Hi,
auf der Seite und den verlinkten Seiten ist sehr viel Unfug zu lesen.
Leicht zu erkennen z.B.
http://www.notiz.ch/wissenschaft-unzensiert/elektros...
oder auch
http://www.notiz.ch/wissenschaft-unzensiert/elektros...
Insgesamt sind die Seiten, vorsichtig gesagt, sehr unseriös recherchiert und sind lediglich Meinungsmache aber oft wenig Information.
http://www.notiz.ch/wissenschaft-unzensiert/elektros...
Professor Semm arbeitet nicht mehr am zoologischen Institut der JWvG-Uni Frankfurt nicht mehr. Seine letzte wissenschaftliche Arbeit datiert laut Medline aus dem Jahr 1994, die Ergebnisse können inzwischen längst überholt/erweitert/ergänzt worden sein.
Durch die insgesamt mangelhafte Recherche ist die von Dir genannte Webseite eher kontraproduktiv - man gewinnt aufgrund der Texte (wie z.B. http://www.notiz.ch/wissenschaft-unzensiert/elektros...) leicht den Eindruck dass es dem Webmaster um etwas anderes geht, als um eine wissenschaftliche Diskussion. Der Webmaster scheint eher ein begeisterter Verschwörungstheoretiker sein. Dadurch werden auch die wertvollen Informationsbrocken, wie z.B. das (unvollständig wiedergegebene?) Gutachten von Prof. Semm in ein falsches Bild gerückt.
Bezeichnend für die mangelnde Information des Autors ist auch:
http://www.interdis-wis.de/wissenschaftler.htm
auf die in der von dir genannten Seite verlinkt wird (anscheinend vom selben Autor).
Hier heisst es:
"Früher hatten Privatgelehrte hohes Ansehen. Diese Kultur ist heutzutage verschüttet. Als Wissenschaftler gilt nur mehr, wer Ausbildung, Anstellung und entsprechende Titel nachweisen kann, ...."
Der Autor scheint sich nicht im klaren zu sein, wer diese hochgelobten Privatgelehrten waren. "Privatdozenten" waren schlicht und einfach Habilitierte, die nicht von einem Professorengehalt, sondern von den Einahmen aus den Studiengebühren ihren Vorlesungen leben mussten. Vielen anderen Privatgelehrten ging es ebenso. Ihnen blieb nichts anderes übrig, als ihre Arbeit aus der eigenen Tasche zu zahlen. Für Aristokraten und Industrielle mag das sehr angenehm gewesen sein, für die anderen jedoch nicht. Als "Privatgelehrter" wurde übrigens nur ernst genommen, wer die entsprechende akademische Laufbahn erfolgreich (!) hinter sich gebracht hatte. Für Aussenseiter war früher, ich meine damit bis in die 70er des letzten Jahrhunderts, kaum Platz in der Gelehrtenwelt. Was an diesem aristokratisch-feudalen System so wünschenswert sein mag - es entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich werde den Eindruck nicht los, dass hier jemand wie Don Quijote gegen die vermeintlichen Windmühlen der Wissenschaft ankämpft. Der Sache "Vermeidung von Elektrosmog" dient so ein Feldzug nicht.
Ciao Rossi