Defragmentieren, sinnvoll?

Hallöchen,
bei mir dauert dieser Prozeß meistens ewig.
Macht das Defragmentieren wirklich soviel aus?
Ist es überhaupt sinnvoll das zu machen???

Gruß

Sina

hi sina!

… die meinungen gehen auseinander, meine ist:
… schneller pc --> bringt fast nicht`s
… deaktivier unter den einstellungen von defrag „Programme neu anordnen…“
… wenn du nicht jeden tag software installierst und wieder deinstallierst, reicht es einmal im monat
… solltest du nicht win me haben, dann schau dir diesen link und probier die defrag.exe von win me:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl…

guten rutsch…
wünscht dir Franz

Hi Sina,

bei mir dauert dieser Prozeß meistens ewig.

ich denke, dem kann man abhelfen. Du mußt die richtigen Vorbereitungen treffen

Macht das Defragmentieren wirklich soviel aus?
Ist es überhaupt sinnvoll das zu machen???

Ich denke schon, denn das Defragmentieren bezeichnet eine Methode um die Daten, die sich auf der Festplatte befinden aufzuräumen.

Das Dateisystem FAT speichert ihre Daten irgendwo auf der Festplatte, wo gerade Speicherplatz verfügbar ist und schreibt den Ort in den File Allocation Table (FAT).

Dieses Irgendwo verlangsamt den Computer mit der Zeit, wenn er sich immer mehr Dateien kreuz und quer auf der Festplatte zusammenzusuchen muss.

Der Defragmentierer macht nun Folgendes: Er analysiert die auf der Festplatte verstreuten Daten und ordnet die Daten durch Kopieren an einem Stück.

Es gibt auch ein paar unbewegliche Dateien: das sind Dateien, auf die Windows gezielt zugreift, ohne in der FAT nachzuschauen, wo sie sich befinden. Daher müssen sie sich physisch immer am gleichen Platz befinden, damit Windows nicht abstürzt und verhindert wird, daß sich Windows nicht wieder neu laden läßt.

Du kannst Windows die Arbeit beim Defragmentieren erleichtern, indem Du den Bildschirmschoner, falls vorhanden, deaktivierst.
Ebenso sollten Virenscanner abgeschaltet werden, z.B. Autoprotekt von Norton Antivirus deaktiviert werden. Alle Anwendungen schließen. Anwendungen, die im Hintergrund laufen mit gleichzeitigem Drücken von Taste Steuerung+Alt+Entfernen
über den Button „Task Beenden“ schließen. Im Systray sollte lediglich der Explorer stehen bleiben.

Anschließend Defrag ausführen. Nun sollte Defrag recht flott funktionieren. Dies allerdings ist abhängig von der Fragmentierung der Platte/n. Wenn Du lange kein Defrag gemacht hast, wird es das erste Mal entsprechend lange dauern.

Stelle Dir mal vor Du stellst einen Ventilator vor eine weiße Wand, schüttest dann nen halben Liter rote Farbe in den Ventilator. So wie die Wand hinterher aussieht, haben sich in etwa auch die Daten auf Deiner Festplatte weggeschrieben. Defrag macht nun nichts anderes als die Daten zu ordnen und an den Anfang der Festplatte sortiert wegzuschreiben, damit sie bei Gebrauch schneller und besser gefunden werden.

Solltest Du Win 98 oder 98 SE verwenden, kannst Du dieses noch optimieren, indem Du die Datei Defrag gegen die Defrag.exe von Win Me tauscht. Dies ist in dem Link, den Xantia Dir gepostet hat beschrieben. Wenn Du nicht klar kommen solltest, mail mich an.

Guten Rutsch
GB

Hallo Sina,

bei mir dauert dieser Prozeß meistens ewig.

Ich kann mich meinen Vorrednern anschließen. Ein Tip fällt mir aber zusätzlich noch ein:

Ein häufiger Grund für eine lange Laufzeit ist, daß nach einer RAM-Auslagerung auf die Festplatte der ganze Prozess von vorne gestartet wird. Hier hilft ein Defrag-Start aus einem anderen Betriebssystem, das auf einer anderen FP-Partition liegt.

Macht das Defragmentieren wirklich soviel aus?
Ist es überhaupt sinnvoll das zu machen???

Bei meinem (seit vorgestern glücklicherweise) alten PII-350 mit 7 GByte-Platte mußte ichh es vor ziemlich jedem CD-Brennen machen, weil auf C: die 650MByte sonst in Tausende Bröckchen aufgeteilt waren, die zusammenzusuchen einen Bufferunderrun erzeugten.

Ciao

Uwe

Hallo Sina,

die Sache mit der Geschwingigkeit der Plattenzugriffe ist bei modernen Platten nur noch dann von Bedeutung, wenn die Platten extrem voll, alt und unaufgeräumt sind. Bei normaler Nutzung eines PC ohne ständige Installationen und Deinstallationen bzw. große Dateioperationen kann man sich vor dem Hintergrund der Beschleunigung der Platten die Defragmentierung auch sparen bzw. die Zeiträume entsprechend lang wählen. Einmal im Vierteljahr oder mehr reicht dann vollkommen.

Aber es gibt einen anderen, bisher noch nicht erwähnten Aspekt, der nicht zu unterschätzen ist. Es geht dabei um die Datensicherheit. Wie schnell kommt es zu einem Defekt der Platte, bei dem dann z.B. durch Viruseinwirkung auch gerne mal die FAT über den Jordan geht. Bei einer unaufgeräumten Platte sind die Chancen, Dateien manuell wieder herzustellen ziemlich schlecht. Ist die Platte aber gut defragmentiert, kann man oft recht problemlos große Bereiche der Platte wieder mit den gängigen Tools zurückholen. Diesen Gewinn an Sicherheit sollte man nicht vernachlässigen.

Gruß vom Wiz, der schon oft bei Kunden mit sehr unterschiedlichem Aufwand Daten gerettet hat.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Noch’n Aspekt…
Das Wichtigste wurde ja schon erläutert.

Was man beim Defragmentieren auch noch bedenken kann oder sollte:

Wenn man unter Windows Daten löscht, egal ob via Papierkorb oder direkt, wird keine Datei wirklich effektiv entfernt. Es wird lediglich das Dateisystem des Datenträgers so manipuliert, dass die Datei nicht mehr auftaucht.

Solange man nicht defragmentiert, stehen die Chancen, eine versehentlich gelöschte Datei zurückzuholen, recht gut. Durch das Defragmentieren werden jedoch zumindest Teile von gelöschten Dateien durch das Aufräumen überschrieben. Eine Rekonstruktion wird da bereits etwas aufwendiger.

Sollte man einfach auch bedenken. :wink:

CU
Peter