: siehe „man magic“

Das wäre ideal. Dann gäbe ich mich geschlagen.

Dazu sage ich jetzt nichts mehr :smile:

Aber ich vermute, Linux kann es NICHT.
Das kann es gar nicht können.

Doch doch …

[…]

Nein. Es soll zuverlässig für einen Dateityp eine von mir
definierte Anwendung gestartet werden. Und wenn ALLE Dateien
auf .doc enden, soll das trotzdem funktionieren!

Linux kann das???
Wie soll das gehen?

Siehe oben!

.html werden automatisch von Netscape geladen. Das ist zwar
gut, aber ICH HABE DAS NICHT BESTIMMT.

Ich war noch nie ein Freund von KDE …

und wer hindert mich als Programmierer daran, Verknüpfungen
anzulegen bzw. umzubiegen, wenn ich mein Install-Script (oder
was auch immer) schreibe.

Gute Manieren :smile:

Und ich wette eine Kiste Bier, das Linux mit einer
„rumsbums.firlefanz“ Datei NIX-----ABER-AUCH-GAR-NIX anfangen
kann.
Prost!

Wette verloren. Wenn Du mir kurz sagst, wie die ersten 100 Byte einer „firlefanz“ Datei aussehen sollen, dann schicke ich Dir eine modifizierte magic-datei. Oder meinst Du, wenn Du ein GIF oder PS oder PDF oder wie auch immer diese furchtbar veralteten Standradtypen heissen mögen, wenn Du also eine dieser Dateien in „rumsbums.firlefanz“ umbenennst, stört das „file“ bei der Erkennung? Probiere es aus …

Schicke mir eine email, damit ich die Versandanschrift für einen Kasten Bier angeben kann. Darf ich mir die Marke aussuchen?

Mit besten Grüssen

Jens

Und ich wette eine Kiste Bier, das Linux mit einer
„rumsbums.firlefanz“ Datei NIX-----ABER-AUCH-GAR-NIX anfangen
kann.
Prost!

Wette verloren. Wenn Du mir kurz sagst, wie die ersten
100 Byte einer „firlefanz“ Datei aussehen sollen, dann schicke
ich Dir eine modifizierte magic-datei. Oder meinst Du, wenn Du
ein GIF oder PS oder PDF oder wie auch
[…]

nein nein, ersteres

Schicke mir eine email, damit ich die Versandanschrift für
einen Kasten Bier angeben kann. Darf ich mir die Marke
aussuchen? Mit besten Grüssen Jens

Hallo Jens,

sorry, aber ein Weilchen mußt Du noch dursten. Der Beweis folgt.
Auch wenn Du die kritischen Teile meiner Antwort kurzerhand gelöscht hast :wink:

Aber allein die Tatsache, dass eine „magic“ existiert, ist lange kein Garant dafür, das die Typerkennung und Verknüpfung wie gewünscht funktionieren, obwohl das natürlich eine geniale Sache wäre und prinzipiell sogar funktioniert, zum großen Teil - aber nicht 100%! (siehe Beispiele)

Anm.: Selbst im Windows Forum kann man was zu Linux lernen, die „magic“ ist mir ganz neu und wird wohl eine meiner Lieblingsdateien :wink:
Danke für den Tip!
Aber langsam denke ich, wir sind im falschen Forum :-/
…und sollten evtl. per e-mail weiter"streiten"?

------- BEISPIEL 1 --------

Ausgabe von „file“ zu meiner rumsbums.firlefanz Datei:

limba:/home/buero/tmp # file rumsbums.firlefanz
rumsbums.firlefanz: data

Die Datei hieß mal VS.VSN und wurde zur Prävention von einem Virenscanner angelegt.
Linux KANN die nicht erkennen. Auch dann nicht, wenn ich Dir 100 Bytes schicke, denn es liegt in der Natur der Sache, dass es reine Datenfiles sind und keine Info zum Typ, Version etc. enthalten sind. Es gibt kein Bitmuster, außerdem ist sie nur 112 Bytes gross.

------- BEISPIEL 2 --------
2 weitere Beipiele, die deutlicher zeigen, dass Linux doch nicht alle Typen kennt. Dabei habe ich bewusst solche Typen genommen, die Linux aus historischen Gründen eigentlich kennen sollte - wenn alles so wäre, wie Du beschworen hast. Hier die Ausgaben von „file“:

2-a) dBase (III, IV gestestet) wird NIE erkannt
limba:/home/buero/tmp # file ADRESSEN.DBF
ADRESSEN.DBF: data

2-b) MPEG (wird zwar oft erkannt, aber NICHT IMMER!!!)
limba:/home/buero/tmp # file BGatesTorte.mpg
BGatesTorte.mpg: data

ohne Kommentar.

------- BEISPIEL 3 --------
Obwohl „file“ den Typ kennt und der Typ in „magic“ definiert ist, wird Linux konfus und versucht, die Datei als Binary auszuführen:

limba:/home/buero/tmp # file HorseBranded.mpg
HorseBranded.mpg: MPEG system stream data (erkannt. OK!)

limba:/home/buero/tmp # ./HorseBranded.mpg
bash: ./HorseBranded.mpg: cannot execute binary file (Nanu???)

------- BEISPIEL 4 --------
Hier kommt nun der ganz BEINHARTE HAMMER:

limba:/home/buero/tmp # file corelfile.cdr
corelfile.cdr: RIFF (little-endian) data

Dies ist eine Original CorelDRAW 7.0 Vector-Grafik Datei, und DEFINITIV KEINE RIFF. Selbst das „dumme“ Windows bemerkt in den Datei-Eigenschaften (nach umbenennen in *.AVI, *.RMI, …), dass diese RIFF Datei „beschädigt“ bzw. eine „ungültige“ (Multimedia-)Datei ist.
Linux merkt es nicht.

Aber es kommt NOCH besser:
Ich habe mal die ersten 4 Byte meiner *.firlefanz Datei im HexEdit modifiziert und „RIFF“ draus gemacht. Das Ergebnis war vorhersehbar. Aus dem Typ „data“ (s.o.) wurde nun auch ein „RIFF“ File:

limba:/home/buero/tmp # file rumsbums.firlefanz
rumsbums.firlefanz: RIFF (little-endian) data

Und das alles nur wegen 4 lumpigen Bytes.
Wie soll mit 4 Bytes eine 100%-ige Erkennung möglich sein??
Zumal RIFF Dateien ganz unterschiedlicher Natur sein können,
Audio, Video, Video mit Audio… und eben Corel.

Ebenfalls nicht erkannt wurden _natürlich_ Dateien der ganz wenig
verbreiteten Formate wie Excel .xls, Word .doc, Access .mdb,
StarOffice .sdk usw. usf…
Wie auch!
Dafür wurden aber Lotus 1-2-3 Dateien korrekt erkannt, und zwar speziell die der Lotus Smartsuite f. _WINDOWS_.
Warum? Wo bleibt da die Konsequenz, die Du unter Linux so beschwörst?
(von Lotus ist nix installiert!)

-------- BEISPIEL 5 -------
Scripte, in der falschen Bash gestartet (sagt man dass so?), führen dazu, dass eben nix passiert. Kein Anhaltspunkt, wo der Fehler liegt. Das passierte mir vor einiger Zeit mit Corel Office.

Heute weiss ich, dass dazu eine bestimmte Shell oder bash oder wie auch immer das heißt, nötig ist. Die brauchte ich nur nachzuinstallieren, aufrufen und dann das Setup Script starten.
Aber in der Zeit, die man als Newbie braucht um das rauszukriegen, hätte ich Windows incl. all meiner Lieblings-Programme mind. 3x komplett neu installieren können!

Allerdings hat Corel Office niemals gedruckt, obwohl _sämtliche_ anderen Programme drucken konnten, sogar Netscape :frowning:
Das dauert wohl nochmal Tage oder Wochen harter Arbeit bis das geht.

LaTeX kann ich leider nicht starten. Es ist sooooo banal: ich weiss eben nicht wie’s geht und wo man es findet… und hätte es so gern mal ausprobiert.

Das wird Dir mit Windows NIE passieren! — Mit allen Vor- und Nachteilen!!

Nun sei mal fair und objektiv:

  1. Linux kann nicht alles können (obwohl mit „magic“ ein sehr wirksames Mittel vorhanden ist. Nochmals Dank für den Tip!)
  2. Nur wenn ALLE Programmierer mitspielen, KÖNNTE es mit den Dateitypen zu ~98% klappen. Aber dann hätten wir auch unter Windows nicht so viel Streß.

Zugegeben, ich habe einige Zeit suchen müssen, um die Beispiele zu finden. Das aber auch nur, weil ich Linux Neuling bin und die Feinheiten erst noch erforschen muss. Du kennst mit _Sicherheit_ noch viel mehr!

Sie zeigen aber deutlich, dass Linux nicht 100%-ig ist u. auch nicht hellsehen kann, und somit auf Gute Manieren der Programmierer angewiesen ist. Und genau das ist auch das gravierende Problem unter Windows: Es gibt kaum Coder mit guten Manieren, nicht mal im Profi-Bereich.
Bei denen, die gute Manieren haben, merkt man bald, dass sie aus den Linux-Reihen kommen, siehe RAR.

Vor diesem Problem ist Linux aber in Zukunft NICHT sicher, auch nicht mit „magic“. Das wird spätestens dann akut, wenn die Basis sich vergrößert und die Windows Dilettanten beginnen, für Linux zu coden.

Gott bewahre!

Gruss - Axel

Da off-topic: Rest per email :smile:
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