Re: Genetische Algorithmen
Hallo!
ein GA beginnt ja meist mit einem zufällig generierten Genom (BitString). Ist es für den GA wichtig, dass man sich ein Genom nehmen kann und dieses sukzessive durch geziehlte manuelle Mutation in eine perfekte Lösung transformieren kann?
Wenn Du das meinst: Jedes 'Genom' sollte durch eine Folge von Mutationsschritten von jedem anderen aus erreichbar sein (also auch das Optimum). Je nach Art und Umfang einer Ausnahme, warum immer man die machen sollte, kann der GA trotzdem funktionieren.
Es gibt auch Ansätze, die auf problemorientierte, damit also zielgerichtete Mutationsmethoden setzen, Stichwort: memetische Algorithmen.
Oder gibt es überhaupt ein Problem, dass sich nicht so lösen lässt? Eigentlich nicht, oder?
*räusper* Aber natürlich: grundsätzlich lassen sich nur Probleme lösen, für die man eine sinnvolle Fitnessfunktion aufstellen kann (Berechenbarkeit? Dynamik?). Außerdem ist der Werteraum eines EA (evolutionäre Algorithmen, zu denen GA gehören) eine Beschränkung: ein Wert, der nicht darstellbar ist, kann bestenfalls angenähert, nicht gefunden werden (zB PI). Dann gibt es natürlich noch viele Probleme, auf denen ein GA nicht besser funktioniert als Zufallssuche, wie bei extrem nichtlinearen Zielfunktionen. Hier würde man sicher auch nicht behaupten, der EA/GA 'löse' das Problem.
Gruß,
Mark