Hallo Leute,
welche mathematischen Tricks kann man so mit Sprachdateien
machen, wenn sie mir als .wav vorliegen.
Zunächst mußt Du eine reine Binärdatei haben, dann kannst Du aber praktisch jede beliebige Manipulation vornehmen. Die Mathematik dazu ist aber nicht ganz trivial. Die bekanntesten Methoden dazu dürften sein:
1. Digitale Filter. Damit lassen sich alle bekannten Filterfunktionen mathematisch simulieren. Sie werden gerne in Echtzeitanwendungen eingesetzt.
2. Fourier-Transformation. Das Sample wird zunächst in den Frequenzbereich transformiert, also in sein komplexes Frequenzpektrum. Im Frequenzbereich lassen sich die einzelnen Frequenzbereiche gut bearbeiten. Anschließend wird das komplexe Spektrum wieder in eine reale Zeitfunktion rücktransformiert.
Zu beiden Verfahren sollte es Unmengen an Literatur geben, insbesondere im Zusammenhang mit der Programmierung von Signalprozessoren.
Mir schwebt da z.B.
"Roboter"-Stimme, Veränderung der Stimm-Frequenz (ohne an der
Abspielgeschwindigkeit / Dauer des Samples was zu ändern) oder
Das ist das Prinzip des Harmonizers. Das kann man natürlich auch simulieren. Du legst die Daten in einem Ringpuffer von z.B. 20 ms Länge ab, in den die Daten zyklisch reingeschrieben werden. Aus diesem Puffer werden die Daten dann ebenfalls zyklisch, jedoch mit einer anderen Abtastrate ausgelesen. Ggf. muß anschließend die Abtastrate wieder auf den ursprünglichen Wert zurückgerechnet werden. Kritisch ist noch der Moment, wenn sich Lese- und Schreibpointer gegenseitig "überholen". Diese Unstetigkeitsstelle im Lesesignal macht sich durch einen Knack bemerkbar. Das kann man ausbügeln, indem man den Puffer nicht einfach überschreibt, sondern eine weiche Übergangszone schafft, in der neue und alte Werte vermischt sind und der Anteil der alten Werte langsam auf null sinkt.
bestimmte Frequenzen herausrechnen. Oder sind das so Sachen,
die software- / rechentechnisch gar nicht möglich sind und die
Soundkarte das per Hardware (Frequenzweichen, etc) macht?
Das ist mit den o.a. Verfahren kein Problem. Wenn Du aber reale dreidimensionale akustische Filterfunktionen simulieren willst, z.B. das Klangverhalten eines Konzertsaales, kann es beliebig kompliziert werden.
Jörg