arcor: außergewöhnliche nutzung der flatrate

Von: , Frage gestellt am Do, 8. Feb 2007

hallo,

gestern hab ich einen brief von arcor bekommen, in dem mir vorgeworfen wird, ich würde in "außergewöhnlich hohem maße telefonieren", was den schluss nahelegen würde, dass ich die "leistungen nicht ausschließlich zur abdeckung meines privaten telefonbedarfs nutzen" würde.

und dann:

"diese außergewöhnlich hohe nutzung entspricht nicht unserem gemeinsamen verständnis bei vertragsabschluss: für eine derartige nutzung des anschlusses bieten wir ihnen minutenbasierte tarife an. gerne beraten wir sie bei ihrem tarifwechsel unter der nummer blablabla."

leider finde ich ja meine unterlagen mal wieder nicht. aber da stand meines wissens nix von wegen maximaler gesprächsdauer.

und jetzt:

"wir fordern sie auf, ihre inlandsgespräche umgehend und erheblich zu reduzieren."


sauerei!

natürlich telefoniere ich privat, zugegebenermaßen sehr viel, nächtelang, stundenlang... aber geht die das was an? beworben wird die flat mit sprüchen wie "endlos telefonieren ins deutsche festnetz". und endlos heißt endlos, oder? ich würd ja nix sagen, wenn das wirklich geschäftsgespräche wären, denn es handelt sich ja um einen privatanschluss. aber es sind eben privatgespräche.

wie ist die lage? muss ich mir von denen vorschreiben lassen, wie lange ich meine gespräche zu gestalten habe, wenn ich innerhalb dieses tarifes telefoniere? immerhin wählt man ja die flat nur, wenn man häufig telefoniert... und ich telefoniere eben sehr häufig...

hat das jemand hier auch schon erlebt? und wie seid ihr vorgegangen?

genervte grüße
tabaiba

14 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 12 Minuten 2 hilfreich
    Re: arcor: außergewöhnliche nutzung der flatrate

    leider finde ich ja meine unterlagen mal wieder nicht. aber da
    stand meines wissens nix von wegen maximaler gesprächsdauer.
    Hallo,

    doch, das steht in etwas schön umschriebener Form in deren AGBs, im gank klein Gedruckten.

    Gruß
    Sticky

    • Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: arcor: außergewöhnliche nutzung der flatrate

      Hi, doch, das steht in etwas schön umschriebener Form in deren
      AGBs, im gank klein Gedruckten.
      wo denn da?

      lemmy

      • Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: arcor: außergewöhnliche nutzung der flatrate

        Hi, wo denn da?
        Würde sagen, die berufen sich auf Punkt 2.6.1 ihrer AGB: Voraussetzung für die Abrechnung nach dem Tarif "telefon flat" [...] ist,
        dass der Kunde die von Arcor erbrachten Leistungen ausschließlich zur
        Abdeckung seines privaten Telefonbedarfs nutzt und dieser nicht offensichtlich
        von der durchschnittlichen Nutzung privater Teilnehmer erheblich abweicht.
        Gibt bestimmt Studien, die die durchschnittliche Nutzung eines Privatmenschen abhandeln, und wenn nun jemand z.B. dreimal so viel wie ein Durchschnittsmensch telefoniert, dann stimmt die Kalkulation bei Arcor halt nicht mehr. In der Konsequenz muss Arcor dann den betreffenden Kunden von der Nutzung des Pauschaltarifs ausschließen oder die Preise für alle erhöhen.

        Grüße,

        Christian

        • Antwort von nach 9 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: arcor: außergewöhnliche nutzung der flatrate

          hallo,

          die agbs hab ich inzwischen auch gefunden. hab ich natürlich damals nicht so genau gelesen...

          trotzdem finde ich, dass die werbung irreführend ist: endlos telephonieren heißt nun mal endlos... abgesehen davon, dass natürlich niemand wirklich endlos telefonieren kann... und war da nicht mal was mit irreführender werbung, dass man werbeversprechen beim wort nehmen darf...?

          außerdem wählen logischerweise nur menschen eine flat, die überdurchschnittlich viel telefonieren, sonst lohnt sich doch der spaß nicht...

          im übrigen: bei der internet-flat kräht doch auch kein hahn danach, wie lange man im netz ist. da gibts doch leute, deren kiste 24 h täglich läuft... was ist jetzt da anders? Gibt bestimmt Studien, die die durchschnittliche Nutzung eines
          Privatmenschen abhandeln, und wenn nun jemand z.B. dreimal so
          viel wie ein Durchschnittsmensch telefoniert, dann stimmt die
          Kalkulation bei Arcor halt nicht mehr. In der Konsequenz muss
          Arcor dann den betreffenden Kunden von der Nutzung des
          Pauschaltarifs ausschließen oder die Preise für alle erhöhen.
          tja, das würd ich gerne wissen, ob die das wirklich so einfach dürfen...

          aber immerhin scheint die sonne :-)

          grüße
          tabaiba

          • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: Präzedenzfälle

            Mahlzeit, die agbs hab ich inzwischen auch gefunden. hab ich natürlich
            damals nicht so genau gelesen...
            und selbst dann wäre nicht klar gewesen, wie Arcor die "durchschnittliche Nutzung" definiert. Die Angaben in den AGBs sind nebulös. Aber unabhängig davon ist der Kündigungsrecht ohne Angaben von Gründen beiderseits vorhanden, so daß Du Dich kaum dagegen wehren könntest, falls die Kündigung tatsächlich käme. trotzdem finde ich, dass die werbung irreführend ist: endlos
            telephonieren heißt nun mal endlos...
            Da ist die Verbraucherzentrale mit Dir einer Meinung: http://www.onlinekosten.de/news/artikel/23681/0/Flat... im übrigen: bei der internet-flat kräht doch auch kein hahn
            danach, wie lange man im netz ist. da gibts doch leute, deren
            kiste 24 h täglich läuft... was ist jetzt da anders?
            In der Konsequenz muss
            Arcor dann den betreffenden Kunden von der Nutzung des
            Pauschaltarifs ausschließen oder die Preise für alle erhöhen.
            tja, das würd ich gerne wissen, ob die das wirklich so einfach
            dürfen...
            Sie dürfen, s.o. Du könntest zwar über die Verbraucherzentrale eine Abmahnung wegen irreführender Werbung betreiben, aber das halte ich für fruchtlos. Einen Hoffnungsschimmer hast Du trotzdem: in dem Artikel wird von einer zurückgenommenen Kündigung berichtet - zwar bei 1und1, aber dennoch könntest Du versuchen, dem Provider klarzumachen, daß Du nicht gewerblich, sondern privat telefonierst.

            Küßchen

            Sancho

            • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
              Raus aus dem Vertrag wenns geht

              Mahlzeit, die agbs hab ich inzwischen auch gefunden. hab ich natürlich
              damals nicht so genau gelesen...
              und selbst dann wäre nicht klar gewesen, wie Arcor die
              "durchschnittliche Nutzung" definiert. Die Angaben in den AGBs
              sind nebulös. Aber unabhängig davon ist der Kündigungsrecht
              ohne Angaben von Gründen beiderseits vorhanden, so daß Du Dich
              kaum dagegen wehren könntest, falls die Kündigung tatsächlich
              käme.
              Eine fristlose Kündigung wäre wohl in diesem Fall ein Segen. 24-monatige Vertragslaufzeiten sind im Interesse von Arcor und wohl kaum in dem des Kunden.

            • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
              Re: Raus aus dem Vertrag wenns geht

              hallo, Eine fristlose Kündigung wäre wohl in diesem Fall ein Segen.
              24-monatige Vertragslaufzeiten sind im Interesse von Arcor
              und wohl kaum in dem des Kunden.
              hm, ich weiß nicht, ob die anderen besser sind. die telekom ist es jedenfalls nicht... hast du nen tipp?


              grüße
              tabaiba

            • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
              Raus aus dem Vertrag

              Ich werde mich hüten, die einen Anbieter zu empfehlen.

              Da solltest Du lieber bei Ciao.de die Testberichte zu verschiedenen Anbietern lesen und Dir selbst ein Urteil bilden. Arcor ist auch nicht preiswerter als andere Anbieter mit vergleichbaren Leistungen, ich sehe keinen Grund sich 24 Monate binden zu lassen.

              Sagen wir mal so, die Telekom hat sich stark gebessert. Ärger kann es bei jedem Anbieter geben, es ist nur die Frage, wie ernst der Kunde genommen wird.

              Kundenbindung durch Service statt Knebelverträge!

            • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
              Re^6: Präzedenzfälle

              hola ;-) die agbs hab ich inzwischen auch gefunden. hab ich natürlich
              damals nicht so genau gelesen...
              und selbst dann wäre nicht klar gewesen, wie Arcor die
              "durchschnittliche Nutzung" definiert. Die Angaben in den AGBs
              sind nebulös.
              der witz ist: ich hab dem typen bei vertragsabschluss gesagt, dass ich wirklich tage- und nächtelang telephoniere. und ihn gefragt, ob es da wirklich kein limit gibt. antwort: neinnein, natürlich nicht, das steht doch da, endlos telefonieren, solange es nur privat ist...blablablubb... Aber unabhängig davon ist der Kündigungsrecht
              ohne Angaben von Gründen beiderseits vorhanden, so daß Du Dich
              kaum dagegen wehren könntest, falls die Kündigung tatsächlich
              käme.
              neenee, das wollen die doch gar nicht. ich bin doch ein guter kunde ;-) die wollen mir nur den anderen tarif andrehen... trotzdem finde ich, dass die werbung irreführend ist: endlos
              telephonieren heißt nun mal endlos...
              Da ist die Verbraucherzentrale mit Dir einer Meinung:
              http://www.onlinekosten.de/news/artikel/23681/0/Flat...
              klar! hätte mich ja gewundert, wenn ich die einzige wäre. wenn die stress machen, geh ich halt zur konkurrenz! immerhin scheinen die ja zu verstehen, dass man mit "entfernt in deutschland lebenden freunden" länger telephonieren muss. und wenn man viele freunde hat, muss man eben viel länger telephonieren :-) Sie dürfen, s.o. Du könntest zwar über die Verbraucherzentrale
              eine Abmahnung wegen irreführender Werbung betreiben, aber das
              halte ich für fruchtlos. Einen Hoffnungsschimmer hast Du
              trotzdem: in dem Artikel wird von einer zurückgenommenen
              Kündigung berichtet - zwar bei 1und1, aber dennoch könntest Du
              versuchen, dem Provider klarzumachen, daß Du nicht gewerblich,
              sondern privat telefonierst.
              das werd ich schon! ich biete ihnen einfach mal an, alle von mir angewählten nummern testweise durchzurufen, und grüße von mir zu bestellen. antworte dann bitte recht freundlich ;-)

              *schmatz*
              tabaiba



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