Permanente Abstürze

Hallo Experten,

ich habe ein ziemlich nerviges Problem. Selbst wenn der Computer ohne Abstürze oder ähnliches ordungsgemäß heruntergefahren wurde und man ihn entweder sofort oder auch erst am nächsten Tag einschaltet, passiert es ab und zu, dass beim Start von Win98 die Meldung „Schutzverletzung im Modul… Starten Sie neu.“ kommt. Manchmal meldet sich dann auch die Registrierungsprüfung und stellt angeblich eine intakte Registrierung wieder her, jedoch wenn man nach einer solchen Meldung neustartet, die Platte mit Scandisk einem Intensivtest unterzieht, und dann versucht Windows zu starten kommt meist nur dieselbe Fehlermeldung.
Manchmal klappt es, dass nach einem Start im abgesicherten Modus Windows wieder läuft, oder wenn man die Option „Bootvorgang protokollieren“ wählt.

Allerdings ist Windows auch im normalen Betrieb nicht gerade stabil und ich bekommen manchmal wirklich ohne erkennbaren Grund einen BlueScreen serviert, etwa beim Upload von Dateien auf einen FTP-Server, beim Brennen einer CD oder gar beim Chatten.

Ich habe den Computer mittlerweile schon sonstwieoft neu eingerichtet, Festplatte formatiert, Intensivtest mit Scandisk, Kontakte von RAM und Datenkabeln auf dem Mainboard gecheckt, Windows installiert, Treiber installiert, nach jeder Systemveränderung einen kompletten Neustart gemacht wie es sich gehört und außerdem überprüfe ich die Festplatte wirklich nach jedem Absturz oder auch einfach mal nur so zwischendurch…und trotzdem treten solche Fehler auf.

Woran kann sowas liegen? Kann es etwas damit zu tun haben dass ich als RAM ein P66-Modul und ein P100er benutze? Der Takt für den RAM liegt allerdings bei oder sogar unter 66MHz, also dürfte (?) es da ja keine Probleme geben. Ich habe einen AMD K6-II 500MHz, den ich allerdings auch nur bei 450MHz laufen lasse, weil ich vermutet habe dass er sich vielleicht doch etwas erhitzt (hab zwar Aktivkühler aber ohne Wärmleitpaste dazwischen…), denn oft treten auch Abstürze auf, wenn der Rechner eine ganze Zeit gelaufen ist ohne irgendwas zu tun gehabt zu haben. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube sogar dass selbst als der Computer nach einem Scandiskdurchlauf eine ganze Weile nur in DOS lief, ohne laufende Programme, echt nur der DOS-Promt, er nicht mehr reagiert hat und ich ihn ausschalten und wieder einschalten durfte.

Woran kann das liegen?
Und vor allem, was kann man dagegen tun?
Ich wär echt dankbar für jeden Tipp…

Danke schonmal im Voraus!
MfG. Ali

Hallo, Ali !

Hast Du Deinen Arbeitsspeicher auf einem Modul ?
Wenn nicht, baue einfach mal ein Modul aus und starte den Rechner. Wenn er immer noch abstürzt, setzte es wieder ein und nimm das Andere heraus. Es ist nur eine Vermutung, aber es ist möglich, daß ein Speicher-Modul defekt ist. Gerade in Komplett-PSs werden gerne NoName-Module eingebaut.
Wenn Du nur ein Modul eingebaut hast, frage eventuell mal einen Bekannten, ob er Dir mal sein Arbeitsspeichermodul zum Test leiht. (Vorraussetztung: Typenübereinstimmung)

Viel Erfolg !!
Gruß
Matthias

Hallo…
also das ist kein Komplett-PC gewesen, alles einzeln so nach und nach zusammengebaut und aufgerüstet. Hab zwei RAM-Module vom Typ SDRAM DIMM 64MB PC100 drin.

Kann es etwas damit zu tun haben dass
ich als RAM ein P66-Modul und ein P100er benutze?

Ja. Wenn nicht sogar der RAM defekt ist bzw. nicht kompatibel zum Board oder schlecht/unvollständig programmiertes EEPROM.

Der Takt für
den RAM liegt allerdings bei oder sogar unter 66MHz, also…

Prüf das nach!!! (Jumper bzw. BIOS, siehe Mainboard-Handbuch).

Deine Annahme „66MHz, wahrscheinlich weniger“ zeugt nicht davon, dass Du 100%ig weißt was Du tust bzw. eingestellt hast.

…dürfte (?) es da ja keine Probleme geben. Ich habe einen AMD
K6-II 500MHz, den ich allerdings auch nur bei 450MHz laufen
lasse,

Wenn FSB = Systemtakt ist, dann hast Du Dein 66er Modul gnadenlos um 33% übertaktet, denn Eine Taktfrequenz von 450MHz kriegst Du nur mit einem 100MHz FSB hin!

Der einfachste Weg ist: Nimm das 66er Modul raus und lass nur mit dem PC100 laufen. Wenn das problemlos einige Stunden (besser einige Stunden über mehrere Tage) funzt, hast Du den Fehler gefunden. Lass in dem Fall das 66er draußen.

Weiteres Finetuning zur Speicheranpassung ist bei guten Boards im BIOS möglich, aber eher was für Fortgeschrittene.

Gruss Axel

Nachtrag
Hallo nochmal…

also ich hab in meinem ursprünglichen Artikel erstmal was durcheinander gebracht. Im Moment habe ich 2 SDRAM DIMM PC100 Speichermodule mit je 64Mb laufen. Also zumindest vom Typ her sind sie gleich, nur halt unterschiedlicher Hersteller.

Auf dem Mainboard habe ich einen FSB von 100,2MHz und den Multiplikator 4,5 eingestellt.
Zudem gibts noch einen Jumper, wo man auswählen kann ob der DRAM bei CPU- oder der AGP-Clock laufen soll. Ist derzeit bei CPU eingestellt, also auch 100,2MHz.

Mir ist aber noch was anderes aufgefallen. Und zwar kam beim Windowsstart öfter die Meldung „Schutzverletzung im Modul…“. Und dieses besagte Modul trägt den Namen des „Via Busmaster PCI IDE Controller“, nämlich CONFIGMG.VXD.
Die Probleme beim Windowsstart weisen ja ebenfalls auf ein Problem mit der Festplatte hin, also könnte man da ja einen Zusammenhang sehen, oder?
Was macht man nun am besten mit diesem Treiber? Neuinstalliert hab ich ihn schon. Es gibt dazu für meinen Mainboard ein 4in1-Installationsprogramm auf der VIA-Homepage mit „ATAPI-“, „AGP-“, „IRQ Routing-“ und „VIA INF“-Treibern. Neben diesem Busmastertreiber werdem übrigens im Gerätemanager unter „Festplattencontroller“ noch der „Erste IDE Controller (dual FIFO)“ und der zweite angezeigt.

Auf jeden Fall erstmal Danke für die bisherigen Antworten! :smile:
…Gruß, Ali.


Mir ist aber noch was anderes aufgefallen. Und zwar kam beim
Windowsstart öfter die Meldung „Schutzverletzung im Modul…“.
Und dieses besagte Modul trägt den Namen des „Via Busmaster
PCI IDE Controller“, nämlich CONFIGMG.VXD.
Die Probleme beim Windowsstart weisen ja ebenfalls auf ein
Problem mit der Festplatte hin, also könnte man da ja einen
Zusammenhang sehen, oder?

Durchaus.

Was macht man nun am besten mit diesem Treiber? Neuinstalliert
hab ich ihn schon. Es gibt dazu für meinen Mainboard ein
4in1-Installationsprogramm auf der VIA-Homepage mit „ATAPI-“,
„AGP-“, „IRQ Routing-“ und „VIA INF“-Treibern. Neben diesem
Busmastertreiber werdem übrigens im Gerätemanager unter
„Festplattencontroller“ noch der „Erste IDE Controller (dual
FIFO)“ und der zweite angezeigt.

Ich gehe mal davon aus, das Du UDMA aktiviert hast und Deine Festplatte auch wirklich UDMA fähig ist…

Wenn der VIA Busmaster richtig installiert ist, dann steht unter „Festplattencontroller“ niemals der „Erste IDE Controller (dual FIFO)“, denn die VIA Treiber sprechen englisch. Dort müsste also irgendwie "Primary … " und "Secondary … " stehen.

Scheint so, als ob Windows den Busmaster von VIA zwar einbindet, aber zur Ansteuerung der untergeordneten Geräte weiterhin seine eigenen Treiber verwendet. Die sind da ganz hartnäckig! Prüfe das, indem Du Dir die Eigenschaften des IDE Controllers in Treiber->Treiber-Info ansiehst. Steht dort was von Microsoft, dann ist was faul.

Die VIA Treiber zeigen in vielen Versionen auch den Namen der Festplatte an, statt „GENERIC DISK IDE xy“ und haben meist keine Option zur Aktivierung/Deaktivierung des DMA Modus in der Systemsteuerung. Das gibst Du einmalig bei der Installation an oder setzt es über das VIA Tool SETDMA.

Ein Patent-Rezept, wie Du das Problem bzw. die „unpassenden“ MS Treiber los wirst, gibt es IMHO nicht. Es gibt x Möglichkeiten: Ich habe es meist durch riskantes Hantieren in der Registry bzw. durch mehrfaches De- und Installieren gelöst. Dann auch mal neue durch ältere 4in1 Treiber ersetz, dann wieder zurück…
Man kann auch Treiber->Treiber-aktualisieren probieren.
Empfehlenswert ist auch, alle VIA INFs in die entsprechenden Verzeichnisse manuell zu kopieren (WINDOWS\INF und WINDOWS\INF\OTHER) und die MSHDC.INF manuell zu bearbeiten (wenn man weiss was man tut, Backup!!). Mal klappte das eine, mal das andere. Stress^3 !!

Am sichersten (nicht nur bei Win-Neuinstallationen) war immer die Methode, die VIA in der README schreibt: Alle Karten rausbauen (VIA vorher de-installieren), VIA Patch installieren, dann alles wieder rein. Die Hardware Erkennung startet beim nächsten Neustart und meldet den VIA Kram. Ob das auch für die Busmaster gilt kann ich Dir nicht sagen, denn den Chipsatz kann man ja nicht rausbauen :frowning:
Einen Versuch wär’s aber wert.

Viel Glück

Gruss Axel

Zusatz-Info

Zusätzlicher Tip zu:

Empfehlenswert ist auch, alle VIA INFs in die entsprechenden
Verzeichnisse manuell zu kopieren (WINDOWS\INF und

Danach (und auch sonst) kann man mal die „Treiberdatenbank“ löschen. Das sind die 2 *.BIN Dateien im INF Verzeichnis DRVDATA.BIN u. DRVIDX.BIN). Windows ordnet bei nächster Gelegenheit alles neu („Die Hardwaredatenbank wird aktualisiert“). Das Löschen ist ungefährlich, ein Backup also unnötig :wink:)

nochmals Gruss Axel